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Chinas Autoindustrie treibt Exportboom mit Elektrofahrzeugen voran

26.01.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 15 Kommentare

BYD-Atto3

Bild: BYD

Chinesische Autohersteller haben im letzten Jahr deutlich mehr Fahrzeuge in internationale Märkte exportiert. Die Exporte von vollelektrischen Fahrzeugen aus der Volksrepublik stiegen laut Automotive News 2025 um 67 Prozent auf einen neuen Höchststand von 1,65 Millionen Fahrzeugen, während sich die Auslandslieferungen von Plug-in-Hybriden und Range-Extender-Elektrofahrzeugen neuesten Branchenzahlen zufolge auf 969.000 mehr als verdreifachten.

Gestützt durch die robuste Nachfrage nach ihren Elektrofahrzeugen im In- und Ausland konnten die heimischen Marken laut dem chinesischen Automobilherstellerverband ihren Anteil an den Auslieferungszahlen von leichten Fahrzeugen um 4,3 Prozentpunkte auf 69,5 Prozent steigern.

Die Gesamtlieferungen aus China, einschließlich Fahrzeugen für den Inlandsverkauf und den Export sowie Nutzfahrzeugen und Bussen, stiegen um 9,4 Prozent auf einen historischen Höchststand von 34,4 Millionen im Jahr 2025, so der Branchenverband. Davon entfielen 7,1 Millionen auf Exporte, was einem Anstieg von 21 Prozent gegenüber 2024 entspricht.

Die Großhandelslieferungen von leichten Fahrzeugen, darunter Limousinen, Crossover-Modelle, SUVs, Mehrzweckfahrzeuge und Kleinbusse, stiegen 2025 um 9,2 Prozent auf 30,1 Millionen, wobei die Exporte um 22 Prozent auf über 6 Millionen zunahmen.

China liefert 38 Prozent mehr Elektrofahrzeuge aus

Die Gesamtlieferungen von Elektrofahrzeugen, einschließlich Inlands- und Exportvolumen, stiegen 2025 um 38 Prozent auf 10,6 Millionen Fahrzeuge, während die Gesamtlieferungen von E-Fahrzeugen einschließlich Hybridmodellen um 28 Prozent auf 16,5 Millionen stiegen. Elektrofahrzeuge machten im vergangenen Jahr insgesamt 48 Prozent der gesamten Fahrzeuglieferungen in China aus, was einem Anstieg von 7 Prozentpunkten gegenüber 2024 entspricht.

Mit Blick auf die Zukunft prognostiziert der Branchenverband für dieses Jahr ein langsameres Wachstum der Auslieferungen. Die Branche ist mit neuen Herausforderungen konfrontiert, darunter potenzielle Handelsbarrieren und politische Veränderungen in China, die zu einer Erhöhung der Kaufsteuern und einer Einschränkung der Eintauschprämien führen.

Insgesamt werden die Großhandelslieferungen bis 2026 voraussichtlich nur um 1 Prozent auf 34,75 Millionen Fahrzeuge steigen, lautet die Prognose des Branchenverbands. Die Exporte sollen um 4,3 Prozent auf 7,4 Millionen steigen, während die Auslieferungen von Elektrofahrzeugen innerhalb und außerhalb des Landes um 15 Prozent auf 19 Millionen zulegen sollen.

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Tags: China, EuropaAntrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Stefan S meint

    26.01.2026 um 20:10

    Fürs Klima ist jedes neue BEV ein gutes BEV. Somit sind die Zahlen positiv. Egal wer die Autos Kauf oder herstellt. Für die Welt macht es wenig Unterschied.

    Antworten
  2. Jörg2 meint

    26.01.2026 um 18:05

    „Chinesische Autohersteller haben im letzten Jahr deutlich mehr Fahrzeuge in internationale Märkte exportiert.“

    Der Marie macht aus „international“ mal wieder D/EU.
    Pfeifen im Wald.
    Schuss nicht gehört.

    Die Zukunftsmärkte liegen in den aufstrebenden Regionen außerhalb der EU.
    DORT wird Stückzahlwachstum stattfinden (vs. Verdrängung im Austauschmarkt D/EU).
    DORT werden die Stückkosten zu niedrigen Endpreisen für Klein- und Mittelklassefahrzeuge führen.
    Die deutsche Auomobilindustrie läuft Gefahr, an diesen Märkten wenig stattzufinden.

    Antworten
  3. Mary Schmitt meint

    26.01.2026 um 13:29

    Langweilig. Die Älteren Männer hier erinnern, dass in den 50ern die Italiener, in den 60er die Franzosen, in den 70ern die Japaner, in den 90ern die Koreaner und jetzt die Chinesen uns angeblich überrollen. Das übliche Kaputtschreiben, aber tatsächlich kannibalisierte nur der nächste Invasor die Vorherigen. Zudem griffen die deutschen Marken aktiv ein und haben jetzt eigene erfolgreiche „Ausländer“, so dass der Kuchen kleiner wird.

    Antworten
    • Halber Akku meint

      26.01.2026 um 15:18

      Ist jetzt ein subjektiver Eindruck, aber: In der Firma wo meine Frau arbeitet (Bauträgerbranche), rollt demnächst innerhalb kurzer Zeit der zweite XPeng G6 an und der nächste alte Fünfer Touring fliegt raus. Verantwortlich für diese Entwicklung ist ein neuer Mitarbeiter, welcher davor bei einem VW/Audi/Seat Händler gearbeitet hat und unter anderem den Auftrag hat, bei Bedarf die Firmenfahrzeuge auszutauschen. Irgendwie läuft es aktuell schon etwas anders als bisher.

      Antworten
      • R2D2 meint

        26.01.2026 um 17:39

        Lustig, ausgerechnet die Baubranche als einzige nur echt wachsender „Industrie“zweig fährt chinesiche Fahrzeuge… wie patroiotisch.

        Antworten
        • Future meint

          26.01.2026 um 21:29

          Patriotismus spielt hoffentlich keine Rolle beim Autokauf. Deshalb kaufen die Chinesen auch immer noch 2,69 Mio. VWs jedes Jahr. Immerhin waren auch 115.500 IDs dabei. Warum sollte also ein deutscher Bauunternehmer keinen XPeng kaufen?

          Deutschland lebt immer noch bestens vom Export. Wie kann man da empfehlen, nur patriotisch zu kaufen? Sollen die Baden-Württemberger dann auch nur noch Autos aus Baden-Württemberg kaufen und nicht mehr aus Bayern? Das wird ja auch gerade überall diskutiert und die Leute meinen das nicht einmal ironisch.

        • Halber Akku meint

          27.01.2026 um 11:20

          @Future: 👏 Danke!

      • brainDotExe meint

        26.01.2026 um 18:24

        Ausnahmen bestätigen die Regel. Ist bei den allermeisten Deutschen Firmen unvorstellbar.

        Antworten
    • aha meint

      26.01.2026 um 16:11

      Auch eine Prognose: Menschen sind woanders nicht weniger schlau als hier. Wenn sie Ressourcen (Bildung, geld usw.) Haben und die ambition, einen größeren teil des kuchen zu erobern, werden sie dies tun können. Letztendlich schrumpft unser Vorsprung stetig. Und die Voraussetzungen in China sind zumindest bisher sehr gut gewesen.

      Antworten
    • Future meint

      26.01.2026 um 21:38

      Die alten Hasen sehen das alles natürlich ganz entspannt, Mary, denn die Alten haben schon viele Industrien erlebt, die in Deutschland weniger geworden sind: Vom Bergbau über Schffbau bis zu Unterhaltungselektronik und Textilien. Und die Mitarbeiter haben früher noch deutlich härter für ihre Fabriken gekäm pft, als sie das heute tun. Mahnwachen und Werksbesetzungen kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Die Jüngeren kennen das alles noch nicht, wenn die eigene Industrie verstärkt abwandert. Sie ist ja eigentlich auch nicht verschwunden, wenn sie nur woanders ist. Es braucht mehr Gelassenheit. Wenn etwas geht, kommt immer auch etwas neues. Die Alten wissen das.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        26.01.2026 um 21:54

        Der Osten kennt das Schließen der Industrie flächendeckend.
        Das aktuelle Gejammer aus westdeutschen Ballungsräumen wird da eher belächelt.

        Antworten
        • Future meint

          27.01.2026 um 08:33

          Nicht alle jammern. Alle, die sich für Persönlichkeitsentwicklung interessieren, werden von dem Bosch-Ingenieur gelesen haben, der die Abfindung gerne genommen hat und endlich seinen Traum lebt mit der eigenen Alpaka-Farm. Oder von der Produktmanagerin von Mercedes, die mit der Abfindung endlich ihr Lagree Studio gegründet hat. (Quelle: SPON, 15.12.2025)

        • Future meint

          28.01.2026 um 09:24

          Hundertausende einfache Produktionsmitarbeiter können es kaum erwarten endlich gekündigt zu werden, um sich danach mit einem Yoga Zentrum, einer Consulting Agentur, oder als Finance Influencer ihren Lebenstraum zu verwirtklichen.

  4. Michael meint

    26.01.2026 um 12:31

    Dazu kommen ja noch die Einnahmen aus Kooperationen. Ausser China weiss ja offbar niemand mehr wie man günstige Elektroautos baut.

    Antworten
  5. Futureman meint

    26.01.2026 um 11:58

    Der Gesamtweltmarkt nicht so stark wächst, werden die Verkaufszahlen der „alten“ Hersteller interessant. Denn irgendwo müssen sich die stark gestiegenen Verkaufszahlen der neuen chinesischen Hersteller bei anderen Unternehmen ja in sinkenden Verkäufen niederschlagen.

    Antworten

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