MG beendet in Deutschland sein Agenturvertriebsmodell und kehrt vollständig zum klassischen Händlermodell zurück. Der Wechsel wird mit dem neuen Elektroauto MG4 Urban eingeläutet, das erstmals wieder über Händler vertrieben wird. Bis zum Jahresende soll der Agenturvertrieb vollständig auslaufen. Bislang hatte MG nur Verbrenner und Plug-in-Hybride im Händlermodell verkauft, während E-Autos über die Agentur liefen.
Im Gegensatz zu anderen Herstellern bewertet MG das Agenturmodell jedoch nicht als Fehlschlag. Vielmehr sei es ein wichtiger Erfolgsfaktor beim Markteintritt gewesen. „Das Agenturmodell war zum Start einer der Gründe für unseren Erfolg in Deutschland“, sagt Axel Blazejak gegenüber der Automobilwoche. Vor allem die geringen Investitionskosten und niedrigen Anforderungen hätten den Händlern einen „fast risikolosen Start“ ermöglicht.
Mit wachsender Marktpräsenz sieht das Unternehmen nun Vorteile im klassischen Vertrieb. Laut Vertriebsdirektor Oliver Rittierodt hat MG inzwischen ein funktionierendes Händlernetz. „Wir haben ein Händlernetz aufgebaut und bewiesen, dass man mit uns Geld verdient. Jetzt übertragen wir den Händlern mehr Verantwortung“, sagt er. Händler könnten den lokalen Markt besser einschätzen und die Marke gezielter voranbringen.
Trotz eines erfolgreichen Jahres 2025 mit rund 26.500 Neuzulassungen und einem Wachstum von 26 Prozent sieht MG weiterhin erhebliches Potenzial. Für das laufende Jahr wird ein Anstieg auf über 33.000 Neuzulassungen angestrebt. Die Marke arbeitet daran, sich dauerhaft im deutschen Markt zu etablieren.
Im Wettbewerb mit anderen chinesischen Herstellern dürfte MG jedoch seine Spitzenposition verlieren. Stromer-Riese BYD plant deutlich höhere Zulassungszahlen und strebt offen die Marktführerschaft an. MG hingegen setzt bewusst auf eine andere Strategie und verzichtet auf stark taktisch geprägte Zulassungen, die bei Wettbewerbern eine größere Rolle spielen.
Statt auf kurzfristige Spitzenpositionen konzentriert sich MG auf langfristige Stabilität. „Wir wollen nicht mit Eigenzulassungen wachsen“, betont Rittierodt. Der Anspruch, größter chinesischer Hersteller in Deutschland zu sein, spiele keine Rolle. Entscheidend sei vielmehr ein „nachhaltiges Wachstum“.
Dieses Wachstum soll durch neue Modelle wie den MG4 Urban und den Plug-in-Hybrid MG S9 sowie durch den Ausbau des Händlernetzes erreicht werden. Aktuell verfügt MG über 183 Standorte in Deutschland, die bis Jahresende auf 220 und mittelfristig auf 300 erhöht werden sollen.

eBiker meint
Hier fährt einer den Cyberster. Der sieht echt super aus. Wundert mich , dass sich der nicht besser verkauft. Ok billig ist er nicht und Ladegeschwindigkeit ist so lala – aber das Auto ist konkurrenzlos.
Jeff Healey meint
Hier fährt auch einer rum, das ist schon ein Hingucker.
M. meint
Das ist deswegen konkurrenzlos, weil die Nicht-Konkurrenz weiß, wie wenige Menschen sich für Cabrios und Roadster interessieren.
Die Ladegeschwindigkeit ist dabei tatsächlich egal. Auf die große Reise will damit eh niemand.
Hat der eigentlich noch die d*mlichen Tuning-Türen?
eBikerin meint
Ja der hat die Tunig Türen – mir gefallen die. Ist halt was anderes. In nem normalen Alltagsauto würde ich die auch nicht wollen, aber in dem Auto sind die schon schick. Nennt man im „Tunig“ Bereich übrigens „Lambo-Styl“.
M. meint
Das nennt man jetzt „Tunig“?
Ok, komm‘ ich mit klar.
Mit den Türen nicht, das sieht einfach affig aus, nach „schaut her, was für ein tolles Auto ich habe, sogar die Türen“. 🤭
Aber ja. Lambo passt. Aber dafür ist das Ding zu billig und viel zu leise.
eBikerin meint
Tja mir gefällt wer richtig gut – auch die affigen Türen finde ich super an so einem Auto. Ist aber eigentlich egal – weil mein Rücken so wieso nein sagen würde ;-)
Tinto meint
Ich bin den Cyberster letztes Jahr probegesessen, die Türen wirken bei dem Auto deplatziert, als ob die nachträglich umgebaut wurden. Beim i8 wirken diese Türen allerdings stimmig ins gesamte Konzept integriert, beim Cyberster ist das nur billige Effekthascherei.