Trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten hat die weltweite Akzeptanz von Elektrofahrzeugen in den vergangenen zwei Jahren weiter zugenommen, allerdings mit regionalen Unterschieden. Das zeigt der „EV Charging Index 2025“ der Unternehmensberatung Roland Berger.
Wie schon in den Vorjahren erreicht China erneut Platz 1 des Rankings, gefolgt von Norwegen und den USA. Während Deutschland wegen des Absatzeinbruchs nach dem Ende der staatlichen Förderungen auf Platz 5 abrutscht, holen andere Länder schnell auf: So steigt das Vereinigte Königreich dank des starken Wachstums bei E-Auto-Verkäufen und Ladeinfrastruktur auf Platz 4 auf. Auch Portugal und die Türkei verbessern sich und schaffen es in die obere Hälfte des Index. Südkorea bleibt weiterhin ein starker Akteur im E-Fahrzeug-Markt, doch seine Gesamtplatzierung ist rückläufig, was vor allem auf die geringe Kundenzufriedenheit mit dem Ladesystem des Landes zurückzuführen ist.
Der Roland Berger EV Charging Index 2025 basiert auf einer Umfrage unter 12.000 Befragten in 33 Ländern und bewertet die wichtigsten Elektromobilitätsmärkte nach Kriterien wie Marktgröße, Ladeinfrastruktur, Brancheninnovation und Kundenzufriedenheit.
„Das weltweite Wachstum der Elektromobilität geht stetig weiter, wenn auch mit deutlichen regionalen Unterschieden. So führen Kostenprobleme, Schwierigkeiten in der Batterie-Lieferkette und politische Änderungen in weiten Teilen Europas zu einem moderaten Wachstum der E-Auto-Verkäufe, während in den Vereinigten Staaten politische Unsicherheiten den Fortschritt bremsen“, sagt Adam Healy, Principal bei Roland Berger. „Im Gegensatz dazu setzt China weiterhin auf Elektrifizierung und treibt die Entwicklung des gesamten Ökosystems voran. Und auch jüngere Märkte im Nahen Osten und in Südostasien verzeichnen ein erhebliches Wachstum bei der Akzeptanz von Elektrofahrzeugen.“
China erneut Vorreiter bei E-Mobilität
China baut seinen bereits beachtlichen E-Fahrzeug-Bestand weiter aus und glänzt zudem bei der Versorgung mit öffentlichen Ladesäulen. Damit führt das Land erneut den EV Charging Index an. Deutschland hat dagegen an Boden verloren und liegt nun auf Platz 5. Nach Abschaffung der staatlichen Förderung im Januar 2024 sind die Marktanteile von Elektroautos zweimal in Folge zurückgegangen. Dieser Trend dürfte sich laut den Beratern jedoch 2025 umkehren. Positiv zu vermerken sei, dass Deutschland den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur weiter vorangetrieben hat und der Anteil der Schnellladestationen wächst. Zudem seien Ladetechnologien weiterentwickelt worden, es habe Fortschritte bei Batteriewechselstationen sowie neue Pilotprojekte in Bereichen wie Vehicle-to-Grid (V2G) gegeben.
Hinter den führenden E-Mobilitätsnationen holen der Studie zufolge jüngere Märkte auf: So haben etwa Frankreich und das Vereinigte Königreich in den vergangenen zwei Jahren große Fortschritte gemacht, ebenso wie zahlreiche Länder in Südostasien, darunter Thailand und Indonesien. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Nahen Osten und in Schwellenmärkten wie Brasilien und Indien. Diese Länder liegen zwar beim Anteil der E-Autos an den Neuwagenverkäufen noch zurück, machen dies aber durch Fortschritte bei Ladeversorgung und Technologie sowie Nutzerzufriedenheit wett.
E-Autos zunehmend im Alltag genutzt
Ökologische Argumente sind laut der Auswertung weltweit nach wie vor der führende Treiber für den wachsenden Marktanteil von E-Autos, allerdings gewinnen auch die günstigeren Betriebskosten im Vergleich zu Verbrennerfahrzeugen zunehmend an Bedeutung. Im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika sind die Kostenvorteile für Neuwagenkäufer bereits entscheidender als ökologische Gründe. Auch bei der Nutzung zeigt sich klar, dass Elektromobilität für immer mehr Menschen im Alltag angekommen ist: 80 Prozent der befragten E-Auto-Besitzer gaben an, 10.000 Kilometer oder mehr pro Jahr zu fahren, und 73 Prozent nutzen ihre Fahrzeuge an mindestens vier Tagen pro Woche.
Mit der zunehmenden Marktdurchdringung der E-Autos diversifizieren sich die Nutzerprofile weiter. So geht der Anteil der Befragten, die ihr Fahrzeug zu Hause laden, gegenüber dem Vorjahr leicht von 87 auf 85 Prozent zurück. Das passt zum allmählichen Ausweiten der Nutzergruppen über die typischen „Early Adopter“ mit privater Lademöglichkeit hinaus. Weltweit erfolgt etwa die Hälfte der Ladevorgänge außerhalb des Zuhauses der Fahrzeugbesitzer.
„Alle Ladetypen und Anwendungsfälle bleiben wichtige Bestandteile des Lademixes und grundlegende Komponenten einer benutzerfreundlichen Ladeinfrastruktur auf der ganzen Welt“, sagt Martin Weissbart, Partner bei Roland Berger. „Betreiber von Ladestationen müssen dies berücksichtigen, wenn sie auf die Wünsche der Nutzer nach mehr und leistungsstärkerer Infrastruktur eingehen.“

Aztasu meint
Die 800V Architekturen der deutschen Herstellern drehen das Bild wieder. Sehe da kein Problem. China dürfte bei der reinen Ladegeschwindigkeit bzw. Ladeleistung vorne bleiben, bei der nachgeladenen Reichweite pro 10 Minuten dürften deutsche Hersteller aber doch recht nah rankommen. Weltweit hält da sonst nicht annähernd so gut mit
Aztasu meint
*sonst keiner annähernd so gut mit
KBDCALLS meint
Bei dieser irrlichternden und schon jetzt wortbrüchigen Regierung sehe ich schwarz, was die E-Mobilität anbetrifft.
Dieseldieter meint
Was meinst du mit Wortbruch, die Auszahlung des Klimageldes?
Sebastian meint
Was hat die Politik damit zu tun? Du kannst morgen hunderte BEVs erwerben, niemand hindert dich daran. Ebenso gibt es massig Ladesäulen. Mein Nachbar im Gewerbegebiet hat heute einen ganzen Sattelzug PV Module angenommen, die stehen max. zwei Wochen in seiner Halle, dann sind die alle bei Kunden montiert…
Sepp meint
Es ist halt modern für seine Versäumnisse einen Anderen verantwortlich zu machen und dafür haben wir unsere Politiker ja gewählt KBDCALLS hat aber e die anderen gewählt, die an nichts schuld sind, weil sie nur mosern.
Dieseldieter meint
Carsharing ist in Deutschland und weltweit ein Markt, mit dem man kein Geld verdient. Wie viele verbrennen sich daran die Finger?
Mercedes und BMW mit dem Milliardengrab Share Now.
VW mit Europcar und Miles…
Die Liste ist lang. Das Konzept dient nur des Absatzes von Überproduktionen und unverkäuflichen Kisten wie dem Mini EV von BMW.
Jörg2 meint
Das mag sein…
Worauf im Artikel beziehst Du Dich mit Deinem CarSharing?
Dieseldieter meint
Das Social Leasing und Car Sharing im besonderen keine Lösung für den Durchbruch ist. Die Masse bevorzugt immer noch den Besitz eines eigenen Fahrzeuges.
Mike meint
Ja, den Besitz, aber nicht mehr das Eigentum daran.
Dieseldieter meint
Und die Sache mit den Anschuldigungen des falschen Dieseldieter musst du bitte verzeihen. Wir liegen öfter auseinander in der Sache, aber ich schätze deine Beiträge und die unterschiedliche Sicht auf die Dinge.
Dieseldieter meint
Ich schätze seine Beträge überhaupt nicht. Leeres Gewäsch und Klimareligion.
PS: der echte bin immer noch ich.
Alle anderen DDs haben hiermit Hausverbot.
Dieseldieter meint
Hast dich schon wieder mit anderer Email angemeldet. @Redaktion bitte erneut sperren
Mary Schmitt meint
Du ärgerst dich darüber. Das solltest du lassen.