Das im Sommer in die Produktion gehende Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé ist das erste eigene Elektroauto der Sportwagen-Submarke. Der 5094 Millimeter lange, 1959 Millimeter breite und 1411 Millimeter hohe Viertürer basiert auf der neuen „High-Performance-Architektur“ AMG.EA und nutzt erstmals in einem vollelektrischen Serienfahrzeug Axial-Fluss-Motoren. Drei dieser Motoren treiben das viertürige Coupé an: zwei an der Hinterachse, einer an der Vorderachse.
Zum Bestellstart stehen zwei Varianten zur Wahl: Mercedes-AMG GT 63 4-Türer Coupé und Mercedes-AMG GT 55 4-Türer Coupé. Die Preise sollen sich an vergleichbaren Vorgängerfahrzeugen orientieren, konkreter wird man noch nicht. Der GT 63 leistet bis zu 860 kW oder 1169 PS, der GT 55 bis zu 600 kW oder 816 PS. Von 0 auf 100 soll es mit dem GT 63 in bis zu 2,1 Sekunden gehen, Tempo 200 ist in 6,4 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit „Driver’s Package“ bei Tempo 300. Der GT 55 erreicht 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden und 200 km/h in 8,7 Sekunden. Als Verbrauch werden ab 21,0-17,9 kWh/100 km angegeben.
Die „AMG High Performance Electric Battery“ arbeitet mit 800 Volt und direkt gekühlten Rundzellen. Das Akkupack hat 106 kWh Nettokapazität. Als Reichweite werden 597 bis 700 Kilometer nach WLTP-Norm aufgeführt. Mercedes-AMG nennt eine maximale DC-Ladeleistung (Gleichstrom) von 600 kW, eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in 11 Minuten und bis zu 460 Kilometer WLTP-Reichweite in 10 Minuten. AC-Laden (Wechselstrom) ist mit bis 11 kW möglich. Das Batteriekonzept umfasst 2660 einzelne Akkus in 18 Kunststoffmodulen, jede Rundzelle wird von einem elektrisch nichtleitenden Öl umströmt.
Für Fahrdynamik sorgen „AMG Performance 4Matic+“, Torque Vectoring, aktive Hinterachslenkung mit bis zu 6 Grad und das Luftfahrwerk „AMG Active Ride Control“ mit semi-aktiver Wankstabilisierung. Der „AMG Race Engineer“ bündelt Steuerung und Individualisierung von Ansprechverhalten, Traktion und Kurvenverhalten. Die Aerodynamik nutzt aktive Elemente. Dazu gehören zwei Venturi-Platten im Unterboden, ein aktiver Heckdiffusor, ein ausfahrbarer Heckspoiler und ein weiterentwickeltes Airpanel.
Im Fahrprogramm „AMGForce S+“ soll das rein elektrische Coupé ein V8-Erlebnis mit Sound, simulierten Schaltvorgängen und angepasstem Fahrerdisplay bieten. Mercedes-AMG beschreibt es als „hochauthentisches, AMG typisches V8 Soundgewitter“. Grundlage des Soundportfolios war unter anderem ein Mercedes-AMG GT R als Referenzfahrzeug.
Das Interieur kombiniert eine tiefe Sitzposition, ein fahrerorientiertes Cockpit, ein 10,2-Zoll-Kombiinstrument und einen 14,0-Zoll-Multimedia-Monitor. Ein optionales Beifahrerdisplay misst ebenfalls 14,0 Zoll. Drei haptische Fahrdynamik-Drehsteller sitzen in der Mittelkonsole. Das Infotainmentsystem MBUX basiert auf MB.OS und enthält AMG-Anwendungen wie „Track Pace“. Die neue MBUX-Generation nutzt Künstliche Intelligenz von ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini.
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„Ich habe das neue AMG GT 4-Türer Coupé viele Male selbst getestet: es ist wirklich etwas Besonderes. Es verschiebt Leistungsgrenzen und liefert die Emotion, die unsere Fans von einem AMG erwarten. Jetzt auch elektrisch“, sagt Mercedes-Konzernchef Ola Källenius. „Durch meine AMG-Vergangenheit weiß ich, wie hoch die Messlatte in Affalterbach liegt. Und mit dem ersten Modell auf der neuen AMG.EA Architektur verschieben wir sie noch weiter nach oben.“
„Das neue Mercedes‑AMG GT 4-Türer Coupé läutet eine völlig neue Ära ein“, erklärt AMG-Chef Michael Schiebe. „Es ist eine absolute Hochleistungsmaschine, gespickt mit zukunftsweisenden Innovationen, die in diesem Bereich bis dato ungeahnte Fahrleistungen ermöglicht. Sie schafft ein Fahrerlebnis, das seinesgleichen sucht: mitreißend, intensiv, unwiderstehlich – typisch AMG. Der Stolz und der Spirit unseres AMG Teams spiegeln sich in jedem Detail wider. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen für ihren enormen Einsatz, der dieses Fahrzeug zu einem absolut revolutionären, atemberaubenden Produkt macht.“
















M. meint
Technisch ein Leckerbissen, selbst der „kleine“ wird die meisten Menschen schwindlig beschleunigen (vielleicht sogar quer). Schon dessen Leistung braucht man nicht, die des „63“ kein Mensch.
600 kW Ladeleistung sind hierzulande Bestmarke, bei dem, was wirklich geliefert werden kann. Die Reichweite in diesem Segment dazu wirklich gut. In Verbindung mit der Ladeleistung kompromisslos langstreckentauglich.
Der Sound, ja… aber hier geht es doch nicht darum, von A nach B zu kommen. Also… wenn der Sound die Kunden dazu bringt, elektrisch zu fahren, dann ist es eben so. Da braucht es keine Besserwisser, dass elektrisch leise sein MUSS – elektrisch KANN leise sein, aber letztlich ist das Sache des Fahrers. Andere haben Bassröhren im Auto, die zieht auch niemand aus dem Verkehr.
Aber, was zum Teufel haben die Designer genommen?
Fast wäre hier DER neue elektrische Sportwagen vorgestellt worden, aber am Ende hat man’s doch noch verka**t.
Das ist aber nur meine Meinung, man wird sehen…
Aliveffm meint
Und wieder sind die Geschmäcker verschieden.
Ich finde ihn sehr geil und würde ihn nehmen, wenn es auch nur anstatzweise bezahlbar wäre.
Gratulation an alle, die sich einen bestellen können.
cbzac meint
Der künstliche Sound mit künstlichen Schaltunterbrechungen ist eine Peinlichkeit, die nur beweist, dass einige falsche Entscheider eingebunden waren. Ich habe ein Video gesehen, wo der Sound vorkommt, es ist einfach nur dumm.
Dagobert meint
Diese Fahrzeuge werden für die Geschmäcker der Kundschaft entwickelt – und die sitzt nun mal größtenteils nicht in Deutschland.
BEV meint
ich warte ja noch darauf, dass sie den Gestank vom Verbrenner auch noch ins Auto bauen … einfach nur lächerlich
wie schön ist das, dass das Auto KEINEN Krach mach und nicht Stinkt!
deswegen kauf ich mir kein deutsches Altherrenauto
Mäx meint
Ich bin öfters mal in einem C63 mitgefahren in allen möglichen Fahrsituationen und der Sound ist extrem gut getroffen, beim Beschleunigen, beim Schalten der overrun…verblüffend gut.
Ich bin mir sicher, dass man den meisten Leuten erzählen könnte, dass das ein Hybrid ist und im Sport Modus eben der Verbrenner anspringt und keiner würde es merken.
Selbst die diehards hätten ihre Probleme, würde man sie blind ins Auto setzen.
Aber natürlich lehnen sie es ab, weil es ja künstlich ist.
Obwohl das schon seit mehreren Jahren Standard ist, also Tonunterstützung aus dem Lautsprecher.
CJuser meint
Musst es ja nicht nutzen. Ich fand es beim IONIQ 5 N ganz lustig. Und wenn sowas nötig ist, um Petrolheads zum Grinsen zu bringen, ist das eben ein notwendiges „Übel“.
Calimator meint
Gerüchten zufolge plant Mercedes auch Duftspender in den Geschmacksrichtungen Stickoxid und Schwefelwasserstoff um das volle Verbrennerfeeling zu garantieren. Die Ladestecker bekommen außerdem ein Super-Plus-Benzin-Aroma.
David meint
Naja, da bin ich mal gespannt auf erste Tests. Dafür, dass er sieben Jahre später als der Taycan kommt, ist es auf den ersten Blick technisch keine ganz andere Welt. Er ist optisch nicht hässlich, aber mich spricht der Taycan mehr an. Insofern vermutlich nicht mein nächstes Auto. Aber auch nicht ganz weit weg von meiner Welt.
Justin Case meint
Nachdem Mercedes mit dem EQ XX und dem AMG GT XX durchaus ansprechende Formen auf Räder gestellt hat, scheint das Management danach in der Designabteilung zu fragen: „Wie häßlich bekommt ihr die Kiste?“.
Unglücklicherweise heißt die Antwort beim AMG GT offenbar ebenso wie beim CLA: „Ja!“
Die groteske Heckleuchtpartie übertrifft das Gesicht beim AMG dabei sogar.
MrBlueEyes meint
Ja, stimme ich zu….
Sieht von vorne aus, als ob man einem 4-Jährigen gesagt hätte „Male mal ein Auto.“