Eine repräsentative Umfrage des Auto-Abo-Anbieters Finn gibt aktuelle Einblicke in die Beziehung der Deutschen zu ihren Autos.
Das Auto steht bei den Deutschen nach wie vor hoch im Kurs. Für 70 Prozent der Befragten ist es unverzichtbar, wobei 40 Prozent angaben, dass ihnen das Auto vor allem ein Gefühl von Freiheit vermittelt. Frauen verbindet das Auto noch stärker mit Freiheit (43 %) als Männer (38 %). Nur 14 Prozent wollen bewusst auf ein eigenes Auto verzichten.
Ein unerwartetes Ergebnis der Umfrage: Der Führerschein steigert die Attraktivität. Fast ein Drittel der Befragten (31 %) findet Menschen mit Führerschein attraktiver. Dabei legen Frauen mit 36 Prozent deutlich mehr Wert auf den Führerscheinbesitz als Männer (26 %).
Die Hauptursache für Ärger im Straßenverkehr ist eindeutig: 57 Prozent der Befragten nennen rücksichtsloses Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer als größtes Ärgernis. Mit deutlichem Abstand folgen Stau oder lange Wartezeiten (12 %) und Baustellen oder Straßensperrungen (8 %). Unterschiede zeigen sich beim Alter: Während nur 1 Prozent der 18- bis 29-Jährigen angibt, sich überhaupt nicht zu ärgern, sind es bei den 70- bis 80-Jährigen immerhin 8 Prozent. Besonders genervt vom rücksichtslosen Verhalten anderer zeigt sich die Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen – hier stimmen sogar 65 Prozent dieser Aussage zu.
Während sich 57 Prozent der Deutschen über rücksichtsloses Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer ärgern, hält jede sechste befragte Person ihre eigenen Fahrkünste für deutlich überdurchschnittlich. Nur 8 Prozent räumen ein, dass ihnen selbst hin und wieder Fehler beim Fahren passieren. Im Saarland und in Schleswig-Holstein ist die Selbsteinschätzung besonders hoch: Hier glauben jeweils rund 24 Prozent, besser zu fahren als die meisten anderen. In Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern sind dagegen nur 3 bis 5 Prozent so selbstbewusst.
Bodenständig entscheiden sich die Deutschen hingegen bei der Wahl ihres Traumautos, würde Geld keine Rolle spielen: 23 Prozent bevorzugen einen normalen Kompaktwagen und 22 Prozent träumen von einem Elektroauto. Nur 11 Prozent würden einen Sportwagen nehmen, während sich 14 Prozent für ein SUV entscheiden würden. Besonders auffällig ist Berlin: Hier würden 21 Prozent selbst bei unbegrenztem Budget komplett auf ein Auto verzichten.
Regional zeigen sich auch deutliche Unterschiede in der Einstellung zu Elektroautos: In Mecklenburg-Vorpommern sind 45 Prozent skeptisch gegenüber der Alltagstauglichkeit von Stromern, während in Hamburg 24 Prozent gerne elektrisch fahren würden, es sich aber nicht leisten können. Landesweit geben 15 Prozent der Befragten direkt an, dass sie gerne ein elektrisches Auto fahren würden, es ihnen aber zu teuer sei. 20 Prozent finden E-Autos spannend und modern, während 17 Prozent sie grundsätzlich ablehnen. 28 Prozent der Befragten sind skeptisch, ob E-Autos alltagstauglich sind.

EVrules meint
Lasst doch diese unsinnigen Umfragen weg, in der einen heißt es „es lohnt sich für mehr als die Hälfte der Bevölkerung / sei günstiger“ in der anderen heißt es „es sei noch zu teuer“.
Das ist kein Journalismus, das ist nachplappern, ungeprüft und unaufgearbeitetes Wiederkäuen von irgendwelchen, beliebigen Aussagen.
EVrules meint
@ecomento Redaktion – Das ist soll konstruktive Kritik an der mehr als beliebigen Veröffentlichung von irgendwelchen Studien sein.
Elvenpath meint
„Zu teuer“ gilt nur für Leute, die sich kein Auto ab 30.000 leisten können. Wer sich ein Auto ab 30.000 Euro leistet, hat eine gute Auswahl an elektrischen Fahrzeugen.
Leider habe ich noch nirgends eine Statistik gefunden, die den Kaufpreis der Anzahl der verkauften Fahrzeuge gegenüberstellt. Also wie viele der Neuwagen über 30.000 Euro kosten.
Spiritogre meint
„„Zu teuer“ gilt nur für Leute, die sich kein Auto ab 30.000 leisten können. Wer sich ein Auto ab 30.000 Euro leistet, hat eine gute Auswahl an elektrischen Fahrzeugen.
Leider habe ich noch nirgends eine Statistik gefunden, die den Kaufpreis der Anzahl der verkauften Fahrzeuge gegenüberstellt. Also wie viele der Neuwagen über 30.000 Euro kosten.“
Das ist ein irrelevanter Vergleich, zwei Drittel aller Privatkäufer kauft KEINE Neuwagen sondern hat maximal das Geld für Gebrauchte.
Der Durchschnittspreis bei Neuwagen liegt irgendwas bei 45.000 Euro – allerdings werden die eben fast ausschließlich von Firmen gekauft.
Elvenpath meint
Richtig. Aber auch Käufer, die sich ein gebrauchtes Auto über 30.000 Euro kaufen, könnten elektrisch fahren.
Vielen Dank für die Ergänzung!
eBikerin meint
Und wie viele Leute geben 30K für einen Gebrauchtwagen aus?
2024 waren es im Schnitt 18.600 Euro. Achtung nicht verwechseln mit dem durchschnittlich aufgerufenen Preis, der liegt deutlich darüber, aber das ist eben wie überall: anbieten kann man alles zu jedem Preis – nur ob es jemand kauft ist eine andere Sache ;-)
Spiritogre meint
Wenn gebrauchte Elektroautos wie ein ID.3 bei im Schnitt 10.000 Euro angekommen sind, werden die mit Sicherheit auch vermehrt gekauft werden.
Mike meint
Wie alt ist denn ein Golf, der 10k kostet?
Baumschmuser meint
50% der Spritkosten gehen direkt an den Staat, das wissen viele gar nicht. Ich werde kleine Flyer machen lassen, das kostet gar nicht viel. Dann wissen die Leute, wohin das Geld fließt, und welche Parteien möchten, dass der Sprit deutlich teurer wird. Die Flyer lege ich dann an den Tanksäulen aus. Unterstützung bei der demokratischen Willensbildung.
Du zahlst 100€ für eine Tankfüllung? Wenn du willst dass es in 5 Jahren 150€ sind, musst du s p d wählen.
Baumschmuser meint
Am Wochenende werde ich wieder Menschen an der Tanke ansprechen und aufklären, wie viele steuern und Abgaben sie da pro Liter zahlen. Überlege sogar, kleine Flyer machen zu lassen.
Darauf wird dann informiert, welche Parteien möchten, dass da statt 100€ bald 150€ auf dem Bon stehen.
Die Menschen sind falsch informiert und denken, die Ölkonzerne ziehen sie ab. Falsch, der Staat sackt sich 50% ein.
Jensen meint
Wie bei allen Befragungen ist es wichtig zu wissen, nach welcher Methodik genau befragt wurde. Wenn jemand in Hamburg angibt, gerne elektrisch fahren zu wollen, es ihm aber angeblich zu teuer ist, kann genau die identische Person ebenso geantwortet haben, sich sowieso kein Auto leisten zu können oder ggf. gar keinen Führerschein zu haben. Hilfreich ist ebenso, wenn man (egal welche Firma die Befragung durchführt oder dürchführen lässt) die Teilnehmer ebenso dazu befragt, welchen Wissen- bzw. Kenntnisstand diese zu den abfefragen Themen haben. Meinung sollte zumindes ansatzweise auch mit Ahnung zu tun haben,
E.Korsar meint
„Meinung sollte zumindes ansatzweise auch mit Ahnung zu tun haben,“
Schön wäre es, aber leider sind alle vom Dunning-Kruger-Effekt betroffen…
…. außer mir. ;-)