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Nissan prüft Formel-E-Technik für künftige Nismo-Modelle

05.09.2025 in In der Planung, Motorsport von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

Nissan_Ariya_Nismo

Bild: Nissan (Symbolbild)

Nissan erwägt, sein Formel-E-Team künftig zur Entwicklung von Prototypen leistungsstarker Elektroautos einzusetzen, die als Grundlage für künftige Nismo-Modelle dienen könnten. Wie Teamchef Tommaso Volpe gegenüber Autocar erklärte, finden derzeit firmeninterne Gespräche darüber statt, wie die in Paris ansässige Motorsportabteilung zur Entwicklung straßentauglicher E-Performance-Fahrzeuge beitragen kann.

Derzeit bietet Nissan mit dem Ariya Nismo bereits ein sportlicheres E-SUV an. Doch laut Unternehmenschef Ivan Espinosa gibt es darüber hinaus „spannende Pläne“ für weitere Sportwagen. Er deutete an, dass vier oder fünf „Halo-Modelle“ geplant seien, die das Spitzenangebot von Nissan bilden sollen.

Zwar seien noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden, doch Volpe bestätigte, dass ein Konzept zur Diskussion stehe, bei dem das Formel-E-Team Prototypen „auf Basis normaler Chassis“ entwickelt, um die Leistungsfähigkeit elektrischer Fahrzeuge durch Nismo zu verbessern. Er erklärte: „Wir haben derzeit den Ariya Nismo, der keinen Einfluss von der Formel E hat, aber wir denken über eine Zusammenarbeit bei künftigen Modellen nach. Wir könnten eine Prototyp-Version erstellen, die dann als Grundlage für die Entwicklung zukünftiger Produkte dienen könnte.“

Künftige Testfahrzeuge könnten dem Bericht zufolge auf dem Allradantrieb mit zwei Motoren basieren, wie er auch in den Formel-E-Rennwagen eingesetzt wird. Ziel sei es, Erkenntnisse zur Effizienzsteigerung von E-Performance-Fahrzeugen zu gewinnen und die Traktionssteuerung bei Allradantrieben zu verfeinern.

Bislang verlief der Technologietransfer eher in Richtung Motorsport, wie Volpe erklärt. So seien beispielsweise Softwarebestandteile aus dem elektrischen Kompaktwagen Leaf in den Formel-E-Antriebsstrang eingeflossen. Doch mit der nächsten Generation der Formel-E-Boliden werde sich das ändern: „Die Entwicklung der Gen4-Fahrzeuge wird der Moment sein, in dem potenzielle Transfers von den Rennwagen zu künftigen Serienprodukten erfolgen“, so Volpe.

Mit dem Ariya verfüge Nissan bereits über fundierte Erfahrungen im Bereich elektrischer Allradantriebe und der unabhängigen Steuerung der vier Räder. Dies eröffne neue Perspektiven für die Übertragung von Motorsporttechnologien auf Serienfahrzeuge.

Laut Volpe wurde das neue Gen4-Reglement in enger Abstimmung mit den Herstellern erarbeitet. Der Einbau von Allradantrieben sei dabei auch auf Druck von Nissan und anderen Herstellern erfolgt, „weil Allradantrieb der Trend für das zukünftige Kerngeschäft ist“.

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Via: Autocar
Tags: Formel EUnternehmen: Nissan
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Ben meint

    05.09.2025 um 17:44

    50% der Spritkosten gehen direkt an den Staat, das wissen viele gar nicht. Ich werde kleine Flyer machen lassen, das kostet gar nicht viel. Dann wissen die Leute, wohin das Geld fließt, und welche Parteien möchten, dass der Sprit deutlich teurer wird. Die Flyer lege ich dann an den Tanksäulen aus. Unterstützung bei der demokratischen Willensbildung.
    Du zahlst 100€ für eine Tankfüllung? Wenn du willst dass es in 5 Jahren 150€ sind, musst du s p d wählen.

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