Michael Leiters ist seit diesem Jahr Porsche-Chef. Nun hat er ausgeschlossen, dass die Sportwagen-Ikone 911 künftig mit einem rein batterieelektrischen Antrieb ausgestattet wird. Der Fokus der Entwicklung soll stattdessen auf Verbrennungs- und Hybridtechnologien liegen. Die Baureihe, die seit 1963 am Markt ist, soll durch technologischen Fortschritt in diesen Bereichen erhalten bleiben.
Leiters betonte laut dem Portal Heise bei einer Veranstaltung von Auto, Motor und Sport, dass Porsche dort in Elektromobilität investieren wolle, wo es sinnvoll sei und Kunden dies wünschen. Die Volkswagen-Tochter stehe für Technologieoffenheit. Mit dem Modell Taycan sei die Marke 2019 ein „Pionier der Elektromobilität“ gewesen – wobei Leiters mit Blick auf den Hochlauf der E-Mobilität anmerkte, dass man vielleicht etwas zu früh gewesen sei.
Die Strategie von Porsche ziele nicht auf Kostenführerschaft ab, sondern auf die Bereitstellung der besseren, überzeugenderen und emotionaleren Produkte. Während der 911 als Verbrenner sowie seit 2025 auch mit Hybridantrieb existiert, umfasst das E-Auto-Angebot bereits die Sportlimousine Taycan inklusive Shooting-Brake-Varianten sowie die SUV-Modelle Macan Electric und Cayenne Electric.
Nach einer Strategieänderung unter dem ehemaligen CEO Oliver Blume soll das Angebot an Verbrennungsmotoren künftig wieder ausgeweitet werden. Für diese Umsetzung ist seitens des Unternehmens eine Investition in Milliardenhöhe erforderlich. Der zuvor bei McLaren, Ferrari und einst auch schon bei Porsche tätige Michael Leiters hat die Leitung des deutschen Sportwagenbauers im Januar 2026 von Blume übernommen. Letzterer konzentriert sich damit auf den Chefposten der gesamten Volkswagen-Gruppe.
Für das Gesamtjahr 2026 geht Porsche von einem E-Auto-Anteil zwischen 24 und 26 Prozent aus. Ursprünglich peilte man bis 2030 einen E-Anteil von über 80 Prozent an. Wegen der weniger dynamisch als erwartet verlaufenden Nachfrage verlängert die Marke jedoch die Laufzeit von Verbrennern und gibt eine eigene Akkufertigung auf. Die neuesten, rein elektrischen Generationen von Macan und Cayenne erhalten Verbrenner-Pendants. Und das geplante SUV-Modell K1 kommt mit klassischen und Hybridantrieben statt als Vollstromer. Ob auch die als E-Autos konzipierten neuen 718-Sportwagen Verbrenner-Alternativen erhalten, bleibt abzuwarten. Die Zukunft der bisher maximal plug-in-hybriden Oberklasselimousine Panamera ist ebenfalls noch offen.

Thomas meint
Sag niemals nie….
banquo meint
Der 911 mit seinem Heckmotor ist kein Zukunftskonzept, erst recht nicht als EV.
Wichtig für Porsche wird der 718 als EV.
Besser-BEV-Wisser meint
Schade das der 911 damit irgendwann sterben wird…
simon meint
Das ist ein großer Denkfehler. Ich hätte es für undenkbar das die Marke BMW mal führend in der Elektromobilität bei den deutschen Premiumhersteller ist und das man mal den 3er BMW als Elektroauto kaufen kann. Jetzt kriegt man den mit modernster Technik. Warum nicht mal einen klassischen 911 als Elektroantrieb wagen? BMW zeigt es das die Kunden Elektroautos kaufen, wenn sie einfach wie ein Verbrenner aussehen.
Justin Case meint
Gestrige Manager für gestrige Kundschaft.