Die Bundesregierung hat sich laut einem Bericht von ihrem Ziel verabschiedet, 15 Millionen Elektroautos bis zum Jahr 2030 auf deutsche Straßen zu bringen. Eine Festlegung „starrer Zielzahlen“ werde den komplexen Herausforderungen der Transformation zur Elektromobilität nicht gerecht, erklärte einer Welt-Meldung zufolge eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums (BMV).
Das Ziel von 15 Millionen Fahrzeugen war unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgegeben und später von der Regierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bekräftigt worden. Dies zu erreichen, galt unter Experten aber schon länger als unrealistisch. Aktuell sind erst zwei Millionen rein elektrische Autos in Deutschland unterwegs, bei einem Gesamtbestand von über 49 Millionen Pkw.
Das Bundesverkehrsministerium verwies auf ein „umfassendes Maßnahmenpaket“ zur Steigerung der Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen. Dazu gehört die kürzlich vorgestellte neue Elektroauto-Kaufprämie für Privatkunden. Je nach Einkommen, Familienstand und anderen Kriterien erhält man bei Kauf oder Leasing eines Stromers von 1.500 bis 6.000 Euro Zuschuss.
Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur werde gefördert, zudem habe man einen „Investitions-Booster“ für elektrische Firmenfahrzeuge auf den Weg gebracht, sagte die BMV-Sprecherin.
Die Bundesregierung verabschiede sich stillschweigend vom Ziel von 15 Millionen E-Autos bis 2030 – und verkaufe das jetzt als Realismus, kritisiert der Experte für Elektromobilität bei der Grünen-Bundestagsfraktion Julian Joswig. „In Wahrheit ist es politische Ambitionslosigkeit.“

Frank meint
So wenig Ehrgeiz ist kaum zu ertragen – die deutsche Autoindustrie leidet unter der politischen Bremse (sie hat auch darunter gelitten, dass Merkel ihr 1 Mio E-Autoziel aufgegeben hat.
Ob unsere Politiker von den Chinesen gekauft sind – könnte man ja schon fast denken.
South meint
Ich weiß nicht, da haben wir in der BRD so ein komisches „das Glas ist halbleer“ Weltbild. Kam toll collect rechtzeitig, oder die eine Million E Autos? Wann das genau war, kennt kein Mensch auswendig. Warum? Das spielt alles nur eine untergeordnete Rolle und es gibt wahrlich keinen Grund pessimistisch zu sein. Wir haben in der BRD einen Drang zu ambitionierten Zielen und auf diesen Punkt dann auch noch sklavisch zu beharren. Völlig unverständlich.
Wir dürfen uns mal auch auf die Schultern klopfen, selbst, wenn es etwas langsamer zugehen sollte. Egal ob EE oder E Auto, die nachhaltigen Technologien sind nicht nur Nachhaltiger, sie rechnen sich auch und deshalb setzen sie sich Stück für Stück sogar weltweit durch…
Wir haben den Drang in der BRD alles Schlecht zu reden, mit der Realität hat das nix zu tun, aber wir müssen halt unsere Hausaufgaben machen…
R2D2 meint
vorallem haben wir in D. die angewohnheit depperte Dinge immer schön zu reden… Sondervermögen, Fachkräfte, Wachstum, und und und… Achso, die Rente ist sicher.
Future meint
Norwegen hatte ja auch Ziele. Die wurden auch schon umgesetzt.
China hatte auch Ziele definiert und ist wohl auf einem guten Weg.
USA hat auch Ziele und setzt diese in sehr hoher Geschwindigkeit um.
Warum hat man in Deutschland so wenige Ziele und setzt diese auch nur halbherzig um?
Das betrifft ja auch nicht nur den Antriebswandel. Bei der Rente oder der Verteidigung sieht es doch auch nicht besser aus.
Ossisailor meint
Welche Ziele haben sich die USA im Hinblick auf die E-Mobilität gesetzt?
Jeff Healey meint
Davon hat Future explizit nichts erwähnt. Es ging Ihm um das Thema „Zielsetzung“ allgemein. Das geht aus seinem Kommentar eigentlich klar hervor.
Und er hat recht, wenn er im Kern sagt, dass eine unterlassene Zielsetzung zu fehlenden Ergebnissen führt.
Justin Case meint
Seit 365 Tagen: bekämpfen.
Tun sie auch.
Erfolgreich.
Leider.
Future meint
Im Blick auf die Elektromobilität sind die Ziele der amerikanischen Administration doch klar definiert und werden auch zügig umgesetzt. Bei allen anderen Theman geht das ähnlich rasant. Diese Geschwindigkeit kennt man hier in Deutschland so nicht.
Stef meint
Zügig umgesetzt. Haha. Von Diktator per Dekret. Na super.
Mary Schmitt meint
Es spricht ja auch nichts dagegen, sich hier mehr einzubringen oder auszuwandern, wenn man mit Verhältnissen nicht zufrieden ist. Nur um sich einzubringen müsste man was drauf haben und das fällt einem auch als Auswanderer auf die Füße. Also lieber hier weiter Anderen Vorhaltungen machen…sowas nennt sich Future…
Real Ist meint
Wenn man nur „etwas darauf haben“ müsste und dann damit hier etwas bewirken (sich einbringen) könnte, dann hätten wir nicht so einen trägen und festgefahrenen Karren. DAS ist ja das eigentliche Problem. Guter Wille und Fähigkeiten bewirken hier so einfach nichts.
Future meint
Haha Mary, warum fühlst du dich denn so angesprochen bei den Zielen, die sich so schlecht umsetzen lassen im Land? Du gehörst doch auch zu denen, die sich mit ihrem Lobbyismus gern dafür einsetzen, dass viele Ziele verzögert oder gar nicht erreicht werden. Das liegt daran, dass du von der alten Automobilindustrie und ihren alten Geschäftsmodellen so abhängig bist. Das ist auch ganz normal so in einer Lobbykratie wie in Deutschland. Darin liegt auch ein Hauptproblem bei der Zielumsetzung im Land.
M. meint
Das stimmt soweit, als dass man beim „Project 2025“ wirklich Fortschritte erzielt.
Komisch, dass du das nicht als Beispiel anführen wolltest, wo dein Argument doch eh nichts mit E-Mobilität zu tun hat.
Future meint
Es geht immer um Elektromobilität. Die amerikanische Regierung will Elektromobilität und EE verhindern oder stark verringern und ist bei der Umsetzung wohl auch sehr erfolgreich. Ich habe den Eindruck, dass diese Ziele also erreicht werden.
Elvenpath meint
„Eine Festlegung „starrer Zielzahlen“ werde den komplexen Herausforderungen der Transformation zur Elektromobilität nicht gerecht“
Zielzahlen sind erst mal nur Zielzahlen. Daran ist nichts „starr“. Das Festhalten an Zielzahlen kann starr sein.
Das ist wieder so tendenziös formuliert in Richtung „Technologieoffenheit“ und „man muss die Wünsche der Kunden beachten“ und den Vorwurfs der Ideologie. Die Verwendung des Wortes „starr“ gibt den Zielen einen negativen Beigeschmack, was wohl gewollt ist.
Jeff Healey meint
Gut erkannt und verständlich erklärt.
Das sehe ich auch so.
brainDotExe meint
@Tt07
@Mäx
So, jetzt kann man drüber reden, dass die Förderung nicht mehr das Ziel hat, mehr BEVs auf die Straße zu bringen.
Aber bisher war dieses Ziel meiner Auffassung nach der maßgebliche Sinn der Förderung.
Meine aktuelle Auffassung:
Die aktuelle Förderung trägt deutlich die Handschrift der SPD, mit der CDU alleine hätte sie in meinen Augen deutlich besser ausgesehen.
Werner Mauss meint
Jo, stimmt, die CDU hätte auch Zweitakter gefördert. Da hätten alle mehr Freiheit dadurch gehabt. Der Brain, verstrahlt wie ein Horst Lüning
Mäx meint
Ja hätte in deinen Augen besser ausgesehen, weil sie eben sozial ungerechter ausgeführt worden wäre, weil auch der arme Mittelstandsmillionär eine Förderung bekommen hätte.
Stattdessen hat sich doch mal die SPD durchsetzen können und nicht nur Steuergeschenke der CDU an Besserverdienende durchgewunken.
Und bevor hier wieder eine Neid schreit.
Ich bekäme genau 0€ Förderung, würde also von einer Förderung für alle profitieren.
hu.ms meint
„mit der CDU alleine hätte sie in meinen Augen deutlich besser ausgesehen.“
Und zwar ?
Tt07 meint
Hirn, beinahe jeder 2. Deiner Kommentare fliegt Dir hier täglich um die Ohren und Du merkst es einfach nicht…unfassbar!
Anonym meint
Mit der CDU alleine hätte es recht wahrscheinlich keine Förderung gegeben.
Stef meint
Mit der CDU hätte einfach NIX besser ausgesehen. Mal ehrlich. Die CDU ist nix und kann nix. Außer Lobbypolitik und sich selbst die Tasche füllen.
David meint
Es ist seit Jahren klar, dass selbst Hersteller mit Ambition, die also wirklich liefern wollten, feststellen mussten, der Kunde ist eher zögerlich bei der Elektromobilität. Ziele sind wichtig, und natürlich waren damals 15 Millionen ambitioniert und ambitionierte Ziele sind richtig. Wenn allerdings die Realität mit dem Ziel nicht mehr zu vereinbaren ist, muss man korrigieren. Das wird jetzt gemacht. Insofern lief alles absolut korrekt. Mit der Ausnahme, dass eigentlich schon Scholz hätte korrigieren müssen. Nur lebt ja die rot-grüne Blase in einem Kinderbuchland.
Peter meint
So ein Quark.
Wegen der mangelnden Kundennachfrage wartet man mehrere Monate auf ein bestelltes Produkt. Alles klar.
Wegen der mangelnden Kundennachfrage wird regelmäßig über „Technologieoffenheit“ geschwafelt. Alles klar.
Ansonsten hat der letzte WiMi deutlich mehr richtig gemacht, als die Kandidat*innen davor und danach. Aber das kann man ja nicht zugestehen, deshalb verunglimpft man auf Kindergarten-Niveau.
MichaelEV meint
Die Ambitionen gehen halt dann verloren, wenn die heimischen Hersteller nicht in der Lage sind die Transformation im notwendig Maß zu vollziehen.
Man könnte das Ziel weiterhin auf Kosten der heimischen Autoindustrie erzwingen, macht das aber bekanntlich nicht.
Im Kinderbuchland hat man leider angenommen, dass man über eine leistungsfähige heimische Autoindustrie verfügen würden. Das war eine Fehleinschätzung!
Anonym meint
Die deutsche Autoindustrie hat weit weniger geleistet als für sie möglich gewesen wäre. Die Nachfragen an E-Autos war weit unter deren Produktionskapazitäten. Es war eben dieser ‚Kinderbuchautor‘ der schon 2019 sagte, dass die Hersteller in eine ernsthafte Krise rutschen wenn sie sich umsteuern.
Zudem präsentierten sich die Hersteller als leistungsfähig bei E-Autos, haben aber nicht konsequent transformiert und vertikale Integration betrieben. Und man will bzw. wollte nicht ein paar Jahre auf die gewohnten Gewinne und Dividenden verzichten. Gerade die Zulieferer haben mächtig blockiert.
Stef meint
Kinderbuchland. Super Diss gegen den mann der der Automobilindustrie vorausgesagt hat was passiert. Traurig was ihr für Komplexe habt den Grünen gegenüber.
Gernot meint
Und warum sind die Kunden zögerlich gewesen? Weil Bild, Welt, Zipse, Källenius, VDA, ACEA und andere ihnen 10 Jahre lang im Wochenrhythmus eingehämmert haben, dass wir nicht genug Ladeinfrastruktur, nicht genug Stromerzeugungs- und Netzkapazitäten haben und das Elektromobilität in Deutschland deshalb gar nicht funktionieren kann. Es wurde suggeriert, dass wir auch nach 2035 Verbrenner fahren (im Sinne von kaufen) und dass Elektroautos klimaschädlicher als Diesel seien. Zeitweise wurden Wasserstoffautos als die Zukunft verkauft. Um 2020 hatte Bild Artikel, dass eFuels in 5-10 Jahren billiger als Benzin/Diesel heute sein werden. Alles mit dem Tenor: „Wenn Du nicht völlig bescheuert sein willst, dann kaufe einen „bewährten“ Verbrenner oder Hybrid.“
Diese ganzen Desinformationen haben eben Auswirkungen gehabt. Die mit enormem Aufwand betriebenen perfiden Desinformations-Kampagnen waren schlicht erfolgreich. Dazu kamen steuerliche Fehlanreize und die abrupte Einstellung der Elektrokaufprämie.
VW hätte seine heute gewünschten Skaleneffekte schon früher bekommen können, aber so halt nicht. Wobei VW wenig Vorwürfe in Sachen Desinformation zu machen sind. Zwischenzeitlich hatte VW ja mit dem Austritt gedroht, weil der VDA nur noch Schwachsinn verbreitet hat. Aber mit aller Kraft hat sich VW auch nicht gegen diese Desinformations-Kampagnen gestemmt.
10 Mio. E-Autos bis 2030 sind noch machbar. 2035 wird niemand bei Verstand mehr einen Verbrenner kaufen. Mit Unterschrift unter den Kaufvertrag wird ein Verbrenner 2035 50% Wertverlust haben.
michael wolf meint
genau auf den Punkt gebracht! Danke!
Marcel Gleissner meint
Derzeit gibt es laut Artikel 2 mio. E-Autos, bedeutet also 8 Millionen E- Autos in 5 Jahren, nach deiner Vorstellung, träum schön weiter.
Du bist Lichtjahre weg von der Realität.
2 Mio. E-Autos gegen 49 Mio. Verbrenner. Denk Mal drüber nach….
Kaum einer will diesen E- Schrott, bei den jetzigen Rahmenbedingungen. Ich als Mieter ohne jegliche Lademöglichkeit bleibe beim Benziner ( habe ein 2014er Skoda Fabia mit 60ps, komplett fertig bezahlt und locker 800-1000km im Sommer und Winter, das brauche ich auch weil ich oft weite Strecken zu meiner Familie fahre. Zeigt mir einen einzigen 11 Jahre alten E- Kleinwagen bei dem 800-1000km im Winter möglich sind.
Verschont mich mit dem Elektro-Spielzeug für Wohlhabende und Reiche, die meisten E- Fahrer wollen nur die Förderung mitnehmen oder machen das fürs gute Gewissen und sonst nichts. Jedes Auto was NICHT gebaut wird, ist gut für die Umwelt, aber alle 3-4 Jahre ein neues E-Auto leasen, ist nicht gerade nachhaltig oder Umweltfreundlich und vor allem ist es eine riesige Ressourcenverschwendung.
Werner Mauss meint
Die Hersteller haben alles dafür getan, dass der Kunde zögerlich bleibt und lieber Verbrenner kauft. Für dieses Verhalten sollte der Staat diese einheimischen Hersteller mit einer Sondersteuer wegen Verhinderung belegen und zusätzlich zu einer Vollinvestition aller Gewinne in Emobilität zwingen.
R2D2 meint
Was für BEVs hätte man denn vor 5 Jahren z.b. kaufen können? Also bitte. Das Ding fängt doch erst jetzt so halbwegs an interessant zu werden.
Werner Mauss meint
Ist doch nicht mein Problem, ich fahre bereits seit 2023 elektrisch, es gab also schon damals E Autos. Wer zu spät kommt….
Anonym meint
Dass ja genau der Punkt. Man hätte vor 5 Jahren schon wesentlich bessere Stromer kaufen können, wenn die Automarken nach 2013 konsequent drann geblieben wären. Man war früh am Markt, hat aber die Technologie bis zum ID.3 nicht ernst genommen.
Futureman meint
Feste Ziele sind was für Menschen mit Weitsicht. Da es davon so wenig gibt, machen für die meisten Menschen Ziele keinen Sinn. Denn damit müssten sie sich Gedanken darüber machen und Lösungen finden, diese auch zu erreichen.
R2D2 meint
Das was du meinst nennt man Träumerei. Das das Verbrenneraus zurückgenommen wird, habe ich seit Jahren schon gesagt, ich wurde immer zurechtgestutzt deswegen und teils angefeindet.
Feste Ziele sollte man erreichen. Ist so wie beim Strom, da werden wir NIEMALS 100% EE haben können.
Jeff Healey meint
Errare humanum est.
Gut Ding will Weile haben.
Futureman meint
Es gibt übrigens auch andere Länder, die sich Ziele setzen. Und einige davon (z.B. China beim Ausbau von erneuerbaren Energie) erreichen ihre Ziele sogar früher als geplant.
Beim Verbrenneraus-aus wurde übrigens noch gar nichts am Ziel geändert. Es kommt nur von einigen Ländern ein Änderungsverschlag, welcher von allen Ländern angenommen werden muss. Und selbst dieser „Vorschlag“ sieht nur eine geringfüge Änderung des Ziels vor. In einigen Bereichen (Herstellungsweise der Autos) wurde das zu erreichende Ergebnis sogar angehoben.
South meint
Ne, dass es heute kein gesetzliches festes Verbrennerzulassungverbot gibt, heisst im Umkehrschluss noch lange nicht, dass der Verbrenner überlebt …
Das gleiche zählt im Grunde für EE. Sogar mit der heutigen Technik kann man fossile Erzeuger zum allergrößten Teil verdrängen, auch hier, die Welt wird nicht stehen bleiben, dass heisst noch lange nicht, dass es in der Zukunft noch fossile Erzeuger geben wird…
Im Grunde ist das so ein deutsches Ding. Es ist ja schon ein Riesenerfolg, da 90% zu erreichen (die restlichen 10% sind ja auch E Autos, aber eben mit Extender). Das aber 10% erlaubt sind, ist die Obergrenze, und auch hier, das bedeutet noch lange nicht, dass die 10% ausgeschöpft werden..
R2D2 meint
Prognosen sollten grundsätzlich nur von Leuten hervor gebracht werden, die wenigstens im Ansatz Ahnung von dem Thema haben. Dann gibt es später auch kaum bis keine Überraschungen.
MichaelEV meint
Das war keine Prognose, sondern ein Ziel.
Ziele haben normalerweise die Wirkung, dass man aktiv auf die Erreichung einwirkt. Und auch wenn das Ziel verfehlt wird, hat man trotzdem wesentlich mehr erreicht als ohne Ziel.
Wenn aber jede Ambition fehlt, das Ziel erfüllen zu wollen, geht es halt in die Hose.
R2D2 meint
Die Ukraine hatte vor 5 Jahren auch etwas andere Ziele als gegenwärtig! Warum bekommen einige Leute es einfach nicht in den Kopf, das sich Dinge auch mal ändern können, teils sogar über Nacht?
15 Mio. BEVs in2030… ich lache mich kaputt. Bei einem Gesamtmarkt von etwas über 40 Millionen Fahrzeugen. Da braucht man nicht mal im Ansatz darüber diskuttieren ob die Prognose/Ziel erreichbar ist.
MichaelEV meint
Hätte die Ukraine nicht das Ziel gehabt, ihre Existenz zu verteidigen und Eigenständig zu bleiben, obwohl viele der Ukraine eher nur ein paar Tage gegeben haben, würde es die Ukraine heute nicht mehr geben.
Ich lach mich kaputt, wenn man Ziele in der Zukunft pauschal als unerreichbar hält. Wenn man es nicht versucht, wird es garantiert nicht klappen.
Bei diesem Ziel hat man das nie ernsthaft versucht. Statt mehr BEVs zu begrüßen hat man z.B. chinesische BEVs mit Strafzöllen explizit verhindert.
ap500 meint
Das wir bis 2030 niemals 30% Eautos im Bestand haben werden war doch schon viele Jahre bekannt. Aktuell 2026 dümpeln wir bei 3-4% im Bestand (nur das zählt) rum.
EdgarW meint
Ende Oktober 2025 waren in D 1,93 Mio BEV in D zugelassen. 2025 wurden 545.000 BEV neu zugelassen. Nehmen wir die in 11/24 und 12/24 zugelassenen BEV als Abfluss-Puffer (Export Gebrauchter, Unfall-Totalschäden), kommen wir auf ~ 2,48 Mio BEV im Bestand Ende 2025, nochmal extrem großzügig abgerundet 2,4 Mio. Das wären (aus 49,4 Mio Pkw gesamt) immerhin bereits 4,9%.
Damit bleiben die 15 Mio natürlich immernoch unerreichbar, ich möchte nur mit möglichst genauen Ausgangszahlen arbeiten.
ap500 meint
5% sind halt nix! Wozu du dann noch die Kommastellen ausrechnest?
Futureman meint
Exponentielles Wachstum ist halt schwer zu verstehen, aber ein paar Zahlen können vielleicht helfen. Viele Fachleute gehen von einem Wachstum von 25% bei E-Neuwagen aus
2025 ca. 500.000 verkaufte E-Autos ergibt einen Gesamtbestand von rund 2.000.000 ergibt 5% Anteil
2026 ca. 625.000 verkaufte E-Autos ergibt einen Gesamtbestand von rund 2,6 Millionen = 6,5%
2027 ca. 815.000 neue E-Autos = 3,4 Mill = 8,5%
2028 ca. 1,05 Mill neue E-Autos = 11%
2029 ca. 1,36 Mill neue E-Autos = 15%
2030 ca. 1,8 Mill neue E-Autos = 20%
2031 ca. 2,34 Mill neue E-Autos = 25%
2032 ca. 3 Mill neue E-Autos = 12,95 Millionen Gesamtbestand = 32%
Das alles mit konservativen Zahlen. Da könnte jetzt jemand sagen, der ein bestimmtes Ziel hat, (z.B. 30% in 2030 erreichen) müsste einfach zur richtigen Zeit handeln.
Man könnte z.B. mit einer Förderung dafür sorgen, dass 2026 das Wachstum größer als 25% wird. Und schon wird es in den Folgejahren einfacher das Ziel zu erreichen.
Oder Pessimisten sagen, oje das Ziel 2030 schaffen wir nicht, also geben wir komplett auf und ändern lieber nichts. Später wird dann verwundert auf Norwegen, Dänemark, China usw. geschaut.
Future meint
Danke. Als Nichtmathematiker bin ich immer wieder beeindruckt, wie einfach das rechnen ist. Ich vermute, dass man in der Politik auch nicht so gerne rechnet – entweder absichtlich oder auch versehentlich.