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Electra wirbt mit niedrigstem kWh-Preis im Abo in Deutschland

20.05.2026 in Aufladen & Tanken von Thomas Langenbucher | 20 Kommentare

Electra_Ladepark_Electraline-L

Bild: Electra

Der aus Frankreich expandierende Schnellladepionier Electra hat zum 18. Mai 2026 seine Tarifstruktur angepasst. Im Mittelpunkt steht das Abo-Modell „Electra+ Smart”: Die monatliche Grundgebühr sinkt von bisher 9,99 auf 4,99 Euro, der Ladepreis reduziert sich von 0,39 auf 0,34 Euro pro Kilowattstunde (€/kWh). Damit biete „Electra+ Smart” künftig den niedrigsten kWh-Preis im Abo in Deutschland, wirbt das Unternehmen.

Das zweite Abo-Modell „Electra+ Essential” bleibt bei 1,99 Euro pro Monat, allerdings wird der Ladepreis von 0,49 auf 0,44 €/kWh gesenkt. Die Preise außerhalb der Abo-Modelle ändern sich nicht: Wer über die Electra-App lädt, zahlt weiterhin 0,54 €/kWh. Für spontanes Laden per Kreditkarte gilt unverändert ein Preis von 0,69 €/kWh.

„Viele E-Autofahrer wünschen sich vor allem nachvollziehbare Preise und verlässliche Ladeinfrastruktur“, sagt Electras Deutschlandchef Paul Tonini. „Mit der Anpassung machen wir unser Abo-Modell deutlich zugänglicher. Wer regelmäßig öffentlich schnelllädt, kann damit einfacher von einem niedrigeren Kilowattstundenpreis profitieren. E-Autofahrer laden sehr unterschiedlich: manche nur gelegentlich unterwegs, andere mehrmals im Monat an öffentlichen Schnellladestationen. Deshalb braucht es Tarife, die zu diesem Nutzungsverhalten passen. Wichtig ist, dass der Preis vor dem Laden klar erkennbar ist und Nutzer einfach nachvollziehen können, welches Modell für sie sinnvoll ist.“

Nicht nur in Deutschland sinken die Preise von Electra. In Österreich gelten künftig die gleichen Konditionen wie in Deutschland. Parallel treibt das Unternehmen den Ausbau seines Schnellladenetzes voran: Hierzulande betreibt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge aktuell 26 Stationen, 16 weitere befinden sich derzeit im Bau und sollen bis Ende des Quartals in Betrieb gehen. Auch in Österreich wachse das Netz weiter.

Dynamische Preise in Frankreich und Belgien

In Frankreich und Belgien führt Electra zudem dynamische Preise ein. Dabei verändert sich der Ladepreis je nach Tageszeit und Auslastung an der Ladestation. In Nebenzeiten sinkt der Preis in den Electra+-Tarifen sowie beim App-Preis um 10 Cent pro kWh. Zu stark nachgefragten Zeiten steigt er entsprechend um 10 Cent pro kWh. Mit diesem System wolle man die vorhandene Ladeinfrastruktur gleichmäßiger auslasten, erklärt Electra. Nutzer, die zeitlich flexibel sind, könnten gezielt günstiger laden. Gleichzeitig könnten Preissignale dazu beitragen, Spitzenzeiten besser zu verteilen und Wartezeiten an stark frequentierten Standorten zu reduzieren.

„Dynamische Preise sind vielen Nutzern bereits aus dem Alltag bekannt – unter anderem bei Stromtarifen“, so Tonini. „Beim Schnellladen können sie helfen, die Nachfrage besser zu steuern. Wichtig ist dabei, dass der jeweils gültige Preis transparent angezeigt wird.“ Electra wolle das Schnellladen damit weiter vereinfachen und stärker an das tatsächliche Nutzungsverhalten anpassen.

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Via: Electra
Tags: Ladestationen, Preise, SchnellladenUnternehmen: Electra
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. McGybrush meint

    20.05.2026 um 12:43

    Leider immer noch ein ABO. Selbst wenn 35Cent sehr löblich sind.

    Antworten
    • M. meint

      20.05.2026 um 15:29

      Bei 35 ct. und 4,99 im Monat ist das fast egal, solange die App keine Datenkrake ist.
      Aber ohne genug Ladepunkte in der Nähe nutzt auch ein Preis von 5 ct. nichts.

      Antworten
    • MK meint

      21.05.2026 um 17:07

      @McGybrush:
      Kommt immer drauf an, wo man wie viel lädt.
      Ich lade eigentlich jeden Monat mindestens 600 kWh (bei 45.000 km im Jahr). Wenn da am Supermarkt, an dem ich sowieso einkaufe, eine Elektra-Säule wäre (und genau das ist halt für zigtausende Menschen der Fall), wäre ich am DC-Schnelllade mit unter 36 ct pro kWh dabei, wenn man die Abogebühren umlegt. Das ist schon einfach richtig gut…

      Und ganz ehrlich: Wenn Sie bei Aral einen Verbrenner tanken und dann am besten noch die Payback-App nutzen, haben die deutlich mehr Daten von Ihnen gesammelt…und das wiederum tun viele Millionen Menschen in Deutschland und haben scheinbar kein Problem damit.

      Antworten
  2. Elvenpath meint

    20.05.2026 um 12:40

    Wieder ein Anbieter mehr. Sehr gut. Gleich mal die Elektra-App installieren und dort anmelden.

    Antworten
  3. M. meint

    20.05.2026 um 11:18

    Der Preis wäre schon fast gut genug, sich die eigene Wallbox zu sparen, wenn… es Ladestationen gäbe. Die nächste ist hier >30 km entfernt. Es sind bundesweit zwar noch einige in Planung, aber die Lücken bleiben erstmal groß.
    EnBW braucht in Deutschland jedenfalls nicht in Panik zu verfallen.

    https://stations.go-electra.com/de

    Antworten
  4. Thorsten 0711 meint

    20.05.2026 um 11:09

    Wenn die ordentlich ausbauen wäre das echt eine tolle Nummer.
    Vor allem wenn auch in Städten Ladestationen aufgebaut werden würden. Die 4,99€ GG würde ich gerne zahlen bei einem HPC in der Nähe meiner Wohnung.

    Antworten
  5. Daniel meint

    20.05.2026 um 10:56

    Guter Preis. Aber, was soll ein Abo für 1,99€ pro Monat?
    In Deutschland auf Grund des kleinen Netzes eher uninteressant.
    Variable Gebühren. Wie will man auf Langstrecke sein Ladeverhalten variabel gestalten? Auf gut Deutsch: Preiserhöhung.

    Antworten
  6. Futureman meint

    20.05.2026 um 10:51

    Wird Zeit, dass das mit den dynamischen Preisen auch in Deutschland kommt. Zum einen kennen viele ständig wechselnde Preise von den Tankstellen. Zum anderen merken viele dann, wie günstig Strom durch Sonnen- und Windenergie wird. Denn dann ist der Börsenstrom viel günstiger als zu Zeiten mit Versorgung durch Gaskraftwerke.
    Und jeder, der dann lädt wenn es günstig ist sorgt also nicht nur dafür, dass sein Auto billig geladen wird, sondern auch dass das Geld in Deutschland bleibt.
    Eigentlich sollte die Regierung also alles dafür tun, den Ausbau erneuerbarer Energien und passender Speicher zu forcieren. Aber der Trend aus dem Wirtschaftsministerium zeigt gerade das Gegenteil.

    Antworten
    • MichaelEV meint

      20.05.2026 um 12:04

      An der Stelle darf man aber nicht dem Irrtum verfallen, dass der Börsenstrompreis die einzige ausschlaggebende Größe wäre.
      Das mit Abstand wichtigste Attribut ist die Auslastung der Ladesäulen (hierum ging es hier ja auch). Und neben dem Börsenstrompreis steigt der Stellenwert eines dynamischen Netzentgeltes. Und je mehr der Börsenstrompreis zur Farce wird, desto mehr rückt es an die letzte Stelle hinter das Netzentgelt.

      Antworten
    • Fischmeister meint

      20.05.2026 um 13:02

      Der reine Börsenstrompreis ist für Privatkunden eigentlich uninteressant. Die Netznebenkosten sind zu hoch. Ein Grund warum dynamische Tarife im privaten einfach nicht funktionieren. Ich war ein Jahr bei Tibber und am Ende hat es im Schnitt mehr gekostet als ein fester Tarif. Zudem muss ich mit einem festen Tarif nichts selbst geiseln. Ich kann Strom verbrauchen wenn ich ihn benötige und nicht wenn er billig ist.

      Antworten
      • M. meint

        21.05.2026 um 13:36

        Naja, das mit Tibber kann schon funktionieren. Dazu braucht man halt entweder die steuerbaren Lasten oder die Möglichkeit, die Energie zu speichern.
        Aber wenn man weder BEV danach laden kann, noch die 20 kWh-Batterie im Keller hat, wird es tatsächlich schwierig. Die Waschmaschine reißt das nicht raus.
        Die Kombination mit eigener PV macht das nochmal komplizierter, weil man oft dann, wenn Netzstrom günstig ist, selbst genug davon hat.

        Antworten
  7. Gernot meint

    20.05.2026 um 09:58

    Der Preis ist gut, aber das Netz ist praktisch nicht existent. Beispielsweise gibt es im Norden und Nordosten noch keine einzige Säule (Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern).

    Antworten
    • MK meint

      20.05.2026 um 11:32

      @Gernot:
      Wenn Sie mal auf der Electra-Website schauen, sind dort fast mehr geplante, noch nicht gebaute Ladestandorte in Deutschland ganz konkret benannt als existierende…da dürfte sich dieses Jahr also noch einiges tun.
      Und ansonsten ist ja etwas anderes wichtig: viele haben halt eine Electra-Säule in der Nähe. Und bei den Tarifen: Warum dann noch zu EWE, EnBW oder Ionity fahren? Und da die Anbieter aber auch ihre Kunden verprellen würden, würden sie plötzlich standortspezifisch die Preise ändern, müssen diese Anbieter jetzt entweder nachziehen oder quasi kampflos Regionen der Konkurrenz überlassen. Die werden sich das also sehr genau ansehen.

      Antworten
      • Wermagst meint

        20.05.2026 um 14:40

        Warum zu EnBW fahren? Weil die das am besten ausgebaute Netz in Deutschland haben, mit riesigem Abstand.
        Einfach mal unter schnelladepark.app in die Statistik schauen

        Antworten
        • MK meint

          21.05.2026 um 09:20

          @Wermagst:
          Ich bin bisher mit EWE gut gefahren und habe mich zwar bei ENBW angemeldet, habe es aber noch nie genutzt…als Nicht-Stammkunde, für den sich ein Tarif mit Grundgebühren nicht lohnt, ist EnBW schon im Vergleich mit EWE viel zu teuer. Und EWE hat übrigens meines Wissens nach sogar mehr Standorte als EnBW, nur weniger Ladepunkte, weil EnBW meist 10 oder mehr Ladepunkte an einem Standort, EWE in der Regel nicht mehr als 4 an einem Standort hat…trotzdem hatte ich noch nie das Problem, dass an einem EWE-Standort alles belegt war…wahrscheinlich eben schon durch die schiere Anzahl der Standorte.

      • Gernot meint

        20.05.2026 um 16:29

        «Wenn Sie mal auf der Electra-Website schauen, sind dort fast mehr geplante, noch nicht gebaute Ladestandorte in Deutschland ganz konkret benannt als existierende…da dürfte sich dieses Jahr also noch einiges tun.»

        Das ist halt kompletter Quatsch. In der von mir genannten Region ist auch laut Karte überhaupt nur eine einzige Ladestation geplant. Geplant, nicht gebaut. Eine Ladestation für 6,4 Millionen Menschen. Mega.

        «Und ansonsten ist ja etwas anderes wichtig: viele haben halt eine Electra-Säule in der Nähe. »

        Nein bei gerade mal 25 Ladestationen in ganz Deutschland haben garantiert nicht viele eine Ladesäule in der Nähe.

        «Und bei den Tarifen: Warum dann noch zu EWE, EnBW oder Ionity fahren?»

        Es könnten eben auch sein, dass Electra nur deshalb so einen günstigen Preis bietet, um überhaupt Kunden in ihre grottenschlecht ausgebautes Ladenetz zu locken. zu Preisen wie bei EnBW oder ionity gibt es null Grund, sich eine Electra-Ladekarte zuzulegen.

        Antworten
        • Willi meint

          20.05.2026 um 19:29

          In Frankreich ist das Netz deutlich besser ausgebaut. Und auch da haben die den Preis von 29 auf 19 Cent mit Abo gesenkt. Die App ist übrigens die Beste App von allen Anbietern die ich bis heute genutzt habe.

        • MK meint

          21.05.2026 um 09:26

          @Gernot:
          Doch, natürlich gibt es einen Grund, sich die App runterzuladen (wer nutzt denn noch Ladekarten?)…zumal sich die Leute heutzutage für alles mögliche Apps runterladen und dort anmelden, um sie dann am Ende nur 2 oder 3mal zu nutzen…
          Und für viele ist Electra nun Mal einfach die nächstgelegene Ladestation. In Bielefeld z.B. liegen die Ladestationen in einem Wohngebiet direkt neben einem Lidl. Leute, die da wohnen, laden dann halt immer mit Electra und haben für einmal im jahr in den Urlaub zu fahren dann halt noch zusätzlich die EWE oder EnBW-App

  8. David meint

    20.05.2026 um 09:58

    Der Preis ist natürlich der Hammer. Allerdings glaube ich nicht, dass die ein flächendeckendes Ladenetz in Deutschland haben. Dann könnte es für viele Ersatz für die Renault Ladekarte werden.

    Antworten
    • Rolf meint

      21.05.2026 um 19:12

      Die haben von 0,39 auf 0,44 Ct erhöht…

      Antworten

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