Lexus verfolgt mit dem LS Concept einen radikal neuen Ansatz für ein Flaggschiffmodell. Das sechsrädrige, siebensitzige Fahrzeug, das der Hersteller als „exklusiven persönlichen Zufluchtsort“ beschreibt, wurde Ende Oktober vorgestellt und soll eine Alternative zur klassischen Luxuslimousine darstellen.
Stand das Kürzel LS bei der Premiere des ersten Modells 1989 noch für Luxury Sedan, definiert Lexus es nun als Luxury Space. Das neue Konzept orientiert sich laut der Luxusmarke von Toyota stark an Kundenwünschen und stellt höchsten Passagierkomfort in den Mittelpunkt.
Besonders Chauffeurfahrzeuge standen bei der Entwicklung im Fokus. Lexus-International-Präsident Takashi Watanabe erläuterte gegenüber Automotive News, die Recherchen hätten gezeigt, dass VIPs im Fond oft als Letzte einsteigen müssten. Dies wollte man vermeiden und plante die Kabine daher vollständig neu. Zu den ersten Entscheidungen zählten zwei besonders lange Schiebetüren, die gleichzeitig Zugang zur zweiten und dritten Sitzreihe ermöglichen. Zugleich sollten die beiden breiten, liegefähigen Kapitänssitze der zweiten Reihe nicht verkleinert werden, was die Gestaltung des Hecks vor Herausforderungen stellte.
Da sich durch die hinteren Radkästen der Zugang erschwerte, suchte Lexus nach Alternativen. „Wir haben versucht, die Hinterräder so weit wie möglich nach außen zu verschieben, um mehr Innenraum zu gewinnen, aber das hat nicht funktioniert. Deshalb haben wir beschlossen, ein großes Rad durch zwei kleinere Räder zu ersetzen, die ganz am Ende des Fahrzeugs angebracht wurden“, erklärte Watanabe.
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Diese Lösung schuf Platz im Innenraum, brachte aber neue technische Probleme. Die doppelten Hinterräder reduzieren die Neigung oder die Bewegung nach vorne und hinten, erhöhen jedoch auch die Wankneigung. Gleichzeitig erschweren ihr Gewicht und die kurze Federwegkonstruktion einen hohen Fahrkomfort und gute Fahrdynamik. „Als Ingenieure nehmen wir diese Herausforderung an, um dies zu verwirklichen und zum Funktionieren zu bringen“, so Watanabe.
Die verlängerte Radbasis vergrößert zudem den Wendekreis, weshalb Lexus ein aktives Hinterachslenksystem für die Doppelräder entwickelte. Technische Daten wurden nicht veröffentlicht, das Fahrzeug soll aber etwa die Länge des Toyota Century SUV erreichen – also um die 5,2 Meter.
Das Lexus-Konzept ist als vollelektrisches Modell gedacht, mit einer Batterie unter dem flachen Boden. „Um den Platzbedarf im Innenraum so gering wie möglich zu halten, ist ein batterieelektrischer Antriebsstrang die einzige Option, damit diese Konstruktion funktioniert“, sagte Watanabe.
Ob und wann das LS Concept tatsächlich in Serie geht, bleibt offen. Preislich würde ein mögliches Kundenfahrzeug Automotive News zufolge oberhalb des LM-Minivans liegen, der in Deutschland zwischen 128.500 und 154.000 Euro kostet.

R2D2 meint
Für was 3 Achsen? Wiegt der Eimer 7 Tonnen?
Matthias meint
So wie ich das sehe sitzen vorne Chauffeur und Personal, in der Mitte zwei VIPs auf breiten, liegefähigen Kapitänssitzen, und hinten soll noch eine dritte Sitzreihe rein, für wen auch immer? Obwohl es mit dem Lexus LM schon so ein rollendes Luxushotel gibt?
R2D2 meint
Hinten sitzen die Palmen Blätter Wedler.
David meint
Wäre das ein Chinese, dann würden die üblichen Verdächtigen das Fahrzeug hoch loben. So wird es nicht beachtet, obwohl ein Fahrzeug mit sechs Rädern ja schon eher selten ist.