Anders als die bisher nur in Nordamerika verfügbaren großen elektrischen SUV und Pick-up-Trucks des US-Herstellers Rivian sind dessen kompakte Batterie-Lieferwagen auch schon hierzulande unterwegs. Die speziell für den zentralen Investor und Großkunden Amazon konzipierten Fahrzeuge erhalten nun eine umfassenderes Update.
Gestartet ist die Baureihe namens Electric Delivery Van (EDV) im Jahr 2021. Zwei Jahre später wurde die Batteriechemie auf Lithium-Eisenphosphat (LFP) umgestellt. Es gab zudem ein Upgrade für die E-Motoren auf selbst gefertigte Technik.
Der für den Nahverkehr ausgelegten EDV von Rivian war bisher nur mit einer Batterieoption und ausschließlich mit Frontantrieb erhältlich. In Zukunft wird er aber laut InsideEVs die Option auf ein größeres Akkupaket und einen Allradantrieb mit zwei Motoren bieten. Aktuell kommt ein 100-kWh-LFP-Akkupack zum Einsatz, das eine geschätzte Reichweite von bis zu knapp 260 Kilometern ermöglicht, während der vorne montierte E-Motor 235 kW/320 PS leistet.
Die geplante größere Batterie bringt nach Angaben von Rivian eine Erhöhung der Reichweite um 30 Prozent. Der Allradantrieb bietet mehr Leistung und verbessert das Fahrverhalten etwa bei Matsch oder Schnee. Damit eignet sich der EDV zukünftig auch für Lieferungen in entlegenere Gebiete.
Rivian hat noch keinen Termin für die Einführung der neuen Antriebsoption genannt und sich auch noch nicht zum Preis geäußert. Das aktuelle Modell kostet in den USA mindestens 79.000 US-Dollar, umgerechnet rund 67.300 Euro.

Roland meint
Tja, und was kaufen wir Handwerker nun, wenn wir einen H2L2 mit möglichst weiter Reichweite haben wollen?!
? Ari? Maxus? BYD?
Grüße
CaptainPicard meint
Lieferwagen sind so ziemlich das Worst Case Szenario bei der Elektromobilität. Sowohl PKW als auch LKW kann man einfacher elektrifizieren, aber beim Lieferwagen hat man das Problem mit der 3,5 Tonnen Grenze. Macht man den Akku zu groß, reduziert das die Zuladung, ist er zu klein, hat man keine Reichweite.
Mary Schmitt meint
Grundsätzlich ist das so. Das ist ein Thema für Landschaftsgärtner: Sand, Kies, Findlinge und Pflanzen mit Ballen sind schwer. Schreiner, Handwerker und Servicetechniker haben da weniger Probleme. Paketdienste haben keine.
eBikerin meint
“ aber beim Lieferwagen hat man das Problem mit der 3,5 Tonnen Grenze. “
Der Rivian ist wohl für die USA konzipiert – der aktuelle überschreitet die 3,5 Tonnen Grenze schon deutlich. In den USA arf man wohl mit dem normalen Führerschein bis zu 13 Tonnen fahren wenn mir die KI da keinen Unsinn erzählt hat.
Mary Schmitt meint
Er wiegt in den USA 4,3t und bei uns 3,5t. Der fährt ja schon häufig bei uns. Für ein Zustellerfahrzeug reichen 3,5t dicke. Der Raum ist bei Zustellern wichtiger als das Gewicht. Das wirkliche Limit setzt aber die tägliche Arbeitszeit. Du musst ja ausliefern können, was du mitnimmst. Insofern musste man für die 3,5t Grenze nichts am Fahrzeug ändern.
Paule meint
Wenn der 4,3 Tonnen wiegt ist nicht mehr viel mit Pakete einladen 🤣
Du bist eben ein richtiger Autoexperte.
Bernd81 meint
E-Lieferwagen dürfen in Deutschland bis 4,25t mit dem B Führerschein gefahren werden.
Das 3,5t Problem ist wohl bekannt.
Mäx meint
Mit gewissen Einschränkungen im gewerblichen Verkehr z.B. Berufskraftfahrerqualifikation, was man als gewöhnlicher Sprinter Fahrer eigentlich nicht hat.
Das macht die ganze Sache recht unattraktiv. Da hätte man mehr Ausnahmen schaffen müssen, damit das richtig zieht.
Mary Schmitt meint
Das Auto ist großartig und ich freue mich immer, wenn ich es sehe. Neulich war noch berichtet worden, amazon rüstet immer noch auf, die 100.000 stehen. Das wurde gerne von Neidern bestritten. In den USA ist er nach Einstellung des Brightdrop ein Solitär.