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Renault plant Zusatzschichten wegen hoher E-Auto-Nachfrage

11.06.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 5 Kommentare

Renault-Twingo-E-Tech-Electric

Bild: Renault

Die Nachfrage nach Elektroautos übersteigt derzeit die Produktionskapazitäten von Renault. Laut Konzernchef Francois Provost sind die Orderbücher in Märkten wie Deutschland und Frankreich seit Beginn des Iran-Kriegs um 50 Prozent angewachsen, was auf hohe Kraftstoffpreise zurückzuführen sei.

„Wir übersteigen derzeit die Kapazitäten unserer Zulieferer“, sagte Provost der Nachrichtenagentur Reuters. Um der hohen Nachfrage zu begegnen, planen die Franzosen für die zweite Jahreshälfte die Einführung zusätzlicher Schichten in den Werken Douai und Maubeuge sowie in Novo Mesto in Slowenien. Eine spezielle Arbeitsgruppe wurde bereits eingesetzt, um sich dieses Themas anzunehmen. Probleme bei der Beschaffung von Batterien bestehen laut dem Unternehmen nicht.

In Europa stiegen die Verkäufe von Elektroautos in den ersten vier Monaten um 29 Prozent auf fast eine Million Fahrzeuge. Renault geht davon aus, dass sich der Trend zur Elektromobilität weiter beschleunigen wird, auch wenn das Interesse nach einem Kriegsende und sinkenden Spritpreisen nachlassen könnte.

Für eine mittelfristige Kostensenkung bei E-Autos strebt Renault die Produktion von günstigeren Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) an. Hierfür ist der Beginn der Produktion durch den chinesischen Batteriehersteller Envision AESC im Werk Douai vorgesehen.

Der europäische Automarkt verzeichnete in den ersten vier Monaten ein Wachstum von 4,2 Prozent auf knapp 3,8 Millionen verkaufte Fahrzeuge in der EU. Dieser Anstieg wird laut dem Verband der europäischen Automobilhersteller ACEA durch die steigende Nachfrage nach Elektroautos in mehreren großen Ländern getrieben.

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Via: n-tv
Unternehmen: Renault
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Future meint

    11.06.2026 um 12:38

    Es ist natürlich überhaupt nicht gut für den Wandel, wenn die Besteller jetzt lange warten müssen auf das neue Elektroauto, weil der Hersteller lieber ein paar Verbrenner verkaufen möchte, die sofort lieferbar sind. Das wird bei Renault jetzt passieren. Bei VW ist es ja so ähnlich – hier im Blog wurde mehrfach von 12 Monaten Lieferzeit berichtet. Da hat man den Eindruck, dass es beim Elektoauto nur um die (zu erfüllende) Quote und die (vergleichsweise niedrige) Marge geht. Aber es gibt ja auch noch Hersteller mit kürzeren Lieferzeiten, die jetzt aushelfen können.

    Antworten
  2. David meint

    11.06.2026 um 12:07

    Das ist ja alles schön und gut, aber man hat ja gar nicht die absoluten Kapazitäten geschaffen. Zudem sind alle elektrischen Modelle über B-Segment schwierig in den Markt zu bringen und der R4 funktioniert nicht. Für einen Pionier des Elektroautos ist das wenig.

    Antworten
  3. mipu meint

    11.06.2026 um 11:01

    Na, da bin ich ja mal gespannt, was der Seiten-Troll David dazu sagen wird. Laut seiner Aussage verkauft ja nur VW gut und viel, und die anderen, gerade Renault, gar nichts …
    Glückwunsch an Renault, endlich treffen sie mal wieder den Geschmack der Käufer und es zahlt sich auch aus – nicht unbedingt in D, aber wen interessiert schon dieser rückständige Markt, der nur noch von Gewerbe- und Firmenzulassungen lebt.

    Antworten
  4. Elvenpath meint

    11.06.2026 um 10:59

    Das sind gute Nachrichten. Ich habe auch schon einen neuen Twingo „in der freien Wildbahn“ gesehen. Sehr schick!

    Antworten
  5. Mäx meint

    11.06.2026 um 10:51

    Zwei Artikel vorher hörte ich noch, dass die Kunden keine BEVs kaufen wollen.

    Antworten

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