US-Elektroautobauer Lucid hat Silvio Napoli zum nächsten CEO ernannt. Er wird zugleich Mitglied des Verwaltungsrats. Napoli lebt derzeit in der Schweiz und wird in die USA umziehen. Marc Winterhoff, der das Start-up übergangsweise führt, übernimmt mit Napolis Amtsantritt die Rolle des Chief Operating Officer.
Der Verwaltungsrat verbindet den Führungswechsel mit klaren Zielen für die nächste Phase des auch in Europa aktiven Unternehmens. Genannt werden der weitere Produktionsausbau für die Oberklasselimousine Air und das neue Luxus-SUV Gravity, die Entwicklung von E-Autos auf einer Mittelklasse-Plattform sowie zusätzliche Erlösquellen durch autonomes Fahren, Robotaxis und „softwaregestützte Innovation“. Die Ausrichtung zielt auf Wachstum und Profitabilität.
Verwaltungsratschef Turqi Alnowaiser bezeichnete Napoli als „einen bewährten globalen Führungsmanager“ mit Erfahrung in technologiegetriebenen Organisationen, starkem Fertigungsfokus und operativer Disziplin. Zugleich dankte er Winterhoff für dessen Arbeit in einer wichtigen Phase des Unternehmens. Winterhoff habe Strategie und Umsetzung geschärft und Lucid in einem außergewöhnlich schwierigen Umfeld geführt.
Napoli komme mit jahrzehntelanger internationaler Industrieerfahrung zu Lucid, unterstreicht das Unternehmen. Zuletzt war er Vorstandsvorsitzender und CEO des Aufzugherstellerss Schindler Group. Napoli erklärte, Lucid verfüge über „eine starke Grundlage“, aufgebaut auf Technologieführerschaft und einem wachsenden Produktportfolio.
Parallel zum Führungswechsel hat Lucid eine deutliche Ausweitung der Partnerschaft mit dem Fahrdienstvermittler Uber verkündet. Vereinbart ist, dass Uber seine bestehende Abnahmeverpflichtung auf mindestens 35.000 Lucid-Stromer erhöht, die für einen globalen Robotaxi-Dienst vorgesehen sind. Uber sagt zudem weitere 200 Millionen Dollar für Lucid zu. Damit steigt das Gesamtinvestment von Uber auf 500 Millionen Dollar.
Auch Ayar Third Investment Company, ein verbundenes Unternehmen des saudi-arabischen Staatsfonds Public Investment Fund (PIF), beteiligt sich mit frischem Kapital. Vorgesehen ist ein neues Investment von 550 Millionen Dollar in wandelbare Vorzugsaktien. Lucid beziffert den Gesamterlös dieser Transaktionen gemeinsam mit einem aktuellen Aktienangebot auf rund 1,05 Milliarden Dollar.

Tinto meint
Als Ingenieur der Materialwissenschaften wird er Lucid bestimmt zu neuen Höhenflügen verhelfen, die Aktie ist ja aktuell im Keller.
Future meint
Die meisten Aktien sind doch gerade im Keller. Fossile Energien und Waffen boomen. Man muss halt sein Portfolio immer schön vielfältig zusammenstellen. Jetzt ist wohl eine gute Zeit zum Nachkaufen für alle Spekulanten, Tinto.
Tinto meint
Spekulanten können gerne einsteigen, der neue CEO wird es schon richten, er kommt ja von einem Aufzughersteller. Ich dagegen bezeichne mich als Anleger und lasse daher die Finger von Lucid, deren Aktien übrigens seit Jahren auf Talfahrt sind.