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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

EU soll E-Auto-Zwang für unter anderem Mietwagenfirmen planen

22.07.2025 in Fuhrpark, Politik von Thomas Langenbucher | 8 Kommentare

bmw-ix1

Bild: BMW

Die EU-Kommission plant offenbar ab 2030 eine tiefgreifende Änderung für den Automarkt. Große Unternehmen und Mietwagenanbieter wie Sixt oder Europcar sollen dann ausschließlich Elektroautos kaufen dürfen. Wie laut der Bild aus EU-Kreisen verlautet, wären damit rund 60 Prozent des Neuwagengeschäfts betroffen.

Dieses Vorhaben würde einem vorgezogenen Verbot von Verbrennungsmotoren gleichkommen, so der Bericht. Zwar ist ein faktisches Verbrenner-Aus in der EU offiziell erst für 2035 vorgesehen, doch es könnte sich noch verzögern. Die neue Regelung könnte dieses Ziel über die Flotten der Unternehmen indirekt vorziehen.

Die EU-Kommission wolle die Pläne bereits im Spätsommer vorstellen und danach dem Gesetzgebungsprozess zuführen, heißt es. Sowohl der EU-Rat als auch das EU-Parlament müssten zustimmen. Eine Sprecherin der Kommission bestätigte gegenüber der Bild lediglich, dass an einer Neuregelung gearbeitet werde, ohne weitere Details zu nennen.

Kritik kommt unter anderem vom CSU-Europaabgeordneten Markus Ferber. In einem Brief an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert er, die Pläne zu stoppen. „Ein staatlich verordneter Hochlauf auf 100 Prozent Elektroautos in Unternehmensflotten bis 2030 ist daher nicht realistisch“, schreibt Ferber.

Ein zentrales Argument der Kritiker ist die unzureichende Ladeinfrastruktur. Autovermieter hätten ihre Elektroflotten bereits reduziert, weil Kunden oft keine Möglichkeit haben, die Fahrzeuge zu laden.

Sixt-Vorstand Nico Gabriel sieht die Pläne kritisch. Er erklärte: „Urlauber werden kaum noch Mietwagen nutzen, Verbraucher werden praktisch keine Fahrzeuge mehr leasen können.“ Letztlich dürften Mietautos teurer werden, berichten der Bild zufolge auch andere Anbieter.

„Solche Pläne sind völlig realitätsfern und ökonomisch gefährlich“, bemängelt der Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) Thomas Peckruhn. „Die Ladeinfrastruktur, die Netzstabilität, die Strompreise – nichts davon ist derzeit auf eine flächendeckende Elektrifizierung ganzer Fahrzeugflotten vorbereitet. Die Folgen wären ein gravierender Verlust an Mobilität sowie massive Mehrkosten für Betriebe und Verbraucher. Gerade das Kfz-Gewerbe erlebt täglich, wie groß die Unsicherheiten bei Kunden, Händlern und Fuhrparkbetreibern hinsichtlich E-Mobilität nach wie vor sind.“

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Via: Bild.de (kostenpflichtig)
Tags: EU, Mieten, Verbrenner-VerbotAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Future meint

    22.07.2025 um 19:39

    Genau deshalb bin ich so gern in der EU. Jetzt werden die großen Verbrennerzentralen in Deutschland wieder aufgeschreckt und sie müssen ihre Lobbyisten losschicken, um den Verbrenner zu retten.

  2. Mary Schmitt meint

    22.07.2025 um 13:26

    Ich finde eine Zwangsquote für Mietflotten genau richtig. Nur so kommen gewisse Kundensegmente aus ihrer Komfortzone.

    • Sebastian meint

      22.07.2025 um 15:44

      Ich dachte BEVs wären komfortabel? Jetzt also doch nicht?

      • Gerry meint

        22.07.2025 um 17:22

        BEVs sind superkomfortabel,
        allein schon nicht mehr den Benzingestank an der Tankstelle ertragen zu müssen ist purer Luxus 👍.
        Aber das Erkennen geht dem Anwenden voraus 👍.
        (da dürft ihr jetzt nachforschen welcher bekannte Wissenschaftler das gesagt hat 😉).

  3. M3P_2024 meint

    22.07.2025 um 12:43

    „Autovermieter hätten ihre Elektroflotten bereits reduziert, weil Kunden oft keine Möglichkeit haben, die Fahrzeuge zu laden.“

    So ein Schrott. Wenn man wollte, könnte man insbesondere mit der Macht eines Flotten-Grosskunden problemlos mit einem europaweit arbeitenden Ladeanbieter einen brauchbaren Fixpreis aushandeln, idealerweise via Plug+Charge, für Notfälle mit am Schlüsselbund integrieter Ladekarte, wo man als Mietwagenfahrer überall problemlos laden und nach der Fahrzeugrückgabe eine faire und transparente Abrechnung erhalten kann.

    Aber man will nicht, lieber jammern und es dem Kunde schwer machen.

    Wacht mal auf und werded bisschen innovativ, liebe Rental-Betreiber….

  4. CJuser meint

    22.07.2025 um 09:42

    Die sollten erstmal vorschreiben, dass man ab 2030 keine fossilen Verbrenner mehr bei öffentlichen Verkehrsmitteln zulassen kann! Kein Taxi, kein Bus, kein Zug. Oder gibt es das schon?

    • Stefan meint

      22.07.2025 um 16:56

      Taxi und Bus sind Firmenflotte. Also zählt dort auch dieser oder der direkt danach veröffentlichte Artikeltext „ZDK warnt vor EU-Verbrennerverbot für Firmenflotten“

  5. South meint

    22.07.2025 um 09:26

    Naja, auch hier werden wieder nur Verbände zitiert und Einzelpersonen, die Eigeninteressen verfolgen. Wie siehtst denn tatsächlich aus?
    Bei Mietwagen gibt es i.d.R. 300 Freikilometer und im Schnitt wird ein Mietwagen nicht einmal 1.5Tkm im Monat bewegt. Schaut man auf Taxifahrer, dann fahren die in etwa 150km am Tag. Schaut man sich das Ausbautempo der Lader an, sind auch fünf Jahre nicht unrealistisch, zumal ja nicht 2030 über Nacht die komplette Flotte elektrisch ist. Und wie genau Autohersteller und Autovermieter plötzlich Netzprobleme in 5+ Jahre aus der Hüfte beurteilen können?
    Die Probleme sind nicht so mon strös und sollten wir tatsächlich merken, dass wieder erwarten nicht funktionieren sollte, na dann lockern wir eben wieder, denn die Hersteller bauen ja noch Verbrenner.
    Ganz lustig. Es gab keine Bestätigung seitens der EU und die Quelle ist die BI LD, lac hhaft. Ich glaube nicht, dass es ernsthaft dafür Pläne gab, denn die Herstellerprognosen waren bei ca. 50% in 2030. Schwer vorstellbar, dass man das einfach bei der Gesetzgebung ignoriert hätte…

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