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Nissan prüft chinesische Plattformen für Europa-Elektroautos

21.05.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

Nissan-LEAF-2026

Bild: Nissan

Nissan erwägt die Nutzung in China entwickelter Plattformen für künftige europäische Elektroautos. Ziel ist es laut Automotive News, Kosten zu senken, da das Unternehmen in der Region seit Jahren Verluste und Marktanteilsrückgänge verzeichnet.

Der japanische Hersteller plant nach Angaben von CEO Ivan Espinosa, die bisherige Praxis zu beenden, Modelle ausschließlich für Europa zu entwickeln. Der Marktanteil von Nissan in der Region sank im ersten Quartal dieses Jahres von 2,9 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 2,5 Prozent. Damit liegt das Unternehmen hinter der chinesischen Geely Group mit 2,8 Prozent.

Nissan steht zunehmend im Wettbewerb mit aufstrebenden Herstellern aus China. „Die Konkurrenz durch chinesische Akteure wird immer intensiver“, sagte Nissan-Chef Espinosa dem Bericht zufolge kürzlich bei einer Branchenkonferenz. Die bisherige Strategie, viel in spezifische Produkte für Europa zu investieren, sei angesichts der vorhandenen Skalierung nicht nachhaltig.

Stattdessen will sich Nissan auf seine drei größten Märkte – die USA, China und Japan – konzentrieren, um künftige Modelle für Europa bereitzustellen. „Indem wir diese größeren Märkte nutzen, tragen wir zur Amortisierung solcher Produkte bei und belasten damit keine kleineren Unternehmungen“, erklärte Espinosa. „Was wir tun ist, einen nachhaltigen Weg zu finden, um in Europa präsent zu bleiben.“

Da die Märkte für Stromer in den USA und Japan noch klein sind, könnte Nissan laut dem CEO auf China zurückgreifen, um neue elektrische Plattformen zu entwickeln, die auch für Europa nutzbar wären. Eine Alternative sei die Fortführung der neu aufgestellten, weniger formellen Kooperation mit dem langjährigen Partner Renault.

In englischen Sunderland führt Nissan Automotive News zufolge Gespräche mit Drittanbietern über die Übernahme einer Produktionslinie. Das Werk ist demnach derzeit unterausgelastet, aber kosteneffizient. Nissan hat bereits angekündigt, die Montage in Sunderland auf eine einzige Linie zu konsolidieren, um Platz für den Bau fremder Modelle zu schaffen.

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Via: Automotive News (kostenpflichtig)
Tags: China, Ford Explorer (Europa), Großbritannien, Japan, ProduktionUnternehmen: Nissan
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Egon_meier meint

    21.05.2026 um 12:42

    Nissan war mit dem Leaf mal einer der Wegbereiter der Elektromobilität. Wie konnte dieser Konzern so weit absacken, dass er kein wettbewerbsfähiges BEV neu auf den Markt bringen kann sondern sich zum Handlanger einer chinesischen Konzerns machen muss.

    Was meckern wir eigentlich immer über die deutschen Autokonzerne – DIE schaffen es, die japanischen nicht.

    Antworten

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