Renault könnte laut einem Bericht neue Versionen des Megane und Scenic mit unterstützendem Verbrennungsmotor auf den Markt bringen. Die Franzosen haben bereits bestätigt, dass eine neue, mehrere Antriebsarten unterstützende Plattform für die nächste Generation ihrer Fahrzeuge des C-Segments (Mittelklasse) in Vorbereitung ist.
Obwohl die Plattform Autocar zufolge in erster Linie als Elektro-Architektur konzipiert wurde, erklärte Renault-Chef Fabrice Cambolive, dass sie auch für Plug-in-Hybrid- und Range-Extender-Antriebe ausgelegt sei. Es handele um „eine spezielle E-Fahrzeug-Plattform“, so der Manager. Sie soll um 2030 eingeführt werden.
Eine reine Elektroauto-Plattform sei gut geeignet für das B-Segment (Kompaktwagen), meinte der Renault-Boss. Für größere Modelle sei jedoch eine flexible Architektur die bessere Lösung. Der CEO der Renault-Gruppe François Provost erklärte, dass die neue Plattform und die nächste Fahrzeuggeneration für die Kernmarke wichtig seien, „um unsere Mission, das C-Segment zu dominieren, fortzusetzen und insbesondere in Nordeuropa zu wachsen“.
Den aktuellen Megane gibt es seit 2022 nur als Elektroauto Megane E-Tech Electric. 2024 folgte der vollelektrische Scenic E-Tech Electric. Die nächsten Generationen könnten laut dem Bericht mit der neuen Plattform auch mit elektrifiziertem Verbrennerantrieb angeboten werden. Cambolive sagte, dass die Hybride eine Konfiguration verwenden würden, bei der der Antrieb von Elektromotoren übernommen wird und der Benzinmotor als Generator für die Batterie fungiert – ähnlich wie beim e-Power-System von Nissan. So könnten sich die Kunden ohne Reichweitenangst mit dem E-Antrieb vertraut machen.
Der für dieses als „Range-Extender-Antrieb“ bekannte Antriebsetup erforderliche kompakte Verbrennungsmotor könnte von Horse Powertrain kommen. Das Gemeinschaftsunternehmen von Renault und dem chinesischen Geely-Konzern ist auf Verbrenner- und Hybridtechnik spezialisiert. Renaults Elektroauto-Kompetenz ist in der Tochter Ampere gebündelt.
Die Einführung der neuen Plattform für die Fahrzeuge des C-Segments von Renault ist Autocar zufolge auch Teil der Bemühungen, die Produktionszeiten zu verkürzen und die Kosten zu senken.

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