Kia präsentiert die besonders sportlichen „GT“-Varianten seiner Elektroautos EV3, EV4 und EV5. Damit wolle man „emotionales Fahren mit modernen digitalen Erlebnissen verbinden“, so die Südkoreaner. Vorher waren bereits der Crossover EV6 und das große SUV EV9 in entsprechenden GT-Versionen realisiert worden.
„Die GT-Neulinge zeichnen sich durch dynamische Hardware-Verbesserungen aus, die mit einem erweiterten EV-GT-Ökosystem kombiniert sind. Dazu gehören personalisierte GT-exklusive Fahrmodi, elektronisch gesteuerte Fahrwerkssysteme, Kia Upgrades und leistungsorientierte Klangkulissen“, heißt es. Das Resultat sei ein Fahrerlebnis, das auf Leistungsfähigkeit zugeschnitten ist, aber zugleich auch auf Alltagstauglichkeit, Komfort und emotionale Bindung.
Die Produktion der drei GT-Modelle soll im zweiten Quartal 2026 starten. Die Termine für die Markteinführung, weitere Details und Preise werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
EV3 GT und EV4 GT
Der EV3 GT und der EV4 GT sowie dessen Schwestermodell EV4 Fastback GT besitzen eine gemeinsame technische Basis und repräsentieren die GT-Philosophie von Kia in drei Karosserieformen: einem kompakten SUV, einem sportlichen Schrägheck-Kompaktwagen und einer Kompaktlimousine. Der EV3 GT und beide GT-Varianten des EV4 verfügen über einen 215 kW (292 PS) starken Allradantrieb mit zwei Motoren (vorn 145 kW/197 PS, hinten 70 kW/95 PS), eine 81,4-kWh-Batterie, eine elektronische Dämpferkontrolle (ECS) mit GT-spezifischer Abstimmung, eine optimierte Kurvenstabilität und 20-Zoll-Leichtmetallräder mit leistungsorientierten Reifen.
Ein spezieller GT-Fahrmodus passt die Kraftübertragung, die Lenkungsrückmeldung, die Federung und die Cockpit-Displays an. Das ermöglicht laut Kia ein besonders fokussiertes und eindrucksvolles Fahrerlebnis. Intensivieren lasse es sich noch durch das virtuelle Schaltgetriebe (Virtual Gear Shift, VGS) und das künstlich erzeugte Motorgeräusch (Active Sound Design, ASD), die bei den neuen GT-Modellen Standard sind. „Während VGS die Gangwechsel eines Automatikgetriebes haptisch und optisch eindrucksvoll simuliert, reagiert ASD dynamisch auf Geschwindigkeits- und Lastwechsel und erzeugt dadurch eine lebendige digitale Klangkulisse“, heißt es.
Mit dem EV3 GT bringt die Marke ihr „GT“-Erlebnis nun auch ins Segment der kompakten SUVs. Dazu das Unternehmen: „Seine aufrechten Proportionen und seine Vielseitigkeit sind mit einer GT-spezifischen Fahrwerksabstimmung kombiniert, um ein Höchstmaß an Stabilität, Kontrolle und Souveränität auf der Straße zu gewährleisten. GT-spezifische Design- und Ausstattungselemente unterstreichen seinen sportlichen Charakter. Dazu gehören vom EV9 GT inspirierte Halbschalen-Sportsitze, ein spezielles Dreispeichenlenkrad, markante Neonakzente im Innenraum und eine variable, an die Fahrmodi gekoppelte Ambientebeleuchtung. Diese Merkmale machen den EV3 GT zu einem hochattraktiven und dennoch erschwinglichen Einstieg in das elektrische GT-Portfolio von Kia.“
Der EV4 GT baut auf der sportlichen Positionierung des EV4 auf, den Kia für Fahrer entwickelt hat, die einen dynamischen Kompaktwagen einem traditionellen SUV gegenüber bevorzugen. Die GT-Varianten sollen dieses Konzept weiterführen und ein höheres Maß an Sportlichkeit und Agilität bieten. Sie wenden das gleiche GT-Hardware- und Antriebskonzept auf niedrigere, dynamischere Schräg- und Fließheck-Karosserieformen an.
„Der EV4 GT und der EV4 Fastback GT stellen eine besonders agile und straßenorientierte Interpretation der GT-Philosophie dar“, so Kia. „Im Innenraum verfügen auch sie über markante Halbschalen-Sportsitze, Dreispeichen-Sportlenkrad, auffällige Akzente und ein GT-Modus-spezifisches Schnittstellendesign. Das Ergebnis ist ein kompaktes vollelektrisches Performance-Modell, bei dem Präzision und schnelles Ansprechen Priorität haben.“
EV5 GT
Die „GT“-Philosophie zieht mit dem EV5 GT nun auch in das Kompakt-SUV-Segment ein. Er soll die Leistungsfähigkeit mit der Vielseitigkeit kombinieren, die Kunden von größeren SUVs erwarten. Das 225 kW (306 PS) starke allradgetriebene Modell mobilisiert eine höhere Leistung und mehr Drehmoment als der frontgetriebene EV5 (160 kW/218 PS).
Darüber hinaus verfügt der EV5 GT über eine GT-spezifische Fahrwerkskonfiguration einschließlich elektronischer Dämpferkontrolle (ECS) mit „Road Preview System“, das zum Beispiel Schlaglöcher erkennen kann und für eine entsprechende Dämpfungsanpassung sorgt, sowie eine sportliche Bereifung.
Zu den Design- und Ausstattungselementen, durch die sich die Sportversion vom Grundmodell unterscheidet, gehören GT-exklusive Außendetails, spezielle Halbschalen-Sportsitze und eine variable Ambientebeleuchtung, die mit den GT-Fahrmodi verknüpft ist. „Der EV5 GT positioniert sich damit als ein Performance-orientierter Elektro-SUV, der sich genauso zum Beispiel für das alltägliche Pendeln eignet“, heißt es.





















Thorsten G. meint
Verstehe nicht, warum man bei Kia den Schritt zurück auf 400V macht bei diesen Akkugrößen wenn man schon seit fast 5 Jahren solche Technik in Serie verkauft. Bei den preiswerteren Modellen okay, aber beim EV5?
simon meint
Das konnte mir auf der IAA auch keiner erklären, die wissen nicht was sie wollen.
CJuser meint
Ist man mit dem EV6 GT bei der Leistung etwas zu hoch gestartet? Anders kann man sich wohl kaum erklären, warum hier nur knapp 300 PS verbaut werden.
Andrei meint
Der EV6 GT ist ein echter GT: 609-650 PS, eigenes Fahrwerk (nicht nur adaptive Dämpfer, sondern ganz andere Geometrie und Anlenkpunkte), eigene Bremsen, eigene Reifen, eigene Sitze, heckbetonte Leistungsentfaltung usw. Also ein ziemlich anderer Wagen als die normalen EV6.
Der EV5 ist so gesehen kein GT, sondern nur ein ganz normaler Fronttriebler, wo zum Frontantrieb nur noch ein viel schwächer E-Motor an der Hinterachse dazugekommen ist.