Ford gibt den Abgang eines zentralen Managers für Elektroautos und Software bekannt. Doug Field wird das Unternehmen im kommenden Monat verlassen, wie der Konzern mitteilte. Field war 2021 zu Ford zurückgekehrt, nachdem er zuvor Führungspositionen bei Apple und Tesla innehatte.
Bei Ford arbeitete er an neuen Elektrofahrzeugen und an Software. Das Unternehmen verfolgte dabei das Ziel, Modelle zu entwickeln, die bezahlbar sind und technologisch mit chinesischen Fahrzeugen konkurrieren können, die den Markt für solche Autos in weiten Teilen der Welt dominieren.
Der Abgang kommt unerwartet. Für Ford fällt er in eine Phase, in der das Elektroauto-Geschäft bereits hohe Verluste verzeichnet hat. Die Sparte hat Milliarden Dollar eingebüßt. Im vergangenen Jahr verkündet der Konzern, einige Modelle zu streichen und Investitionen in die Technologie von rund 20 Milliarden Dollar abzuschreiben.
In den vergangenen Monaten hatte Field wiederholt über technische Fortschritte bei Ford gesprochen. Er baute in Kalifornien eine kleine Ingenieursgruppe auf und leitete sie. Dort entstanden Komponenten für eine neue Familie von Elektroautos und Lastwagen. Das erste dieser Fahrzeuge, ein mittelgroßer Pick-up, soll im kommenden Jahr zu einem Einstiegspreis von rund 30.000 Dollar vor Steuern auf den Markt kommen – zunächst in den USA, später in anderen Ländern. Die Basis stellt eine neue Plattform, für die auch ein neues Produktionssystem konzipiert wurde.
Einen konkreten Grund für seinen Abschied nannte Field nicht. Auch zu seinen nächsten Schritten machte er keine genauen Angaben. In einer Telefonkonferenz mit Reportern sagte er laut der New York Times, er wolle nun „die besten Wege finden“, das in seiner Laufbahn gesammelte Wissen „mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen“. Vor seiner Zeit bei Ford arbeitete er an Apples inzwischen eingestelltem Projekt für ein selbstfahrendes Elektroauto und übernahm bei Stromer-Pionier Tesla Führungsaufgaben, als sich das Unternehmen als Autobauer etablieren wollte. Seine Laufbahn begonnen hatte er Jahrzehnte zuvor als Ingenieur bei Ford.
Parallel kündigte Ford eine neue Organisation zur Fahrzeugentwicklung an. In ihr arbeiten Beschäftigte aus Entwicklung, Produktion, Design und Software zusammen. Geleitet wird die Einheit von Chief Operating Officer Kumar Galhotra. Konzernchef Jim Farley sagte, die Struktur versetze Ford in die Lage, sich „viel schneller zu bewegen, die Komplexität im Unternehmen zu verringern und digitale Erlebnisse sowie Fahrzeuge mit Qualität und Effizienz zu liefern“. Galhotra erklärte, damit entstehe ein durchgängiges Team mit Verantwortung für den gesamten Prozess der Produktentwicklung.

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