Die Bundesnetzagentur hat ihre neuesten Zahlen zum Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland veröffentlicht. Zum Stichtag 1. Mai 2026 gab es laut der Behörde hierzulande bundesweit 203.951 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Damit waren 17 Prozent mehr als vor einem Jahr gemeldet. Gegenüber dem Bestand zum 1. April zeigt sich ein Plus von 1833 Ladepunkten.
Innerhalb eines Jahres wuchs die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte nach aktuellem Datenstand um 29.531. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Bestand zum 1. Mai 2025.
Der Großteil der gemeldeten Infrastruktur entfällt weiter auf Normalladepunkte. Zum 1. Mai waren 151.452 Wechselstrom-Ladepunkte (AC) gelistet. Die Zahl der Gleichstrom-Schnellladepunkte (DC) lag bei 52.499. Zusammen stellen die bei der Bundesnetzagentur gemeldeten Ladepunkte eine Ladeleistung von rund 8,75 Gigawatt bereit. Gegenüber dem Stand vom 1. Mai 2025 mit knapp 6,82 Gigawatt entspricht das einem Zuwachs um rund 28,4 Prozent.
Die Normalladepunkte-Verfügbarkeit dominiert weiterhin die Leistungsklasse von 15 bis 22 kW mit inzwischen 112.082 Ladepunkten. Auf Jahressicht ist das ein Plus von 14 Prozent. Dahinter folgt die Klasse von 3,7 bis 15 kW mit 36.546 Ladepunkten und einem Zuwachs um 10 Prozent. Bei der Leistungsklasse bis 3,7 kW stieg die Zahl um 3 Prozent auf 2824 Ladepunkte. Insgesamt legten die Normalladepunkte damit innerhalb eines Jahres um 17.252 Ladepunkte (+13 %) zu.
Die Schnellladepunkte mit einer Ladeleistung von mehr als 22 kW wuchsen um 12.279 Einheiten (+31 %). Dabei zählte die Bundesnetzagentur in der Klasse von mehr als 22 bis 49 kW zum 1. Mai 1751 Ladepunkte, 6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Klasse von 49 bis 59 kW legte um 18 Prozent auf 8048 Ladepunkte zu. In der Klasse von 149 bis 299 kW wurden zum Stichtag 20.195 Ladepunkte gezählt, ein Plus von 30 Prozent. Ladepunkte mit mehr als 59 bis 149 kW kamen auf 4296 Exemplare, 33 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die stärkste Dynamik verzeichnete die Klasse mit über 299 kW, die um 40 Prozent auf 18.209 Ladepunkte wuchs.
Im Bundesländer-Ranking zeigt sich die Spitze unverändert: Die meisten öffentlich zugänglichen Ladepunkte weist die Bundesnetzagentur für Nordrhein-Westfalen aus. Dort waren zum 1. Mai 40.322 Ladepunkte gemeldet. Es folgen Bayern mit 38.899 Ladepunkten und Baden-Württemberg mit 34.883 Ladepunkten.
Das Betreiber-Ranking nach Anzahl der Ladepunkte führt weiter EnBW mobility+ deutlich an: Zum 1. Mai waren dem Energiekonzern 11.995 Ladepunkte zugeordnet. Dahinter folgen E.On Drive mit 4772 Ladepunkten und Tesla Germany mit 3878 Ladepunkten. Nach installierter Nennleistung liegt ebenfalls EnBW mobility+ mit rund 1,08 Gigawatt vorn. Dahinter sind Tesla Germany mit 959.500 kW und BP Europe SE (u. a. Aral Pulse) mit 468.232 kW.

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