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Opel plant neues Elektro-Kompakt-SUV mit Leapmotor und Produktion in Europa

08.05.2026 in In der Planung von Thomas Langenbucher | 13 Kommentare

Opel-plant-Elektro-SUV-mit-Leapmotor

Bild: Opel

Opel hat „ein Schlüsselprojekt“ seiner neuen Modellstrategie verkündet: Ein komplett neues, vollelektrisches SUV, das die bestehende Modellpalette im umkämpften C-Segment (Kompaktklasse) erweitern soll. Das Projekt diene als Blaupause für eine effiziente globale Zusammenarbeit im Rahmen der vom Mutterkonzern Stellantis und dem chinesischen E-Auto-Hersteller Leapmotor geplanten Erweiterung ihrer Partnerschaft, heißt es.

Zugleich soll es das Projekt dem deutschen Hersteller ermöglichen, in kürzester Zeit „einen bedeutenden strategischen Schritt bei der Elektrifizierung und Skalierung zu machen“. Der Produktionsstart wird ab 2028 erwartet. Das neue Opel-SUV im C-Segment soll das aktuelle SUV-Portfolio um Grandland, Frontera und Mokka ergänzen.

„Unser neues SUV soll bei Opel in Rüsselsheim designt und erschaffen und von unseren internationalen Teams in Deutschland und China entwickelt werden. Die Partnerschaft mit Leapmotor soll ermöglichen, das Fahrzeug in weniger als zwei Jahren zu entwickeln. Damit plant Opel einen weiteren wichtigen Schritt bei der Entwicklung hochmoderner und erschwinglicher Elektrofahrzeuge für unsere Kunden“, sagt Opel-CEO Florian Huettl.

Leapmotor-Architektur, Opel-Design und -Auslegung

Das neue Modell soll zentrale Komponenten der neuesten elektrischen Architektur sowie der Batterietechnologie von Leapmotor nutzen – „kombiniert mit dem typischen Opel Design, dem Bedien- und Nutzererlebnis, der Fahrwerkskompetenz sowie Licht- und Sitztechnologie von Opel“. Das Elektroauto soll vom Stellantis-Produktionsnetzwerk in Europa profitieren und im spanischen Werk Saragossa neben dem Opel Corsa vom Band rollen.

„Mit diesem Projekt beabsichtigt Opel, deutsche Ingenieurskunst mit globaler technologischer Innovationsgeschwindigkeit zu vereinen“, erklärt Xavier Chéreau, Vorsitzender des Opel-Aufsichtsrates. „Innovationsgeist prägt das nächste Kapitel unserer globalen Zusammenarbeit mit Leapmotor – und Opel übernimmt mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle.“

Die Zusammenarbeit solle die Rolle von Opel als wichtigen Treiber für Wertschöpfung und Elektrifizierung stärken. „Die Parteien treiben derzeit Machbarkeitsstudien und Vorentwicklungsarbeiten im Rahmen bestehender Vereinbarungen voran und führen ihre Gespräche über eine mögliche weitergehende industrielle Zusammenarbeit wie hier beschrieben fort – vorbehaltlich des Abschlusses verbindlicher Vereinbarungen sowie der üblichen Genehmigungen.“

Stellantis und Leapmotor haben 2024 das Joint Venture Leapmotor International für den Verkauf von Elektroautos der Chinesen in Europa ins Leben gerufen. Stellantis investierte 2023 zunächst rund 1,8 Milliarden US-Dollar in Leapmotor und erwarb damit etwa 20 Prozent der Anteile des chinesischen Herstellers. Inzwischen ist der Anteil auf etwa 15 Prozent geschrumpft. An dem Gemeinschaftsunternehmen hält Stellantis weiter 51 Prozent. Stellantis verkauft Modelle von Leapmotor über sein europäisches Händlernetz. Eine umfassendere Vereinbarung zum Technologieaustausch wird schon länger erwartet.

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Via: Opel
Tags: China, Europa, KooperationUnternehmen: Leapmotor, Opel
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Simon meint

    11.05.2026 um 09:09

    Es ist sehr schade das ein Konzern wie Stelantis nicht in der Lage eine gute vollelektrische Plattform auf den Markt zu bringen, oder man wollte es einfach nicht machen. Selbst die neuen Modelle mit großen Akku sind recht mau bei Ladegeschwindigkeit und Software. Mit der Technik und Software von Leapmotor und Fahrwerk, Sitze und Lichttechnik von Opel könnte das ein sehr gutes Fahrzeug werden.

    Antworten
  2. RainerLEV meint

    09.05.2026 um 07:40

    Der Name Crossland wäre noch frei. Egal wie, Opel weiß, dass Entw.kosten und Preis runter müssen. Deshalb ist das ein guter Ansatz.

    Antworten
  3. Jeff Healey meint

    08.05.2026 um 11:10

    Für mich der wichtigste Kernpunkt:
    (…)„Das neue Modell soll zentrale Komponenten der neuesten elektrischen Architektur sowie der Batterietechnologie von Leapmotor nutzen – „kombiniert mit dem typischen Opel Design, dem Bedien- und Nutzererlebnis, der Fahrwerkskompetenz sowie Licht- und Sitztechnologie von Opel“.(…)“

    Diese Kombination lässt meines Erachtens nach sehr viel erwarten.
    Da ist zum einen die chinesische Kompetenz von Leapmotor in Hinsicht der elektrischen Plattform und der zugehörigen Software, und zum anderen die Expertise der Opel-Entwickler in Hinsicht Ergonomie, allgemeines Bedienkonzept, Fahrwerksabstimmung, Design, etc.
    Die Opel-typischen Rezepte bleiben erhalten, die technische Basis wird jedoch mit Hilfe von Leapmotor einen gewaltigen Sprung nach vorne machen.
    Das wird interessant.

    Antworten
  4. Michael meint

    08.05.2026 um 10:51

    Was haben eigentlich die Entwickler von Opel die letzten Jahre gemacht? Nur so als Frage.

    Antworten
    • Opelaner meint

      08.05.2026 um 12:42

      Opel hatte im Entwicklungszentrum mal über 7000 Ingenieur. Seit der Übernahme von stellantis hat sich diese auf 1600 reduziert, weitere 650 sollen abgebaut werden. Da ist Eigenentwicklung nicht mehr möglich. Was bleibt ist Badge-Engineering mit Technik von peugeot oder Leap.

      Antworten
    • Jeff Healey meint

      08.05.2026 um 13:27

      Da wurden zum Einen leider sehr viele Leute entlassen, zum Anderen gab es offensichtlich eine enge Eingrenzung/strikte Vorgaben hinsichtlich der zu verwendenden Komponenten durch den Mutterkonzern Stellantis. Was ja kostentechnisch eigentlich auch Sinn macht, wenn man technisch die richtigen Weichen stellt und parallel dazu die dadurch angeblich günstigen Skaleneffekte in Form von fairen Preisen an die Kundschaft weitergibt.
      Gerade der letzte Punkt hat meines Erachtens jedoch bei zu vielen Stellantis Fahrzeugen bisher nicht gepasst.

      Antworten
    • MK meint

      08.05.2026 um 17:10

      @Michael:
      Die meisten wohl Anträge auf Arbeitslosengeld ausgefüllt und Bewerbungen geschrieben. Nach dem aktuell laufenden Abbau, will man in wenigen Monaten gut 85% weniger Entwickler haben als man zur Zeit der Übernahme durch Stellantis hatte.
      Einen Teil hat man zwar formal nicht entlassen, sondern an einen Ingenieurdienstleister verkauft. Dessen deutscher Bereich hat aber längst Insolvenz angemeldet und wurde abgewickelt.

      Antworten
  5. simon meint

    08.05.2026 um 09:56

    Leapmotor hat mit der Stelantis Kooperation alles richtig gemacht. Die Modelle von Leapmotor sind technisch so viel besser als die Autos von Peugeot oder Opel.

    Antworten
    • Jeff Healey meint

      08.05.2026 um 13:37

      Das scheint mir auch so. Wobei ich sagen muss, dass mich mein neuer Opel Frontera Electric in einigen Bereichen durchaus zu begeistern weiß. Klar, Software ist eine Baustelle bei Stellantis, aber wenn man die Schwächen kennt und manche Funktionen nicht braucht, kann man sehr gut damit leben. Zumal nach meiner persönlichen Beobachtung bei den Händlern des Konzerns immer mal irgendwo ein Exemplar zum Schnäppchenpreis verkauft wird.

      Antworten
  6. BEV meint

    08.05.2026 um 09:21

    ja cool … bald übernimmt Leapmotor den Stellantis Konzern

    Antworten
    • Jeff Healey meint

      08.05.2026 um 13:31

      Das bezweifle ich aber stark. Noch ist Stellantis in der Lage zu neuer Stärke zu kommen. Wenn die Möglichkeiten der Kooperation mit Leapmotor intelligent genutzt werden.

      Antworten
    • tutnichtszursache meint

      08.05.2026 um 22:13

      Es ist oft eine schlechte Idee, wenn ein Goldfisch (10.000 Mitarbeiter) einen Blauwal (250.000 Mitarbeiter) schlucken will, da hat sich schon einmal jemand verschluckt, als Porsche die VW AG übernehmen wollte und dann die Finanzkrise dazwischen kam.

      Antworten
      • MK meint

        11.05.2026 um 13:03

        @tutnichtszursache:
        Die Porsche Holding hat mit gut 53% immerhin die Mehrheit der Stimmrechte an VW bekommen. Wenn man bedenkt, dass die 20% von Niedersachsen eigentlich nie zur Debatte standen, ist man also ziemlich erfolgreich gewesen.

        Antworten

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