Die Brand Group Core (BGC) im Volkswagen-Konzern – der organisatorische Zusammenschluss der Volumenmarken Volkswagen Pkw, Škoda, Seat & Cupra und Volkswagen Nutzfahrzeuge – geht den nächsten Schritt ihrer Zusammenarbeit. Mit einem übergreifenden Steuerungsmodell würden ab Januar die Weichen für eine effiziente und wettbewerbsfähigere Organisation gestellt, teilt das Unternehmen mit.
Der neugeformte „Markengruppenvorstand Brand Group Core“ trifft künftig als oberstes BGC-Gremium die markenübergreifenden Entscheidungen. Generelles Ziel sei die Verschlankung von Prozessen, Strukturen und Entscheidungswegen, heißt es. Eine stärkere Priorisierung der Entscheidungen im Sinne der Markengruppe führe die BGC insgesamt auf ein höheres Effizienzniveau. Die Bereiche Produktion (P), Technische Entwicklung (TE) und Beschaffung (B) würden künftig markenübergreifend im Markengruppenvorstand Brand Group Core geführt.
Das neue Steuerungsmodell mit dem Markengruppenvorstand BGC sieht vor, dass die Gremien der Volumenmarken insgesamt schlanker werden. Im ersten Schritt verringert sich bis Sommer 2026 die Gesamtzahl der Vorstandsmitglieder innerhalb der vier zur BGC gehörenden Volumenmarken um etwa ein Drittel. Mittelfristig sollen durch die geplante Neuausrichtung schrittweise die Management-Strukturen innerhalb der Brand Group Core weiter verschlankt werden.
Durch das neue Steuerungsmodell würden bestehende Synergie- und Skaleneffekte konsequenter genutzt und damit markenübergreifende Kostenvorteile erzielt, erklärt Volkswagen. Es erfolge eine schnellere Umsetzung operativer Themen innerhalb der Brand Group Core, während auf Konzernebene strategische Synergiefelder wie Software und Batterie fokussiert würden. Die Verantwortung werde künftig besser verteilt – regionale und fachliche Kompetenzen würden dort eingesetzt, wo sie den größten Nutzen für die gesamte Gruppe entfalten.
Die beschlossenen Maßnahmen seien ein zentraler Hebel, um die Rendite der BGC nachhaltig zu erhöhen. Durch die neue markenübergreifende Steuerung mit klaren Verantwortlichkeiten und schnellen Entscheidungen werde die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Modellpalette der Brand Group Core gesteigert. „Das Prinzip dabei lautet: Starke Geschäftssteuerung und Markenprägung vor Kunde, getrieben durch einen schlanken und effizienten Maschinenraum im Innenverhältnis.“
Das neue Steuerungsmodell startet im Januar 2026 und soll bis zum Sommer vollständig umgesetzt werden. Die Neuordnung soll allein im Produktionsbereich zu einem kumulierten Einsparpotenzial von einer Milliarde Euro bis 2030 führen.
„Mit unserem synergetischen Steuerungsmodell gehen wir den nächsten Schritt unserer Zusammenarbeit. Der neue Markengruppenvorstand bringt mehr Schnelligkeit und Steuerung im Sinne des markenübergreifenden Optimums. Im Fokus stehen deshalb Effizienz im Management – und eine höhere Prozessgeschwindigkeit für wettbewerbsfähigere Produkte. Die neue Governance reduziert Kosten und Strukturen – und erhöht gleichzeitig unser Effizienzniveau. Diese Neuordnung ist ein bedeutender Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Brand Group Core“, so Thomas Schäfer, Mitglied des Konzernvorstands, CEO der Marke Volkswagen Pkw und Leiter der Brand Group Core.

Jörg2 meint
Großes Stühlerücken.
Langes Beschäftigen mit sich selbst.
Intensives Energieverbrennen in der Struktur.
Die Arbeitsebene hält die Füße still, bis die Welle durch ist.
Es entsteht eventuell eine Relevanz in der Zukunft.
David meint
Der einzige Hersteller der Welt, der im Elektrozeitalter von einer Plattform im Jahr 1 Million Fahrzeuge absetzt und dieses Jahr vermutlich noch mehr, macht sich noch effizienter. Das ist ja dann eine indirekte Kampfansage an die Konkurrenz, die vorher schon weder von den Stückzahlen noch preislich mithalten kann.
Jörg2 meint
Ja, unglaublich wieviele unterschiedliche Kleider diese Plattform brauchte, wieviele Verkaufs- und Leasingsondervertriebsaktionen notwendig waren, damit, in dem auf die EU verzwergten Absatzmarkt, nicht einmal 1 Mio BEV zugelassen wurden.
Ein Großteil davon wird, nach Leasingende, seinen Werk zurück zum Konzern finden. Viel Ballast in den Büchern durch diese Fehlentwicklung.
Ossisailor meint
Dein Lieblingshersteller aus den USA hat auch mit allerlei Verkaufs-Sonderaktionen, abgespekten Versionen etc. versucht, seine Zahlen zu pushen und den Negativtrend aufzuhalten. Ging auch alles zu Lasten der Marge. Hat nur nix genutzt.
Der VW-Konzern hat lt. finanzen.net 2025 einen Netto-Cash-Flow von 6 Mrd. Euro erzielt nach 5 Mrd. in 2024, was die Netto-Liquidität auf 34 Mrd. Euro erhöhte.
Fred Feuerstein meint
Der VW-Konzern hat lt. finanzen.net … Das ist eine Analystenschätzung die nichts wert ist. Die offiziellen Zahlen liegen noch nicht vor, die gibt es im März. Und man rechnet bei der Volkswagen AG mit einem Netto Cashflow nahe 0…Deshalb zittert man auch schon da man die Herabstufung durch die Ratingagenturen fürchtet, denn dann würden Kredite noch teurer als sie es ohnehin schon sind.
Aber um mal ehrlich zu sein, der Volkswagenkonzern führt nun 26 Modelle und schafft die Million immer noch nicht. Aber in 2026, wenn es 30 Modelle auf der MEB Plattform gibt, dann sollte es zu schaffen sein. Denn eines kann Volkswagen wirklich, das muss man dem Konzern lassen: Mehr Modelle und nur geringfügig mehr Absatz…
Jörg2 meint
Ossi
„Dein Lieblingshersteller“
Du verwechselst mich. Ich habe keinen Lieblingshersteller. Die Niederungen Deiner Grabenmentalität sind mir fremd.
Man stelle sich vor, VW hätte die 980.000 mit zwei Modellen geschafft. Was das für Kosten gespart hätte. Wo da der Endpreis hätte liegen können. Was das für weitere Stückzahlen hätte ergeben können.
Die Wahrheit meint
Wenn diese sagenhafte MEB Plattform wenigstens noch Gewinn abwerfen könnte, wäre es erwähneswert.
Sogar FORD hat (zu spät) erkannt, dass diese MEB Plattform ein Altümchen ist und ins Museum gehört.