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Nachfrage nach elektrischer Mercedes G-Klasse „mau“, Umstellung auf neues Produktionsjahr

28.01.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 12 Kommentare

Mercedes-G-580-EQ-Technologie

Bild: Mercedes‑Benz

Die Mercedes-Benz G-Klasse erreichte im letzten Jahr mit weltweit 49.700 ausgelieferten Einheiten den höchsten Absatz seit ihrer Einführung vor fast 50 Jahren. Im Vergleich zu 2024 stiegen die Verkaufszahlen des kultigen Geländewagens um 23 Prozent. Dazu trug auch – aber wohl nicht in dem erhofften Ausmaß – die seit Frühjahr 2024 erhältliche erste vollelektrische Version bei.

Der besonders potente G 63 von der Mercedes-Tochter AMG mit aufgeladenem V8-Motor und 445 kW (605 PS) machte zuletzt laut Auto Motor und Sport mehr als die Hälfte der Bestellungen aus. Dagegen verliere der elektrische G 580 mit EQ Technologie bereits an Relevanz: In Deutschland entfielen 2025 insgesamt 13,1 Prozent aller G-Klasse-Zulassungen auf das Elektroauto. Damit liege die Batterie-Variante auf dem Niveau des durchschnittlichen Vollstromer-Anteils im Mercedes-Portfolio.

„Mercedes selbst betont, dass die elektrische G-Klasse zum guten Absatz im Luxus-Segment beigetragen hat. Doch diese Zahl verschleiert die Realität. Denn zum Marktstart dominieren in aller Regel Händlerzulassungen, Promo- und Pressefahrzeuge die Zulassungsstatistik“, schreibt Auto Motor und Sport. Über den Jahresverlauf 2025 hinweg sei die Nachfrage dann kontinuierlich zurückgegangen.

Preisnachlass nur für die Elektro-G-Klasse

Preisnachlässe für die G-Klasse gibt es bei Mercedes eigentlich nicht. Um die Nachfrage nach dem elektrischen G anzuschieben, senkten die Schwaben den Einstiegspreis aber zunächst um fünf, später um zehn Prozent. Statt 142.622 Euro kostete die Basisversion rund 128.359 Euro – fast 15.000 Euro weniger als zur Markteinführung. G-Klassen mit Verbrennungsmotor bleiben vollständig rabattfrei.

Auch international falle die Nachfrage nach dem G 580 mit EQ Technologie ernüchternd aus, berichtet Auto Motor und Sport. Eine vom Handelsblatt zitierte Führungskraft sprach kürzlich davon, der G 580 mit EQ Technologie stehe „wie Blei bei den Händlern“. Dabei gilt der knapp 4,6 Meter lange Elektro-G als noch einmal fähiger im Gelände. Auf regulären Straßen ist er jedoch weniger tauglich, da gerade bei hohen Geschwindigkeiten die offizielle WLTP-Reichweite von 468 Kilometern deutlich geringer ausfällt. Eine Anhängerkupplung wird nicht angeboten. Der offizielle Verbrauch des leer 3.085 Kilogramm schweren Wagens beträgt 28 kWh/100 km.

Eigentlich wollte Mercedes auf die elektrische G-Klasse eine rein mit Batterie betriebene zweite Baureihe folgen lassen. Angesichts der schwächer als erwartet ausfallenden Nachfrage nach dem großen Elektro-G soll das aber überdacht werden: Der „Baby-G“ könnte nun Berichten zufolge auch mit Verbrennertechnik auf den Markt kommen.

Seit Anfang 2026 ist der G 580 EQ laut Auto Motor und Sport vorübergehend nicht mehr bestellbar. Offiziell heiße es dazu vom Hersteller: „Alle Produktionsslots sind vergeben. Derzeit findet die Umstellung auf das neue Produktionsjahr statt – die Händler sind informiert.“ Im April soll das neue Modelljahr starten, große technische Änderungen sind wohl nicht geplant.

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Via: Auto Motor und Sport
Tags: Mercedes G 580 EQ (EQG)Unternehmen: Mercedes-Benz
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Karl S. meint

    28.01.2026 um 14:49

    Die Mercedes G-Klasse ist durch die SUVitis und der dadurch hervorgerufenen
    „bedarfsgerechten“ Mutation im Preis und im Aussehen komplett pervertiert.
    Ein ehemals für den harten Gelände- und Wintereinsatz gedachtes Gelände-Fahrzeug
    bekam breitere Reifen, eine Klimaanlage, eine Soundanlage, Trittbretter, wurde
    tiefergelegt und in diversen Farben angeboten.
    Die Preisgestaltung und der Energiebedarf ist sowohl in der Verbrenner-, als auch in
    der BEV-Variante, für den normalen Gebrauch unrealistisch und in eine komplett
    neue Bedarfsgruppe gewechselt.

    Antworten
  2. LOL meint

    28.01.2026 um 11:42

    Schweineteuer und wenig Reichweite, wundert das jemanden?

    Antworten
  3. R2D2 meint

    28.01.2026 um 11:25

    Die Klientel möchte eben zügig nach St. Moritz und hat keine Lust auf 500 KM 3x zu laden, plus Start und Ziel Ladungen zu organisieren. Für den Kita Besuch mag die elektrische G Klasse ausreichen.

    Antworten
  4. Besser-BEV-Wisser meint

    28.01.2026 um 11:15

    Der Elektro G ist halt einfach kein gutes Alltagsauto.
    Weder für Neureiche Proleten (zu leise),
    noch für Normalos (Wenig Zuladung, bescheidende Reichweite, mittelschlechte Ladezeiten)
    noch für Jäger (keine Anhängekupplung) (Wo soll man da den Kadaverkorb festmachen?). Da nützt auch der leise Pirschmodus nix.

    Aber ich glaube das wird mal ein begehrter Gebraut E-G, für die die tatsächlich mal ins Gelände oder Wald fahren. In 5 bis 10 Jahren…

    Antworten
    • eBikerin meint

      28.01.2026 um 11:20

      „noch für Jäger (keine Anhängekupplung) (Wo soll man da den Kadaverkorb festmachen?)“
      Also alle Jäger die ich kenne, und das sind nun wirklich nicht wenige als „Landkind“ transportieren das erlegte Wild im Kofferaum. Drum haben die auch alle Geländewagen bzw. SUV. Mit dem Hänger auf die Jagd geht da niemand. Die Hängerkupplung braucht man für die Forstbewirtschaftung die oft dem Jäger unterliegt.

      Antworten
      • LOL meint

        28.01.2026 um 11:43

        die fahren bestimmt auch alle eine G-Klasse, AMG natürlich ?
        es gibt doch auch diese Gitterboxen für die AHK

        Antworten
        • eBikerin meint

          28.01.2026 um 11:48

          Ne aber einen kenne ich der ne G-Klasse hat, allerdings ist das ein „Wolf“.
          Ansonsten halt alles Allrad Gebrauchsfahrzeuge. Die kriegen ja auch mal was ab. Schicke-Micki AMG fährt da keiner. Zwei haben sogar nen Jimny nur als Zweitwagen für die Jagd. Sollte man nicht glauben, was da hinten rein geht.
          Rücksitze braucht da ja kein Mensch.

        • Besser-BEV-Wisser meint

          28.01.2026 um 12:39

          Ich kenne 4 Jäger. 2 Fahren eine alte G-Klasse, einer Subaru, (volles Klisché), eine (ja genau ist eine Frau) fährt mit nem Quad in den Wald.
          Alle haben eine Kadaver-Gitterbox auf der AHK. Keiner will das Blut und den Geruch im Kofferraum haben, auch nicht mit Wanne.

        • eBikerin meint

          28.01.2026 um 12:52

          Merkwürdig – ich kenne echt keinen mit Gitterbox. Die haben alle die Wanne im Kofferraum. Ich kenne auch keine Jäger die Probleme mit Wildgeruch haben. Allerdings erinnere ich mich auch noch gut an die ganze Schicki-Mickis die bei uns für die Jägerprüfung trainiert haben. Da waren einige dabei, wo ich mir das sehr gut vorstellen kann. War immer nett wenn die sich mit ihren mit Goldintarsien versehenen K-80 am Trap Stand blamiert haben.

  5. David meint

    28.01.2026 um 11:09

    Und so hat jeder Hersteller einen Cybertruck im Portfolio.

    Antworten
  6. Justin Case meint

    28.01.2026 um 10:05

    „Dabei gilt der knapp 4,6 Meter lange Elektro-G als noch einmal fähiger im Gelände.“
    Darum geht es der Käuferklientel (G-Klasse Neuwagen) nicht. Kernfeatures für die Käuferklientel sind auffallen durch Optik und sehr viel Geräusch in Innenstädten.
    Gebrüll und mit Fäusten auf die Brust trommeln – deshalb varkauft sich der G63 auch am besten. Dazu noch der Klappenauspuff oder gleich Einer aus dem Zubehör.
    Kein Krach ist hier ein Mangel, kein Feature.

    Antworten
  7. tacjazo meint

    28.01.2026 um 09:41

    Es ist halt ein Auto für die sehr gut betuchten. Sieht man ja bereits an der am häufigsten verkauften Motorvariante.
    Ins Gelände fährt damit niemand mehr.
    Und Spritkosten oder Umwelt ist der Käufergruppe herzlichst egal.

    Zumal der Elektro-G fast nix kann. Bescheidene Zuladung, keine Anhängelast möglich, Verbrauch mit realistischen 35kWh/100km aufwärts auch so schlecht, dass das Ding alle 150-200km an die Ladesäule muss – um dann mit dem 400V System auch noch lange laden muss. Wieso sollte ich mir sowas als „Neuadel“-Kunde antun?

    Antworten

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