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Noch schwache Restwerte bei chinesischen Autobauern

27.05.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 24 Kommentare

Bild: BYD (Symbolbild)

Chinesische Automobilhersteller stehen in Deutschland vor der Herausforderung schwacher Restwerte. Die Fahrzeuge verlieren kontinuierlich an Wert, was für Käufer hohe Kosten zur Folge haben kann. Innerhalb von gut zwei Jahren sank der Restwert von Plug-in-Hybriden und rein elektrischen Fahrzeugen laut der Automobilwoche von 61 Prozent Anfang 2024 auf 47,2 Prozent Anfang April 2026.

Dieser Rückgang um 14 Punkte ist deutlich stärker als die Entwicklung im Gesamtmarkt für diese Antriebstechnologien, der im gleichen Zeitraum lediglich um sieben Punkte sank. Ursächlich für den Wertverlust war dem Branchenportal zufolge zunächst eine geringe Modellvielfalt, während zunehmend austauschbare Modelle den Druck erhöhten. Zudem trägt die allgemeine negative Wertentwicklung nach dem Höchststand während der Chip- und Lieferkrise zum Rückgang bei.

„Es reicht nicht, ein gutes Produkt auf den Markt zu bringen, man muss auch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, erklärt Martin Weiss, Leiter Fahrzeugbewertung beim Marktbeobachter Deutsche Automobil Treuhand (DAT). Zu diesen Bedingungen zählten ein funktionierendes Händlernetz sowie ein Gebrauchtwagenprogramm.

Die Auswirkungen des Wertverlusts treffen entweder die Hersteller, die in den Markt gedrückten Fahrzeuge zurücknehmen müssen, oder Leasinggesellschaften, deren Erwartungen nicht eintreffen. Letztere sind Weiss zufolge vorsichtiger geworden und lassen Angebote teilweise vorab vergüten, um Fahrzeuge in ihre Systeme aufzunehmen.

Fehlendes Verbraucher-Vertrauen

Ein zentrales Problem ist das fehlende Vertrauen der Verbraucher. Christian Schüssler vom Leasing- und Flottendienstleister Arval Deutschland sagt: „Die Restwertlücke ist im Kern ein Vertrauensproblem. Wo kein stabiles Markenvertrauen existiert, gibt es keine stabile Gebrauchtmarktnachfrage – und ohne Nachfrage keinen belastbaren Preis.“ Laut einem DAT-Report 2026 befürchtet knapp jeder zweite Verbraucher, dass in fünf Jahren viele chinesische Marken nicht mehr existieren werden.

Die Vertriebswege beeinflussen das Risiko zusätzlich, erläutert die Automobilwoche. Viele Fahrzeuge werden demnach über Kurzzeitkanäle wie Eigenzulassungen oder Auto-Abos abgesetzt, was die Gefahr erhöht, dass junge Fahrzeuge mit hohen Abschlägen auf den Markt gelangen. Arval begegnet diesem Risiko durch konservative Restwertansätze und Lifecycle-Management.

Die hohe Innovationsgeschwindigkeit chinesischer Hersteller kann den Wertverlust beschleunigen. DAT-Experte Weiss mein, dass aktuelle Modelle durch die schnelle Abfolge von Nachfolgern schneller veraltet wirken. Zudem fehlen noch Langzeiterfahrungen mit älteren Modellen hinsichtlich der Qualität im Alter.

Eine schnelle Angleichung der Werte an den Durchschnitt gilt als unrealistisch. Schüssler von Arval hält eine schrittweise Annäherung über mindestens fünf Jahre für realistisch, sofern Hersteller eine stabile Marktpräsenz, positive Langzeiterfahrungen mit Batterien und Software sowie ein verlässliches Servicenetz nachweisen können. „Restwerte sind das Ergebnis von Markenvertrauen, Servicenetzqualität und Gebrauchtmarkterfahrung – und das alles braucht Zeit“, so der Branchenkenner.

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Via: Automobilwoche (kostenpflichtig)
Tags: China, Gebrauchtwagen, Preise, RestwertAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Jörg2 meint

    27.05.2026 um 22:13

    Nur so nebenbei:

    Ist der Restwert im Keller freut sich der Gebrauchtwagenkäufer und das gute Stück hält die Nutzung bei, wofür die Ressourcen eingesetzt wurden: fahren von A über B nach A.

    Ist der Restwert hoch (s. die Leasingrückläufer der VW-Flottenverramschung), dann stehen sich die Dinger auf den Halden die Reifen in die Bodengruppe.

    Ob sich die Leasingfirma verkalkuliert hat -> Unternehmensrisiko.

    Antworten
    • M. meint

      28.05.2026 um 13:58

      Ist das wieder dein Beißreflex?
      Der RestWERT ist das, was man für das Auto noch bekommt, weil der Markt bereit ist, das zu zahlen.
      Eine beliebige Zahl ist kein Wert, wenn das Auto dazu nicht verkäuflich ist.
      Und wenn das Auto zu einem höheren Preis stehen bleibt, muss der Preis auf den reellen Wert gesenkt werden.
      Deswegen kosten die Autos, was sie kosten, was sie wert sind. Alle.
      Niemand haut die einen unter Wert raus, und lässt die anderen einfach zu Phantasiewerten rumstehen, als würde die davon besser.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        28.05.2026 um 22:01

        M

        Worauf sollte mein Beitrag beißend reflektieren? Ich beziehe mich auf niemanden.

        Du schon.

        Antworten
      • Jörg2 meint

        29.05.2026 um 07:23

        M

        Nur so als Gedankenexperiment:

        Kunde 1 geht zum VW-Autohaus und sagt: „Ich möchte den 3-Jahres-ID.Buzz-Rückläufer zum Restwert kaufen.“

        Kunde 2 geht zum VW-Autohaus und sagt: „Ich möchte den 3-Jahres-ID.Buzz-Rückläufer zum Marktwert kaufen.“

        Kannst Du da Unterschiede erkennen?

        Antworten
        • MK meint

          31.05.2026 um 08:54

          @Jörg2:
          Hier geht es ja nicht darum, was der Händler auf ein Preisschild schreibt, sondern um den Preis, der tatsächlich am Ende bezahlt worden ist.

    • David meint

      28.05.2026 um 16:12

      Ja, VW hat schon Leasing gemacht, als dein Vater noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gelaufen ist. Die wissen, wie das funktioniert.

      Gewisse Verwerfungen gab es metaphorisch und wörtlich nur bei einem amerikanischen Hersteller. Dort stellten die Kunden bei der Rückgabe des über das Werk geleasten Wagens fest, dass ihnen ein fünfstelliger Betrag für Spalten im Unterboden aufgebrummt wurde. Es stellte sich heraus, es handelte sich um die grottenschlechte Produktionsqualität zusammen mit keiner vorhandenen Qualitätssicherung.

      Aber so konnte sich diese nette Firma ihren Pfusch vom Leasingnehmer zahlen lassen. Recht überraschend haben die dann beim nächsten Mal nicht mehr dort geleast.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        28.05.2026 um 22:04

        Du kennst weder mich, noch meinen Vater.
        Die faschistische VW-Gründung liegt weit nach dessen Trommelphase.

        Aber ich verstehe Deinen zunehmenden Weltschmerz.

        Antworten
  2. Wolfgang meint

    27.05.2026 um 17:58

    Absolut richtig. Der Wertverlust bei EVs aus China ist hoch. Bei deutschen Modellen dramatisch.
    Dank eines großen Fuhrparks in der Firma in der ich arbeite, konnte ich zwar die Langlebigkeit noch nicht abschätzen, jedoch muss ich als alter Patrolhead gestehen, dir Qualitätsanmutung in Bezug auf Preis / Leistung ist bei den Chinesen enorm. Während unsere BMWs schon oft die Werkstatt sahen und es hier auch klapperte und knartste, blieben die Chinesen ohne Tadel. Man kann sich vorstellen, was das heißt. Nicht ohne Grund sind die Premiummarken bei der JD Power Studie in punkto Qualität weit abgeschlagen.
    Jedoch muss man erlich abwarten, wenn die Fahrzeuge die 200k km absolviert haben. Wir liegen im Schnitt bei 150k pro Fahrzeug. Allein die Skoda Modelle liegen vorn, direkt hinter den Teslas.
    Es muss noch viel Zeit ins Land gehen, um sich ein genaues Bild zu machen.
    Aber es zeichnet sich jetzt schon eine Tendenz ab. Aber die wird nicht verraten.

    Antworten
  3. MrBlueEyes meint

    27.05.2026 um 14:49

    Wenn ich ein Top-Auto für rund 20.000€ bekomme und den angenommen 10 Jahre fahre und der nach diesen 10 Jahren auseinanderfällt und genau 0 € noch wert wäre, dann hätte ich pro Jahr trotzdem nur 2000€ für das Auto gezahlt bzw. nur 170€ im Monat…

    Und nur 0 € ist so ein Chinese sicher nach 10 Jahre auch nicht nur noch wert… von dem her, alles entspannt… der super niedrige Einstiegspreis kompensiert den Wertverlust schon a priori meines Erachtens…

    Das muss ein Deutscher erstmal schaffen, der am Anfang 10.000€ mehr gekostet hat, nach 10 Jahren immer noch diese Wertdifferenz zu haben… ich denke nicht :-)

    Antworten
    • MrBlueEyes meint

      27.05.2026 um 15:10

      Kurz gesagt, so ein super günstiger Chinese kann im Grunde gar niemals nie nicht so viel an Wert verlieren, wie ein Deutscher zu Beginn mehr gekostet hat…

      Vorallem nicht in den Preisregionen 20 bis 30 K

      Antworten
      • M. meint

        27.05.2026 um 18:47

        Es gibt Dinge, die kann man nicht bezahlen…. aber nein, ich führe das nicht weiter aus.

        Antworten
      • Gernot meint

        28.05.2026 um 10:56

        Das ist halt Quatsch. Durch die Strafzölle können die Chinesen eben nicht supergünstig anbieten. Es ist ja nicht so, dass die Chinesen die Autos zu 20% der Kosten europäischer Hersteller herstellen können. Sie haben 15-40% Kostenvorteil, die sie durch regulären Zoll + Strafzoll + Transport wieder verlieren. Am Ende bieten die Chinesen meist zum selben Preis nur mehr Ausstattung.

        Und Deine Rechnung mit 10 Jahren ist auch Quatsch, weil man bei vielen chinesischen Anbietern einpreisen muss, dass sie mit einiger Wahrscheinlichkeit schon in 2-3 Jahren nicht mehr auf dem deutschen Markt aktiv sind. Das Auto wird ziemlich wertlos, wenn es keine Ersatzteillogistik, keinen Software-Support, keine Connected-Services mehr gibt. Das gilt natürlich nicht nur für die Chinesen, sondern generell für viele neue Marken. Und das neue Marken wieder komplett aus dem Markt fallen, ist eben kein theoretisches Risiko. Siehe Brilliance, Aiways, Fisker. Andere wie GWM überleben wahrscheinlich als Firma, aber nicht unbedingt auf dem europäischen Markt.

        Und wie sieht eigentlich unsere Wirtschaftsbeziehung zu China aus, wenn China Taiwan überfällt (Hint: siehe Russland). All das ist einzupreisen.

        Antworten
    • David meint

      27.05.2026 um 18:30

      Das gilt ja für den ID.everyone auch. Nur wird man für den noch einiges herausbekommen.Das Problem ist aber ein Anderes: es gibt ja gerade in den Einstiegsegmenten, wo der Preis wirklich eine Rolle spielt, keinen Chinesen, der einen Zehner günstiger ist als die einheimischen Hersteller.

      Antworten
    • F. K. Fast meint

      28.05.2026 um 09:20

      Korrekt. Der oft mit Abstand groesste Teil der Autokosten ist der Wertverlust. Den reduziert man durch einen geringen Kaufpreis schon betraechtlich.

      Nur sind chinesische Fahrzeuge nur selten wesentlich guenstiger als von anderen Herstellern. Ausnahmen wie der aktuell fuer 19-20k angebotene MG4 Urban bestaetigen die Regel.

      Antworten
  4. Jörg2 meint

    27.05.2026 um 14:24

    „Dieser Rückgang um 14 Punkte ist deutlich stärker als die Entwicklung im Gesamtmarkt für diese Antriebstechnologien, der im gleichen Zeitraum lediglich um sieben Punkte sank.“

    Klar, mann kann kaufmännische Verluste auch in % angeben.
    Für die Vergleichbarkeit sind absolute Werte aber auch hilfreich.

    Es kann sich ja jeder selbst raussuchen, was 7% Verlust beim Preis eines europäischen Autos absolut ausmacht, und wo man bei 14% eines chinesischen Vergleichsautos absolut landet.

    Nun hat sich ja leider noch nicht bei jedem rumgesprochen, dass einige chinesische Hersteller ihre Europavertriebe auf das Servicenetz alteingesessener Autohäuser stützt und man unterstellt nun diesen VW-/Mercedes-/BMW-Autohäusern schlechten Service etc. Aber auch das wird sich in den Köpfen noch ausschleichen. Klar, nicht bei jedem….

    Antworten
    • SB meint

      27.05.2026 um 17:56

      Es reicht nicht, etablierte Autohäuser unter Vertrag zu nehmen. Der Hersteller muss auch in der Lage sein, Ersatzteile schnell zu liefern. Branchenüblich ist es, dass die meisten Ersatzteile spätestens am nächsten Morgen an die Vertragswerkstatt geliefert werden. Teilweise geht taggleich.
      Zeekr bewirbt seine „schnelle und zuverlässige“ Ersatzteilverfügbarkeit: 80% der Ersatzteile sind innerhalb 4-5 Tgen verfügbar. Das ist richtig schlecht, da will ich gar nicht wissen wie das bei den anderen Chinesen ist, die keine schnellen Support bewerben.
      4-5 Tge bedeutet dass das Auto jedesmal ein Woche steht, wenn der Mechaniker bei einer Wartung oder Reparatur was unerwartetes findet.
      Service bedeutet nicht einfach nur ein paar Werkstätten unter Vertrag zu nehmen.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        28.05.2026 um 22:08

        SB

        Ich traue den Entscheidern dieser Autohäuser zu, dass sie ihr Geschäft verstehen und also nur Hersteller hereinnehmen, die ihren guten Service nicht torpedieren.
        Wie siehst Du das?

        Antworten
        • MK meint

          31.05.2026 um 09:04

          @Jörg2:
          Der Chef einer Autohauskette, die grade an diversen Standorten BYD aufnimmt, betonte, dass BYD sich durch enorme Werbekostenzuschüsse und kostenlos zur Verfügung gestellte Vorführwagen hervortue.
          Ich denke, vielen Kunden ist es egal, ob ihr Auto für zwei Tage oder zwei Wochen in der Werkstatt steht, wenn man das gleiche Modell als kostenlosen Leihwagen bekommt…was sich das Autohaus wiederum leisten kann, wenn es die Fahrzeuge dafür kostenlos bekommt, was sich der Hersteller wiederum leisten kann, wenn er eine deutlich billigere Ersatzteillogistik hat…und für den Hersteller noch die Zulassungszahlen pusht. Letztlich also alles eine Frage des Geschäftsmodells. Und ich zumindest würde mir nicht zutrauen zu beurteilen, was am Ende besser ist. Ich weiß nur, dass ich persönlich mein Auto schnell wiederhaben wollen würde. Irgendwie reagieren so Autohändler immer Recht unzufrieden auf durch den Einsatz im Feld mit Tieren verdreckte und eventuell verkratzte Autos;) Deshalb bedeutet ein Leihwagen für mich so oder so starke Einschränkungen in der Nutzbarkeit.

  5. F. K. Fast meint

    27.05.2026 um 14:08

    Was IMHO dagegen helfen koennte, aber halt Geld/Aufwand kostet: kundenorientiertes Handeln (lange Garantie ohne wenn und aber). Zumindest haette man damit ein Alleinstellungsmerkmal.

    Antworten
    • M. meint

      27.05.2026 um 14:36

      Naja. Was Garantie wert sein kann, dazu kann man Käufer von Aiways oder Fisker gerne mal befragen.
      MUSS kein Modell für andere Hersteller sein, aber die Garantie, dass es nicht ebenso kommt, die hat man auch nicht überall.
      Ich wäre mir z.B. nicht sicher, dass man in 5 Jahren hierzulande noch Nio haben wird.
      Aktuell will man dort noch nicht aufgeben, aber während es global ja „halbwegs funktioniert“, läuft hierzulande quasi nichts. Die Frage ist, wie lange man da Geld zuschießen will.

      Antworten
  6. David meint

    27.05.2026 um 13:02

    Das kann ich mir nicht vorstellen. Wir lernen doch hier von Kommentatoren, die ursprünglich eine amerikanischer Marke bevorzugten, die aber nicht mehr ernsthaft als Waffe verwenden können, sondern dafür den chinesischen Stab schwingen, dass die deutschen Hersteller in allen Bereichen rettungslos verloren sind.

    Auch hier haben wir wieder ein Feld, wo die Schwäche der Chinesen zu Tage tritt. Wer kauft einen gebrauchten Nio, wenn er nicht mehr sicher sein kann, dass es in drei Jahren noch die Marke Europa gibt? Wer glaubt an eine gute Ersatzteil-Logistik? Wer glaubt an kompetente Werkstätten? Und natürlich sind die Modelllaufzeiten extrem kurz, was insgesamt nicht in diesen Themen hilft. Übrigens auch nicht der Marge der Hersteller.

    Antworten
    • South meint

      27.05.2026 um 14:58

      Das ist keine Schwäche der Chinesen, BYD, Leapmotor und Co. treten offen Selbstbewusst auf und das sogar objektiv zu recht. Die Chinesen haben den chinesischen Markt übernommen und den Markteinstieg in Europa tatsächlich geschafft und bauen ihre Kapazitäten deutlich aus.
      Viel schwerer wiegt aber, dass sogar die Technologieführerschaft der heimischen Hersteller nicht mehr besteht. Da gabs ja auch genügend Artikel hier. Das Image ändert sich aber nicht Nacht, aber es dreht…. die Kunden kaufen nicht mehr Chinesen, weil sie billiger sind, sondern weil sie ihnen auch noch mehr zutrauen. Noch vor wenigen Jahren undenkbar.
      Es geht um das Beherrschen von Schlüsseltechniken, Accu und das Schnellladen und genau da lauert die Gefahr. Wer die Technik beherrscht, beherrscht den Markt. Image ist das Ergebnis vergangener Zeiten, das kannst du dir in die Haare schmieren, wenn du technisch nicht mehr vorne dabei bist.
      Als Beispiel. BYD’s nächste Generation wird das Schnelladen unter 10 Minuten bringen. Wer in Zukunft vorne dabei sein wird, hängt davon ab, ob er mithalten kann.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        27.05.2026 um 18:34

        South

        Volle Zustimmung.
        Ich hatte es schon einmal geschrieben: Eine Studie hatte in Europa untersucht, ob sich BEV-Nutzer diese Marke nochmals kaufen würden. Die VW/Mercedes/BMW-Riege schnitt dabei schlechter ab, als die „Chinakäufer“. Die Schere zwischen PR-getriebener Erwartungshaltung und tatsächlichem Produkt ist bei den alten OEM besonders groß.

        Antworten
    • Powerwall Thorsten meint

      28.05.2026 um 09:47

      Vielleicht solltest du einmal den deutschen Markt vergessen und dir die weltweiten Verkäufe chinesischer Fahrzeuge, während der letzten fünf Jahre und deren Steigerungen in Prozent betrachten – dann weißt du auch, warum deine Porsche Aktie da steht, wo sie steht.
      Die Aktie meiner Lieblingselektroautofirma ist übrigens dieses Jahr schon um mehr gestiegen, als deine wert ist – auch das lässt tief blicken.

      Antworten

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