Mit dem Aufbau eigener Logistikstrukturen will H2 Mobility den nächsten Schritt für eine leistungsfähige und wirtschaftliche Wasserstoffinfrastruktur gehen. Insgesamt sechs Wasserstoff-Trailer wird das Unternehmen zukünftig für die Versorgung seiner Tankstellen einsetzen. Die ersten zwei gingen nach einer mehrwöchigen Testphase im Mai in den Regelbetrieb.
Durch den Betrieb eigener Trailer übernehme man die operative Verantwortung für zentrale Teile seiner Lieferkette, erklärt H2 MOBILIT. Die neuen Trailer ermöglichten eine flexible, bedarfsgerechte Belieferung der Tankstellen und ergänzten bestehende Logistikstrukturen. Ziel sei es, die Wasserstoffversorgung insgesamt effizienter, zuverlässiger und unabhängiger zu gestalten.
Im Vergleich zu klassischen Belieferungsmodellen kann H2 Mobility mit den eigenen Trailern Transportprozesse unabhängiger steuern und kurzfristiger auf Schwankungen im Bedarf reagieren. So sollen sich Standzeiten reduzieren und die Verfügbarkeit der Tankstellen weiter erhöhen lassen.
„Die Trailer sind so ausgelegt, dass sie sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur integrieren und gleichzeitig eine skalierbare Erweiterung der Logistik ermöglichen“, heißt es. „Mit einer Kapazität für 1.200 Kilogramm Wasserstoff verteilt auf 78 Druckbehälter sind die Trailer technisch auf dem neusten Stand und ermöglichen den Transport und die Abgabe von deutlich größeren Mengen pro Fahrt. Dies führt zu einer deutlich höheren Liefersicherheit und optimierten Transportkosten.“
Für den Aufbau eigener Logistikkompetenzen setzt H2 Mobility auf die Zusammenarbeit mit dem Logistikdienstleister Hoyer. Technische Angaben zu den Trailern werden nicht gemacht.
„Lösungen, die die Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Skalierbarkeit miteinander verbinden, sind entscheidend für den erfolgreichen Hochlauf klimafreundlicher Mobilität im Schwerlastverkehr. Mit unserer eigenen Trailerflotte leisten wir hierfür einen entscheidenden Beitrag. Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen, die Kosten entlang der Wertschöpfungskette gezielt zu optimieren“, sagt Frank Fronzke, Geschäftsführer und COO von H2 Mobility.

Futureman meint
Interessant wären Angaben zu den Kosten, nötigen Standzeiten bei den Tankstellen und wie viel Förderung in das Projekt geflossen ist.
Alleine das Bild der Trailerrückseite zeigt, wie kompliziert die Wasserstofftechnik ist. Bei einer Ladesäule braucht es nur einen Stromanschluss und Internetanbindung.