Nissan hat drei neue Elektroautos angekündigt. Neben der dritten Generation des LEAF und Batterie-Ausführungen von Qashqai und Juke ist laut einem Bericht noch ein kleinerer Crossover in Arbeit.
Die Japaner treiben das Modell laut AutoExpress mit Hilfe des langjährigen Partners Renault voran. Der kleine Crossover werde auf Komponenten des neuen, rein elektrischen Twingo von Renault und dessen kostengünstigere Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie (LFP) zurückgreifen. Das beschleunige die Einführung des Nissan-Modells und ermögliche trotz Produktion in Europa einen Preis von umgerechnet unter 23.000 Euro.
Vom Band rollen soll das Modell im Werk der Renault-Gruppe in Novo Mesto, Slowenien, wo auch der Nachfolger des kleinen E-SUV Spring der Renault-Tochter Dacia und des Renault Twingo gefertigt werden. Der aktuelle Spring wird in China gebaut, für seine zukünftigen Einsteiger-Stromer setzt Renault aber wegen der neuen EU-Strafzölle auf in der Volksrepublik hergestellte E-Autos auf Osteuropa als Produktionsstandort.
Entwicklungshilfe aus Frankreich & China
Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen für die Herstellung von kleinen Stadtautos, insbesondere von solchen mit kostspieligem E-Antrieb, werden die Fahrzeuge dem Bericht zufolge mindestens 80 Prozent ihrer Komponenten teilen. Die Entwicklung werde von Renaults E-Auto- und Softwareabteilung Ampere geleitet. Wichtiger Input komme von Ingenieuren aus China, was insbesondere eine kürzer als sonst übliche Entwicklungszeit ermögliche.
Die neuen Generation von Renault Twingo und Dacia Spring sowie das Schwestermodell von Nissan dürften AutoExpress zufolge um die 3,8 Meter lang sein. Der Radstand soll etwa 2,5 Meter betragen. Als Reichweite werden über 300 Kilometer erwartet, E-Frontantrieb mit 70 kW (95 PS) und 90 kW (122 PS) Leistung soll angeboten werden.
Schon in diesem Jahr soll die Elektro-Variante des Kleinwagens Nissans Micra starten, der sich die AmpR-Small-Plattform mit dem Renault 5 teilt. Kurze Zeit später soll die neueste Generation des elektrischen Kompaktwagens Nissan LEAF in die nächste Runde gehen. Für 2026 wird außerdem eine elektrische Neuauflage des Mini-Crossovers Juke erwartet. Ob dann im nächsten Jahr – wie aktuell berichtet – auch ein ganz kleines Stadt-E-Auto von Nissan startet, bleibt abzuwarten.


Werner meint
Schade, dass es damit keine Wiederauferstehung des Renault Zoe gibt. Damit hatte Renault ein relativ bezahlbares E-Auto mit für die Zeit hoher Reichweite auf dem Markt und hat gezeigt, dass man einen hohen Innenraum auch in ein elegantes Gehäuse ohne diesen barbarischen SUV-Look stecken kann. Aber die kleine Zoe hat den Renault-Managern ja zu wenig Profit gebracht, daher überlässt man die Einnahmen lieber den asiatischen Anbietern.