Autodiebstähle nehmen in Deutschland wieder zu. Nach dem „Bundeslagebild Kfz-Kriminalität 2023“ des Bundeskriminalamts (BKA) wurden 15.924 Pkw dauerhaft entwendet, das entspricht einem Anstieg von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auffällig ist jedoch, dass Elektroautos bei Tätern offenbar seltener im Fokus stehen.
Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf Henning Hauswald, Leiter der „Soko Kfz“ beim Landeskriminalamt Sachsen, berichtet, stehlen organisierte Banden überwiegend Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Elektroautos gelten unter Tätern als unpraktisch. „Diebe haben keine Zeit, um an die Ladesäule zu fahren“, sagte Hauswald der Bild.
Viele Tätergruppen bringen gestohlene Fahrzeuge noch in derselben Nacht ins Ausland. In mehreren osteuropäischen Ländern ist die Ladeinfrastruktur weniger dicht ausgebaut, zudem ist die Nachfrage nach Elektroautos dort geringer. Hinzu kommt die begrenzte Reichweite: Zwischen Tatort und Grenze liegen häufig mehrere Hundert Kilometer. Wird ein Fahrzeug etwa in Hessen oder Niedersachsen gestohlen, könnte der Akku vor Erreichen der Grenze leer sein – ein Risiko, das Täter offenbar vermeiden.
Auch die Technik moderner Stromer spielt eine Rolle. Elektroautos sind in der Regel mit Ortungssystemen ausgestattet und lassen sich im Zweifel leichter wiederfinden als ältere Modelle. Gefragt sind stattdessen vor allem hochpreisige Verbrenner, die sich im Ausland einfacher weiterverkaufen oder zerlegen lassen.

FrankyAC meint
…und dennoch sind die Teilkaskobeiträge hoch…
South meint
Hihihihi, was ein geiler Schenkelklopfer. Vielleicht hat ein Autodieb mal einen Stromschlag bekommen und das hat sich dann rumgesprochen… ;-)
Im Ernst. MK hat es schön zusammengefasst…
MK meint
Ist die Frage, ob die Bild nicht nur wieder das narrativ „Nicht mal Diebe wollen eAutos“ bedienen wollte und der mehr am Rande erwähnte Punkt, das ganz neue Autos häufiger Alarmanlagen und Ortungsmöglichkeiten haben, der ausschlaggebendere ist. Ich kann halt bei meinem neuen eAuto jederzeit in der App sehen, wo das Auto ist und das auch der Polizei zeigen. Letztes Jahr um die Zeit bei meinem Verbrenner konnte ich das nicht…nicht, weil das am Antrieb liegt, sondern eben weil wie in meinem Fall eAutos statistisch neuer sind.
Außerdem fehlen auch hier der von der Bild übernommenen Meldung wieder Zahlen, Daten Fakten: Was heißt denn „weniger im Fokus“? eAutos haben, da es eben noch vor 5 Jahren nahezu gar keine gab, einen Anteil am Bestand im einstelligen Prozentbereich. Wenn also 95% der gestohlenen PKW Verbrenner sind, wäre die Schlussfolgerung trotzdem, dass eAutos überproportional oft gestohlen werden.
Stromspender meint
Wenn die (ur-)deutsche Reichweitenangst mal einen positiven Aspekt hat. Kannste dir nicht ausdenken!
Böhser Neffe meint
Autodiebe werden eher keine Ur-Deutschen sein und die gestohlenen Autos wohl in den meisten Fällen ins Ausland gebracht.
Stromspender meint
Naja, egal ob die Täter Deutsche sind oder nicht: Das Narrativ haben sie zumindest übernommen… ;-)
M. meint
„In mehreren osteuropäischen Ländern ist die Ladeinfrastruktur weniger dicht ausgebaut, zudem ist die Nachfrage nach Elektroautos dort geringer.“
Das könnte helfen, die wahren Hintergründe zu finden, dann muss man nicht so viel phantasieren.
Stromspender meint
Herrgottchen M., schalte doch mal deinen Ironie-Detektor ein…
Tinto meint
Frag mal Paule, der kennt sich in dem “ Business “ aus.
Paule meint
Nein, ich mache eher in Handtaschen. Das hat den Vorteil, dass mir die Frauen scharenweise hinterherrennen.
M. meint
Die rennen nicht dir nach, sondern ihren Handtaschen.