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VAG Nürnberg zieht positive Bilanz zur E-Bus-Umstellung: „In keiner Sekunde bereut“

11.06.2026 in Transport von Thomas Langenbucher | 8 Kommentare

MAN-Elektro-Bus-Ladeanschluss

Bild: MAN (Symbolbild)

Der ÖPNV-Betreiber VAG Nürnberg zieht eine positive Bilanz zur Umstellung auf Elektro-Busse. Technikvorstand Tim Dahlmann-Resing, der zudem Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist, sagte dem Portal Electrive, man habe die Entscheidung pro E-Bus „in keiner Sekunde bereut“. Angesichts hoher Dieselpreise wird der Umstieg als richtig bewertet. Bereits im Mai letzten Jahres hatte das Unternehmen den Meilenstein von 100 E-Bussen erreicht.

Die Busflotte der VAG umfasst aktuell 123 Fahrzeuge, 21 Neuzugänge werden in diesem Jahr erwartet. Damit wird die Flotte schon zu 75 Prozent elektrisch betrieben. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg war laut dem Bericht die effiziente Nutzung vorhandener Flächen sowie eine pragmatische Ladeinfrastruktur.

Um Kosten zu sparen, setzt die VAG auf kabelgebundenes Laden im Depot anstelle von teuren Pantografen – ein beweglicher Stromabnehmer auf dem Busdach – oder Zwischenladungen im Stadtgebiet. Dahlmann-Resing erklärte hierzu: „Wir sparen uns den Pantografen auf dem Fahrzeug und wir denken, dass es ausreichend ist, das so zu organisieren für die Bedürfnisse, die jetzt in Nürnberg gelten“.

Platz für die neue Ladetechnik konnte durch den Umbau eines Mitarbeiterparkplatzes und einer alten Abstellhalle kostengünstig geschaffen werden. In der Technologiedebatte positioniert sich VAG-Technologiechef Dahlmann-Resing gegen Wasserstoff im städtischen Linienverkehr, da dieser aufgrund mangelnder Effizienz und teurer Anlieferung keine Option für Nürnberg darstelle.

Stattdessen setzt die VAG auf die Weiterentwicklung der Batterietechnologie, die bereits heute Reichweiten von über 350 Kilometern ermöglicht. Mit Blick auf internationale Entwicklungen könnten laut Dahlmann-Resing künftig Reichweiten bis zu 1000 Kilometer möglich sein, was den Einsatz von Wasserstoff im Nahverkehr überflüssig mache.

Kritik übte der VDV-Vizepräsident am aktuellen Fördersystem des Bundes und an den hohen Fahrzeugpreisen. Er plädiert für einen Systemwechsel weg von projektbasierten Anträgen hin zu einer breitenwirksamen Unterstützung, damit alle Verkehrsbetriebe die Transformation stemmen können. „Jeder, der einen E-Bus beantragt, sollte auch eine Förderung bekommen“, forderte Dahlmann-Resing. Ohne diese Sicherheit sei das Ziel, die Nürnberger Flotte bis Anfang der 2030er-Jahre komplett emissionsfrei zu betreiben, unter den aktuellen Marktpreisen kaum realisierbar.

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Via: Electrive
Tags: ElektrobusAntrieb: Elektro-Nutzfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Michael meint

    12.06.2026 um 10:01

    China unterstützt die Elektrifizierung mit billigem Strom und niedrigen Steuern. Bei uns kassiert der Staat erst mal die Steuern und Gebühren bevor er sie öffentlichkeitswirksam in Einzelprojekten wieder teilweise zurückgibt. Auch für sauteuren Wasserstoff den keiner braucht. Und die Chinesen wissen dass sie damit kein Öl mehr importieren müssen und alles im Inland erzeugt wird.

    Antworten
  2. Thorsten 0711 meint

    12.06.2026 um 06:06

    Bereits im Mai letzten Jahres hatte das Unternehmen den Meilenstein von 100 E-Bussen erreicht.

    Die Busflotte der VAG umfasst aktuell 123 Fahrzeuge, 21 Neuzugänge werden in diesem Jahr erwartet. Damit wird die Flotte schon zu 75 Prozent elektrisch betrieben.

    Es iat etwas missverständlich formuliert. Die 75% eBusse, oder in absoluten Zahlen 100 Stück, beziehen sich auf die insgesamt 123 vorhandenen Busse plus die 21 im Zulauf. Ergo auf 100 eBusse von 133 Bussen der VAG insgesamt = 75%.

    Antworten
    • KBDCALLS meint

      12.06.2026 um 12:53

      Ist das so schwierig zu rechnen? 123 + 21 macht nach Adam Riese 144. Laut Wikipedia hatte die VAG. Stand Juni 2025 warens 211 und 100 E-Busse im Mai 2025.

      Antworten
      • eBikerin meint

        12.06.2026 um 15:17

        Also da muss ich ihm jetzt schon zur Seite springen. Der Artikel ist da sehr ungut geschrieben. „ Die Busflotte der VAG umfasst aktuell 123 Fahrzeuge“ hier hätte es heissen müssen, die Busflotte umfasst 123 eBusse _ dann wäre es verständlich gewesen.

        Antworten
      • Thorsten 0711 meint

        13.06.2026 um 10:13

        KBDCALLS

        Du kommst mir hier mit Informationen an, welche überhaupt nicht im Artikel stehen, ernsthaft?

        Und erkläre mal ergänzend dazu dein Posting weiter unten:

        KBDCALLS meint

        11.06.2026 um 13:32

        Anscheinend kann da jemand keine Prozentrechnung?. 100 E Busse macht bei einem Fahrzeugbestand von 123 81 %. Kommen dann noch demnächst 21 dazu sind das nie nimmer nur 75 %

        Antworten
  3. Besser-BEV-Wisser meint

    11.06.2026 um 14:43

    „Kritik übte der VDV-Vizepräsident […] an den hohen Fahrzeugpreisen“
    Die Batteriekosten rechtfertigen den Preisabstand zum Dieselbus schon lange nicht mehr.
    Wird Zeit das hier richtig Konkurrenz aufkommt.
    Vielleicht muss auch das Kartellamt hier mal richtig prüfen, die Bushersteller sind in der Vergangenheit schon öfters mit Preisabsprachen erwischt worden.

    Antworten
  4. KBDCALLS meint

    11.06.2026 um 13:32

    Anscheinend kann da jemand keine Prozentrechnung?. 100 E Busse macht bei einem Fahrzeugbestand von 123 81 %. Kommen dann noch demnächst 21 dazu sind das nie nimmer nur 75 %

    Antworten
    • David meint

      11.06.2026 um 16:26

      Es handelt sich hier nur um einen Logikfehler beim abschreiben. Es ist nicht die absolute Busflotte 123 Fahrzeuge stark, sondern nur die elektrische.

      Antworten

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