Der chinesische Elektroautobauer Nio hat die Eröffnung einer neuen Power Swap Station (PSS) im nordrhein-westfälischen Sankt Augustin bekannt gegeben. Es ist die 20. Batteriewechselstation in Deutschland und gleichzeitig die 60. europäische PSS. Die neue PSS der zweiten Generation ist in der Lage, bis zu 312 Batterietauschvorgänge täglich durchzuführen und bis zu 13 Batterien zu lagern.
„Dies ist ein bedeutender Meilenstein für unser wachsendes Netzwerk von Power Swap Stations in Europa“, sagt Kajsa Ivansson Sognefur, Head of Power Europe bei Nio. „60 Stationen in Europa – das ist ein starkes Signal für unser kontinuierliches Engagement, Usern auf dem gesamten Kontinent die komfortabelsten und innovativsten Energielösungen zu bieten.“
Der Wechsel der Batterie erfolgt mit einer PSS in wenigen Minuten vollautomatisiert. Im Zuge des Netzausbaus hat Nio zudem sein flexibles „Battery-Upgrade“ in Deutschland sowie in Norwegen, den Niederlanden und Schweden eingeführt. Dieses Angebot ermöglicht es BaaS-Nutzern (Battery-as-a-Service), ihre Standard-Batterie an einer PSS für 30 Tage gegen eine Batterie mit großer Reichweite zu tauschen. Damit soll sich ein nur kurzzeitig erhöhter Mobilitäts- und damit Reichweitenbedarf decken lassen, etwa auf Reisen. Die Buchung erfolgt über die Nio-App.

Mit seinen „Power Grid Services“ an den PSS leiste das Unternehmen auch einen aktiven Beitrag zur Stabilisierung europäischer Stromnetze und zur Energiewende in Europa, betont Nio. „Über das Power Cloud System werden Ladezyklen an PSS intelligent gesteuert – bei einem Energieüberschuss im Netz laden sie eingelagerte Batterien auf, bei hoher Netzbelastung reduzieren sie automatisch den eigenen Strombedarf zugunsten der Netzstabilität. Indem sie in Sekundenschnelle auf plötzliche Versorgungsschwankungen reagieren, die mit der zunehmenden Einspeisung erneuerbarer Energien einhergehen, unterstützen PSS die lokale und regionale Netzstabilität.“
Dank gezielter Routenplanung mit strategisch platzierten PSS und Services wie dem flexiblen Batterie-Upgrade unterstütze man die Kunden bei der grenzüberschreitenden Elektromobilität, wirbt das Unternehmen. Zwei „Power Journeys“ – von Rotterdam nach München (1.323 km) und entlang der skandinavischen Küstenlinie (1.227 km) – zeigten bereits, dass batteriegestütztes Reisen über große Entfernungen ohne Ladepausen möglich ist.


Markus meint
🤦🏻🤦🏻🤦🏻🤦🏻
Oha …Jetzt argumentiert man schon mit fünf Minuten unnutzbarer Zeit, die beim Wechseln des Akkus vergeht. Für alle Verbrenner Fahrer völlig normal. Und die anderen, die noch ihre Ladestrippe aus’m Auto kramen müssen und ne Stunde während des Ladens dumm in ihrem Auto rum hocken, da sind die fünf Minuten nicht relevant. Crass, wie sehr manche sich Dinge schön zu reden, versuchen. Da kratzt wohl wieder irgendwo der Neid. 🤦🏻🤦🏻🤦🏻
Monica meint
Da ich nebenher noch Verbrenner fahren, kann ich (nach 1,8 Mio. KM) sagen das tanken wirklich nie mehr als 5 Min. dauert. ABer dann steht da ne 9xx auf der Restreichweite. Und mit 5 Min. meinte ich nicht Tausch des Akkus, sondern das warten bis die Grote ihre Tore öffnete, damit der Wagen einfahren durfte… Das ganze ging von Start bis wie zitiert zum Weg in die Bäckerei 20 min… – und dann kam die menchliche Pause!
du hast zurecht 7x auf deinen Kopf geschlagen… hat wohl Gründe.
Monica meint
Ich hab mal zuschauen können, wie so ein Akku Tausch funktioniert. Wir kamen mit dem Skoda am EnBW an, Stecker rein und los gehts… bis die kids aus den Sitzen waren hatten wir schon 10% im Akku… dann kommt die ZUKUNFT in Form vom Nio…. erstmal musste der 5 min. hin und her fahren… bis das Tor aufgeht. dann richtig parken…. dann die Zukunft tauschen… als wir fertig waren sind wir zum Skoda, die Zukunft ist immer noch im Wagen gesessen. als wir vom Ladepark gefahren sind, hab ich im Rückspiegel gesehen, wie die beiden aus dem Nio gestiegen sind und zum selben Bäcker gelaufen sind, wie wir…
Monica meint
Ergänzung: als das Thema Akkutausch aufkam, dachte ich ernsthaft, das Auto macht das selber…. das man im Wagen sitzen muss, ist die Lachplatte ever. Besser als Rudi Carrell!
M. meint
Tolle Sache.
Dann fehlen in Deutschland ja nur noch 580 statt 581 Wechselstationen, bis das System praxistauglich wird.
Dann mal gutes Gelingen für den Rest!
Mary Schmitt meint
Das Problem ist ja auch, dass die Akkus nur zu 90% geladen sind und die Stations Öffnungszeiten haben. Da gewinnst du keine Freiheitsgrade.
M. meint
Öffnungszeiten bei einer angeblich autonom arbeitenden Technologie ist irgendwie so 1990…
Monica meint
Bei der Verdichtung der dollen Swap Stationen kann es aber auch sein, das man dort mit 55% ankommt und dann einen 90% Akku bekommt. Dafür aber zwischen 9 und 17 Uhr sein muss und dann noch im Wagen sitzen muss… ich weiss nicht, da würde ich eher wieder zu einem Wählscheibentelefon, zumindest at home, wechseln. Das hätte dann wenigstens den Vorteil nie mehr laden zu müssen, um zu telefonieren… den joke verstehen jetzt aber nur Leute über 45 Jahre…
McGybrush meint
Wenn ich an einer Ladesäule 5min stehe und dann kommt einer zu mir und sagt, gib mir 20Eur-40Eur und Dein ist jetzt sofort voll und darfst weiter fahren. Beim nächsten halt darfst Du aber 5min nichts ausserhalb vom Auto machen.
Wieviele würden den Aufpreis zahlen? Denn denn zahlt man. Egal ob im Leasing versteckt, beim Kauf oder als Sichtbare Summe beim Swappen.
Wenn man 20Eur Brutto die Stunde verdient dann darf es nur 6Eur Netto kosten um 30min Lebenszeit zu sparen damit es Zeitlich Sinn ergibt. Wenn man so ran geht.
Bin gespannt ob sich das langfristig durchsetzen kann.
Thomas meint
Was man zusätzlich beachten muss: es kostet ja nicht nur 20-40 EUR extra, auch das Wechselstationennetz ist kapitalbedingt immer deutlich dünner als das der Schnellladestationen. Man könnte also sagen: zahle 20-40 EUR extra und nehme einen durchschnittlichen Umweg von 5-10min in Kauf, bzw. eine ungünstigere Route.
Und dann wird eigentlich klar, dass das Konzept quasi ohne Zukunft ist. Weil es im Mittel eben gar keinen Zeitgewinn bedeutet.
H24menie meint
Wie gut, dass die Tauschstationen neben Supercharger von Tesla oder auch anderen Anbietern stehen, dann machen alle den Umweg :-)
McGybrush meint
Ja wenn ich Laden will stehen Ladesäulen von Hamburg bis Kroatien immer auf der Route. Egal ob ich bei 30%, 15% oder 1% laden will.
Bei den Swap Stationen stehen sie auch neben einem Supercharger. Zu 95% aber an einen SuC der MICH gar nicht interessiert und auch umweg gekostet hat.
Beim Swap können die Aktuell dann auch so ungünstig verteilt sein das ich den Nächsten mit 40% erreiche, den übernächsten aber mit -30%
SuC und HPC sind in Deutschland so Dicht das ich alle 5%-10% rausfahren kann. Bei 30%, 25%, 15%, 10%, 2%. Und egal ob ich auf 60% oder 80% lade. Wenn ich wieder auf 5% bin wird ein HPC in Reichweite und auf meiner Route sein.
Ausser um Rostock da oben. Da ist etwas mehr Abstand.
H24menie meint
Cool, kann man mit Nio auch.. CCS heißt der Anschluss den er verbaut hat gg
M. meint
Tolle Sache, so ein CCS-Anschluss.
Der macht eine Wechselstation… überflüssig.
Das Wort hatte ich gesucht. :-)
Ich persönlich habe im weiten Umkreis keine einzige Wechselstation und habe auch schon geschaut, ob ich auf „üblichen“ Routen eine einplanen könnte.
Ich hätte Umwege von 100 bis 150 km, damit verbunden Zeitverlust von 1 – 1, 5 Std. Auf dem Umweg verbrauche ich dann schon wieder den Strom, den ich sonst gar nicht gebraucht hätte. Komplett lebensfremd. Ganz abgesehen davon, dass solche Zusatz-km bei einem Auto auch noch Kosten verursachen (merkt man bei den Leasingraten).
Nichts gegen Nio als Auto – die sind bestimmt nicht schlecht. Aber zu teuer und ohne das Sinnlos-Wechselsystem fehlt auch der USP.
Ist in China vielleicht ganz anders mit tausenden Stationen, aber hier ist nicht China.
Futureman meint
Das System wird mit immer schnelleren Ladezeiten überflüssig. Dazu muss man weiterhin im Fahrzeug sitzen bleiben. Die rund 5 Minuten sind auf jeden Fall nicht nutzbar. Beim Schnelllader kann ich anstöpseln, Kaffee trinken, Kaffee wieder weg bringen, abstöpseln und weiter fahren. Kann da keinen Vorteil erkennen. Wie lange Nio dafür wohl noch Geld verbrennen kann?
H24menie meint
Aja nun folgen die Kommentare, dass jeder nur mehr 5min läd :-)
In welchem Traum, welche Autos, welche Ladestationen, welche Netzstabilität ohne Metallbox mit Bufferakkus (*hust* Spanien/Portugal)?
Braucht nur ein heutiger BYD Atto deine Megawatt-Charger belegen und dein Traum platzt.
Lanzu meint
Eine der Hauptkosten sind Akkupreise. Wenn diese weiter stark sinken, können auch Wechselsystem attraktiver werden. Daneben bleibt die Technik wie auch Schnellladen nicht auf dem heutigen Stand stehen. Der Wechsel könnte schneller werden oder automatisch nach Abstellen auf dem Parkplatz passieren, sodass man nicht im Auto warten muss.
Ich China sind Taxen einer der Hauptkunden für Wechselsysteme. Für entsprechende gewerblich Kunden, kann das durchaus attraktiv sein. In China wird das System gerade im Wesentlichen von CATL übernommen, die den Vorteil hätten, autoherstellerübergreifend Akkus wechseln zu können.
Ich sehe das ganz technologieoffen xD
Aktuell gebe ich aber Recht. Das ist zu teuer.
Spiritogre meint
Bei Mietpreisen von 200 bis 300 Euro im Monat für den Akku? Das ist mehr als manche Autos komplett im Leasing kosten. Keiner der rechnen kann macht das mit. Damit ist schon Renault mit der Zoe auf die Schnauze gefallen und der Akku war merklich günstiger, wollte eben trotzdem keiner haben.
H24menie meint
Da rundet jemand aber frech.. 169 und 289€
Zoe bot ja nichts und war nach Kilometer berechnet. Nios Miete variiert NICHT, Laufleistung und Garantie ist unbegrenzt inklusive.
M. meint
Ist trotzdem Unsinn.
Leasingmarkt-de:
Peugeot 3008, 518 km Reichweite (weiß nicht, welche Batterie das ist, aber die Reichweite ist nahe an der 100 kWh von Nio)
24 Monate, 15.000 km / p.a.
Ohne Anzahlung
–> 292,-
Ein 3008 ist natürlich kein ET5 oder ET7 usw, aber das ist ein ganzes, brauchbares Auto MIT Batterie und nicht bloß ne Batterie, zu der ich mir für >50k noch ein Auto kaufen muss.
Rechne die Batterie als Kauf rein. Der fängt dann bei 70k€ für ein ET5 Bestandsfahrzeug an. Oder leg mal das Auto auch mal auf einen Leasingpreis um. Das sollten dann im Mittel ca. 700 € sein. Dann hast du einen fairen Vergleich.
McGybrush meint
Ladesäulen sind zu teuer. Aber Tiefbau für ein Swap bei dem ich mit entfernen darf und parken darf weil man ausreichend hin baut soll schneller gehen wenn Geld immer Thema bei sowas ist.
Ich sage es scheitert an den Kosten. Selbst wenn es technisch funktioniert auch bei einem 15Jahre alten Autos die Kupplungen und Stecker am Unterboden zu lösen. Weil diese Bauweise macht ein Auto teurer, schwerer und anfälliger.
Bernhard meint
Kein Mensch kauft im Moment gebrauchte BEV, weil alle Angst haben, dass der Akku bald den Geist aufgibt. Völlig irrational, aber so ist es. Dass man dieses Problem mit einem NIO nicht hat, wird in dieser Blase hier nicht registriert. Auf meinen Hauptstrecken gibt es Swaps. Wenn dann in der nächsten Akkugeneration mehr Ladedichte drin ist, oder der Akku an HPC höhere Ladeleistung hat, ohne dass das mehr kostet, wird hier nicht erkannt. Und wenn der eigene Akku schwächelt, kann man so lange swapen, bis man einen besseren hat. Ich fahre im Moment EV6. Der erste mit 77 kWh-Akku. Der neue hat jetzt 84 kWh, und kostet noch etwas weniger. Pech gehabt. Merkt man bestimmt beim Wiederverkauf. Mit einem NIO wäre das entspannter. NIO hat andere Schwächen. Fehlende Servicestationen und zu hoher Verbrauch. Aber Swapen ist gut.
M. meint
Oha, da hat jemand das Konzept technischer Weiterentwicklung entdeckt.
Kauf dir bloß kein Smartphone oder Laptop, das Zeug wirst du nach 2 Jahren nicht mehr wieder los.
Ein ET5 kommt mit 100 kWh Akku ungefähr so weit wie dein EV6 (und der ist ja kein Reichweitenheld) mit 77 kWh. Da lohnt dann schon mal ein Kostenvergleich.
Vielleicht entwickeln die bei Nio irgendwann auch mal ein effizientes Auto, wer weiß. Aber ob das dann noch zur aktuellen Batterie passt? Schwer zu sagen.
Aber mal zur Swap-Station: einen eigenen Akku kannst du dort nicht tauschen, nur einen, den du dir geliehen hast. Wenn es dich auch nicht weiter nervt, kannst du auf deine Kosten und mit deiner Zeit natürlich ständig hin und her fahren und testen, was die Dinger noch können – Nio freut’s, jeder Wechsel nach dem 2ten im Monat kostet 10 Euro. Klingt fast nach einem Grund, um alte Akkus im System zu lassen: entweder wird damit jemand glücklich, dann bekommt mal Miete für Batterieschrott, oder jemand ist damit unglücklich, dann tauscht der den wieder und zahlt dafür.
Wäre mir aber zu stressig, ich lebe ja in so einer „Blase“, in der es auch weit hinter dem Horizont keine Wechselstation gibt. Und laden, um zur Wechselstation zu kommen, und danach wieder zurück zu fahren, so dass der Akku wieder halb leer ist – das ist albern.
Da das in deiner Blase aber anders ist, verstehe ich nicht, warum du dir so einen grottigen EV6 gekauft hast. Verkauf den, nimm nen ET5, und werde glücklich.
Dieseldieter meint
In 5 Minuten kann man heute, wenn’s richtig gut läuft, 100 km Autobahnreichweite nachladen.
Sagen wir mal bald werden 150 km draus. Alle 150 km einen 6€-Kaffee von der Tanke, kommt der auch in die TCO?
Thorsten 0711 meint
Wer auf Autobahn Raststätten überhaupt irgendetwas kauft…Karl Lagerfeld Zitat inspiriert.
M. meint
Ich hab am Samstag einen Maxi-Kaffee gekauft. Den brauchte ich aber wirklich, sonst hätte ich vielleicht später die Kontrolle über das Auto verloren.
2,80 Euro übrigens. Bei Ramstein.
Hat aber nicht geschmeckt, was in dem Moment egal war. Coffein war offensichtlich drin.
LarsDK meint
Norddeutschland und Dänemark sind noch etwas dünn und es sicher auch nicht die östliche Küste Schwedens gemeint.