Stellantis hat mit seinen kleinsten Elektroautos offenbar Erfolg: Der europäische Automobilkonzern will die Kapazität seines Werks im marokkanischen Kenitra auf 535.000 Fahrzeuge pro Jahr ausbauen – mehr als eine Verdopplung. Die Produktion von Kleinstwagen mit Elektroantrieb soll von derzeit 20.000 auf 70.000 Fahrzeuge jährlich steigen.
Zu diesen E-Kleinstwagen zählen die sich eine Basis teilenden Leichtfahrzeuge Citroën Ami, Opel Rocks Electric und Fiat Topolino. Künftig sollen zudem neue Modelle das Portfolio erweitern. So ist geplant, auch dreirädrige Modelle wie den Fiat Tris zu fertigen. Während die bekannten Baureihen für europäische Märkte gedacht sind, zielt der Tris eher auf Afrika und den Nahen Osten.
Das Werk Kenitra wurde 2016 eröffnet und erreichte 2020 eine Jahreskapazität von 200.000 Fahrzeugen. Die nun eröffnete Erweiterung soll in den kommenden Monaten stufenweise in Betrieb genommen werden. Neben Fahrzeugen werden in Kenitra auch Motoren gefertigt. Laut Berichten ist außerdem die Produktion von über 204.000 „Elektroladestationen“ jährlich vorgesehen.
Ein erheblicher Teil der Stellantis-Investition in Höhe von 1,2 Milliarden Euro ist nicht für das Werk selbst, sondern für die Förderung lokaler Zulieferer bestimmt. Mehr als die Hälfte des Betrags fließt in diesen Bereich.
Marokkos Premierminister Aziz Akhannouch erklärte, die lokale Beschaffungsquote solle bis 2030 auf 75 Prozent steigen. Aktuell liegt sie bereits bei rund 69 Prozent. Durch den Ausbau sollen 3.100 direkte Arbeitsplätze entstehen.

Future meint
Es ist schon schlau, die Minicars in Marokko zu bauen. Ich verstehe nicht, warum man einen Mikrolino in Italien bauen muss. Und natürlich freuen wir uns, dass Stellantis offenbar Erfolg hat mit dem Segment.
Moritz meint
schlimmer als die 45kmh finde ich noch, dass man mit dem teil nicht typ2, und somit nicht öffentlich laden kann. das kommt also ausschließlich für leute mit garage oder parkplatz auf dem eigenen grundstück in frage. bmw geht mit dem ce02, für den man sogar noch einen speziellen ladeziegel braucht, den gleichen irrweg.
als stadtbewohner hätte ich voll bock auf sowas kabinenrollerartiges und generell downsizing. aber wenn die „urban mobility“ angebote der industrie die nur in der vorstadt mit carport und garge klappen gehen die produkte in ihrer auslegung komplett an der angeblichen zielgruppe vorbei.
Jörg2 meint
„… dass man mit dem teil nicht typ2, und somit nicht öffentlich laden kann.“
Das ist Quatsch.
Opel bietet dafür (gegen Geld) einen Adapter.
In den diversen Portalen liegt der Preis erheblich drunter.
Also: Nochmal informieren (gegebenen Falls mal YT und „Opel Rocks“ + „Ladesäule“ bemühen) und dann solch Teil mal zur Probe fahren (und irgendwann die Sicherung des Radsensors ziehen).
Moritz meint
Und der schuko verriegelt dann im adapter, dass das nicht von irgendwelchen Kids ausgesteckt wird?
Das ist doch alles bullshit..
ganz europa hat sich auf einen standard geeinigt und stellantis geht diesen dämlichen sonderweg..
Mary Schmitt meint
Ich begreife aber nicht, warum man nicht auf 90 km/h geht und den Akku vergrößert. Dann hätte man neue Kundensegmente. Preislich ist man ja schon auf der richtigen Spur.
Jörg2 meint
Das glaube ich Dir gern.
Deine Mudder meint
Kleinstwagen sind PKW, Leichtfahrzeuge nicht, kann man eher unter Kabinenroller verbuchen.
Gernot meint
Das Marokko ist im Autobau und generell der industriellen Produktion mittlerweile eine relevante Größe ist. Auch Renault baut in Marokko in 2 Werken Autos – um die 600.000 im Jahr. Daneben gibt es kleinere lokale Anbieter und paar Firmen, die versuchen Supersportwagen zu bauen. Insgesamt dürfte Marokko mit seiner Fahrzeugproduktion schon ungefähr auf dem Level von Italien liegen.
E.Korsar meint
@ecomento
„Laut Berichten ist außerdem die Produktion von über 204.000 „Elektroadestationen“ jährlich vorgesehen.“
Tippfehler oder was ganz Neues – diese Elektroadestationen?
Redaktion meint
Danke für den Hinweis – korrigiert!
VG | ecomento.de
Stefan meint
In Kenitra werden auch Peugeot 208 gebaut.
https://roboticsandautomationnews.com/2019/08/19/psa-starts-production-at-kenitra-plant-in-morocco/24877/
Es gibt aber auch weitere europäische Produktionsstätten für den Peugeot 208.