Der Innenraum des Autos steht vor einem tiefgreifenden Wandel – davon ist Design-Professorin Andrea Lipp-Allrutz überzeugt. Im Gespräch mit der Automobilwoche beschreibt sie, wie neue Technologien, veränderte Mobilitätskonzepte und der Wunsch nach Nachhaltigkeit die Gestaltung künftig prägen werden.
Die Mobilität verändere sich. „Autonome Fahrfunktionen geben dem Fahrer Freiraum für andere Aktivitäten während der Fahrt“, erklärt Lipp-Allrutz. Dadurch werde der Innenraum zunehmend zum Erlebnisraum, in dem Marken Identität und Emotionalität neu definieren.
Zentrale Trends sieht die Professorin in Reduktion und Klarheit des Designs. Angesichts einer „reizüberfluteten Welt“ wünschten sich Nutzer einfache, funktionale Oberflächen. Gleichzeitig wachse die Bedeutung von Licht, Materialien und multisensorischen Reizen für die Markenidentität. Nachhaltigkeit rücke dabei ins Zentrum – etwa durch wiederverwertbare Materialien und transparente Lieferketten, die Verantwortung und Umweltbewusstsein ausdrücken.
Deutsche Autoindustrie verliert Tempo bei Innovationen
Kritisch bewertet Lipp-Allrutz den Kurs der deutschen Autoindustrie. Viele Hersteller investierten weiterhin in die Optimierung alter Technologien mit fossilen Brennstoffen, anstatt sich vollständig auf Innovationen zu konzentrieren. Ihre Größe und Struktur erschwerten schnelle Entscheidungen. Während asiatische Wettbewerber nicht unbedingt besser, aber agiler seien, bremsten in Deutschland „langwierige Entscheidungsprozesse“ die Entwicklung neuer Konzepte. Das spiegle sich auch im Interieur wider: Qualität bleibe zwar ein Markenzeichen, doch Innovation komme oft zu spät auf den Markt.
Ein besonderer Umbruch kündigt sich durch den Wertewandel junger Generationen an. Markenbindung über Hardware verliere an Bedeutung, wichtiger seien Funktionalität und Nutzererlebnis. Lipp-Allrutz skizziert eine Zukunft, in der die Markenwelt softwarebasiert ist – „vielleicht mietet man die ‚Mercedes-Oberfläche‘ für einen Tag, unabhängig vom Fahrzeug“. Damit könnte die emotionale Beziehung zur Marke über digitale Interfaces entstehen, nicht mehr über den Besitz eines bestimmten Modells.
Technologisch wird das Interieur laut Lipp-Allrutz zunehmend von „Smart Materials“, Sprachsteuerung und Augmented Reality geprägt. Klassische Displays sollen verschwinden, interaktive Flächen zeigen Informationen nur bei Bedarf. Das Ziel sei ein „reduziertes, selbsterklärendes Design“, das komplexe Technik intuitiv erfahrbar macht. Der Spagat zwischen Hightech und einfacher Bedienbarkeit sei eine zentrale Herausforderung für die Hersteller.
Auch Künstliche Intelligenz (KI) verändere das Design grundlegend. Sie beschleunige Entwicklungsprozesse und mache Fahrzeuge zu persönlichen Begleitern ihrer Nutzer. Marken müssten neue Wege finden, um echten Mehrwert zu bieten – etwa durch multisensorische Erlebniswelten aus Licht, Material und Klang. Am Ende, so Lipp-Allrutz, werde „die Hardware zum Beiwerk, das Erlebnis das eigentliche Produkt“.

hu.ms meint
Ist nur ein lenkrad und ein grosser berührungsbildschirm ein „Erlebnisraum“ ?
Antwort sh. zulassungszahlen in D und europa.
paule meint
Spannend, Tesla lässt dir jeden Tag keine Ruhe. In Deinem Hirn zumindest gekommen um zu bleiben.
Aber ich kann Dich verstehen. Würde ich wie du einen ID3 vor der Tür haben, ich würde den ganzen Tag darüber nachdenken, wann es endlich ein Tesla wird. Da ist bei dir nicht klappt musst du ihn dir schlecht reden.
Future meint
Es ist doch wie im Wohnzimmer. Ein Bildschirm ist da ja erstmal noch kein Erlebnisraum. Wenn man an den Bildschirm aber eine kleine Apple Box anschließt, dann sind da auf einmal ganz viele individuelle Möglichkeiten für das große Erlebnis. So ähnlich muss man sich das wohl auch im Auto der guten Zukunft vorstellen. Es soll auch Autos geben, die davon jetzt schon einiges können. Im chinesischen Markt sollen es Autos ohne solche digitale Erlebnisräume schon heute schwer haben.
hu.ms meint
Na dann erklär das doch mal den 99,7% neuwagenkäufern aus D, denen eine wischfläche offensichtlich nicht gefällt und kein „erlebnis“ darstellt.
hu.ms meint
ergänze: nur eine grosse wischfläche
Future meint
Ich habe vom Auto der guten Zukunft erzählt. Der deutsche Gebrauchtwagenkäufer ist da noch lange nicht soweit. Aber für die Neuwagenkäufer in China ist dieser Erlebnisraum offenbar wichtig, so hört man es hier immer wieder. Und vielleicht hat die Professorin hier auch an die Exporte nach China gedacht in ihrer Einschätzung.
RudiFaehrtTesla meint
😂😂 Du bist lustig, 99,7% aller alter zurück gebliebe Fahrer, wie z.B. du! Dann passt es. Die jüngeren unter uns finden es toll!
South meint
Der Vergleich mit dem Wohnzimmer hinkt, da ist die Größe des Bildschirmes natürlich entscheident und er steht im Fokus. Beim Autofahren ist das ganz anders, da gibt ein großer Monitor keinen Sinn. Da kann ich hu.ms nur recht geben, dass hat nix mit rückwärtsgewandt zu tun, es ist schlicht unpraktisch. Ich habe mich damals primär gegen den Tesla entschieden, weil mir das Bedienkonzept nicht gefallen hat, zudem fand ich auch den fehlenden Lidar grenzwertig…zudem finde ich hingeklatschte Monitore wirklich hässlich, sowas kann man auch schön im Auto integrieren.
Gut, wenn mal Autos wirklich autonom fahren können, dann könnte sich das ändern…
Andi EE meint
@South
„Der Vergleich mit dem Wohnzimmer hinkt, da ist die Größe des Bildschirmes natürlich entscheident und er steht im Fokus. Beim Autofahren ist das ganz anders, da gibt ein großer Monitor keinen Sinn.“
Das ist falsch, einfach mal als aus Pauschalaussage. Sobald das autonome Fahren Tatsache ist, gibt es gar keinen Weg an einem grossen Monitor vorbei. Alles was kein grosser Monitor hat, ist unnütz und aus der Zeit gefallen.
„Ich habe mich damals primär gegen den Tesla entschieden, weil mir das Bedienkonzept nicht gefallen hat, … “
Das ist deine subjektive Meinung. Die Touchbedienung hat sich weltweit durchgesetzt. Da jetzt was dagegen zu konstruieren, ist wirklich Ignoranz gegenüber modernen UIs. Mag sein dass das in alten Bedienkonzept der OEMs keinen Sinn ergibt, aber das kann ja nicht der Massstab sein.
„zudem fand ich auch den fehlenden Lidar grenzwertig…“
Das ist wieder eine technisch wenig fundierte Aussage, informiere dich mal in aktuellen FSD-Videos und den Limits bezüglich Lidar. Erklär mir mal wie Lidar den Fahrbahnrad und Spuren erkennt. Eigentlich ist das das Wichtigste beim autonomen Fahren, dass das Fahrzeug überhaupt auf der Straße bleibt.
„zudem finde ich hingeklatschte Monitore wirklich hässlich, sowas kann man auch schön im Auto integrieren.“
Oh je, das krampfhafte Einmauern ist der Fail. Dieser Nonsens, wird verschwinden, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Entweder stimmt die Distanz zum Touchen nicht oder es wird absurd zugebaut. Entweder man hat ein gutes Bildschirmformat oder völlig bescheuerte Widescreen Formate mit viel zu geringen Bildschirmhöhen. Sorry, das ist wirklich an Dummheit nicht zu überbieten, welche Verrenkungen, Kosten und Disfunktionalität man hier in Kauf nimmt.
„Gut, wenn mal Autos wirklich autonom fahren können, dann könnte sich das ändern…“
Auch sonst machen die Bildschirmeinpack-Orgien der OEM keinerlei Sinn.
Future meint
Ich finde nicht, dass die Größe des Displays entscheidend ist – weder im Wohnzimmer noch im Innenraum des Autos. Die Größe des Displays ist nur ein Aspekt des digitalen Erlebnisses. Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass sich das digitale Erlebnis ganz individuell auf die Bedürnisse seiner Nutzer einstellt: Das digtale Erlebnisprodukt muss also seine Zielgruppen sowohl in Wanne-Eickel, als auch in Las Vegas und Shenzhen begeistern können.
hu.ms meint
Der artikel handelt vom auto-innenraum als „erlebnisraum“.
Future schreibt was vom „digitalem erlebnis“ – das ist nur ein teilaspekt !
Und ja, die chinesen stehen auf wisch-schnick-schnack, Als beispiel den sprachbefehl: „fenster rechts hinten 15% öffnen“. Wer dort verkaufen will muss das bieten. Die frage ist aber eine ganz andere: wie lange werden noch ausländische hersteller dort viel verkaufen können !
Bei allen geht dieses jahr der absatz in china zurück !
South meint
Also Andi EE, das steht so bei mir nicht und der Rest ist von dir frei erfunden oder kommt vielleicht mal….
1) Es gibt noch kein autonomes Fahren. Punkt. Erstmal alles Gewäsch…
2) Wo steht, dass ich gegen Touchbedienung bin? Touchbedienung hat sich durchgesetzt, schon vor 16 Jahren (mein Touran hatte das schon), aber so überdrehte Konzepte wie Scheibenwischermenü haben sich eben klar nicht durchgesetzt. Das hat nix mit „modern“ zu tun, dass ist schlicht unpraktisch, um nicht zu sagen gefährlich.
3) Da solltest du dich mal erst genau informieren, beim Sicherheitsaspekt geht es um redundante Systeme, deshalb, kein Auto ohne Lidar.
4) Bin erst letzens den A6etron gefahren, das gibt schon deutlich schönere Bildschirmkonzepte als bei Tesla oder den ID….
Ich persönlich finde das Konzept von Tesla, dass ja dann der ID kopiert hat, sogar veraltet. Das war die naive Annahme, dass in ein paar Jahren alle Autos autonom fahren oder eben man alles auf einen Bildschirm klatschen muss…
South meint
… so die Bildschirme hinklatschen war ja so die Billigschiene Mitte der 2010er, also das Auto wäre so ein Smartphone verschnitt, günstiges Tablett und fertig… da erwarte viele Kunden schon deutlich mehr, sogar in den unteren Klassen, schau dir mal den Golf 8 an…
South meint
Also ich kann den meisten hier nur Recht geben. Natürlich muss es nicht mehr zig Knöpfe sein, aber diese hingeklatschten großen Bildschirme sind doch kein „Erlebnisraum“ und die Materialien innen werden immer schlechter. Auch BMW springt auf diese Unsitte auf. Es reichen deutlich kleinere Bildschirme und die integriert in das Cockpit.
Oder bei VW. Beim Golf 8 ins Cockpit integriert, die Materialen ok und dann steht ein ID daneben. Billigst und ein hingeklatschter Bildschirm. Eine totale Kundenverar sche…
hu.ms meint
Eigentlch ist es doch ganz einfach:
Für die basics vom Fensterheber bis zum abstandstempomaten und lautstärkeregler haptische schalter, für infotainment den wisch-bildschirm.
Einige hersteller haben diesen mehrheitsgeschmack erkannt und gehen dorthin „zurück“.
Denn es geht nicht darum möglichst viel zu ändern und „spacig“ zu sein, sondern möglichst viele BEV zu verkaufen !
Bei den im innenraum verwendenten materialien bin ich bei dir.
Mike meint
BMW will also Autos für den Stau bauen. Früher: Freude am Fahren. Morgen: Freude am Stehen, Spielen und Konsumieren.
M. meint
Wäre spannend zu erfahren, aus welchem Teil dieses Artikels du das abgeleitet hast.
Future meint
Wenn BMW auch in China verkaufen möchte, dann stehen die BMWs dort meistens im Stau und bei hochpreisigen Fahrzeugen lässt man sich eh fahren. Insofern, ja, der Erlebnisraum ist in solchen durchdigitalisierten Gesellschaften durchaus wichtig, weil es auch erwartet wird. In Deutschland ist man vermutlich noch nicht soweit.
Elvenpath meint
Ist doch nicht schlecht. Denn ich habe einfach zu oft erlebt, wie „Freude am Fahren“ eher ein sehr aggressives, rücksichtsloses und gefährliches Verhalten war.
Future meint
»Freude« definiert jeder Autofahrer sicherlich vollkommen anders. Und keiner weiß, was BMW mit dem Spruch gemeint haben könnte.
Matthias meint
Ich liebe das „Erlebnis“ wenn das Auto wie wild piepst weil die Türe geöffnet wurde. Zum Abgewöhnen schon vor dem Einsteigen, und beim Ausstiegen wieder. Und dazwischen piepst es auch ständig. Da hat jemand einen Vogel.
Future meint
Einfach Watte in die Ohren und gut.
Oder Kopfhörer und Future Rave voll aufdrehen.
Dann piepst nichts mehr.
paule meint
Irgendwann werde ich mal nach Future Rave googeln.
Future meint
Die 5. Sinfonie von Mahler geht notfalls auch, wenn Future Rave zu wild ist …
paule meint
Oh Gott so trauriger Kram.
Dann lieber Aleksey Igudesman. Passt eher zu mir, der nimmt auch nicht alles ernst. Oder Hyung-ki Joo. Gibt zu viele traurige Typen auf dieser Welt.
NeutralMatters meint
Ich hätte gern weniger „Erlebnis“ und mehr Funktionalität – allemal muss man das Auto immernoch bedienen und fahren können.
Auch darf es klassisch bleiben in der Bedienung, eine Änderung um der Änderung Willen ist nicht gut, wenn es weder praktisch noch vereinfachend ist.
Die Grundregeln eines ablenkungsfreien Bedienens, mit möglichst wenig Reizüberflutung bleiben nach wie vor bestehen, schließlich haben wir Menschen und nicht verändert.
Jeff Healey meint
Dazu gibt es nichts weiter zu sagen, außer vielleicht, dass zu viel „Erlebnis im Auto“ unsanft vorm nächsten Baum enden kann.
Funktionalität First!
💯!
paule meint
Der Baum hat Schuld und muss weg.
Mike meint
Fahrzeuge, die schlecht bedienbar sind, fallen gleich aus meinem Raster. Also solche, wo wesentliche Dinge über Touch laufen (nicht blind bedienbar sind), wo Türgriffe versenkt sind (und im Unfall leicht verklemmen können).
paule meint
Ich mag Autos, wo es einfach nichts mehr zu bedienen gibt. Ich habe keine Ahnung, was ihr ständig rumschalten müsst.
Die wichtigsten und regelmäßig zu bedienenden Funktionen liegen bei mir auf den beiden Daumen-Scrollrollrädern.
Erklär mir doch mal bitte einer, wofür man noch Knöpfe im Auto braucht und was man während der Fahrt auf dem Display drücken muss.
Wenn ich die Fahrzeuge wechsle werden alle Einstellungen mitgenommen. Da muss ich nichts neu einrichten.
Auch die ganze Sache mit Video und so finde ich ja ganz witzig, das habe ich vielleicht zweimal gebraucht. Kein Mensch steht halbe Stunde an der Ladesäule und wartet.
Der große Bildschirm hat eigentlich nur den Vorteil, dass man keine Brille braucht.
Jörg2 meint
Dem ist nichts hinzuzufügen!
EVrules meint
Du scheinst nicht viel über Ergonomie und Bedienung zu wissen.
Warum Knöpfe und Hebel? Weil es schlicht direkt, einfach und intuitiv bedienbar ist. Ein Element das einen bestimmten Sinn erfüllt, ist leichter und klarer zu bedienen, als ein Element dessen Funktion über verschiedene Ebenen/Layer/Menüoptionen wechselt.
Einen Blinker- oder Scheibenwischerhebel über Menüfunktionen oder absolut unintuitive Tasten zu ersetzen ist keine Verbesserung.
Wenn es dir um einen ehrlichen Diskurs geht, woran ich meine Zweifel hab, dann lese dich einmal ein.
In der Ergonomie und HMI-Gestaltung gelten Grundprinzipien, die für die Gesamtbreite der Nutzer und für sicherheitskritische Kontextbedingungen ausgelegt sind. Dazu zählen Affordanz, haptische Rückmeldung, Blindbedienbarkeit, reduzierte kognitive Last sowie Fitts’ und Hick-Hyman-Law.
Diese Regeln zeigen, dass physische Hebel und Schalter in sicherheitsrelevanten Funktionen auch heute klare Vorteile bieten.
Die Diskussion ist daher nicht eine Frage von ‚Moderne‘ versus ‚alt‘, sondern von menschlicher Wahrnehmungs- und Motorikphysiologie.
Alle wichtigen Normen (ISO 15008, ISO 26262, UNECE-Vorschriften, ECE-R121) priorisieren:
– Minimierung der Blickabwendung
– Minimierung der Interaktionszeit
– Minimierung der kognitiven Last
– Redundanz kritischer Funktionen
Physische Bedienelemente schneiden darin konsequent besser ab.
M. meint
Ich muss nix „ständig umschalten“. Das ist alles einfacher, als ich das bei einer ganz bestimmten Testfahrt erleben musste.
paule meint
Ihr könnt mir mal eine einfache Frage nicht beantworten. Was müsst ihr bitteschön während der Fahrt bedienen?
50 Zeilen Text wie ein Knopf ergonomisch sein muss.
Ich brauche auch keinen Scheibenwischerhebel, das Ding läuft von alleine los. Jetzt erzählt mir nicht, dass es nicht funktioniert.
Falls irgendeiner auf die Geschwindigkeitsanzeige beim Tesla anspielt: die ist höher, als wenn ich durchs Lenkrad schauen muss.
Haptische Rückmeldung? Das ist für mich einfach geschwurbel. Schaut euch doch mal die vielen schwarzen Hochglanzknöppe mit weißen Mini-Symbolen an, bei denen ich überlegen muss was das überhaupt sein soll. Wenn es dann noch Reflexion drauf gibt, geht der Sinn komplett verloren.
Könnte mich immer noch über den letzten CLA-Mietwagen aufregen. Schönes Beispiel, wie man sinnlos Knöppe im Auto verteilen kann. Völliges Chaos am Lenkrad, da muss man wischen reiben drücken wippen. Der größte Witz dann, wollte Abstandstempomat einschalten, bekomme ich die Meldung, man muss dafür ein Abo kaufen.
An dem Tag war mir wieder mal klar, warum ich Tesla fahre.
Andreas meint
Und das Meeting auf Teams startet man dann mit den Lenkradtasten? Deezer Playliste und Anruf annehmen geht so vielleicht noch, aber die Anzeige und Bedienung des eigenen Kalenders auf dem Fahrzeugdisplay würde sich damit unnötig verkomplizieren.
Und es gibt immer mehr Apps in den Fahrzeugappstores, die in der Regel eine Portierung der Smartphoneapps sind und das Bedienkonzept ist einfach/gleich gehalten.
paule meint
Das ist jetzt ein Scherz oder? Du mehrst während der Fahrt im Kalender rum und machst Team-Meetings? Bei solchen Leuten ist Hopfen und Malz verloren.
Future meint
Vielleicht kommt paule ja aus der schönen Zukunft, wo man eigentlich nichts mehr währemd der Fahrt bedienen muss außer den Rädchen am Lenkrad?
Tinto meint
In der schönen Zukunft gibt es keine Lenkräder mehr, schon vergessen?
EVrules meint
paule – Ich habs mir schon gedacht, dass du kein Interesse an einer sachlichen Diskussion und an einer selbstmotivierten Recherche hast. Trotz vergebener Mühe probiere ich es dennoch, vllt. gibt es Interesse daran:
Was muss man wärend der Fahrt verstellen?
Im Fahrzeugbau gibt es klar definierte Funktionsgruppen, die nach ergonomischen, sicherheitsrelevanten und kognitionspsychologischen Prinzipien direkt, dauerhaft und haptisch zugänglich sein müssen. Diese Vorgaben stammen aus der klassischen Kfz-Ergonomie, der HMI-Gestaltung, der funktionalen Sicherheit (ISO 26262), visuellen Ergonomie (ISO 15007/15008) sowie aus jahrzehntelanger Praxis in der Human Factors Engineering.
Primäre Fahrfunktionen / Fahrzeugführung
– Blinker (Hebel)
– Scheibenwischer / Waschfunktion (Hebel oder Drehsteller)
– Licht (Schalter / Drehregler)
– Hupe (Taste im Lenkrad)
Sicherheitskritische Funktionen
– Warnblinker
– Türöffner (mechanisch, auch im Notfall)
– Fensterheber (haptisch, klar positioniert)
– Entriegelung (Notfall)
– Spiegelverstellung (haptisch, intuitiv)
Basisbedienung Klima & Sichtfeld
– Temperaturregelung
– Luftverteilung
– Gebläsestufe
– Front- und Heckscheibenheizung (entfeuchten, defrosten)
Audio & Navigationsgrundfunktionen (sekundäre Fahrfunktionen)
– Lautstärke (Drehregler am Armaturenbrett oder Lenkrad)
– Skip / Track / Source (dediziert am Lenkrad)
– Stummschalten
Fahrassistenz
– Tempomat / ACC aktivieren
– Abstand einstellen
– Lane Assist / Spurhaltewarnung deaktivieren
– Notbremsassistent Override (wo vorgesehen)
Gangwahl / Fahrmodi
– P, R, N, D (physischer Selektor)
– Parkbremse (dedizierte Taste oder Hebel)
Funktionen mit hoher Frequenz im Regelbetrieb
– Umluft / Frischluft
– Scheibenbelüftung
– Sitzheizung / Lenkradheizung (optional haptisch empfohlen)
– Kameras (falls zur Manövrierung erforderlich)
Deine Meinung ersetzt nicht Wissen und wissenschaftlich fundierte Analysen der HMI Schnittstellen.
M. meint
„Ich brauche auch keinen Scheibenwischerhebel, das Ding läuft von alleine los. Jetzt erzählt mir nicht, dass es nicht funktioniert.“
Doch. Es wäre nur schöner, es hätte etwas mit dem Wetter zu tun.
Aber ständig den Knopf drücken, damit das Menü auf dem Display aufgeht, damit man den passenden Modus raussuchen kann – das ist witzlos.
Und das zieht sich durch die ganze Kiste.
Tempomat geht ja genauso: 2 Modi gibt es, und normale Autos haben die an einem Hebel am Lenkrad. Dieses besonders tolle Auto hat dafür ein Menü zum wechseln.
Das ist doch alles ein schlechter Scherz.
paule meint
Das waren jetzt bestimmt 100 Zeilen, was du während der Fahrt alles bedienen willst. Ich habe tatsächlich keinen Lust, darüber zu philosophieren. Scheinst einfach auf einer anderen Welle zu schwimmen, der typische Theoretiker. Ich setze mich ins Auto, vielleicht mal Radio an und los geht’s. Rechts Gas, links Bremse. Was schreibst du für einen Unsinn mit einem lichtschalter der erreichbar sein muss? Ich habe in den letzten 20 Jahren noch nie irgendwas am Licht rumgeschaltet. Nicht mal am Opel. Ich habe keinen Bock auf die vielen Punkte von dir einzugehen, du tust als wenn du dich in einem Flugzeugcockpit aus den 50er Jahren befindest.
Aber vermutlich sind eure alten Gurken Autos einfach alle so kompliziert, dass man da ständig irgendwas umschalten muss. Schon der Quatsch, dass ich angeblich irgendwelche modis im Tempomat wechseln will. Was soll ich da wechseln? An oder aus, fertig.
Echt sinnlos mit euch zu kommunizieren, ihr seid einfach auf einem technischen Niveau von vor 30 Jahren stehen geblieben.
paule meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
Future meint
»Im Fahrzeugbau gibt es klar definierte Funktionsgruppen«
Vielleicht ist das der Grund, warum sich die Industrie so schlecht lösen kann vom alten. Alles wurde einmal fest als Regel definiert und daran wird nichts mehr verändert, weil es ja die Regel ist, an die man sich halten muss. Regeln geben Sicherheit. Ich sage, man muss die Regeln kennen und sie dann bewusst brechen, damit neues entstehen kann. Möglicher Vorteil: die Kosten sinken und mehr Profitabilität wird erzielt..
Elvenpath meint
Das finde ich eine gute Entwicklung: Weg von den reinen Fahrmaschinen, hin zu Autos, die sich besser ins Leben integrieren. Wenn ich auf der Reise Ladepause habe, möchte ich Ruhesitze und ein geiles Infotainment: Videos schauen, Nachrichten lesen, Spiele spielen. Fahrzeuge wie Kia EV9 und Hundai Ioniq 9 oder Kleinbusse wie VW ID.Buzz/ Kia PV5 etc. als mobile Büros. 230 Volt Anschlüsse im Innenraum, „Camping-Modus“ um im klimatisierten Fahrzeug schlafen zu können. Dazu passen der Variable Innenraum, der das erlaubt, wie im Inster z.B.
Autonomes Fahren würde das Ganze krönen.
M. meint
Wenn ich auf Reise „Ladepause“ habe, brauche ich beim aktuellen Wetter ne Jacke.
Vielleicht einen Kaffee. Eine Toilette.
Aber „geiles Infotainment“ (was genau soll das sein?) nicht.
paule meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
EVrules meint
Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde bereits entfernt. Die Redaktion.
Future meint
Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde bereits entfernt. Die Redaktion.
paule meint
Das ist jetzt echt ein Scherz. Die Damen machen ihren Job, zahlen Steuer und SV. Darf man nicht drüber schreiben oder was? Das glaubt ihr, wie viele Trucker wegen den extra rechts ranfahren, und in Zukunft wird halt die Ladepause für diese körpernahe Dienstleistung vom e-Trucker genutzt.
Elvenpath meint
Wozu die Jacke? Ich schreibe doch: Ruhesitze, volle Klimatisierung in der Pause.
Und ich habe auch beschrieben ,was ich mit geilem Infotainment meine: Videos schauen, Nachrichten lesen/hören, Spiele spielen, etc.
Future meint
Das ist alles schön und gut.
Aber die wichtigste Frage für den deutschen Markt fehlt:
Bleiben die Knöppe?
Futureman meint
Hoffentlich👍🏻 der Touch Screen sieht ja unmöglich aus, sobald er das erste Mal begriffelt wurde.
Future meint
Man sollte immer ein schönes Tuch zum Abwischen dabeihaben.
So wie man es bei den Tablets und Phones auch macht.
Thorsten 0711 meint
Ich möchte eigentlich nicht ständig das Auto putzen.
In der Mittelkonsole habe ich mittlerweile 3 Tücher: Interieur, Display, Brille. Im Kofferraum Fenster, Leder, normale Microfaser… und dazu die ganzen passenden Pflegemittel 🙄
Tinto meint
Gibt es wirklich jemand der ein Tuch mit sich führt um sein Phone abzuwischen? Dazu noch ein “ schönes “ :-)
Future meint
Thorsten ist wirklich hervorragend aufgestellt.
Tinto dagegen feiert seine verschmierten Displays.
paule meint
Dazu mehrere Hebel hinter dem Lenkrad.
Hatte neulich einen CLA als Mietwagen. Der Hubraumzwerg hatte sogar Schaltwippen und Drehzahlmesser. Sinnloseres Zeug gibt es kaum.
M. meint
Paulanergarten…
paule meint
Lautstärkeregler nach einigem suchen auf dem Mitteltunnel gefunden. Sowas hohles. Während ich bemüht war, die ganzen Knöpfe zu probieren, wie man mal das Radio verstellt, bin ich tatsächlich gefahren als käme ich aus dem Paulanergarten. Der allergrößte Witz, vielleicht 120 PS die Feile, jault hoch wie meine alte CBR, aber hinten zwei fette Auspuffrohre wie ein V6.
Aber hey, haptische Drehdüsen wie im Dachia.
Future meint
Warum wird hier immer so gerne für den Paulnergarten Werbung gemacht? Kriegt man dafür dann ein paar Freibier in der Mittagspause? Dann mache ich das jetzt auch.
paule meint
Bring mir ein Tostada mit.