Der chinesische Elektroautobauer XPeng stellt den neuen P7+ nun auch für Europa vor. Die fünfsitzige Fastback-Limousine sei das erste Künstliche-Intelligenz-definierte Fahrzeug des Unternehmens und markierte damit einen weiteren Meilenstein für die junge Marke. Ab April soll der P7+ die Produktpalette in Europa erweitern. Die Preise beginnen in Deutschland bei 46.600 Euro für die Version „Standard Range“.
Als große Fastback-Limousine mit einer Länge von 5.071 Millimetern und einem Radstand von 3.000 Millimetern sei der P7+ prädestiniert für Familien, die einen Fokus auf schnittiges Design kombiniert mit Zweckmäßigkeit und großem Kofferraum sowie hoher Reichweite und „ultraschnellem Laden“ legen, wirbt der Hersteller. Der selbst entwickelte Turing AI Chip lege dabei den Grundstein für die technologischen Anwendungen bei Fahrwerk, Antrieb und Cockpit. Fortschrittliche Assistenzsysteme erhöhten die Sicherheit im Straßenverkehr.
Die 800-Volt-Architektur erlaubt hohe Ladeleistungen von 350 bis 446 kW. An entsprechenden Ladepunkten soll das Akkupaket in zwölf Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt werden. Angeboten wird der P7+ mit mehreren Antriebsvarianten. Der Einstieg beginnt mit der 180 kW/245 PS starken, heckgetriebenen Version für 46.600 Euro. Sie nutzt eine 61,7-kWh-Batterie für eine Reichweite von 455 WLTP-Kilometern. Die Long-Range-Variante für 49.600 Euro bietet 230 kW/313 PS und eine 74,9-kWh-Batterie für 530 Kilometer. Topmodell ist die Allradvariante AWD Performance für 53.600 Euro mit 370 kW/503 PS und 74,9-kWh-Akkupack für gut 500 Kilometer.
Innen finden sich im Cockpit zwei querformatigen Displays, 15,6 und 8,8 Zoll groß, sowie eine reduzierte Tastenlandschaft. Hinzu kommt serienmäßig ein Head-up-Display. Für das System versprechen die Chinesen eine Rechenleistung von 750 Tera-Operationen (TOPS) pro Sekunde. Die neue Plattform ist so auf zukünftige softwaredefinierte Fahrfunktionen und Fahrassistenzsysteme ausgelegt. Kontinuierliche Over-the-Air-Updates sollen das System über den gesamten Lebenszyklus auf dem neuesten Stand halten. Die große Heckklappe gibt Zugriff auf einen Kofferraum mit 573 bis 1931 Liter Volumen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Inhalt entsperren“. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
„Die Premiere des XPeng P7+ steht für unser kontinuierliches Engagement, fortschrittliche Technologien noch mehr Menschen zugänglich zu machen. Von zukunftsfähigen Turing-Chips bis hin zum eleganten Design – wir freuen uns darauf, dass Fahrer ein Fahrzeug erleben können, das für die nächste Ära der intelligenten Mobilität gebaut wurde“, sagt He Xiaopeng, Vorsitzender und CEO von XPeng.
Der neue P7+ wird nach einem Pilottest auch im Werk von Magna Steyr im österreichischen Graz produziert – als drittes Modell nach dem SUV-Coupé G6 und dem SUV-Flaggschiff G9. Das Unternehmen aus der Steiermark ist der erste lokale XPeng-Fertigungspartner in Europa.
„Europa ist ein strategisch wichtiger Kernmarkt für XPeng. Im Jahr 2026 werden wir unsere technologischen Fähigkeiten weiter ausbauen und die Produkteinführung beschleunigen, um den europäischen Kunden eine breitere Palette neuer Modelle, darunter den P7+, anzubieten“, so Jacky Gu, ATC Chairman & E-Powertrain Vice President bei XPeng.
XPeng hat im vergangenen Jahr weltweit 429.445 Fahrzeuge ausgeliefert, mehr als doppelt so viele wie 2024. Mit 45.008 Auslieferungen außerhalb des Heimatmarktes verzeichnete die Marke einen Zuwachs von 96 Prozent gegenüber dem Vorjahr. XPeng ist eigenen Angaben nach mittlerweile in 26 europäischen Ländern aktiv. In München hat das Unternehmen 2025 ein Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet.










Paule meint
Was ist so schwer daran, dass zumindest die Performance- Modelle deutlich ü200 fahren dürfen? Ich hab echt keinen Bock darauf, auf der BAB von Dieselopelz verheizt zu werden.
Thomas G meint
Nun, ob X Peng sich selbst einen Gefallen tut, es weiterhin in der EU zu versuchen?
Technisch herausragend, aber dieses Design spricht nur die 20 % „progressiven“ EU-Marktes an. Hier gibt es einen Platzhirschen und meiner Meinung nach auch z. B. Polestar, NIO.
Es ist allgemein bekannt, wie schwierig es für die beiden ist.
Das Thema Datenschutz werde ich hier nicht ansprechen. Jeder kann selbst entscheiden.
Gasbremse meint
530 km WLTP bei einem 5-Meter-Teil mit „Long Range“ zu betiteln, ist inzwischen frech.
Thorsten 0711 meint
Stimmt, da kommt mein 2021er Wagen mit 4,26 weiter. Okay, der hat keine fancy People’s Republic of China Software an Bord, gebe mich geschlagen.
South meint
Also das Design finde ich nicht ansprechend und auch die Reichweite von 530 WLTP finde ich zu wenig. Aber in 12 Minuten von 10-80%, wow, nur mal als Vergleich, dass ist 2,3 mal schneller als Beispielsweise ein ID.7 mit ca. 28 Min. !
Nachdem die ersten E Autos geringe Reichweiten und relativ lange Ladezeiten hatten, galt lang die Devise, der Accu kann gar nicht groß genug sein. Den allermeisten wird ein Accu mit WLTP 600-700km und solchen Ladengeschwindigkeiten aber sowas locker von aussreichen, Denn alle 400km 15-20 Minuten laden, das reicht nun wirklich bis unters Dach.
Das E Auto wanzt sich Stück für Stück in neue Kundengruppen, sogar mit der heutigen Technik ist es nur ein Frage der Zeit…
Futureman meint
Bei anderen Herstellern kommt man für den gleichen Preis 200km weiter. Das wird es schwer für einen Newcomer mit merkwürdigen Namen.
Jörg2 meint
Hast Du zwei..drei Beispiele „anderer Hersteller“ mit halbwegs ähnlichen Modellen und den „für den gleichen Preis 200km weiter“?
Futureman meint
Sorry, hab nur einen (Modell Y). Aber es kommt hier immer schlecht, wenn man merkt das Tesla bei Preis-Leistung immer noch das Maß der Dinge ist und doch nicht so viele (in Europa) da ran kommen.
Jörg2 meint
Bei einer 5m-Limousine bist Du bei Tesla beim MS. Da wird es mit unter 50k „schwierig“.
South meint
Mja, aber schau mal. Wenn du ein Auto mit 622 WLTP hast und in lädt so gute 20 Minuten lädt. Brauchst du fast die gleiche Zeit, wie mit einem Auto nur 530 WLTP und 12 Minuten Ladezeit. Einzig, man erspart sich einen Halt, wenn man genau in das Fenster 530 vs. 622 WLTP fällt, dafür lädt man aber dann schneller.
Der Tesla ist wesentlich effektiver, deshalb hinkt der Vergliche XPeng vs. Tesla, aber man sieht deutlich, lädt ein Auto schneller, dann darf der Accu geringer sein. Also besser einen tausender in bessere Ladeleistung stecken, als in nen Accu…
Jörg2 meint
Futureman
Noch da?
2…3 Beispiele für Deine Behauptung?
Oder nur „geirrt“und noch keine Zeit gefunden, dies hier, per kurzem Beitrag, aufzuklären?
MrBlueEyes meint
Rein optisch hat das Ding das gewisse Nichts… und um auf gut 5 Meter Länge nur maximal 530 Km WLTP hinzubekommen, muss man auch erstmal schaffen…
Ein weiterer sicherlich recht erfolgloser China-Klon…
Anti-Brumm meint
Nachdem er nun auch in Graz gebaut wird, gibt’s den für uns konservative Ösis auch ohne den ganzen KI-Schmarrn? :-) NCAP-Ergebnisse wären auch interessant.
Jörg2 meint
Was würde wohl rauskommen, wenn Du unter z.B. Google mal „Xpeng“ „P7+“ und „NCAP“ eingeben würdest? 14 Zeichen (mit Leerzeichen)….
Anti-Brumm meint
Es gibt (gute) Ergebnisse für den P7, mir ist bei der Entwicklungsgeschwindigkeit der Chinesen und mangels Wissen über das Portfolio nicht ganz klar, inwieweit der P7+ sich von diesem Modell unterscheidet, deswegen die Frage.
Jörg2 meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
Jörg2 meint
Ich hatte „lach“ geschrieben.
Mein Humor findet den Beitrag von Anti-Brumm lustig.
Fred Feuerstein meint
Das Design ist etwas eigenwillig, aber die Technik zu dem Preis ist schon beeindruckend. Das Fahrzeug kann erfolgreich werden.
Andre meint
Bei einer Länge von 5,07 m und 3 m Radstand ist das Auto nichts für städtische Nutzung.
Alleine das wäre bei mir ein NoGo.
Stefan meint
Das ist leider auch für die Nutzung außerhalb von Städten zu viel. 5,07 Meter Länge … unsere Garagen haben 5,11 Meter. Die Breite der Durchfahrt würde noch weniger Spaß machen. Schade.
Tinto meint
Auch Breite von 2,13m ist nicht ohne, viel Spaß in der Stadt oder bei der Parkplatzsuche. Ich bin die normale Version, also nicht plus Probegesessen.
Man sitzt wirklich sehr tief, dazu noch die breiten Schweller und ausgeformten Sitze machen den Einstieg nicht besonders komfortabel. Kein Wunder, mit 42cm Sitzhöhe ist er sogar noch etwas tiefer als der Porsche Taycan. Hinten auch der Einstieg durch die stark abfallende Dachkante nicht so dolle. Aber gut, ist vermutlich für ein junges dynamisches Publikum gedacht.