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Xpeng steigert Absatz 2025 um 126 Prozent und treibt Europa-Expansion voran

02.03.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 20 Kommentare

Xpeng-G6

Bild: Xpeng

Der chinesische Elektroautobauer Xpeng hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem kräftigen Wachstum abgeschlossen und seine internationale Präsenz weiter ausgebaut. Weltweit lieferte das Unternehmen laut InsideEVs 429.445 Fahrzeuge aus, was einem Plus von 126 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit gehört Xpeng inzwischen zu den drei größten Herstellern reiner Stromer weltweit. Bereits im letzten Jahr überschritt die 2014 gegründete Marke zudem die Schwelle von einer Million verkauften Fahrzeugen.

International rücken die Märkte außerhalb Chinas stärker in den Fokus, insbesondere Europa. Von 380 Vertriebsstandorten außerhalb des Heimatmarktes befinden sich 290 in Europa. War Xpeng 2023 noch in fünf Auslandsmärkten vertreten, ist das Unternehmen inzwischen in 60 Ländern aktiv, knapp die Hälfte davon in Europa. Insgesamt entfielen im vergangenen Jahr 45.008 Fahrzeuge auf internationale Märkte, was einem Zuwachs von 96 Prozent entspricht.

Auch in Deutschland entwickelte sich das Geschäft dynamisch. Im ersten vollständigen Geschäftsjahr wurden 2991 Fahrzeuge verkauft, womit sich der Absatz gegenüber 2024 versiebenfachte. Der positive Trend setzte sich Anfang 2026 fort: Im Januar wurden 327 Fahrzeuge zugelassen und damit dreimal so viele wie im Vorjahresmonat.

Das meistverkaufte Modell in Deutschland war der SUV-Crossover G6 mit 1664 Einheiten, gefolgt vom großen SUV G9 mit 1172 Verkäufen. Die Obere-Mittelklasse-Limousine P7, die bald abgelöst wird, kam auf 155 Fahrzeuge. Auffällig ist die starke Nachfrage nach leistungsstarken Varianten mit umfangreicher Ausstattung und Allradantrieb. Beim G6 entfielen lediglich fünf Prozent auf die Einstiegsversion, während 55 Prozent die Performance-Variante und 40 Prozent die Long-Range-Version wählten. Beim G9 entschieden sich 75 Prozent der Kunden für die Performance-Ausführung.

Ein zentraler Erfolgsfaktor in Deutschland ist das ausgebaute Händlernetz. Die Zahl der Standorte stieg von 20 im Jahr 2024 auf 50 bis Ende 2025. Markus Schrick, Geschäftsführer der Vertriebsregion Central Europe, betont laut InsideEVs, Xpeng setze „bewusst auf erfahrene Handelspartner mit regionaler Marktkenntnis und hoher Elektroauto-Kompetenz“.

Für 2026 plant das Unternehmen eine deutliche Ausweitung seiner Marktpräsenz. Das Händlernetz soll auf 110 Standorte wachsen. Gleichzeitig startet eine umfassende Modelloffensive. Den Auftakt bildet die Fastback-Limousine P7+, die bereits bestellbar ist und ab April ausgeliefert wird. Im Juni folgt mit dem X9 ein großer Minivan mit sechs oder sieben Sitzplätzen, Allradlenkung und Luftfederung. Zudem sind eine sechs- und siebensitzige Variante des G9 sowie zwei weitere Modelle für neue Segmente vorgesehen, darunter ein Mittelklasse-SUV.

Gestützt auf neue Modelle und den Vertriebsausbau rechnet Xpeng 2026 mit rund 8000 Neuzulassungen in Deutschland, was einem Plus von fast 270 Prozent entsprechen würde. International strebt das Unternehmen rund 90.000 Verkäufe außerhalb Chinas an, weltweit etwa 600.000 Fahrzeuge. Das entspräche einem weiteren Absatzanstieg von rund 25 Prozent. Ziel bleibe ein nachhaltiges Wachstum mit stabilen Preisen, hoher Kundenzufriedenheit und einer langfristigen Etablierung im deutschen Markt, heißt es.

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Via: InsideEVs
Tags: China, Europa, VerkaufszahlenUnternehmen: Xpeng
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. South meint

    03.03.2026 um 07:23

    Auf den ersten Blick denkt man, billig sind die Chinesen nicht, aber sie sind viel günstiger, weil sie eine umfangreiche Serienausstattung haben, Innen Wertiger sind und aber wirklich schneller laden können als die meisten Konkurrenten. In Kürze da sind die Chinesen deutlich besser!
    Ich habe bei einem Test gelesen, dass die Fahrzeugassistenzsysteme noch nicht so ausgreift sind, mir gefällt auch der hingeklatschte Bildschirm nicht, aber wirklich stört mich, dass der Verbrauch bei den Chinesen wirklich hoch ist.
    Wenn eh alle Autos auch China kommen und die Probleme behoben würden, yep, so ein Auto ist wirklich brauchbar, kein Vergleich mehr zu den Lachnummern ala Landwind…
    Mittlerweile würde es mich eher wundern, wenn die Chinesen nicht den Markteinstieg in der BRD schaffen würden. Die Konkurrenz hinkt auf einigen Gebieten schlicht hinterher, verlangt aber deutlich höhere Preise für zum Teil schaurige Leistung, vorallem bei den Materialien…

    Antworten
    • Futureman meint

      03.03.2026 um 08:19

      Das „Problem“ ist halt die viele PV- und Windkraft in China. Damit ist Strom dort supergünstig. Deshalb kommt es nicht so auf den Verbrauch an, eher die Ladegeschwindigkeit in den Städten.
      In Deutschland wäre es eher ein ländliches Modell, denn jeder der eine PV-Anlage auf dem Dach hat, lädt sein E-Auto auch unschlagbar günstig. Da ist es egal, wenn ein paar kWh Ladeverlust zusammen kommen. Denn für den Aufpreis eines effektiveren E-Autos kann man sich locker 10-20kWp PV-Anlage mit Speicher auf´s Dach bauen und versorgt nebenbei noch Haus und Wärmepumpe damit.
      Nebeneffekt ist dann noch, das die Meldungen über steigende Öl- und Gaspreise einen gar nicht mehr interessieren.

      Antworten
  2. Max meint

    02.03.2026 um 20:02

    Preis Leistung ist schon ziemlich ordentlich.
    Xpeng hat zig Sachen in serie die bei anderen Herstellern nochmal den Basispreis obendrauf kosten..
    An die Leistungsdaten kommen die europäischen Hersteller im Moment gar nicht ran.
    500kW Ladeleistung, Allrad mit über 500PS usw.
    Ich habe mich gefreut, dass im Sommer auch der X9 kommt. Den werde ich dann mit dem VLE vergleichen und mich dann entscheiden.

    Aber bei Mercedes muss man wohl bei identischen Daten und Ausstattung mindestens 40.000€ mehr zahlen.

    Antworten
  3. Haubentaucher meint

    02.03.2026 um 15:30

    Man darf gespannt sein wie es in 3 Jahren für die Chinesen steht. Man darf sich warm anziehen.

    Antworten
  4. wosis meint

    02.03.2026 um 14:51

    Aber 2026 schwach gestartet für XPENG
    https://cleantechnica.com/2026/03/01/xpeng-deliveries-down-significantly-in-february/

    Antworten
    • MK meint

      02.03.2026 um 15:58

      @Wosis:
      Und hier im Artikel steht aber, dass man in Deutschland im speziellen bisher eine Verdreifachung der Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr verzeichnet.

      Antworten
      • wosis meint

        02.03.2026 um 17:29

        Verdreifacht von 100 auf 300. Das ist angesichts der hohen Werbeaufwände (IAA, ganz YoutTube ist gefühlt voll mit XPENG) noch nicht viel, aber schon ganz beachtlich. Ich behaupte, dass XPENG sich schwer tun wird in Europa, selbst wenn die Produkte passen, weil der Markennamen einfach seltsam kling (es kracht ein Schuss, X-Peng!) für Europäer (wie auch Aiways -> Eiweiß?).
        Bin gespannt, Nio hat es auch nicht gepackt, trotz guter Produkte.

        Antworten
        • MK meint

          03.03.2026 um 11:30

          @Wosis:
          Nio hat halt als Vorteil und Werbeargument immer die Wechserlakkus gehabt…aber die wenigsten Deutschen haben jemals eine Wechselstation gesehen und die meisten, die zu dem Zeitpunkt eAutos gekauft haben, haben sowieso hauptsächlich mit Laden daheim kalkuliert. Da macht das halt keinen Sinn. Dazu kommt das Vertriebsmodell: Hochglanz-Showrooms in Fußgängerzonen wie die von Nio funktionieren in Deutschland einfach nicht. XPeng setzt aber auf Autohäuser in Kooperation mit seit Jahrzehnten etablierten Händlern.
          Damit sind Nio und XPeng überhaupt nicht vergleichbar.

          Was die Werbung angeht: Ich habe noch nie XPeng-Werbung gesehen. Da sollte sich herumgesprochen haben, dass diese Werbung personalisiert ist: Auch wenn Sie die Werbung ständig sehen, kann es durchaus sein, dass 99% der Bevölkerung hier noch nie einen Werbespot von XPeng gesehen haben. Von daher: Kennen Sie denn das Werbebudget von XPeng oder vermuten Sie das shohe Budget nur auf Grund der eigenen Erfahrung?
          Die IAA wiederum richtet sich ja auch an internationale Kunden und auch an Autohäuser. BYD hat 2024 auch mehr Autos im kleinen Österreich verkauft als im deutlich einwohnerstärkeren Deutschland: In kaum einem Land sind die Menschen so träge beim Markenwechsel wie in Deutschland. Das ist aber nicht relevant für die ENtscheidung, wie man sich auf der IAA präsentiert. Dazu kommen eben die Händlerkontakte: Auch hier im Artikel wird ja darauf hingewiesen, dass XPeng die Zahl der Standorte in Deutschland dieses Jahr nochmal mehr als verdoppeln will…und dafür geht man ja auf die IAA: Dort kann man Verträge mit Händlern schließen. Wer aber 2025 auf der IAA mit XPeng gesprochen hat, wird wahrscheinlich frühstens Ende 2026 XPeng-Standort und verkauft vielleicht erst 2027 das erste Auto. Sowas hat halt gewisse Vorlaufzeiten.

    • Jörg2 meint

      02.03.2026 um 16:36

      Der verlinkte Artikel zeigt deutlich die monatliche Uneinheitlichkeit der Auslieferungsmengen (warum auch immer… Modelleinführungen, regulatorische Änderungen….). Insofern ist eine Kurzzeitraumbetrachtung eventuell nicht zielführend. Es könnte zu schlecht oder zu gut aussehen. Die Jahresdaten geben dann wohl eher mehr her.

      Antworten
  5. Egon_meier meint

    02.03.2026 um 14:24

    Das ist wieder so ein typischer Fall von: Verkaufe 2023 kein Fzg, 2024 davon 4 und 2025 schon mal 8.
    Ruck-Zuck habe ich im letzten jahr 100% Absatzzuwachs.
    Wenn ich mir so die Statistiken der letzten jahre ansehe gab es viele von diesen Einjahres-Fliegen.
    Jetzt liegen sie bei Null Fzg.
    Es gibt eben eine gewissen Anzahl von Kunden, die irgendwas haben wollen, was sonst keiner hat. Wenn die abgegriffen sind bricht die große Leere aus.

    Antworten
    • Stromspender meint

      02.03.2026 um 14:38

      Mhm. Blöd für deine Argumentation ist jetzt allerdings, dass Xpeng in 2024 nicht vier, sondern um die 340.800 Fahrzeuge und 2025 nicht acht, sondern 429.445 Fahrzeuge verkauft hat.
      Oder um es mit den Worten des Autors zu beschreiben: „Damit gehört Xpeng inzwischen zu den drei größten Herstellern reiner Stromer weltweit. Bereits im letzten Jahr überschritt die 2014 gegründete Marke zudem die Schwelle von einer Million verkauften Fahrzeugen.“

      Antworten
    • Jörg2 meint

      02.03.2026 um 14:44

      „Verkaufe 2023 kein Fzg, 2024 davon 4 und 2025 schon mal 8.“

      2023 141.600
      2024 190.000
      2025 429.000

      Antworten
      • Mary Schmitt meint

        02.03.2026 um 14:58

        Hier gehts ja ums Ausland und da sind weltweit 45.008 zugelassen worden und in Deutschland 2.991. Das sind ja keine Stückzahlen. VW verkauft 20.800 Lamborghini und Bentley.

        Antworten
        • BEV meint

          02.03.2026 um 15:04

          jeder fängt mal kein an

          muss ganz ehrlich sagen, grundsätzlich spricht mich xpeng nicht sooo an, der G6 sieht schrecklich aus, der G9 schon deutlich besser, aber für meinen Geschmack einfach zu teuer …
          da bei mir zuhause einen Händler in unmittelbarer Nähe die Fahrzeuge ins Program aufgenommen hat, sehe ich die Fahrzeuge auch vermehrt im Straßenverkehr,
          irgendwann gibts vielleicht ein passendes Angebot und schon ist man dabei

        • BEV meint

          02.03.2026 um 15:06

          da VW ganz dicke mit xpeng ist, sollte man nicht unterschätzen was die nächsten Jahr noch alles kommt

        • Jörg2 meint

          02.03.2026 um 15:21

          „Hier gehts ja ums Ausland….“

          Nur, wenn man den ersten Absatz des Artikels ignoriert.

        • MK meint

          02.03.2026 um 15:57

          @Mary Schmitt
          Hier bei uns im Kreis hat letztes Jahr das einzige Skoda-Autohaus geschlossen. Der Händler vertreibt in den Räumen jetzt ausschließlich XPeng.

        • Jörg2 meint

          02.03.2026 um 16:50

          „da VW ganz dicke mit xpeng ist, sollte man nicht unterschätzen was die nächsten Jahr noch alles kommt“

          Ja!
          Und man könnte dem Duo Xpeng/VW die Daumen drücken, dass die Softwareentwicklung und die Nutzung so ablaufen, wie geplant.

        • Future meint

          02.03.2026 um 18:03

          Man sollte die Chinesen niemals unterschätzen. Sogar die Hofpostille der deutschen Autoindustrie ist schon supernervös: »Frontalangr iff aus China: Marktanteil chinesischer Autos wächst enorm« (AMS, 19.01.2026) Demnach stiegt die Zahl der Neuzulassungen chinesischer Marken von 40.467 Fahrzeugen im Jahr 2024 auf etwa 68.438 im Jahr 2025. Das sind natürlich nur wenige Autos – aber es sind eben keine VWs oder Opels geworden.

  6. simon meint

    02.03.2026 um 14:11

    Ich suche nach einem kleinen SUV oder Kompakten mit guter Software und viel Platz in Innenraum. Der Elroq ist nah dran, aber es ginge bei der Software noch besser. Leider bringt Tesla da gar nichts mehr auf den Markt. Xpeng bringt immer mehr Modelle, habe da deutlich mehr Hoffnungen auf kleinere Modelle.

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