Mercedes-Benz hat die neue S-Klasse vorgestellt. Mit mehr als 50 Prozent neu entwickelter, überarbeiteter und verfeinerter Fahrzeugumfänge liefere die Edellimousine das umfassendste Update innerhalb einer S‑Klasse-Generation, werben die Schwaben. Sie bieten die Baureihe auch wieder mit Plug-in-Hybridantrieb an.
Außen sorgen erstmals ein optional beleuchteter Mercedes-Stern auf der Motorhaube, ein um 20 Prozent größerer, beleuchteter Kühlergrill und neue „Digital Light“-Scheinwerfer der nächsten Generation im Doppelstern-Design mit Micro-LED-Technologie für ein rund 40 Prozent größeres, hochaufgelöstes Beleuchtungsfeld und eine markante Lichtsignatur.
Das eigens entwickelte Mercedes‑Benz Operating System (MB.OS) sei der „Supercomputer“ der neuen S‑Klasse, erklärten die Entwickler. „Es steuert alle Domänen und vernetzt sämtliche Systeme zu einem intelligenten Ökosystem. In Verbindung mit der Mercedes‑Benz Intelligent Cloud ermöglicht es Over-the-Air-Updates für zahlreiche Fahrzeugfunktionen und hält die S‑Klasse digital auf dem neuesten Stand und zukunftsfähig.“
Umfangreiche Sensorik und eine leistungsstarke neue Rechnerarchitektur ermöglichten Fahr- und Parkassistenz der nächsten Generation. MB.Drive Assist pro unterstütze dabei ein nahtloses Punkt-zu-Punkt-Fahrerlebnis, auch im dichten Stadtverkehr – zum Marktstart in China, in den USA etwas später und in weiteren Märkten, sobald es die Vorschriften erlauben.
Der serienmäßige „MBUX Superscreen“ und die neueste MBUX-Generation bringen den Künstliche-Intelligenz-basierten Assistant „Hey Mercedes“ mit natürlicher Dialogführung, eine Zero-Layer-Oberfläche und MBUX Surround Navigation auf Basis von Google Maps in die S‑Klasse. Mercedes wirbt zudem mit einem „Boardroom auf Rädern“: Ein erstklassiges Business-Erlebnis im Fond mit „First-Class-Fond“, zwei 33,3-Zentimeter-Displays, zwei abnehmbaren MBUX-Fernbedienungen und integrierter Videokonferenztechnik würden den Fond in einen voll vernetzten Arbeitsplatz verwandeln – oder in einen ruhigen persönlichen Rückzugsraum.
Neue elektrifizierte Antriebe – von V8- und Reihensechszylinder-Benzin- und Dieselmotoren bis zu einem Plug-in-Hybrid – sollen die typische S-Klasse Laufruhe bieten. Airmatic oder die optionale E-Active Body Control mit intelligenter Dämpfung sowie die Hinterachslenkung mit serienmäßig 4,5° und optional bis zu 10° Lenkwinkel sollen für Komfort und Agilität sorgen.
Innovationen wie der beheizbare Sicherheitsgurt, die Digital Vent Control und ein neuer elektrischer Innenluftfilter mit Energizing Air Control steigerten den Alltagskomfort, das Wohlbefinden und die Innenraumatmosphäre“, heißt es weiter. Die neue S-Klasse setze zudem „die Sicherheitsführerschaft“ von Mercedes‑Benz mit einem weiterentwickelten adaptiven Rückhaltesystem fort, einschließlich Pre-Safe-Impuls-Gurtstraffern und bis zu 15 Airbags.
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Neben Benzin- und Diesel-Modellen bietet Mercedes die neue S-Klasse in zwei Plug-in-Hybriversionen an. Der S 450 e mit EQ Hybrid Technologie bietet Hinterradantrieb mit einer Systemleistung von 320 kW (435 PS), beschleunigt in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis Tempo 250. Rein elektrisch sind nach WLTP-Norm 118 Kilometer möglich. Der S 580 e 4Matic mit EQ Hybrid Technologie nutzt einen 430 kW (585 PS) starken Allradantrieb (4,4 Sek. 0-100 km/h, max. 250 km/h) und kann nur mit Strom 103 Kilometer zurücklegen.
Die neue Mercedes-Benz S‑Klasse kann online konfiguriert und bestellt werden, los geht es mit dem S 350 d 4Matic Limousine zum Listenpreis ab 121.356,20 Euro. Die beiden Plug-in-Hybridversionen S 450 e Limousine mit EQ Hybrid Technologie und S 580 e 4Matic Limousine mit EQ Hybrid Technologie kosten ab 130.662,00 beziehungsweise 148.809,50 Euro.
„Die S-Klasse hat seit jeher die automobile Innovation definiert. Mit MB.OS und seinen KI-gesteuerten Funktionen tritt unser Flaggschiff in eine neue Ära der Intelligenz ein. Jeder Sitzplatz bietet ein gehobenes Mercedes-Benz Erlebnis, das vom MBUX Virtual Assistant, dem MB.DRIVE Angebot mit fortschrittlichen Fahrassistenzsystemen und dem Rücksitz-Entertainment der nächsten Generation unterstützt wird. Diese Verbindung von modernster Software und Ingenieurskunst stellt sicher, dass die neue S‑Klasse weiterhin der Maßstab für Innovation, Sicherheit und Komfort bleibt“, so Technologie- und Entwicklungschef Jörg Burzer.
Neue S-Klasse als Basis für Robotaxis
Im Rahmen der Vorstellung der neuen S-Klasse erklärte Mercedes‑Benz sich zum Vorreiter einer neuen Ära des automatisierten Fahrens. Man beschleunige die Entwicklung eines Robotaxi-Ökosystems, die neue S-Klasse sei dafür das ideale Fahrzeug: Denn sie vereine Luxus, Sicherheit und Spitzentechnologie. Das Topmodell baue auf einem sogenannten Fail-Safe-System auf und integriere Redundanzen für Lenkung, Bremsen, Rechenleistung und Stromversorgung. Zusammen mit dem Mercedes‑Betriebssystem MB.OS schaffe es die perfekte Grundlage für einen fahrerlosen Shuttle-Service in Amerika, Asien, Europa und dem Nahen Osten.
Mercedes‑Benz und Nvidia arbeiten gemeinsam mit Uber an der Schaffung eines Robotaxi-Ökosystems, das auf der neuen S‑Klasse basiert. Nvidia wird zu dem Zweck seine Architektur Nvidia Drive Hyperion und die Full‑Stack-Software Nvidia Drive AV L4 implementieren. Diese wird zusätzlich durch die offenen Künstliche-Intelligenz-Modelle, Simulationstools und Datensätze von Nvidia Alpamayo erweitert, „um ein sicherheitsorientiertes Robotaxi-Erlebnis zu erzielen“.
Mercedes‑Benz und Nvidia sind auch Partner bei der Entwicklung von Fahrassistenzsystemen. „Die neue Generation fortschrittlicher Fahrassistenzsysteme von Mercedes‑Benz nutzt die Expertise von Nvidia in KI-gestützter Softwareentwicklung“, heißt es.
Bereits Ende letzten Jahres kündigte der Autohersteller ein weiteres L4-Projekt in Zusammenarbeit mit Momenta an, um ein Robotaxi-Erlebnis auf Basis der neuen S‑Klasse zu entwickeln. Der Mobilitätsanbieter Lumo, eine Tochtergesellschaft des Technologieunternehmens K2, plant damit Shuttle-Services zunächst in Abu Dhabi zu betreiben. Die ersten S‑Klasse-Robotaxis sollen in diesem Jahr auf den Straßen getestet werden. Weitere Städte sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
„Mercedes‑Benz ist Pionier des sicheren autonomen Fahrens. Der nächste Schritt unserer Roadmap ist es, auf Basis der neuen S‑Klasse einen Robotaxi-Dienst zu ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir starke, branchenführende Unternehmen als Partner an unserer Seite. Für uns markieren diese Kooperationen den Einstieg in den Robotaxi-Markt – mit der S‑Klasse und MB.OS als perfekte Plattform“, sagt Burzer.














Future meint
Deshalb setzt sich Kalenius so sehr für eine Verzögerung des Antriebswandels ein. Die S-Klasse soll laut eines Presseberichts ja ein Marge von 20 Prozent haben und steht zusammen mit anderen Premiummodellen für 15 Prozent des Absatzes und liefert 40 Prozent des Ergebnisses.
Bei einer S-Klasse denken die älteren von uns, dass da gleich Helmut Kohl oder Alfred Herrhausen aussteigen würden, so ikonisch war das Auto damals. Heute steigt bei der Präsentation des neuen Modells Roger Federer aus. Aber der ist ja heute auch kein Star mehr. Da wirkte der zugeschaltete CEO von Nvidia schon mehr wie ein Star in seiner Lederjacke – Nvidia liefert ja die komplette Software für autonome Funktionen im Mercedes.
Uwe meint
Die einstige Ikone hat ein Update bitter nötig. Hoffentlich hat die S-Klasse nun eine Chance gegen Maextro & Co. Gibt es endlich auch eine EREV-Variante? Die o.g. PHEV Daten sind ja eher mau…
Nostradamus meint
Die neue S-Klasse – das ist ein teures, hochwertiges Kitsch!
Es ist gut, dass Gorden Wagener Mercedes endlich verlässt!
R2D2 meint
Eigentlich ist es unmöglich, die S-Klasse immer wieder besser zu machen, Mercedes schafft es dennoch. Optisch vorne und innen, nunja… dem aktuellen Zeit“geist“ geschuldet, aber technisch, haptisch und von der Verarbeitung Lichtjahre der Konkurrenten entfernt.
Nur schade das die Marke bei den BEVs so ein jämmerliches Verarbeitungsniveau zu Tage bringt.
A-P meint
Mercedes verfällt aktuell immer mehr dem Touchscreen‑Wahn.
volsor meint
Zitat:“Im Rahmen der Vorstellung der neuen S-Klasse erklärte Mercedes‑Benz sich zum Vorreiter einer neuen Ära des automatisierten Fahrens.“
Selten so gelacht.!
Spiritogre meint
Wieso? Mercedes und BMW sind die Vorreiter! Alle anderen hauen mehr auf die Blechtrommel aber leisten aktuell doch teils merklich weniger.
NeutralMatters meint
Wie bei BMW, kann man auch hier bei Mercedes sagen: Der Grill muss größer! (in Anlehnung an die Comedy-Serie Paradise PD mit „Mein Haar muss höher“)
Man kann viel über Nutzer- und Zielgruppen diskutieren und abwägen, aber in Punkto Stil muss man leider feststellen, und das halbwegs objektiv begründet, dass die S-Klasse keine Eleganz, Anmut oder keinen Stil ausdrückt.
Überspitzt ausgedrückt: Wir sehen billig wirkende Oberflächen, durch LED-Leuchtstreifen hervorgerufene Effekthascherei und die Grazie eines Prolleten.
T. meint
Seit der 140er Reihe ist es damit vorbei, dass die S-Klasse Eleganz, Anmut oder Stil ausdrückt.
eBikerin meint
Also ernsthaft – gegen den 140er ist dieses Auto gerade zu ein Muster an Eleganz und Anmut. Was sich MB damals mit dem 140er gedacht hat, wird wohl nie jemand verstehen.
R2D2 meint
Der W140 war ein statement an den damaligen Kanzler, quasi eine homaage *g
cbzac meint
„ein um 20 Prozent größerer, beleuchteter Kühlergrill“
Gott sei Dank! Dann kann man über die eher bescheidenen technischen Daten ja getrost hinwegsehen.
LOL meint
Die Kennzahl steht dann in zukunft dann auch im Auto-Quartett
Wer hat den größten Grill?
WW meint
Dafür entfallen vernünftige Bügeltürgriffe.