Audi stellt den Nuvolari als ersten Supersportwagen der Marke mit „High-Performance-Hybridantrieb“ vor. Mit einer Systemleistung von 736 kW/1001 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 350 km/h ist der Plug-in-Hybrid das leistungsstärkste und schnellste Serienfahrzeug in der Geschichte der Ingolstädter. Die Auslieferung des auf 499 Exemplare limitierten, 600.000 Euro teuren Supersportlers ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.
„Mit dem Audi Nuvolari beschleunigen wir unseren technologischen Aufbruch“, sagt Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner. „Der Nuvolari zeigt, was möglich ist, wenn der Fokus auf Technologie, Leistung und Umsetzung in Teamarbeit liegt – und wenn wir Fortschritt gemeinsam erarbeiten.“ Das Fahrzeug vereine zahlreiche von der Formel 1 inspirierte Innovationen, darunter den Hybridantrieb, das System quattro predictive ride, aktive Aerodynamik sowie einen neu entwickelten Audi Space Frame mit Carbon-Exterieur.
Der Nuvolari ist zugleich das erste Serienmodell der neuen Audi-Designphilosophie. Gespannte Flächen, integrierte Technologie und intelligente Aerodynamik prägen das Erscheinungsbild. Die Mittelmotor-Architektur bestimmt die Proportionen und verleiht dem Fahrzeug ein monolithisches Volumen. Lackiert ist der Supersportwagen in der neuen Farbe Titanium, die mit Carbon-Elementen kombiniert wird.
In 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h
Für den Antrieb kombiniert Audi einen 4,0-Liter-V8-Biturbo mit 588 kW/800 PS und drei Axialfluss-Elektromotoren mit jeweils 110 kW/150 PS Leistung. Zusammen ergibt sich eine maximale Systemleistung von 736 kW beziehungsweise 1001 PS. Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Bruttokapazität von 7,3 kWh. Der Verbrennungsmotor liefert bis zu 730 Nm Drehmoment und erreicht Drehzahlen von bis zu 10.000 Umdrehungen pro Minute. Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll damit in 2,6 Sekunden gelingen, 200 km/h in 6,8 Sekunden erreicht sein.
Zwei ölgekühlte Elektromotoren an der Vorderachse erzeugen bis zu 2150 Nm Drehmoment und unterstützen die variable Kraftverteilung des quattro-Antriebs. Ein dritter E-Motor sitzt zwischen V8-Mittelmotor und Getriebe. „Mit dem Audi Nuvolari hat unser ganzes Team einmal mehr seine hohe technische Kompetenz, Innovationskraft und Hingabe unter Beweis gestellt“, so Technikchef Rouven Mohr. „Dies zeigt sich für mich nicht nur in der unglaublichen Performance des Fahrzeugs und den von der Formel 1 inspirierten technischen Lösungen, sondern auch in der Fähigkeit, Innovationen schnell und präzise in ein Serienfahrzeug zu überführen.“
Mit dem quattro predictive ride führt Audi seine nächste Generation des Allradantriebs ein. Das System verarbeitet kontinuierlich Daten wie Beschleunigung, Lenkwinkel, Gierrate (Drehbewegung um die Hochachse, maßgeblich für das Einlenkverhalten in Kurven) und Grip-Niveau. Es greift vorausschauend ein, verteilt Drehmoment gezielt und passt auch die Aerodynamik an die jeweilige Fahrsituation an. Fahrer können zwischen den Modi E-Hybrid, Balanced, Dynamic und Dynamic+ wählen. Zusätzlich steht ein Track Mode mit mehreren Abstufungen der Traktionskontrolle zur Verfügung.
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„Die Antriebseinheiten verteilen das Drehmoment gezielt in Längs‑ und Querrichtung. Die Bremsen stabilisieren durch präzise Eingriffe und reduzieren Schlupf. Die Aerodynamik passt den Abtrieb situativ an“, erklären die Entwickler. Die Fahrzeugarchitektur mit Fokus auf Leichtbau basiert auf einer Kombination aus Audi Space Frame und Carbon-Exterieur. Nahezu alle Exterieur-Bauteile bestehen aus carbonfaserverstärktem Kunststoff. Die Carbon-Komponenten werden laut Audi mit Formel-1-Know-how entwickelt.
Für die Aerodynamik setzt Audi auf ein aktives System, das Abtrieb, Luftwiderstand und Balance situationsabhängig reguliert. Zentrale Elemente sind ein durchströmter Vorderwagen, der sogenannte S-Duct, und ein ausfahrbarer, adaptiver Heckflügel mit den Positionen Closed, Low Downforce und High Downforce. In Dynamic-, Dynamic+- und Track-Modus arbeitet der Flügel automatisch, zusätzlich kann ein aus der Formel 1 bekanntes Drag Reduction System (DRS) per Lenkrad aktiviert werden. In der Hochabtriebs-Konfiguration sind je nach Fahrsituation mehr als 400 Kilogramm Abtrieb möglich.
Das Energiemanagement des Nuvolari verbindet den Angaben zufolge Leistungsentfaltung, Drehmomentverteilung und Energierückgewinnung. Adaptive Strategien für Schub- und Bremsrekuperation ermöglichen Energierückgewinnung in nahezu allen Fahrphasen. Rein elektrische Verzögerungen von bis zu 0,3 g sind möglich. Die Launch-Control-Funktion nutzt gespeicherte Energie gezielt für maximale Performance beim Start.
Das Bremssystem kombiniert hydraulische Bremsleistung und elektrische Verzögerung über ein Brake-by-Wire-System. Herzstück ist das neu entwickelte Bremssystem Audi Ceramic Pro mit Zehnkolben-Festsätteln vorne und Vierkolben-Sätteln hinten. Die Bremsscheiben basieren auf einer Langfaser-Carbonstruktur, die Innenbelüftung soll die Wärmeabfuhr gegenüber herkömmlichen Carbon-Keramik-Systemen um bis zu 21 Prozent steigern. Unter geeigneten Bedingungen erfolgt ein signifikanter Teil der Verzögerung rein elektrisch.
Das Interieur folgt einem fahrerorientierten Konzept mit reduzierter Architektur und auf das Wesentliche konzentrierten Bedienelementen. Farbige Akzente im Human Machine Interface (HMI) orientieren sich am Auto Union Typ C Rennwagen. Der Innenraum ist in einen dunkleren vorderen und einen helleren hinteren Bereich gegliedert. Leichtbausitze mit Carbonfaser-Struktur sollen geringes Gewicht, hohe Steifigkeit und exakten Seitenhalt bieten.
„Der Audi Nuvolari steht für kompromisslose Performance und absoluten Fokus. Der heute erstmals vorgestellte seriennahe Prototyp wurde in enger internationaler Zusammenarbeit in kürzester Zeit entwickelt“, so das Unternehmen abschließend. „Sein Name geht auf Tazio Nuvolari zurück, eine der herausragendsten Persönlichkeiten der Motorsportgeschichte. Der Italiener ist bekannt für seinen Mut, seinen Innovationsgeist, seine unermüdliche Hingabe und den unbedingten Willen zum Erfolg.“









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