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Volvo Cars stellt Geschäftsbetrieb von Novo Energy vorerst ein

15.01.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 18 Kommentare

Novo-Werk-Northvolt-Volvo

Bild: Northvolt

Volvo Cars hat den Geschäftsbetrieb von Novo Energy vorerst eingestellt, da kein neuer Technologiepartner gefunden werden konnte. Das Unternehmen war ursprünglich als Joint Venture mit dem Batteriezellhersteller Northvolt entstanden und nach dessen Insolvenz vollständig von Volvo Cars übernommen worden.

Novo Energy sollte laut dem Portal Electrive ab 2026 in einem neuen Werk in Göteborg Batteriezellen produzieren. Die geplante Produktionskapazität lag bei bis zu 50 GWh pro Jahr, um sowohl die europäischen Volvo-Werke in Göteborg und Gent zu beliefern als auch potenziell andere Marken des chinesischen Volvo-Mutterkonzerns Geely.

Durch die Insolvenz von Northvolt fehlte Volvo der notwendige Technologiepartner, um das Werk zu betreiben. Bereits im Mai 2025 mussten 150 Mitarbeiter von Novo Energy entlassen werden, weil kein Partner verfügbar war. Die Suche nach einem neuen externen Technologiepartner blieb bislang erfolglos. Das Unternehmen erklärte, man habe „im Laufe des letzten Jahres intensiv nach einem neuen Partner gesucht“.

Trotz der Fortsetzung der Partnersuche sieht sich Volvo derzeit nicht in der Lage, die Geschäftstätigkeit wie geplant fortzuführen. Nun werden die letzten 75 verbleibenden Mitarbeiter entlassen, und Novo Energy geht in eine Art Winterschlaf, bis möglicherweise ein Partner gefunden wird. Das Unternehmen betonte: „Diese Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen, ist jedoch angesichts der aktuellen Situation notwendig.“ Weitere Angaben zum Start der Batterieproduktion oder zur zukünftigen Organisationsstruktur wurden nicht gemacht.

Eine Gewerkschaftsvertreterin zeigt sich wenig optimistisch, dass das Projekt fortgesetzt wird. Katarina Atterström von der Schwedischen Ingenieursgewerkschaft sagte gegenüber dem Fernsehsender SVT: „Wir hatten gehofft und darauf vertraut, dass die Angelegenheit geklärt wird, daher ist es wirklich traurig. Auch für Göteborg und Westschweden ist es ein Verlust, dass dieser Teil der Geschichte nun abgeschlossen ist.“

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Via: Electrive
Tags: Batterie, ProduktionUnternehmen: Novo Energy, Volvo
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Gernot meint

    16.01.2026 um 10:01

    Und morgen beschwert sich die deutsche Autoindustrie wieder, dass sie nicht an die neuesten Batterieinnovationen aus China kommt, dass sie für Batterien aus China mehr zahlen muss, als chinesische Autohersteller und dass sie bei Batterien komplett abhängig von China ist.

    Aber wenn es die Chance gibt, hier etwas aufzuziehen, in Batterieprojekte einzusteigen, bei denen schon viel Vorarbeit geleistet wurde, dann will man das nicht. Kostet ja erstmal Geld. Drückt erst mal den Gewinn. Dann winken alle ab. Ganz offensichtlich setzt die deutsche Autoindustrie ernsthaft alles darauf, dass der liebe Gott irgendwann in Massen innovative Batterien vom Himmel wirft. Weil anders kann es ja nicht mehr gehen. Sie tut nichts, um die Missstände anzugehen, die sie selbst wieder und wieder lautstark beklagt und die ausschließlich an ihr selbst liegen. Bosch, Mahle, ZF usw: Sie alle entlassen tausende Mitarbeiter, beklagen, dass ihr Geschäft wegbricht. Niemand von denen investiert signifikant in Batterien, ADAS und autonomes Fahren. Alle Zukunftsfelder werden freiwillig den Chinesen überlassen, um kurzfristig etwas mehr Gewinn ausweisen zu können und dann haben wir eben keine Zukunft. Dann enden wir mit Glück wie Volvo: Stark geschrumpft als Submarken chinesischer Konzerne.

    Antworten
    • OlumGolum meint

      16.01.2026 um 11:43

      „Niemand von denen investiert signifikant in ADAS und autonomes Fahren“ ??? Damit zeigen Sie aber das Sie überhaupt keine Ahnung von der Autoindustrie haben! Bosch, Aumovio (ehemals Continental), ZF und Forvia (Hella) gehören bei ADAS und autonomen Fahren zur Weltspitze und Entwickeln und Liefern ihre Systeme an alle OEM Weltweit, auch Chinesische! Das eine ist was die Amerikaner (Waymo, Tesla) und Chinesen (BYD, Xiaomi usw.) täglich überall herumposaunen und das andere ist die Realität die im stillen abläuft.

      Antworten
      • Gernot meint

        16.01.2026 um 13:34

        Du verwechselst da was. Bosch liefert noch vereinzelt Sensoren, ist ansonsten beim Thema autonomes Fahren weitgehend raus. Mercedes hat die Entwicklungskooperation mit Bosch schon vor 5 Jahren beendet, stellt jetzt auch sein Level-3-System ein, weil Totgeburt und setzt auf Hardware und Software-Stack von nVidia. BMW setzt auf Momenta (China). Bosch baut über 3000 Stellen für Software, ADAS, autonomes Fahren ab, weil das nicht schnell genug Einnahmen bringt. Die Chinesen bauen Stellen auf. Bosch ist raus.

        Antworten
  2. R2D2 meint

    15.01.2026 um 15:38

    Es glaubt doch niemand ernsthaft, das man eine Batterieproduktion in Europa halbwegs profitabel betreiben kann? *ggg
    Die Chinesen haben genug von dem Zeugs, die Preise haben was den Boden erreicht. Tja, Europa schläft eben lieben und debattiert bis zum umfallen. Andere machen einfach.

    Antworten
    • Fra p. meint

      15.01.2026 um 19:56

      Es geht nicht um schlafen der EU, es geht um das motto wer fördert mehr. China hat eine massive förderung im automotiv sektor, die frage ist wann es knallt. Schweden hat rohstoffe und günstige energie für eine fertigung sicher ein guter standort.

      Antworten
    • OlumGolum meint

      16.01.2026 um 11:50

      Es geht nicht nur um Profitabilität. Batteriezellenfertigung und deren Rohstoffgewinn sind extrem schmutzige, giftige, umwelt- und gesundheitsschädliche Geschäfte! Keiner, außer den Chinesen, deren Einwohner ihnen völlig egal sind, will das ernsthaft betreiben. Die Umweltauflagen in Europa sind im vergleich zu China dermaßen hoch, das sich das niemals rentieren kann.
      Das gleiche, nur andersherum ist mit Schweinefleisch. Während ein paar wenige Großproduzenten Geschäft mit dem Export von Schweinefleisch nach China machen, vergiften sie das Grundwasser ganzer Bundesländer in Deutschland.

      Antworten
  3. Paule meint

    15.01.2026 um 13:26

    Das ist wie Küche kaufen und nicht kochen können. Nur eben in teuer.

    Antworten
    • Mary Schmitt meint

      15.01.2026 um 14:07

      Tesla hat ja auch den Verkauf von FSD in den Staaten eingestellt.

      Antworten
      • Futureman meint

        15.01.2026 um 14:12

        Blöd für die, die es schon gekauft haben. Gut für alle, die es einfach jetzt oder später mal ausprobieren wollen. Dazu mal ausrechnen, wenn es irgendwann die Hälfte der Teslabesitzer macht und im Monat dafür z.B. 25€ ausgibt. Von solchen Einnahmen können andere Hersteller nur träumen.
        Hat allerdings gar nichts mit dem Thema Batterien zu tun.

        Antworten
        • Tim Leiser meint

          15.01.2026 um 15:02

          Das Abomodell gab es vorher schon, oder? Für 99,-$. Das liegt ungefähr im Bereich vom Drive Assist pro, den es aber nur im drei Jahres Abo gibt und umgerechnet ungefähr 110 $ pro Monat kosten soll.

      • R2D2 meint

        15.01.2026 um 15:39

        Respekt Mary, wieder am Thema vorbei. Herrlich.

        Antworten
        • Paule meint

          15.01.2026 um 17:55

          Unglaublich, welche Themen bei ihm auf Tesla triggern. Sowas hab ich echt noch nicht erlebt.

      • Paule meint

        15.01.2026 um 15:41

        „Tesla hat ja auch den Verkauf von FSD in den Staaten eingestellt.“

        Ja, Microsoft hat auch den Verkauf von Microsoft 365 eingestellt. Es geht dem Ende entgegen. Acrobat Pro Verkauf eingestellt, finito der Laden.

        Antworten
      • Fred Feuerstein meint

        15.01.2026 um 19:11

        Was für ein Unsinn, schaust du eigentlich mal selbst, bevor du unter einem Artikel völlig themenfremd auch noch falsche Informationen streust? Also die Glaubwürdigkeit von Mary ist auf dem Tief angekommen.

        Antworten
        • Paule meint

          15.01.2026 um 20:55

          War schon vor Jahren so, als sie sich noch chipwoman nannte. Ist aber in alle Blogs rausgeflogen.

        • Fred Feuerstein meint

          16.01.2026 um 09:11

          Verständlich…Ist ähnlich wie bei Da.vid.

    • Future meint

      15.01.2026 um 16:36

      Paule, Kochen kann man ja lernen. Mit den Batterien ist es wohl komplizierter als mit dem Kochen. Und bei der Software soll es ja ähnlich schwer sein.

      Antworten
      • Paule meint

        15.01.2026 um 17:58

        Due Maschinen brauchen nur das richtige Rezept. Klar, du weißt ja, wenn der Bauer nicht schwimmen kann….

        Antworten

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