Škoda gewährt einen ersten Einblick in den Innenraum des neuen Epiq. Das vollelektrische Kompakt-SUV sei das erste Serienmodell der Marke, das alle Aspekte der Designsprache „Modern Solid“ vollständig umsetzt und sich auf eine klare Anordnung und einen minimalistischen Stil konzentriert, heißt es. Die Weltpremiere des als preisgünstig angekündigten kleinen E-Autos soll am 19. Mai 2026 stattfinden.
Der Innenraum des Epiq wurde laut Škoda von Anfang an im Einklang mit der Designsprache Modern Solid gestaltet. Die Innenraumskizzen sollen einen ersten Eindruck vom klaren, kantigen Design vermitteln, bei dem den Angaben zufolge Übersichtlichkeit und einfache Orientierung im Vordergrund stehen. Eine horizontale Innenraumarchitektur ersetzt das herkömmliche Armaturenbrett und soll so das Gefühl von Raum und Offenheit verstärken, während die Elemente der Ambientebeleuchtung zu einer einladenden, gemütlichen Atmosphäre beitragen sollen.
„Die klar strukturierte Anordnung ermöglicht eine intuitive Bedienung und gewährleistet so eine einfache Handhabung für Fahrer und Beifahrer“, erklären die Designer. „Ein offenes Ablagefach unterstreicht die Praktikabilität des Innenraums, während die freistehende Mittelkonsole für zusätzlichen Komfort eine kabellose Ladefunktion integriert. Nachhaltige Materialien werden gezielt im Sinne des ‚Modern Solid‘-Ansatzes von Škoda im Innenraum eingesetzt.“
Der Epiq soll eine Schlüsselrolle bei der Verdopplung des Elektroauto-Portfolios von Škoda im Jahr 2026 spielen. Als Teil der „European Urban Car Family“ des Volkswagen-Konzerns werde dieser elektrische „Einstiegs-SUV-Crossover“ dazu beitragen, Elektromobilität einer breiteren Kundengruppe zugänglich zu machen, so der Hersteller.
Einen umfassenderen Ausblick auf Form und Technik des Epiq hat Škoda bereits im Februar gegeben. Der 4,2 Meter lange Wagen verfügt demnach über 475 Liter Kofferraumvolumen. Škoda wird ihn mit verschiedenen Batteriegrößen und einer Leistungsspanne von 85 bis 155 kW (116 bis 211 PS) verkaufen. Von 0 auf 100 soll es in bis zu 7,4 Sekunden und stets weiter bis Tempo 150 gehen.
Eine Reichweite von bis zu 430 Kilometern nach WLTP-Norm soll Flexibilität für den Alltag bieten. Als Verbrauch werden ab 13,0 kW/100 km angegeben. Mit Gleichstrom (DC) kann die leistungsstärkste Version in etwas mehr als 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden, wirbt Škoda. Die Preise des Epiq sollen in vielen Märkten mit denen eines Kamiq mit Verbrennungsmotor vergleichbar sein.






Justin Case meint
Allein für die Scrollräder am Lenkrad würde ich diese Variante den Konzerngeschwistern vorziehen.
Nur eben nicht als SUV(-chen).
Das Ganze als vernünftig bepreister elektrischer Octavia mit großer Heckklappe und ohne softwarekastrierten AP290-Motor (allein diese Form der Marktsegementierung ist lächerlich) und ich bin glücklich.
hu.ms meint
Kleinwagen und untere mittelklasse-kombi waren und sind verschiedenen segmente.
Der epiq ist MEB small mit frontantrieb für klein- und kleinstwagen.
Ein oktavia würde immer ein MEB+ wie ID.3 oder 4 – hinterradantrieb und AP360.
Aber der e-oktavia ist ja verschoben bis zur neuen konzernplattform.
Aztasu meint
Dafür bekommt der Skoda ein kleineres Display hinter dem Lenkrad und schlechtere technische Daten, das wären mir die Scrollräder echt nicht wert. Der Skoda bietet eigentlich von allen vier Kleinwagen-Modellen Modellen auf MEB+ am wenigsten Qualität fürs Geld
Jörg2 meint
Großer zentraler Bildschirm.
Das war mal Teufelszeug, Fahrerablenkung….
EVrules meint
Nicht das Display, die Bedienung ist das Thema hierbei.
Entweder es ist schlecht gelöst, mit Slidern und virtuellen Touch-Flächen oder es ist gut gelöst, dass elementare Funktionen über haptische Schalter/Taster erreichbar sind.
Würde man theoretisch bei der Bedienung der Touch-Funktionen wärend der Fahrt „erwischt“, ist das gleichwertig sanktioniert wie die Bedienung eines Smartphones.
Das wäre nicht gut.
M. meint
Du schreibst nicht nur den gleichen Unsinn wie die anderen Teslafans, du übersiehst auch die gleichen Dinge*. Willst du das vielleicht erklären? Nein, vermutlich nicht.
Zentralmonitore gab es übrigens schon in Serie, als Tesla noch gar keine Autos baute. Es ist nur alleine euer Fetisch geworden.
*bildlich gesprochen
Jörg2 meint
Was so alles in zwei Zeilen reinlesbar ist, wenn man seine Scheuklappen nicht abbekommt. Erstaunlich!
„Zentralmonitore gab es übrigens schon in Serie, als Tesla noch gar keine Autos baute.“ Ja, genau soetwas war damals mein Argument, als sich einige dermaßen über das Zentraldisplay bei Tesla aufregten. Wenn man auf diese eigentlich Normalität hinwies, wurde man sofort in irgendeinen gegenerischen Graben verortet. Das scheint bei Grabenhockern nun immer noch so zu sein.
(Mein erstes „Zentraldisplay“-Auto war übrigends ein F8.)
Paule meint
Der IFA? 🤣
M. meint
In den Graben bist du selbst gesprungen mit deiner beharrlichen Weigerung, das anzuerkennen, um das es hier wirklich geht. Und das, obwohl du schon mehreren Kommentatoren darauf hingewiesen wurdest.
Es geht nicht um das Vorhandensein eines Zentralmonitors.
Es geht darum, ihn zum beinahe alleinigen Bedienungs- und Infoelement zu machen, und das ohne Not, nur aus rein kommerziellen Gründen (Button billiger als physischer Knopf), außerhalb der primären Sichtachse (das meint „geradeaus“, falls es da Interpretationsprobleme geben sollte), und dann auch noch schlecht, mit teilweise mehreren Menüebenen.
Und das ist nicht schlecht, weil Tesla das macht, sondern einfach, weil es schlecht ist. Es taugt auch in einem Seat Leon nichts, obwohl man es dort nicht ganz so auf die Spitze getrieben hat. Das Zentraldisplay im ersten Twingo hat nichts getaugt, aber da kommte man sich wenigstens noch einreden: ok, das zeigt nicht viel an, das Auto ist billig, irgendwo muss man sparen. Aber Blinkerhebel… ne.
Diese Argumente zählen bei einem Auto, das 50.000+ Euro kosten kann, aber nicht. Genauso, wie eine nicht vorhandene Ladeplanung in der Preisklasse nicht akzeptabel ist, oder 2 FH-Schalter für 4 Fenster.
Ist das jetzt angekommen?
Ich vermute: nein.
MK meint
@Jörg2:
Ein großer zentraler Bildschirm ist gut, für die Dinge, die nicht direkt die sichere Fortbewegung betreffen (Radio, Navi etc: alles besser sicher, wenn ich ein großes, hoch angesetztes Display habe).
Problematisch wird es, wenn ich z.B. die Abstufung der Scheibenwischerautomatik nur in einem Untermenü auf diesem Display finde und nicht mit einem ohne Blick ertastbaren und immer direkt erreichbaren Hebel.
Also: So ein Display ist nie ein Problem. Ein Problem wird es höchstens, wenn ich bei wichtigen Funktionen (wie z.B. ich will die Straße vor mir besser sehen) auf das Display angewiesen bin und meinen Blick daher darauf fokussieren muss.
eBikerin meint
Ja das war im 1986er Buick auch wirklich nicht so gut gelöst. Um den Touchscreen zu bedienen musste man da schon richtig hinschauen.
hu.ms meint
Grosser akku, stärkster motor, WP, alu, metallic und technik-paket sicher nicht unter 30K – und da ist der beim händler hart zu verhandelnde rabatt schon weg.
Naja – es gibt ja für jedes BEV noch die staatliche förderung abzuziehen.
Paule meint
Wirklich für jedes? Kennst du da irgendein Geheimnis?
Mike meint
Welche staatliche Förderung?
hu.ms meint
Die für leute, die die förderbedingungen erfüllen.
Schätze mal mind. 90% der bevölkerung und 90% der BEV.
Ich bekäme 4.000 €.
David meint
Gut, das ganze Theater kann man sich eigentlich bei den Vierlingen sparen. Einfach nur sagen, ab welchen Datum zu welcher Uhrzeit Bestellungen möglich sind. Und dann schnell sein und nicht „da muss ich noch meine Mutti fragen“. Beim ID.Polo sind die vollgestopften, teuren Sondermodelle zum Serienstart alle ausverkauft, egal, was Kommentatoren hier geschrieben haben, und Gewerbekunden haben mindestens 9 Monate Lieferzeit. Das ist die Realität. Leasing ohne Förderung, 0,98, quasi ein Abwehrangebot.
Paule meint
Diese offenbar künstliche Verknappung statt dem brutalen ausrollen und gnadenlosen Hochfahren der Produktion ist allzu verständlich. Mosel und dessen prognostizierte Zukunft zeigt eindrucksvoll, VW kann mit BEV-Produktion keine Gewinne erwirtschaften.
Frank Peters meint
Was auch immer diese Modelle mit dem VW Werk Mosel zu tun haben, bleibt dein Geheimnis.
Paule meint
Nein, kein Geheimnis.
Mosel als reines BEV produzierendes Werk, noch dazu hochmodern, zeigt klar unterm Strich: VW hat ein ernsthaftes Problem, mit BEV Geld zu verdienen. Sie haben nun mal das Pech, dass man das bei Mosel sehr plakativ nach außen getragen hat. Bei anderen Werken kristallisiert sich das nicht so heraus, weil ja die parallele Verbrennerproduktion das Ergebnis verfälscht.
Obwohl, so ganz richtig liege ich da nicht.
Auch die Wirtschaftlichkeit des VW-Werks in Emden ist Anfang 2026 als kritisch einzustufen, da der Standort aufgrund schwacher Nachfrage nach den dort produzierten ID.4, ID.7 und hoher Produktionskosten unter Druck steht. Das Werk hat im ersten Quartal 2026 interne Kostenziele verfehlt und gilt als eines der „Problemwerke“ im Konzern.
David meint
Er meint vermutlich die Moselweine.
Future meint
VW will offenbar nicht genügend Elektroautos produzieren. Das ist ärgerlich.
Vielleicht tun sie das auch erst, sobald sie das Gigacasting in Wolfsburg mit ihrem Gamechanging Projekt hinbekommen haben, um endlich produktiver zu werden. Aber das wird noch einige Jahre dauern. So schnell sind sie nicht.
hu.ms meint
Na, schon mal was von produktionsanlauf neuer modell gehört. Gabs sogar in Grünheide….
Futureman meint
Dann sollten sie die Produktion in der gläsernen Fabrik schnell wieder hochfahren, nicht das hier BYD schneller E-Autos produziert.
Wenn die Nachfrage so hoch ist, schaffen sie je evtl. mal annährend an die Verkaufszahlen des „Newcomer“ Tesla zu kommen.
eBikerin meint
Du weißt ,dass in der gläsernen Fabrik nur Autos zu Showzwecken zusammen geschraubt wurden? Ja – Nein – vielleicht ?
MK meint
@David:
Und genau da liegt das Problem: Warum macht man als Hersteller so ein „Abwehrangebot“? Als Hersteller sollte man grade in Zeiten immer neuer aufkommender Konkurrenten um jedes Zehntel Marktanteil kämpfen…vor Allem, wenn man das Geld für die Entwicklung schon investiert hat.
Grade Kleinwagen können nur über eine Sache Gewinne bringen: Gigantische Stückzahlen. Alles unter 1.000 Stück pro Tag braucht man als Volumenhersteller eigentlich gar nicht erst anfangen. Wären mal locker 150.000 Stück bis Jahresende (von ID.Polo und Cupra Raval zusammen). Ich befürchte aber, wir können froh sein, wenn es 50.000 Stück werden…und zwar eben nicht, weil die Kunden nicht wollen, sondern weil VW entweder nicht will oder nicht kann…beides wäre bitter.
Ansonsten ist auch diese Skizze hier ja reines Marketinggetöse: das was man hier sieht, könnte auch die Skizze des Amaturenbretts und Lenkrads des Elroq sein, den ich letztes Jahr gekauft habe: Display zentral mit Tstenleiste unter der darunter liegenden, schmalen Lüftung, kleines Display hinterm Lenkrad, daran zwei Drehregler: Entspricht 1:1 Elroq/Enyaq.
Paule meint
Ich sehe ein Design des Displays hinterm Lenkrad wie im Tesla Model S, ein durchgehendes Brett wie im Modell 3, klar auch dessen zwei Drehregler am Lenkrad und einem Bildschirm vom… na, du wirst schon drauf kommen. Einzig die Diskantregister wie an einem guten Akkordeon sind mal was neues.
Nehmt es mir übel, aber das ist wirklich schon sehr markant, diese Ähnlichkeiten. Aber okay, das Gute setzt sich zum Schluss immer durch.
MK meint
@Paule:
Tesla hat also erfunden, dass man eine Anzeige u.a. für die Geschwindigkeit hinterm Lenkrad hat und Entwickler z.B. des VW Käfer sind in die Zukunft gereist, um sich das von Tesla abzugucken? Na endlich verrät mir das mal jemand. Damit hätte Tesla das Display hinterm Lenkrad, VW die Zeitreisen erfunden ;) Und was die Form des Displays angeht: Ich muss es durch das runde Lenkrad mit Speichen sehen…damit ist die Form technisch bedingt und entspricht ebenfalls weitgehend dem, was z.B. der VW Konzern seit über 50 Jahren verbaut.
Paule meint
Nein.
Ich sehe ein Design des Displays hinterm Lenkrad wie im Tesla Model S, ein durchgehendes Brett wie im Modell 3, klar auch dessen zwei Drehregler am Lenkrad und einem Bildschirm.
Erfunden haben die das nicht. Wird aber inzwischen gerne auch bei anderen Herstellern so umgesetzt. Helfe gerne weiter.
SB meint
Wie bei jedem ordentlichen Hersteller gibt es auch hier einen Produktionshochlauf, sprich am Anfang wird langsam produziert um auftretende Fehler zu beheben und dann sukzessive die Produktionsmenge erhöht.
Mag sein, dass das die Chinesen anders machen, denn die müssen ab Tag 1 möglichst viel produzieren. Wie letztens zu lesen war, sind die ganzen Chinaautos nach 2-3 Jahren schrottreif. Bis es sich rumspricht das für immer noch viel Geld ein Wegwerfartikel verkauft wurde, muss die Entwicklung abbezahlt sein,
Qualität braucht nunmal Zeit, dafür fährt der 30.000 € Polo/Epiq/Raval auch in 10 Jahren noch zuverlässig während schon der vierte 50.000 € XPeng/BYD/Geely/Changchingchung vor der Tür steht.
MK meint
@SB:
Natürlich braucht es diesen Hochlauf…daher kommt ja meine prognostizierte Zahl. Deswegen kritisiere ich ja diese Jubelmeldung von David: VW hat einfach noch länger geschlafen als sie nach außen hin zugeben wollten. Wenn VW früher den Bestellstart für ein Verbrenner-Modell vermeldet hat, hatte man schon tausende produziert und alle Händler mit Vorführwagen ausgestattet und die Produktion längst hochgefahren.
Kunden, die das seit Jahrzehnten so kennen, rechnen dann damit, dass wenn sie 2024 einen Marktstart im Frühjahr 2026 genannt bekommen, sie dann auch ein Auto Probe fahren und zeitnah bekommen können. VW bietet jetzt aber weder die Probefahrt noch einen zeitnahen Liefertermin…und jemand, der einen elektrischen Kleinwagen am liebsten von einem deutschen Konzern haben wollen würde, stellt wieder fest: Auch 2026 wird das wohl wieder nichts…
David meint
Der VW Konzern hatte letztes Jahr in Deutschland 41 % Marktanteil unter den BEV. Da sind wir schon in einem Bereich ungesunder Marktdominanz. Trotzdem bringen sie von VW innerhalb weniger Monate vier neue zusätzliche Modellreihen auf den Markt. Das ist ohne Beispiel. Und die Autos werden ihnen aus der Hand gerissen. VWs B-Segment Modelle stehen eben gut im Markt – und die Themen Kraftstoffpreise und Förderung gibt es ja auch noch.
Die beiden letzten Themen waren noch nicht in Sicht, als man die Produktionsplanung machte. Zudem war da noch nicht absehbar, dass weder die Chinesen, noch die Japaner, noch Tesla oder Stellantis ein bisschen mehr Ambition in dieser Klasse an den Tag legen. Nur Renault und Hyundai haben ihre Hausaufgaben einigermaßen gemacht.
Zudem hast du immer das Thema, dass eine Produktion grundsätzlich langsam anläuft, aber am Anfang der Hype am größten ist. Was willst du also machen? Du kannst doch nicht die Bestellschlange immer länger werden lassen. Das gibt dann auch wieder Unmut.
Also will man mit Abwehrangeboten die Wartenden auf andere günstige Modelle im Haus umleiten: ID.Neo oder Born. Und lieber nicht auf die beiden ausstehenden Modelle. Das sind die beiden Mini SUV. Da wird die Nachfrage nämlich besonders hoch sein.
MichaelEV meint
Wach mal auf. Die Planungen der ID.2 Stückzahlen stehen nur im Kontext der CO2-Flottengrenzwerte sowie es auch deine angeblichen Erfolgsmeldungen tun.
Bei deinen 41% Marktanteil könnte man sagen „haben die gebraucht um die CO2-Flottengrenzwerte zu erfüllen“. Leider sieht es bei VW aber deutlich düsterer aus, die CO2-Flottenziele hat man deutlich verfehlt, man hätte für die ursprünglichen CO2-Flotenziele deutlich mehr BEVs gebraucht.
Mal ein paar Fakten aus der Realität:
=>YTD 2026 ist der VW-Pool vorletzter (vor Nissan)
=>2025 + YTD 2026 ist der VW-Pool LETZTER!
=>YTD 2026 stehen bisher alle deutschen Hersteller schlechter da als 2025
Paule meint
„Also will man mit Abwehrangeboten die Wartenden auf andere günstige Modelle im Haus umleiten“
Diese Abwehrangebote funktionieren bei uns hervorragend. In Kombination mit den weiteren Maßnahmen des VW-Managements wie künstliche Verknappung, langen Lieferzeiten, magerer Ausstattung, katastrophaler Service und zuverlässig aufploppenden Skandalen im Konzern werden wir auch weiterhin dahingehend unterstützen, keine Modelle des VW-Konzerns zu bestellen. Der Plan von VW geht also nahezu auf.
MK meint
@David:
Jetzt ist es also die Sorge von VW um die Konkurrenz, die das Management treibt? Noch mal die Frage an Sie: Was ist so schwierig an der Aussage „Die Firma baut tolle Autos, ist aber nicht perfekt“?
Also: VW ist ein Weltkonzern und hat da mit sinkenden Marktanteilen zu kämpfen. Die Marktdominanz bei BEV in Deutschland sehe ich zwar auch, allerdings ist der deutsche Markt insgesamt vergleichsweise winzig und kaum geeignet, VW zu tragen.
Und was man machen kann? Früher hat man doch auch erst die Produktion gestartet, Vorführwagen an die Händler geliefert und dann die Bestellungen geöffnet. Wenn Apple das neue iPhone vorstellt, hat man davon auch schon Millionen auf Lager liegen…als endlich der Abschluss der Harry Potter Reihe als Buch erschienen ist, hat jeder in der Buchhandlung am ersten Tag ein Exemplar kaufen können. Also: Kluge Unternehmen produzieren vor und gehen dann mit ihrem Produkt an die Öffentlichkeit, wenn sie die Lager voll haben und den von Ihnen angesprochenen Hype auch bedienen können. So wie VW es macht, verursacht man nur Frust. Also: Wenn selbst Handy- und Computerhersteller, wo der Fortschritt noch schneller ist als bei BEV, und der Produktionshochlauf neuer Komponenten aber oft noch langwieriger, es schaffen, dass am Tag der Vorstellung viel vorproduziert ist und selbst die Logistik in die Länder schon größtenteils stattgefunden hat: Warum bekommt VW das nicht hin?
Und nein, für jemanden, der auf einen Kleinwagen für max. 25.000 € gewartet hat, ist ein deutlich größeres, über 30.000 € kostendes Fahrzeug keine Alternative. Wären mir 20 cm mehr Fahrzeuglänge egal gewesen, wäre ich jetzt vielleicht auch Tesla-Fahrer und kein Skoda-Fahrer. Wenn man aber täglich (bei Pflegediensten z.B. sogar dutzendfach täglich) in engen Anwohnerparkzonen einer Stadt eine Lücke finden muss, tut aber jeder cm mehr Länge richtig weh. Und da es ja Alternativen wie den BYD Dolphin Surf gibt, wechseln dann viele dorthin. Wenn die Leute bereit wären, einen größeren VW/Cupra zu kaufen und dafür auch mehr Geld hinzulegen, hätten sie es längst getan.
PS: Ansonsten jammert der VW-Vorstand doch von morgens bis abends, dass der Wandel zur Elektromobilität hin langsamer laufe als erwartet…demnach müsste man in der BEV-Produktion eigentlich massive Überkapazitäten haben…hat man aber nicht. Nicht, weil die Nachfrage wegen mangelnder Konkurrenz so hoch ist (das verneint VW ja eben selber und hat mit der Begründung vehement für die neue Subvention in Deutschland gekämpft), sondern weil die Produktionskapazität zu niedrig ist: Hätte man wirklich ernsthaft einen schnelleren Wechsel hin zu BEV geplant, hätten die Produktionskapazitäten des ID.Polo nahezu 1:1 denen des Verbrenner-Polo entsprechen müssen und die des ID.3 denen des VW Golf. Beides trifft aber nicht zu.
David meint
Mein lieber Michael, erst einmal hat VW beschlossen, aus dem Pooling auszutreten. Das hätte man ja nicht machen müssen. Andere sind ja auch in ihren Pools geblieben. Außerdem ist die Entscheidung nicht besonders neu, dass Ende 2027 abgerechnet wird. Dann macht es überhaupt keinen Sinn, einen Zwischenwert zu nennen, wenn man weiß, dass bis dahin fünf neue Baureihen in einem bisher kaum bespielten, aber großen Kundensegment auf den Markt kommen.
Deine Verschwörungstheorien zur gesteuerten Abgabemenge brechen zusammen, wenn man sich die Absätze von reinen Elektroanbietern anschaut, die sofort liefern können: Tesla schrumpft, Nio kann nichts, Polestar auch nicht, BYD blieb weiter hinter den Zielen und verkauft jetzt zu 50% Hybride. 50.000 Tesla sind alle im letzten Quartal auf die Halde gewandert. Beim VW Konzern muss man dagegen monatelang warten und trotzdem haben sie unfassbare 41% Marktanteil. Diesen Marktanteil hatten sie übrigens nicht einmal in der Wirtschaftswunderzeit annähernd erreicht. Man hatte 1965 als der Käfer noch richtig gut ging etwa 25% Marktanteil.
MK meint
@David:
Nachtrag zu meinem Kommentar, der bei Ihrem letzten wahrscheinlich noch nicht veröffentlicht war:
Aus einer Zeit, als es überall einzelne Autofirmen gab hin zu einer Marktkonsolidierung zu großen Konzernen…Sie sind da was ganz heißem auf der Spur ;)
Also mal im Ernst: Sie feiern grade, dass man durch die Übernahme unter anderem von Audi, Porsche, Seat und Skoda Marktanteile gewonnen hat…ein organisches Wachstum dadurch, dass Konkurrenten Marktanteile hätten abgeben müssen, ist das aber nicht.
Ansonsten sind wir wieder bei dem Punkt: Ja, die Marktanteile von VW im BEV-Bereich liegen hier über den Marktanteilen bei Verbrennern. Eigentlich müsste also jeder Manager, der sich bei der Politik noch mal dafür ausspricht, das „Verbrenner-Aus“ aufzuweichen oder gar abzuschaffen, also sofort gefeuert werden, würde er damit doch gegen die Interessen seines Arbeitgebers handeln…wenn dieser denn bei höherer BEV-Quote lieferfähig wäre, was er nicht ist. Oder (ganz wilde Verschwörungstheorie) liegt es etwa daran, dass die Ölscheichs aus Katar zu den größten Aktionären bei VW gehören und die natürlich ein Interesse daran haben, dass Verbrenner nicht durch eAutos ersetzt werden?
David meint
Doch, mein lieber MK, genau das ist der Fall. VW hat den anderen Marktanteile abgenommen. Sie haben die Marken nicht einfach übernommen, sondern systematisch aufgebaut.
Ich erwähnte z.B. 1965. ich habe extra für dich in meinem Archiv, damit es nicht zu lange dauert, exemplarisch den Oktober nachgeschaut. VW 43.921. SEAT 0, Škoda 257, Audi 2559 und Porsche 223. Die Marke Audi war da gerade im ersten Jahr, Porsche und Škoda waren Kleinhersteller und Seat war gar nicht auf dem Markt außerhalb Spaniens. Alle anderen Marken zusammen waren also nur 7 % von VW.
MK meint
@David:
Schön, dass Sie sich den einen Punkt rausgegriffen haben, wo Sie glauben, einen Angriffspunkt zu haben und alle anderen komplett ignoriert haben.
Aber auch dieser Punkt passt nicht: Zum einen geht es nicht darum, welchen Marktanteil Skoda z.B. 1965 in Deutschland hatte, sondern welchen Marktanteil man hatte, als man VW aufgekauft worden ist (also im Fall von Skoda im Jahr 2000). Außerdem habe ich ja nicht alles aufgezählt, was VW aufgekauft hat, sondern nur ein paar Beispiele…z.B. war das Werk Zwickau, wo heute ID.3 und Cupra Born vom Band rollen in Ihrem geliebten 1965 noch das Trabi-Werk.
Außerdem wäre auch eine Etablierung auf dem deutschen Markt kein „Aufbau der Marke“…es geht immer noch um einen Weltkonzern und da ist nun Mal der Weltmarkt entscheidend. Wie würde es denn aussehen, wenn Sie Ihre Statistik für 1965 mal nicht für (West-)Deutschland, sondern für Spanien ausgraben? Da wäre dann wohl Seat Marktführer und VW nahezu irrelevant.