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Dreame präsentiert „raketengetriebenes“ Elektroauto Nebula Next 01 Jet Edition

28.04.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 20 Kommentare

Dream-Nebula-Next-01-Jet-Edition

Bild: Dream Technology

Das für moderne Staubsauger und Haushaltsgeräte bekannte Unternehmen Dreame Technology hat in den USA den Nebula Next 01 Jet Edition offiziell vorgestellt. Das Unternehmen sieht sich als globales High-End-Technologieunternehmen und will künftig auch leistungsfähige Elektroauto bauen.

Der Nebula Next 01 Jet Edition ist den Angaben zufolge ein „raketengetriebenes“ Elektroauto. Es verfügt über ein speziell entwickeltes „Dual-Feststoffraketen-Booster-System“, das in 150 Millisekunden reagiert, eine Spitzenschubkraft von 100 kN erzeugt und den Sprint von 0 auf 100 km/h in 0,9 Sekunden ermöglichen soll.

Zusammen mit dem Super-Elektroauto präsentierte Dreame DHX1. Dabei handelt es sich um die erste LiDAR-Einheit, die im Rahmen des Nebula-Next-Programms mit Partnern entwickelt wurde. Dreame beschreibt das System im Hochleistungsmodus als deutliche Weiterentwicklung gegenüber herkömmlichen LiDAR-Systemen. DHX1 soll Straßensituationen und Hindernisse detaillierter erfassen als konventionelle Systeme. Genannt werden unter anderem Schlaglöcher, kleine Steine, Verkehrsschilder und Bewegungen von Fußgängern.

Im Drive-Next-Segment wurde außerdem Dreames Plattform für autonomes Fahren vorgestellt. Sie basiert auf einer Architektur der dritten Generation. Zur Produktlinie gehören eine L2++-Lösung für urbane Navigation „von Parkplatz zu Parkplatz“ und eine L3+-Lösung, die für vollständig fahrerloses autonomes Fahren ausgelegt ist.

Das präsentierte Elektroauto nutzt zudem neue Cell-To-Pack-Batterieintegrationstechnologie. Diese entfernt die traditionellen Querträger und Längsträger aus dem Akkupack, um vertikalen Raum im Chassis freizugeben.

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Dreames Einstieg in intelligente Fahrzeuge reicht nach Angaben des Unternehmens mehr als ein Jahrzehnt zurück. In den frühen Tagen des „SkyAxis“-Progra,m an der Tsinghua University beschäftigten sich demnach Gründer Yu Hao und sein Team mit autonomem Fahren. Die Nebula Next 01 Jet Edition wird als Produktisierung von mehr als zehn Jahren Technologieentwicklung dargestellt.

Dreame Technology wurde 2017 gegründet. Das Unternehmen betont sein Know-how in den Bereichen „digitale Hochgeschwindigkeitsmotoren“, KI-Algorithmen sowie Robotersensorik und -steuerung. Diese Technologien habe man bereits erfolgreich auf elektrische Antriebssysteme für Automobile, intelligente Cockpits und autonomes Fahren übertragen. „Dieses solide Patentportfolio unterstützt die Pläne des Unternehmens in der Automobilindustrie“, heißt es. Darüber hinaus würden die umfangreichen globalen Vertriebskanäle von Dreame einen bedeutenden Vorteil für die Expansion seines Automobilgeschäfts im Ausland darstellen.

Auf der Messe CES in den USA zeigten die Chinesen Anfang des Jahres ihr erstes Modell als Konzeptfahrzeug. Der viertürige Sportwagen Dreame Nebula 1 erzeugt mit vier Motoren 1399 kW/1902 PS und soll damit in 1,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Im nächsten Jahr soll das erste Elektroauto von Dreame marktreif sein. Für den Sportwagen versprechen die Entwickler neben der sehr hohen Leistung unter anderem auch ein aktives Aerodynamik-Kit. Zur Batterie und Reichweite werden noch keine Angaben gemacht, auch nicht nur Höchstgeschwindigkeit.

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Via: Dream Technology
Tags: Dreame Nebula Next 1Unternehmen: Dreame Technology
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. M. meint

    28.04.2026 um 11:50

    Völlig überflüssig und eigentlich lächerlich, aber wer es braucht…. der kann’s vielleicht bald kaufen.
    Tipp: Reservierungsgebühr beim Technologieführer zurückfordern.

    Antworten
  2. Future meint

    28.04.2026 um 10:53

    Es ist interessant, dass die Chinesen den Supersportwagen in USA präsentieren. Die CES ist natürlich der richtige Ort dafür. Allerdings werden die Amerikaner das Auto wohl nie kaufen können, falls die Serienproduktion überhaupt gelingen sollte. Die USA haben ja Zölle von über 100 % auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge verhängt, was den Import für chinesische Hersteller wirtschaftlich vollkomemn unattraktiv macht. Ab dem Modelljahr 2027 wird dann der Verkauf von vernetzten Fahrzeugen, die Software oder Hardware aus China verwenden, ebenfalls verboten. Sicherlich wäre das auch eine Option für Europa, um die heimische Industrie noch stärker zu schützen.

    Antworten
    • M. meint

      28.04.2026 um 13:13

      Ich sage ja immer, dass es nicht darum geht, die chinesischen Autos nicht zu haben, sondern sie dort zu bauen, wo man sie verkaufen will.
      Und natürlich müssen sich die Hersteller von ihrem Staat lossagen, um Vertrauen zu verdienen.
      Solange der chinesische Staat Daten abgreifen kann, wo niemand weiß, wozu die verwendet werden, wird man denen nicht vertrauen können.
      Ist umgekehrt ja genauso:
      Die Autos westlicher Hersteller für China werden zum überwiegenden Teil in China gebaut.
      Wichtiger sind aber die Daten, und auch da sollte das chinesische Modell greifen: ich war mal in einem Meeting mit einem deutschen Wallbox-Hersteller, der die in China generierten Daten nach Deutschland übertragen wollte. Das ist verboten – nationale Sicherheitsinteressen. China ist jetzt neben Deutschland das einzige Land, wo dieser Hersteller IT-Infrastruktur (Server) betreibt.
      Und natürlich verlangt China, dass auch die „OTA“-Updates über die chinesischen Server laufen.
      Was könnte der Grund dafür sein, wenn nicht Kontrolle über die Daten? Warum sollte man sich umgekehrt mit weniger zufrieden geben?

      Also:
      – Autos in Europa bauen (nach chin. Modell sogar in JointVentures)
      – IT in Europa aufbauen, und die europäischen Datenschutzbestimmungen nachweisbar einhalten, das heißt auch
      – kein Zugriff auf diese Daten oder die Systeme von außerhalb der EU (auch nicht USA, falls jemand fragt)
      Dann ist es mir herzlich egal, ob die Kisten von VW oder Geely kommen.
      Aber so wie das aktuell läuft, geht’s eben nicht.

      Nebenbei, zum eigentlichen Thema: die Zölle sind sehr hoch in den USA, aber das Raketenauto findet vielleicht 50 Abnehmer (die Hälfte aus Las Vegas, schätze ich, für Themenparks ;-) ), da iat der Preis nicht so wichtig.

      Antworten
      • Gernot meint

        28.04.2026 um 17:35

        Bei den meisten sind solche Äußerungen purer Nonsens, weil es selektiver Datenschutz ist. Datenabfluss im Auto: ganz pöse. Aber dann nutzen sie ein Smartphone von Huawei, Xiaomi, Honor, Oppo, Oneplus, etc. Oder sie haben TikTok installiert. Oder sie nutzen Smart-Home-Equipment von einer der zig China-Marken (Aqara, Sonoff, etc. pp). Selbst wenn man nur deutsche oder europäische Marken kauft: In den meisten elektronischen Geräten und so ziemlich allem, was irgendwie „smart“ ist, stecken heute ESP-Chips von Expressif. Eine chinesische Firma.

        In all den Fällen könnten die Chinesen trotzdem Daten abgreifen, Bewegungsprofile etc. erstellen. Auch wenn Auto, Smartphone, App, Smart-Home-Equipment ausschließlich mit Servern in Europa kommunizieren, heißt das nicht im Geringsten, dass die Daten von da nicht nach China fließen. Das kann niemand effektiv kontrollieren.

        Nicht falsch verstehen: Natürlich ist es möglich, datensparsam zu leben und Datenabflüsse weitgehend zu verhindern. Aber die Zahl der Menschen, die das notwendige Wissen dafür haben und z.B. ein Smartphone mit GrapheneOS betreiben oder ein Smart-Home rein lokal ohne irgendwelche Clouds mit Home-Assistant aufsetzen, liegt nicht mal im Promillebereich. Und dann ist es absurd, beim Auto extrem auf Datenschutz zu achten und an anderen stellen die Daten munter abfließen zu lassen, weil es halt so komfortabel ist…

        Antworten
        • Future meint

          28.04.2026 um 19:26

          Vielleicht ist das Gerede über den Datenschutz nur ein weiterer Versuch, chinesische Autos zu verhindern. Ein bisschen Doppelmoral ist wohl immer dabei, wenn die heimische Wirtschaft geschützt werden soll, weil der beste Kunde nun zum Konkurrenten wird.

        • M. meint

          29.04.2026 um 10:34

          Renne bei mir keine offenen Türen ein.
          Ich werde das alles nicht im Detail kommentieren, aber dass du bei mir weder ein Chinaphone noch eine Alexa finden wirst, das kann ich gerne bestätigen.
          Den Rest muss jeder für sich rausfinden, oder man zuckt mit den Schultern, dann ist es natürlich auch gut.

        • Tinto meint

          29.04.2026 um 12:24

          Wer Datenschutz als „Gerede“ abtut, ganz nach dem Motto “ Wer nichts zu verbergen hat, der …“, soll doch hier unter seinem richtigen Namen posten. Wäre nur konsequent.

  3. David meint

    28.04.2026 um 10:23

    Das ist der Todeskuß für den Roadster von Tesla. Die Chinesen bringen ein technisch überlegenes Alternativmodell, das man bereits besichtigen kann und mit 0,9 Sekunden auf 100 den Tesla distanziert, wenn man beide Papierwerte miteinander vergleicht. Ich sehe auch keinesfalls einen Imagevorteil von Tesla. Das Gegenteil dürfte der Fall sein.

    Wenn man mich fragt, welches der beiden Fahrzeuge es eher auf die Straße schafft, bin ich auch bei den Chinesen. Denn der Tesla Roadster hat seine Termine um sechs Jahre überzogen und der Chinese noch gar nicht.

    Antworten
  4. ID.alist meint

    28.04.2026 um 09:40

    LOL

    Jetzt wird es eine China Tesla Roadster Kopie vor dem Tesla Roadster geben.

    ROFL

    Antworten
    • M. meint

      28.04.2026 um 11:46

      Ist wohl kaum eine Kopie, wenn sie vor dem „Original“ kommt.
      Nur die Idee mit den Raketen… aber was nutzt eine Idee alleine…

      Antworten
      • eBikerin meint

        28.04.2026 um 15:17

        „Nur die Idee mit den Raketen… aber was nutzt eine Idee alleine…“
        Und die ist auch schon fast 100 Jahre alt. Also auch alles andere als eine neue Idee

        Antworten
        • M. meint

          28.04.2026 um 17:17

          Stimmt!
          1928 war das. Vergessen.
          Aber da war das nicht mit E-Antrieb kombiniert, das ist dann hier neu.
          Ach. Stimmt wieder nicht, 2011 kam ja der Opek Rak e.

          Nur die Schnapsidee, das in Serie bringen zu wollen…

      • Future meint

        28.04.2026 um 16:09

        Wer als erstes seine »Idee« schützen lässt, dem kann man sie nicht nehmen. Dafür haben wir ja auch das schöne DPMA. Wer die Idee dann realisieren will, der muss beim Urheber freundlich anfragen.

        Antworten
        • eBikerin meint

          28.04.2026 um 16:57

          Also Opel? Oder all die anderen Hersteller die seit (fast) 100 Jahren immer mal wieder nen Raketenantrieb in ein Auto bauen? Selbst wenn in den 100 Jahren nie einer auf die Idee gekommen ist , einen Raketenantrieb sich schützen zu lassen, wird das nichts mehr. Ist ungefähr genauso wie 4 Räder an nem Auto – das hat sich auch nie einer schützen lassen.

        • M. meint

          28.04.2026 um 17:18

          Also bei Opel.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Opel_RAK-Fahrzeuge
          Dumm gelaufen.

        • eBikerin meint

          28.04.2026 um 18:15

          Warum nur glaube ich dass der liebe Future das jetzt nicht hören wollte ? Ja warum nur?

        • Future meint

          28.04.2026 um 19:33

          Wenn Raktenantriebe beim Auto also schon regelmäßig vorkommen, dann kann man sich das nicht schützen lassen. Vermutlich hat sich niemand vorstellen können, dass es jemals tatsächlich Serienfahrzeuge mit Raketenantrieb auf den Autobahnen geben könnte. Aber genau dort machen sie natürlich Sinn, denn die Autobahnen sind ohne störendes Tempolimit ideal für die Raketenfahrzeuge.

        • M. meint

          29.04.2026 um 12:28

          Was soll der Quatsch mit dem „regelmäßig“ jetzt wieder?
          Oben ging es noch um den Erfinder. Weil auffiel, dass das gar nicht Tesla war, geht es plötzlich um „regelmäßig“.
          Also: wenn man den Erfinder fragen muss (müsste) – und der sagte „nein“ – dann könnte es woanders gar kein „regelmäßig“ geben.
          Und wenn man die Erfindung an sich nicht (mehr) schützen kann, dann kann es auch keinen Schutz für die regelmäßige Verwendung geben.
          Dann wäre zusätzlich ja auch noch eine Definition von „regelmäßig“ nötig. Mit 1 Modell mit 0,005% Mengenanteil am Portfolio einer Marke mit 2% globalem Marktanteil ist das wohl kaum erfüllt.

          Bei dir denke ich immer, dass du irgendeinen Satz hier rauskopierst und mit zwei Stichworten aus dem Zufallsgenerator durch die Ki jagst. Thema verfehlt, aber irgendwas dazuerfunden.

  5. Gernot meint

    28.04.2026 um 09:39

    Ein Auto mit „Dual-Feststoffraketen-Booster-System“ kann per se kein Elektroauto sein. Es ist bestenfalls eine neue Form von Hybrid – eine Hybrid-Form, die niemand braucht, weil deren Alltagsnutzen bei Null liegt.

    Ansonsten sollte man Dreame nicht unterschätzen. Die sind mit Xiaomi verbandelt, stark in Technologie und vor allem in der Produktion. In China mischt Xiaomi mit seinen beiden Modellen den Markt auf. Offenbar hat Xiaomi in der Produktion einen Automatisierungsgrad umgesetzt, der alle anderen Anbieter inkl. Tesla weit übertrifft. Wer sich auf dem härtesten Markt der Welt durchsetzt, wird auch global eine Gefahr für alle etablierten Hersteller werden.

    Antworten
    • Futureman meint

      28.04.2026 um 11:42

      Denke auch, dass Xiaomi hier von vielen noch unterschätzt wird. Was die alleine in den letzten 2 Jahren an Weiterentwicklung in neueste Version gesteckt haben, übertrifft bei weitem die Entwicklung aller europäischer Hersteller. Sie können nur froh sein, dass die Produktionszahlen noch nicht ausreichen, um nach Europa zu expandieren. Allerdings soll es 2027 soweit sein. Währenddessen kämpft die Regierung für eine Aufweichung des Verbrennerverbots ab 2035.

      Antworten

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