Die nächste Generation des Opel Corsa wird laut AutoExpress als reines Elektroauto auf den Markt kommen. Der Mutterkonzern Stellantis hat gegenüber Medien Details zur neuen Modellreihe bekannt gegeben, die auf der sogenannten „STLA One“-Plattform basieren wird. Diese modulare Architektur soll künftig über 30 neue Modelle unterstützen und ist für die Einführung im Jahr 2028 geplant.
Im Gegensatz zur aktuellen, auch als Vollstromer (Artikelbild) angebotenen Generation erhält der neue Corsa mehr Zeit für eine anspruchsvollere Entwicklung. Die Plattform STLA One ermöglicht ein „softwaredefiniertes Fahrzeug“. Über eine zentrale Steuereinheit, das sogenannte „STLA Brain“, kommunizieren alle elektronischen Elemente des Fahrzeugs in einer gemeinsamen Sprache, was die Komplexität und Produktionskosten senken soll.
Ein wesentliches technisches Merkmal soll das Steer-by-Wire-System sein, wie es bereits im Konzept Corsa GSE angedeutet wurde. Dieses System verzichtet auf eine mechanische Verbindung des Lenkrads zu den Rädern, was eine bessere Raumausnutzung im kompakten Fahrzeug ermöglicht. Zudem wird die Künstliche-Intelligenz-native Plattform „SmartCockpit“ für Infotainment und Sprachsteuerung eingesetzt.
Neuer Corsa nur als E-Auto, Verbrenner könnte weiterlaufen
Der neue Corsa wird dem Bericht zufolge ausschließlich mit elektrischem Antrieb erhältlich sein, auch wenn die Plattform STLA One grundsätzlich Hybridmotoren unterstützen soll. Während die Batteriekapazität nicht wesentlich über die derzeitigen 54 kWh hinausgehen dürfte, erwartet AutoExpress eine Steigerung der Effizienz und Reichweite. Durch die „Cell-to-Body“-Technologie sollen die Batteriezellen direkt in das Chassis integriert werden, was Gewicht und Komplexität reduziert.
Der Antrieb wird voraussichtlich über einen einzeln am Vorderwagen montierten Elektromotor erfolgen, heißt es weiter. Ein besonders leistungsstarkes GSE-Modell ist geplant, wobei dieses viele Elemente mit der nächsten Generation des Peugeot 208 GTi teilen soll. Der neue Corsa soll Unternehmensangaben nach bei etwa 25.000 Euro starten, um eine Preisparität zu Benzinmodellen zu erreichen.
Opel-Chef Florian Huettl sagte laut AutoExpress, dass die Verbrenner-Version des aktuellen Modells parallel zum neuen Elektroauto weiterlaufen könnte, falls der Übergang zur Elektromobilität nicht schnell genug voranschreitet. Er betonte jedoch die langfristige Strategie: „Wir sehen praktisch niemanden, der zurückkehrt, sobald er ein Batterie-Elektroauto fährt. Die Leute kehren nicht zurück, daher sind wir überzeugt, dass es der richtige Weg ist.“
Das Design des Serienmodells soll eng mit dem Konzept Corsa GSE Vision Gran Turismo verknüpft sein. Opel-Designdirektor Mark Adams erklärte, das Fahrzeug kombiniere die Designphilosophie „Bold and Pure“ in extremer Form. Das neue Modell soll eine schlankere Version des bekannten „Vizor“-Grills nutzen und eine neue „Compass“-Lichtsignatur präsentieren. Die Lichttechnik wird durch kompakte LED-Elemente subtiler und integrierter gestaltet sein. Das Dach wird künftig farblich abgesetzt. Das Serienmodell wird im Gegensatz zum Konzept als viertürige Version erscheinen.

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