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Ferrari Luce: Das erste Elektroauto der Italiener

26.05.2026 in Neue Modelle von Thomas Langenbucher | 56 Kommentare

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Bilder: Ferrari

Ferrari hat den Luce vorgestellt. Der futuristisch anmutende GT ist das erste vollelektrische Modell der Italiener und soll ein neues Kapitel in der Geschichte der Luxusmarke eröffnen. Der Vollstromer ist Teil der Multi-Energie-Strategie von Ferrari. Elektrifizierung wird dabei als zusätzliche technische Möglichkeit beschrieben, nicht als Ersatz für bestehende Antriebe.

„Der Ferrari Luce schlägt ein neues Kapitel auf, das jedoch an die lange Tradition kompromissloser Innovation, herausragender Fahrleistung und einer Ingenieurskultur anknüpft, die darauf abzielt, die Grenzen des Möglichen neu zu definieren“, so der Traditionshersteller. CEO Benedetto Vigna sagt: „Wir sind davon überzeugt, dass ein Unternehmen seine Führungsrolle unter Beweis stellt, wenn es den Mut hat, Neues zu wagen und sich der Herausforderung neuer Technologien zu stellen. Der Ferrari Luce ist genau aus dieser Herausforderung heraus entstanden und verkörpert unsere beispiellose Vision von Elektrifizierung“.

Der 5026 Millimeter lange, 1999 Millimeter breite und 1544 Millimeter hohe Luce erweitert die Ferrari-Palette um ein neues Segment und soll Leistung, Fahrgefühl und Alltagstauglichkeit verbinden. Technisch basiert er auf einer eigens entwickelten Plattform. Vier Elektromotoren, je einer pro Rad, arbeiten mit aktiver Federung und Allradlenkung zusammen. Ferrari nennt eine maximale Systemleistung von 772 kW (1050 PS), 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 310 km/h.

Die Batterie hat eine Bruttokapazität von 122 kWh und arbeitet mit 800 Volt. Die noch vom Hersteller geschätzte Reichweite liegt bei mehr als 530 Kilometern. Das Kühlsystem für das Akkupaket ist den Angaben nach Teil „einer integrierten Software“, die die Reichweite durch eine Balance zwischen Energieverbrauch und intelligenter Vorwärmung, Schnelllademanagement sowie Funktionen zur Vorwärmung von Batterie und Fahrgastraum optimiert und zudem ferngesteuert werden kann. Gleichstrom-Schnellladen (DC) ist mit bis zu 350 kW möglich. Innerhalb von 20 Minuten sollen sich 70 kWh nachfüllen lassen.

Der Luce hat mit 0,254 den mit Abstand niedrigsten Luftwiderstandsbeiwert in der Geschichte der Straßenautos aus Maranello. Das Design entstand gemeinsam mit LoveFrom, dem Kreativkollektiv des ehemaligen Apple-Chefdesigners Jony Ive sowie seines Partners Marc Newson. Außenform, Innenraum und Bedienoberfläche folgen einer gemeinsamen Designsprache. LoveFrom erhielt dabei laut Ferrari gestalterische Freiheit, um eine neue Formensprache für das Projekt zu entwickeln. Zentrale Komponenten wie Elektromotoren und Batterie würden in Maranello entwickelt, validiert und gefertigt.

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Der Luce ist der zweite Ferrari mit vier Türen und der erste mit fünf Sitzen. Die elektrische Architektur ermöglicht einen großzügigeren Innenraum und den Verzicht auf einen Mitteltunnel. Die vier Türen öffnen gegenläufig, die hinteren schließen elektrisch. Mit 600 Litern Kofferraumvolumen bietet der Luce den größten Gepäckraum, den es bislang in einem Ferrari-Serienmodell gab.

Das Interieur beschreibt Ferrari als klaren, zusammenhängenden Raum, der auf das Fahrerlebnis ausgerichtet ist. Im Innenraum kombiniert man mechanische Tasten, Schalter und Drehregler mit digitalen Anzeigen. Materialien wie recyceltes eloxiertes Aluminium, Corning Gorilla Glass und Leder werden betont. „Durch den umfangreichen Einsatz von recyceltem Aluminium aus Sekundärlegierungen lassen sich die CO₂-Äquivalent-Emissionen bei der Herstellung um etwa 70 Prozent des gesamten Fahrzeuggewichts senken“, so der Hersteller.

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(Zum Vergrößern anklicken) Bild: Ferrari

Ferrari nennt ein Leergewicht von 2260 Kilogramm und eine Gewichtsverteilung von 47 Prozent vorn zu 53 Prozent hinten. Das Fahrverhalten wird über Bedienelemente am Lenkrad gesteuert. Der Luce passt Kraft, Bremswirkung und Stabilität laufend an die Fahrsituation an und soll dadurch präzise, gleichmäßig und gut kontrollierbar bleiben. Beim Klang setzt Ferrari auf ein System, das Geräusche direkt aus dem Auto aufnimmt. Sensoren erfassen Schwingungen der elektrischen Achsen, daraus entsteht eine Geräuschkulisse, die je nach Fahrmodus lauter oder leiser wird. So soll der Sound hörbar bleiben, ohne künstlich erzeugt zu sein.

CEO Vigna: „Mit Luce haben wir ein völlig neues Segment in unserer Modellpalette eingeführt. Dieses Modell ist das Ergebnis von mehr als 60 unserer neuen Patente und steht im Mittelpunkt eines Ökosystems von Kooperationen mit herausragenden Technologiepartnern. Wir haben ein Auto geschaffen, das einzigartige Fahrerlebnisse mit außergewöhnlicher Leistung, Fahrspaß und Komfort für die Ferraristi von heute und morgen verbindet.“

Ferrari bietet den Luce mit einem siebenjährigen Wartungsprogramm sowie einer achtjährigen Garantie für zentrale elektrische Antriebskomponenten an. Nach acht Jahren garantiert man noch mindestens 80 Prozent Batteriekapazität. Preislich geht es Berichten zufolge bei 550.000 Euro los.

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Via: Ferrari
Tags: Design, Ferrari LuceUnternehmen: Ferrari
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Referendar meint

    28.05.2026 um 12:15

    Das Netz ist voll mit Häme über den Luce. „Nissan Leaf Pro Max“ ist noch eine der harmlosen Bezeichnungen. Das sehen wohl auch die Anleger so, die Ferrari Aktie ging nach Präsentation über 6% in den Keller.

    Antworten
  2. Venyo meint

    27.05.2026 um 23:24

    „Hallo, wir sind Ferrari und wir wollen auf keinen Fall dieses Auto verkaufen.“

    Wie beim ersten BMW i3 – alle anderen Modelle des Herstellers sehen sportlich aus, aber das erste E-Auto muss ein komisch rundgelutschtes Etwas sein, das absolut nichts mit dem Markenkern zu tun hat.

    Antworten
    • Future meint

      29.05.2026 um 16:25

      Ja, den i3 haben sie damals versteckt beim BMW-Händler. Trotzdem haben sie davon 250.000 Stück verkauft. Ich habe es mit einigem Aufwand damals auch geschafft, dass mir BMW einen verkauft. Heute hätte ich allerdings auch keinen Grund mehr, nochmal bei BMW einzukaufen. Da gibt’s nichts mehr, was mich anspricht.

      Antworten
  3. Future meint

    27.05.2026 um 09:07

    Mit diesem Ferrari ist es wie mit der Kunst. Am Anfang ist die Empörung teilweise groß, weil mit den gewohnten Traditionen gebrochen wird. Mit ein paar Jahren Abstand wird man die Qualität des Entwurfs dann besser einschätzen können. Es ist eben wie mit der Kunst: Was heute langweilig als Kalenderbild in der Küche hängt, war früher spektakulär und umstritten.

    Antworten
    • Bodo.Winder meint

      27.05.2026 um 19:35

      Wer war nochmal der Designer? Hat er Referenzen im Auto-Design? Der scheint nicht besonders gut zu sein, oder kein Car Designer.

      Antworten
    • Referendar meint

      27.05.2026 um 19:51

      Der Entwurf ist alles andere als Empörend, oder gar Spektakulär. Es wäre schön wenn es so wäre, aber wie ich schon sagte, er ist gänzlich unspektakulär, fast schon altbacken und Langweilig. Für einen Toyota oder ein beliebiges China Mobil passend, aber nicht für Ferrari, und schon überhaupt nicht für 550.000€
      Von diesem Entwurf wird man in einigen Jahren nichts mehr sehen, er verschwindet Keller als 1. Versuch.

      Antworten
      • Future meint

        29.05.2026 um 17:00

        Die Empörung über den Entwurf ist so groß, dass Ferrari etwas spektakuläres gelungen sein muss. Wenn es nur Zustimmung gegeben hätte, dann wäre es doch so langweilig, traditionell und gewöhnlich wie immer bei Ferrari geworden. Jetzt ist da endlich wieder Emotion. Wer hätte sowas ausgerechnet von Ferrari erwartet. Überall erscheinen Berichte dazu – sogar in den großen Presseportalen und bei Lidl.

        Antworten
  4. hu.ms meint

    26.05.2026 um 19:18

    Mein erster gedanke:
    Das schwarze feld unter der windschutzscheibe beim 6 jahre alten ID.3 abgeschaut ?

    Antworten
    • Future meint

      27.05.2026 um 16:07

      Schwarz geht immer. Aber die merkwürdig gebogene schwarze Hutze vom ID3 war schon einzigartig in der Welt der Designunfälle. Der Ferrari hat auch etwas schwarzes – aber eine späte Hommage an die berühmte VW-Hutze mag ich darin nicht erkennen.

      Antworten
      • hu.ms meint

        28.05.2026 um 08:07

        Geschmackssache sagte der affe und biss in die seife, weil keine banane da war….

        Antworten
    • Bodo.Winder meint

      27.05.2026 um 19:20

      Das 80er Jahre Felgendesign hatte ich an meinem 190er Diesel.

      Antworten
    • Bodo.Winder meint

      27.05.2026 um 19:29

      ID:3 war auch mein erster Gedanke, aber es sind in Front und Heck weitere Anleihen an ältere Audi und VW Prototypen zu erkennen. Wirkt alles wie aus der Mottenkiste und nicht richtig zu Ende gedacht.

      Antworten
  5. LMdeB meint

    26.05.2026 um 18:34

    Technische Daten akzeptabel, HappyHippo-Blau und Grundpreis nicht ganz. Autsch.

    Antworten
    • Future meint

      28.05.2026 um 08:28

      Blau ist Geschmacksache. Interessant ist ja immer, dass Ferrari angeblich in den Kaufvertrag schreibt, dass eine Individualisierung in Pink nicht erlaubt sei. Aber viel interessanter sind die ersten Reaktionen der Autojournalisten. Hengstenberg schreibt erstaunlich unemotional über den Luce: »Ferrari hat losgelassen und neu gedacht. Damit hat das Unternehmen vielleicht den bedeutendsten Sportwagen der vergangenen Jahrzehnte gebaut.« Sowas kann eben passieren, liebe Taycan-Fans.

      Antworten
      • Venyo meint

        28.05.2026 um 23:21

        Um einen positiven Kommentar zu finden, muss man suchen. Die negativen dagegen …nicht unbedingt:

        „The Luce has none of the romance nor sex appeal you’d expect from a Ferrari.“
        — Redaktion von Edmunds

        „Ferrari macht beim Luce einen Fehler, den viele andere Hersteller schon hinter sich haben.“
        — Ferdinand Dudenhöffer über das EV-Design

        „Es besteht die Gefahr der Zerstörung eines Mythos.“
        — Ex-Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo

        „Somehow worse than I could ever have imagined.“
        — Reaktion in TechRadar

        „Das Design wird verspottet als ‘Temu-Ferrari’ oder ‘Playmobil-Auto’.“
        — Zusammenfassung der öffentlichen Reaktionen in der Süddeutschen Zeitung

        Antworten
        • Future meint

          29.05.2026 um 16:28

          Wenn die Empörung so stark ist, dann ist der Entwurf definitiv gelungen. Das wird den Kunstkritikern aber immer erst ein paar Jahre später klar.

        • Future meint

          29.05.2026 um 17:03

          Mich erinnert diese Empörung an den neuen Jaguar, als der präsentiert wurde. Heute haben sich alle schon wieder beruhigt. Die Traditionalisten sind in der Verbrennerluxussportwagenwelt offenbar besonders empfindlich, wenn da jetzt mal renoviert wird und dann auch noch mit Elektromotor.

  6. Elvenpath meint

    26.05.2026 um 17:47

    Ein ziemlich cleverer Ansatz: Ein Ferrari für den Alltag. Zum Einkaufen, Kinder transportieren. Da braucht es kein stressiges Motorgetöse.
    Zum Flanieren wird dann wieder der flache 12-Zylinder-Sportwagen genommen.

    Antworten
    • Venyo meint

      28.05.2026 um 22:58

      Ja klar, Ferraribesitzer gehen selber einkaufen…

      Antworten
  7. Referendar meint

    26.05.2026 um 14:01

    Spontan fällt mir der gelungene Toyota Prius 5. Generation dazu ein, für Ferrari ist das Design aber ein kompletter Fail. Da hat der Apple Designer weder Ferrari, noch deren Emotionen überhaupt verstanden. Wundert jetzt nicht wirklich, schon der Erfinder des Iphone, Hartmut Esslinger, hat sich vor einem Monat auf Reddit über die Emotionslosigkeit der aktuellen Apple Produkte ausgelassen. Ein weiteres Ergebnis dieser Einfallslosigkeit sehen wir in diesem Ferrari.
    Schade. Die schlechten technischen Eigenschaften dieser Belanglosigkeit auf Räder mal aussen vor.

    Antworten
    • Future meint

      26.05.2026 um 15:16

      Offenbar sieht Ferrari das anders, sonst würde es den Auftrag und den Entwurf nicht geben. Jony Ive ist übrigens bereits seit Juni 2019 nicht mehr Chief Design Officer von Apple und gründete seine eigene Firma LoveFrom. Im Juli 2022 endete die Zusammenarbeit dann endgültig nach dem Auslaufen eines Beratervertrags mit Apple, wodurch Jony Ive komplett unabhängig wurde.
      Esslinger ist ganz sicher mit Frog Design einer der legendärsten deutschen Produktdesigner, aber ich habe den Eindruck, dass er sich jetzt mit über 80 Jahren wohl immer noch für den wichtigsten und einzigartigsten Produktdesigner hält und daher so abwertend über seine Nachfolger redet.

      Antworten
      • Referendar meint

        27.05.2026 um 19:08

        Da ich Esslinger persönlich kenne, wir kommen quasi aus der gleichen Ecke: Dein Eindruck ist falsch, aber nix für ungut, du hast leider nicht viel Ahnung von der Materie insgesamt. Ist aber nicht schlimm.

        Antworten
        • Future meint

          29.05.2026 um 16:30

          Schöne Grüße an Esslinger. Er war früher großartig, aber mit 80 muss man auch doch mal loslassen können.

    • Moritz meint

      26.05.2026 um 17:03

      Es ist tatsächlich extrem lustig, dass der prius 5 im vergleich mehr nach ferrari aussieht als der ferrari

      Antworten
    • Rainer Begg meint

      26.05.2026 um 18:33

      Stimmt bzgl. Toyota
      bzw. die nächste Corolla-Generation,
      die es von Benziner über HEV/PHEV bis BEV geben wird,
      ist sogar voraussichtlich noch besser gelungen als der Prius V. Hut ab.

      Antworten
    • Markus meint

      27.05.2026 um 12:45

      Außerdem hat Hartmut Esslinger nichts mit dem iPhone zu tun, er entwarf den ersten i-Mac.

      Antworten
      • M. meint

        27.05.2026 um 16:01

        An einem i-Phone-Gehäuse kann es schon seit 10 Jahren nichts zu designen geben, was mehr als 20 Minuten p.a. in Anspruch nehmen sollte. Mit allen denkbaren Alternativentwürfen über alle Formate inkl. Rendern 1 Tag.
        Das kann man natürlich auf die meisten Wettbewerber übertragen.

        Antworten
        • Future meint

          27.05.2026 um 16:16

          Wer das neue iPhone-Design in 20 Minuten entwickelt bekommt, sollte sich unbedingt mit seiner Idee mal in Cupertino bewerben und es dann allen zeigen. Was dann wohl Hartmut Esslinger noch dazu sagen würde.

      • Future meint

        27.05.2026 um 16:25

        Esslinger hat viele Prototypen für Apple entwickelt, die dann nicht produziert wurden. Das ist ja auch ganz normal, dass da probiert und getestet wird. Vielleicht meint er Esslingers Entwürfe für das Apple Flip Phone von 1983 oder das Tabletdesign von 1982. Vielleicht sieht sich Esslinger deshalb sogar als »Urvater« von iPhone und iPad.

        Antworten
      • Referendar meint

        27.05.2026 um 19:56

        Natürlich ist Esslinger der Vater des Iphone, das kann jeder der sich mit der Materie nicht so auskennt ganz leicht selbst googeln. Er hat es ja zunächst Motorola angeboten, nur die wollten keine 400 Millionen investieren. Dann im zweiten Anlauf war Jobs überzeugt und sagte wörtlich. “ komm, wir bauen das Ding“

        Antworten
        • Future meint

          29.05.2026 um 17:41

          Esslinger mag das alles behaupten. Vielleicht hatte er ja auch die Idee. Apple stellt es jedenfalls so dar, dass Jony Ive für das ikonische, minimalistische Produktdesign des ersten iPhone verantwortlich war. Und Scott Forstall war für die geniale Benutzeroberfläche zuständig.

  8. JuergenII meint

    26.05.2026 um 13:49

    Diskutiert Ihr hier wirklich um Allerweltsthemen eines normalen Fahrzeugs?

    Das ist ein Ferrari, kein Alltagsauto! Da zählen ganz andere Dinge. Exklusivität, Prestige und verarbeitete Materialien stehen da im Vordergrund. Doch nicht CW-Wert, Kofferraumvolumen oder Verbrauch. Für uns Normalos ist das ein Fahrzeug gegen jedwede Vernunft.

    Aber es wird sicher ein paar Leute auf dieser Welt geben, die sich so was in die Garage stellen. Die Stückzahlen dürften minimal ausfallen um die Exklusivität zu bewahren. Und wenn es ein Luxuswagen Hersteller im E-Segment schaffen sollte, ist Ferrari prädestiniert dazu.

    Antworten
  9. Future meint

    26.05.2026 um 12:57

    Ausgerechnet Ferrari ist jetzt sowas von mutig und lässt sich ein Auto vom Produktdesigner des iPhones zeichnen. Das Ergebnis wirkt besonders und einzigartig. Den ambitionierten Entwurf hätte man wohl eher von einem der jüngeren Hersteller aus China erwartet. Ich gehe ja weiterhin davon aus, dass mit dem Elektrozeitalter das Ende der Luxussportwagen kommt. Aber da Porsche gerade die Taycanproduktion weiter verringert, könnte es ja sein, dass einer von den einstigen Taycanfreunden nur auf den Luce gewartet hat. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich andere Hersteller von dem Look des Luce inspirieren lassen für ähnliche Lösungen in einem ganz anderen Preissegment. Neue Trends im Automobildesign würden doch zu weniger Langeweile auf den Straßen führen.

    Antworten
    • Simon meint

      26.05.2026 um 18:38

      Es gibt auch sündhaft teure Handys. So lange es Geld gibt wird es teure Autos geben.

      Antworten
      • Future meint

        27.05.2026 um 16:30

        Natürlich wird es da was geben. Sobald es keine neuen Verbrenner mehr zu kaufen gibt, muss es weiterhin andere Luxusprodukte geben. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es dann noch Luxussportwagen sein werden. Kleine Manufakturen werden vermutlich weiter bestehen.

        Antworten
  10. David meint

    26.05.2026 um 12:37

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.

    Antworten
  11. Thomas meint

    26.05.2026 um 12:02

    530 km WLTP aus 122 kWh – der Normverbrauch ist ja eine Katastrophe. Was beim Verbrenner-Ferrari nicht weiter tragisch ist, resultiert beim e-Auto in einer nicht konkurrenzfähigen Reichweite. Das dürfte den Käufern nicht gefallen. Wer eine halbe Millionen hinlegt möchte hier doch bestimmt beim Quartett punkten.

    600 Liter Kofferraum sind natürlich toll, dürfte den durchschnittlichen Ferrari-Interessenten aber vermutlich nicht sonderlich interessieren. Man erkauft sich dies allerdings mit einer vor allem nach hinten riesigen Karosserie (was wegen der obszön großen Räder nicht so auffällt). Ich bin skeptisch ob die Zielgruppe dieses SUV-Coupe-Design mag.

    Antworten
    • SB meint

      26.05.2026 um 12:49

      Für eine halbe Million bekommen die Käufer ein Auto und keine Quartettkarten.
      Folglich muss das Auto beim Fahren überzeugen und nicht einzelne technische Daten.
      Ferrari will statt künstlichem V12-Klang eine Geräuschkulisse aus den elektrischen Antriebsstrang erzeugen. Das hört sich schonmal spannend an.
      Dann die Frage: bringt die Frontgestaltung Vorteile beim Fahren, z.B. Abtrieb an der Vorderachse?

      Antworten
    • David meint

      26.05.2026 um 14:00

      Damit hast du exakt die Reichweite vom Model Y Performance. Nur dass der Ferrari wirklich Performance hat.

      Antworten
      • Powerwall Thorsten meint

        26.05.2026 um 16:50

        Na dann bilde mal den Quotienten Aus Performance pro Euro – und da bietet eben Tesla schon immer „best bang for the buck“
        Truth hurts, David

        Antworten
      • Paule meint

        26.05.2026 um 20:49

        Scheint, Tesla ist und bleibt Benchmark. Dir fällt bei Ferrari tatsächlich als erstes Tesla ein. So weit würde vermutlich nicht einmal der „fanatische Fanboy und Teslajünger“ gehen.

        Antworten
    • Simon meint

      26.05.2026 um 18:39

      Lieber nur zwei Sitze und dafür 300kWh.

      Antworten
  12. CJuser meint

    26.05.2026 um 11:27

    Das Design ist halt wirklich sehr „speziell“. Memes gehen schon in die Richtung, dass man dem Apple Car nur ein Ferrari Logo verpasst hat ;)
    Mal abwarten, ob sich Ferrari damit nicht verzockt hat. Die Technik ist fürs Luxussegment nicht wirklich mehr als Standard. Die Antriebsleistung scheint bei Sportwagen normal zu werden. Die Ladeleistung hat halt nur eine lange Peak von 350 kW (0-57 oder 20-77 % SoC).
    Mal abwarten, was für ein Handling der Wagen haben wird. Was das Luxussegment angeht, sollte wohl nur der elektrische Bentley wirklich so werden, wie man ihn bisher erwartet.

    Antworten
    • Mäx meint

      26.05.2026 um 11:48

      Stichwort Apple Car: Ich hab sofort in eine ähnliche Richtung gedacht, weil das so weit weg von Ferrari ist, mit der allgemeinen Form, den suicide doors, diesen schwarzen Einsätzen hinter den Kotflügen usw.
      Lichtdesign hat man dann einfach auf Ferrari gezogen und Preisschild von 500k drangehängt…
      Wie schon unten gesagt, ist das eher ein Auto um Ferraris bisheriges Business zu stärken: Niemand möchte Elektro, wir haben es versucht, wollte man nicht also machen wir weiter Verbrenner…
      Was ja so gesehen für diese 14k Fahrzeuge im Jahr mit wenig Jahreslaufleistung nicht so ins Gewicht fällt, aber am Ende sind es eben doch die Wohlhabenden, die den höchsten CO2 Abdruck pro Kopf haben, mit Privatjet, Yacht und Konsum.
      Und da zählen dann auch 10 Verbrenner von Ferrari, McLaren, Bugatti, Lambo, Bentley usw. mit rein.

      Antworten
      • CJuser meint

        26.05.2026 um 12:04

        Ähm, der aktuelle Ferrari Purasangue hat auch Suicide Doors. Diesem die Technik des Luce zu verpassen und weiterhin neben dem V12 anzubieten, wäre m.E. die bessere Lösung gewesen.

        Antworten
        • Mäx meint

          26.05.2026 um 14:10

          Oh tatsächlich? Das wusste ich nicht^^
          Na dann weiß ich wenigstens jetzt warum der Luce das auch hat ;)
          Spannend ist auf jeden Fall zu sehen, dass dieser Ferrari eben eine ganz andere Designsprache spricht, es gibt ja quasi keine Ecken und Sicken.
          Was bei dem Designer ja klar ist, trotzdem erstmal spannend.

        • Simon meint

          26.05.2026 um 18:42

          Das verstehe ich auch nicht. Einfach das Elektroauto mit Verbrennerdesign anbieten. Den Fehler haben VW, Mercedes und Co schon oft genug gemacht. Gerne so ein Design noch bei ein paar Fahrzeugen optional. Aber der Innenraum ist wirklich gelungen.

      • Referendar meint

        26.05.2026 um 18:36

        Schaut man sich die Wertenwicklung der Modelle an, fällt auf dass die Hybrid extrem im Preis fallen. Das kannte Ferrari bis zum F8 so nicht. Die V6 Hybrid werden von den Kunden nicht akzeptiert, selbst SF90 bekommt man schon neu im Zweitmarkt mit 100k Rabatt, und der kostet Liste auch 500k. Welche Käuferschicht möchte Ferrari mit dem Luce erreichen? Darauf hoffen dass eine neue BEV affine Klientel nachwächst, die 500k für etwas beliebiges, austauschbares ausgibt, ohne jedes Alleinstellungsmerkmal?

        Antworten
  13. BEV meint

    26.05.2026 um 11:15

    wozu Ferrari, wenn das kaum noch schneller ist als ein alltagstaugliches Elektroauto?

    Antworten
    • M. meint

      26.05.2026 um 11:47

      Wenn schon die Frage falsch ist, kann es keine richtige Antwort dazu geben.

      Antworten
  14. Calimator meint

    26.05.2026 um 10:06

    Früher war ein Ferrari an Auto bei dem man von unten auf andere herab sehen konnte, aber der hier ist mit 1,54 m Höhe gute 10 cm höher als ein BMW i4, Tesla Model 3, Mercedes CLA oder gar 16 cm als ein Porsche Taycan.
    Wenn man das Auto deutlich flacher gestaltet hätte, würde der auch schicker aussehen und hätte eine bessere Aerodynamik. Der cw-Wert entspricht übrigens dem eines BMW ix3. Das ist nichts worauf Ferrari stolz sein sollte.

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  15. Mäx meint

    26.05.2026 um 09:56

    Am Ende wird es wieder heißen: Guck, keiner will elektrisch…
    Nene, am Design hat es mit Sicherheit nicht gelegen…

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  16. simon meint

    26.05.2026 um 09:44

    Bitte setzt in der Autoindustrie öfter branchenfremde Designer ein. Echte Knöpfe und ein funktionaler Innenraum mit großen, aber nicht übergroßen Displays. Die Designer und Manager der Autoindustrie haben jeglichen Bezug zum Kunden verloren. Hier und auch bei den neuen VWs zeigt sich das es auch anders geht.

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  17. Gernot meint

    26.05.2026 um 09:44

    Meine ersten drei spontanen Gedanken: „Meine Güte, ist das hässlich“, „Was ist daran Ferrari-typisch?“, „Und dann noch diese hellblaue Uni-Farbe!“

    Natürlich ist es auch so oder so definitiv ein krasser Bruch mit der bisherigen Designlinie von Ferrari. Aber je länger ich draufschaue, um so besser gefällt es mir, umso mehr glaube ich zu verstehen, was die Idee war.

    Ich denke, man muss das Auto mal in echt sehen. Der Fotograf, der die offiziellen Fotos gemacht hat, hatte offenbar sehr spezielle Vorstellungen, wie er das Auto in Szene setzt. Auf allen obigen Foto säuft z.B. die Gestaltung der Front und da insbesondere der Scheinwerfer im Dunklen ab und man kann sich nicht richtig ein Bild machen. Die Scheinwerfer bestimmen aber das „Gesicht“. Da bleibt unklar, ob man das absichtlich im Dunklen absaufen lässt, weil es grässlich aussieht oder ob nur der Fotograf sehr spezielle Vorstellungen hatte, wie er das Auto in Szene setzt.

    Es existieren mittlerweile paar nicht offizielle Fotos und auch paar Videos davon. Da sieht das Auto weniger bizarr aus.

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  18. Thomas Claus meint

    26.05.2026 um 09:38

    Ist mir für einen Zweitwagen einfach zu groß. 🤷🏻😁

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  19. Thyl Engelhardt meint

    26.05.2026 um 09:28

    Der cw-Wert ist ja ziemlich mies. Ich frage mich, warum Ferrari kein Fan-System zum Erhöhen des Anpressdrucks verwendet hat, sondern offensichtlich ein klassisches passives System mit so ner Art von Spoilern. Das schränkt die Reichweite vermutlich mehr ein als die paar kWh für den Betrieb von Ansaugventilatoren. Patente der Konkurrenz?

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