Nissan hat den neuen Juke vorgestellt und positioniert das Modell als viertes Elektroauto der Marke. Das kompakt gezeichnete SUV soll im Frühjahr 2027 in den Verkauf gehen. Parallel dazu bleibt eine überarbeitete Version des aktuellen Juke Hybrid der zweiten Generation im Programm.
Der Juke ist nach dem Crossover Qashqai das zweitbestverkaufte Nissan-Modell in Europa. Seit dem Marktstart der ersten Generation im Jahr 2010 wurden mehr als 1,5 Millionen Exemplare verkauft. Die kürzlich vorgestellte dritte Generation basiert auf der CMF-EV-Plattform und wird ausschließlich elektrisch angetrieben.
Gebaut wird das Modell im Nissan-Werk in Sunderland in Großbritannien, gemeinsam mit dem kompakten Elektroauto Leaf, mit dem sich der Juke wesentliche technische Grundlagen teilt. Das neue Modell greift die Formensprache des Hyper Punk Concept von 2024 auf und interpretiert das bisher markante Juke-Design neu. Hinzu kommt eine eigene Lichtsignatur an Front und Heck.
„Konventionen herausfordern“
Managerin Clíodhna Lyons sagte gegenüber Autocar, der neue Juke werde „uns helfen, neue Kunden zu erreichen“. Zugleich soll das Modell an die bisherigen Generationen anknüpfen, deren auffällige Gestaltung seit 2010 mit „mutigen Designs“ verbunden wird, die „Konventionen herausfordern“.
Nissan hatte dem Bericht zufolge ursprünglich vorgesehen, den Juke der zweiten Generation durch das neue Modell zu ersetzen. Wegen des langsamer als erwartet wachsenden Absatzes von E-Autos gilt dieser Schritt jedoch als finanziell nicht tragfähig. Deshalb wird der überarbeitete Hybrid der aktuellen Generation weiter angeboten. Die erwarteten Änderungen am bisherigen Juke sollen sich vor allem daran orientieren, die Gestaltung stärker an die dritte Generation anzupassen. Auch die inzwischen sieben Jahre alte Technik des aktuellen Modells soll eine Auffrischung erhalten. Beide Versionen werden in Sunderland gefertigt.
Zu den technischen Details des neuen, rein elektrischen Juke hat Nissan noch keine abschließenden Angaben gemacht. Erwartet wird eine enge Anlehnung an den Leaf, der mit einer 52-kWh- oder 75-kWh-Nickel-Mangan-Kobalt-Batterie angeboten wird. Er bietet eine Reichweite von 440 bis zu 624 Kilometern nach WLTP-Norm eine Leistung von 130 kW (176 PS) bis 160 kW (217 PS). Anders als beim größeren Crossover Ariya geht die Kraft beim Leaf ausschließlich an die Vorderräder.
Forschungs- und Entwicklungschef David Moss hatte zuvor angedeutet, dass der neue Juke ein eigenes Fahrwerks-Setup erhalten könnte, um ihn vom technisch eng verwandten Leaf abzuheben und seinen „dynamischeren“ Charakter zu betonen. Nissan sieht keine großen Überschneidungen zwischen beiden Modellen. CPO Guillaume Cartier sagte laut Autocar, ihre Käufer hätten „ein völlig anderes Profil, ohne jede Gemeinsamkeit“. Die Entwicklung des neuen Juke erfolgte in Großbritannien, Spanien und Deutschland. Die Erprobung der Fertigung in Sunderland beginnt in den kommenden Wochen, die Serienproduktion ist ab Anfang 2027 geplant.


Calimator meint
Ich sage seit der ersten Generation schon Nissan Joke dazu. Schön war er noch nie, es geht Nissan irgendwie darum um jeden Preis aufzufallen.
derJim meint
was mit diesem hier auf jeden Fall gelingt :)
Jeff Healey meint
Wenn ich die seitlichen Seh-Schlitze schon wieder sehe…
Ab in die Tonne damit.
Schützenpanzer gehören in die Bundeswehr, und nicht in den täglichen Straßenverkehr. Dabei konnte Nissan mal praktische und alltagstaugliche Fahrzeuge bauen.
Bin ich froh, mir ein praktisch zugeschnittenes E-Auto gekauft zu haben.
F. K. Fast meint
Im Verhältnis zum Juke sieht der Ioniq 3 richtig hübsch aus.
LMdeB meint
Mir gefällt’s so von der Seite. Nur das LaubfroschGrün ist nicht so meins. In MattSchwarz oder Dunkelgrau sieht’s bestimmt gut aus. Wie wohl Front, Heck und Innenansicht wirken?
Gerry meint
Die Fortschreibung des tollen Leaf1 Designs 😂👍.
Mike meint
Haha, weil bei schwarz oder grau die Knicke nicht mehr sichtbar wären.