Toyota hat die Entwicklung des Elektroautos LF-ZC der Edelmarke Lexus eingestellt. Die Produktion der neuen Limousine hätte ab diesem Jahr beginnen sollen. Das bestätigte laut Medien Hiroki Nakajima, Executive Vice President bei Toyota. Grund für die Entscheidung seien die zu hohen Kosten für die Druckguss-Formen und die Produktionsausrüstung.
Trotz des Projektabbruchs sollen die im Rahmen der Entwicklung gewonnenen Technologien bereit für die Massenproduktion sein. Dazu gehören neue Batterien, eine dedizierte Plattform sowie das sogenannte Gigacasting-Verfahren. Gigacasting bezeichnet die Herstellung großer Karosseriebauteile aus Aluminium in einem einzigen Guss, wodurch viele Einzelteile ersetzt werden.
„Wir haben uns entschieden, ein Nachfolgefahrzeug zu entwickeln“, verkündete Nakajima gegenüber der Presse. Die während der LF-ZC-Entwicklung erreichten Innovationen stehen somit für zukünftige Modelle zur Verfügung.
Zu den technologischen Fortschritten zählen eine neue elektrische und elektronische Plattform für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) sowie Methoden zur Verkleinerung von Komponenten und Gewichtsreduzierung. Auch die Entwicklung neuer Hochleistungs-Prismenbatterien ist dem Vernehmen nach abgeschlossen. Diese sollen eine etwa doppelt so hohe Reichweite wie herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien ermöglichen und deutlich schneller laden.
Das geplante Nachfolgemodell des LF-ZC soll zudem ein digitalisiertes „Intelligent Cockpit“ nutzen. Dieses System basiert auf der neuen Softwareplattform Arene OS und umfasst einen Künstliche-Intelligenz-Begleiter für Navigation sowie personalisierte Empfehlungen.
Die Limousine LF-ZC sollte ein zentraler Bestandteil von Toyotas Strategie sein, bis 2030 eine Million Elektroautos der Edel-Marke Lexus zu verkaufen. Zwar ist das konkrete Modell des Nachfolgers noch nicht bekannt, Berichten zufolge verlagert Toyota den Fokus jedoch auf SUVs. Ein Veröffentlichungszeitpunkt steht derzeit nicht fest.

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