Audi soll vor der Vorstellung eines neuen Luxus-Flaggschiffs stehen. Es soll keine viertürige Limousine werden, sondern ein großes dreireihiges SUV namens Q9, berichtet AutoExpress. Die Zielmärkte sind demnach vor allem die USA und der Nahe Osten. Da die neue Generation der Oberklasselimousine A8 länger auf sich warten lässt, soll in den nächsten Jahren der Q9 die Modellpalette anführen.
Der Q9 wird dem Bericht zufolge kein vollständig eigenständiges Projekt. Er soll viele technische und gestalterische Elemente mit einem neuen Q7 teilen, der in einigen Monaten erwartet wird. Gegenüber dem Q7 soll der Q9 kantiger auftreten und einen etwas längeren Radstand sowie einen längeren hinteren Überhang erhalten. Dadurch soll mehr Platz für eine luxuriösere Kabine entstehen.
Zu den genannten Aufwertungen zählen separate Komfortsitze in der mittleren Reihe und zusätzlicher Gepäckraum hinter der letzten Sitzreihe. Für den Marktstart Ende dieses Jahres wird ein Preisniveau auf Höhe von BMW X7 und Mercedes GLS erwartet. Daraus ergibt sich ein möglicher Einstiegspreis von knapp über 100.000 Euro.
Audi testet laut Berichten seit mehreren Jahren Q9-Prototypen. Die vollständige Vorstellung des großen Premium-SUV wird für später in diesem Sommer erwartet. In Europa soll sich das Angebot auf ein Kernmodell konzentrieren, wobei Plug-in-Hybrid-Antriebe voraussichtlich den größten Teil der Verkäufe ausmachen werden.
Audi prepara un SUV gigante de más de 5 metros: así será el nuevo Q9 sin diésel y desde 120.000 €https://t.co/aX5UScz8Iz
— Motor.es (@motorpuntoes) April 13, 2026
Als Spitzenmodell soll Audi auch höher positionierte Varianten anbieten, darunter einen SQ9. Dieser soll von einem V8-Benziner mit zwei Turboladern angetrieben werden und wahrscheinlich zwischen 410 und 447 kW (558-608 PS) leisten. Die Kraft soll an alle vier Räder gehen. Genannt werden außerdem aktuelle Fahrwerkstechnologien wie aktive Wankstabilisierung und aktives Torque Vectoring.
Neben dem Performance-Modell ist auch ein „Horch“-Modell vorgesehen. Die ultra-luxuriöse Submarke wurde kurzzeitig auf dem chinesischen Markt mit einer A8-Limousine mit langem Radstand wieder eingeführt. Die Plakette soll nun erneut bei einem neuen Horch-Flaggschiff verwendet werden. Ob Audi dieses Modell in Europa anbieten will, ist unbekannt.
Der neue Audi soll innen auf Raumangebot ausgerichtet sein, schreibt AutoExpress weiter. Erwartet werden eine luxuriöse zweite Reihe und eine dritte Reihe in Erwachsenengröße. Der Innenraum dürfte Elemente enthalten, die auf die genannten Märkte zielen, darunter besonders komfortable Einzelsitze in der zweiten Reihe sowie hochwertige Materialien und Oberflächen.

cbzac meint
Also wird es eine Spritschleuder.
Braucht die Welt nicht, wird hoffentlich ein Flop.
CJuser meint
Wenn der Wagen von der Form eher wie ein verlängerter Q8 e-tron wäre – maximal so hoch wie der Q6 e-tron – hätte ich nichts dagegen. Leider muss es aber ja gerade dem amerikanischen Geschmack entsprechen – sehr hohes Dach mit einem Grill, der vorsätzlich ein Kind verdecken würde – und eine optional, aber selten bis gar nicht genutzte, dritte Sitzreihe ermöglichen.
Kasch meint
Hoffentlich sieht man bei uns nicht viele dieser Kisten enge Fahrbahnen und Parkplätze blockieren !
André Klein meint
Oh man Audi. Wie war das? Vorsprung durch Technik
Währenddessen China 2026
Der NIO ES9 (in Deutschland teilweise als EL9 erwartet) ist ein luxuriöses Flaggschiff-Elektro-SUV, das als neue Oberklasse ab Mai 2026 in China startet. Mit über 5,3 m Länge, 520 kW (697 PS) Dualmotor-Allrad, 102 kWh Akku (ca. 620 km Reichweite) und 900V-Technologie konkurriert er im High-End-Segment. Besonderheiten sind 6 Sitze, 47-Lautsprecher-System und integrierte Fußmassage.
brainDotExe meint
Und wie werden solche Fahrzeuge (NIO ES9) in den USA vom Markt angenommen?
eBikerin meint
Stimmt in China gibts ja sonst keine Luxus SUV mit Hybrid Antrieb. Also wirklich gar keine.
Daniel S meint
Hoffentlich als BEV für China. Verbrenner will dort niemand mehr.
FahrradSchieber meint
Im letzten Jahr wurden in China noch knapp 12.000.000 Verbrenner verkauft (Tendenz fallend).
Dazu kommen knapp 5.000.000 Hybride (Tendenz steigend).
Zusammen sind das fast 70% des Marktvolumens. Da wäre es wenig sinnvoll, nur noch BEVs anzubieten und den Großteil des Marktes nicht zu bedienen. Zumindest für die nächsten paar Jahre.