Der chinesische Hersteller BYD hat nach aktuellen Informationen Tesla im letzten Jahr als führenden Produzenten von Elektroautos überholt. BYD lieferte laut Berichten 2,26 Millionen Elektroautos aus, was einen Anstieg von knapp 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Tesla hingegen brachte etwa 1,64 Millionen Fahrzeuge auf die Straße, was einem Rückgang von 8,4 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Damit liegt BYD bei reinen Stromern erstmals deutlich vor dem US-Konzern.
Während BYD seine Auslieferungen weiter steigern konnte, musste Tesla im letzten Jahr zum zweiten Mal hintereinander einen Rückgang verzeichnen. Das Wachstum von BYD resultiert vor allem aus der starken Nachfrage innerhalb Chinas sowie aus der zunehmenden internationalen Expansion des Unternehmens. Tesla sah sich gleichzeitig mit einem Nachfragerückgang in seinen Kernmärkten USA und Europa konfrontiert.
Als entscheidender Faktor für BYDs Erfolg gilt die breite Modellpalette und die gezielte Preisdifferenzierung. BYD bietet sowohl günstige Kleinwagen als auch höherwertige Elektrofahrzeuge und elektrifizierte Nutzfahrzeuge an, während Elektroautobauer Tesla nur wenige Modellreihen vor allem im mittleren bis oberen Preissegment vertreibt.
Zusätzlich verkauft BYD Plug-in-Hybridfahrzeuge, ein Segment, in dem Tesla nicht vertreten ist. Gerechnet über alle E-Antriebe lag BYD schon früher vor dem US-Wettbewerber, 2025 gelang das nun auch nur mit Vollstromern. Insgesamt setzte BYD Medien zufolge im letzten Jahr etwa 4,6 Millionen Fahrzeuge ab, darunter etwas mehr Plug-in-Hybride als reine E-Autos.
Dass Tesla 2025 nach zuvor mehreren Jahren des Wachstums erneut weniger Elektroautos verkaufte, hat mehrere Gründe. Dazu gehört der Wegfall der Steuervergünstigung in den USA von bis zu 7.500 Dollar beim Kauf eines elektrischen Fahrzeugs. Gleichzeitig wuchs weltweit der Konkurrenzdruck durch attraktivere Modelle anderer Hersteller, insbesondere auch aus China.
Zusätzlich schadete das kontroverse politische Engagement von CEO Elon Musk dem Markenimage und verprellte Kunden. Musk scheint zudem die Zukunft von Tesla zunehmend in selbstfahrenden Robotaxis und menschenähnlichen Robotern zu sehen. Diese Bereiche und Künstliche Intelligenz stehen verstärkt im Fokus des Unternehmens, das auch Energieprodukte und -dienstleistungen anbietet.

Powerwall Thorsten meint
Glückwunsch an BYD – weiter so.
Jedes BEV macht die Luft besser und die Ölindustrie ärmer.
Zu den wie immer unqualifizierten Anmerkungen der Bürogemeinschaft gibt es nichts zu sagen – informierte Käufer und Kunden können das einordnen.
R2D2 meint
Ja. Im aktuellen Kontext ist wirklich die Luft in Deutschland wirklich das wichtigste Thema.
Futureman meint
Wenn das Wachstum so weitergeht, werden sie demnächst auch noch Toyota und VW überholen.
M. meint
Wenn. Dazu müsste aber der Export die 18,3% Dezember-Rückgang im Binnenmarkt auffangen, und das ist zumindest kurzfristig nicht realistisch.
SEDE meint
Auch wenn es ein Chinese ist. Respekt vor dieser Leistung. Das sollte ein Ansporn für die europäischen produzenden sein.
Mary Schmitt meint
Herzlichen Glückwunsch BYD! China ist zwar unser Wirtschaftsfeind, aber die USA auch. Insofern gibt es da nicht böse und böser. BYD lernt auch nicht gut genug. Ihr Deutschlandziel ist deutlichst verfehlt. Das ist gut, die deutschen Unternehmen sind zwar gut aufgestellt, aber es hilft immer, wenn die Konkurrenz Fehler macht. Immerhin sind sie der erste von vielen, der mehr BEV auf die Straße gebracht hat. Damit hat das Durchreichen von Tesla angefangen, das im deutschen Markt schon weiter fortgeschritten ist. Dort ist sogar Ford vor Tesla. Obwohl bei Ford vermutlich noch nicht einmal jeder im Management weiß, dass sein Arbeitgeber überhaupt Elektroautos baut.
Die Wahrheit meint
Der deutsche Markt geht am Weltmarkt unter. Gerade große Konzerne können ohne den Weltmarkt nicht überleben.
Die Zukunft von FORD im deutschen Markt ist ungewiß.
Die Zukunft der Produktion von TESLA im deutschen Markt ist stark. Deswegen erweitert TESLA seine Produktionsstätte in Deutschland.
Welche Firmen verlassen Deutschland oder verlegen ihre Produktion ins Ausland 2026?
TESLA stellt auch 2026 neue Mitarbeiter ein.
Wie viele Mitarbeiter werden in 2026 von deutschen Autobauern entlassen?
Herbert Diess nannte theoretisch eine Zahl für den VW Konzern, die Herr Blume praktisch weit überschreitet.
Welche Produktionsstätten ohne staatliche Hilfen in Deutschland überleben wird die Zukunft zeigen.
Mary Schmitt meint
19.390 Autos hat Tesla im ganzen Jahr zugelassen. Das waren vermutlich Werkswagen für die 12.000 Mitarbeiter für 1% Leasingrate und 7.000 am MILF und andere Sharingflotten. Der normale Kunde hat nicht gekauft, der Geschäftskunde schon zweimal nicht. Man ist am Ende. Das weißt du auch!
brainDotExe meint
Glückwunsch BYD!