Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat eine Auswertung zu den Neuzulassungen von Personenkraftwagen nach den ersten fünf Zulassungsmonaten des Jahres 2026 veröffentlicht.
Der Anteil der Neuzulassungen mit alternativen Antrieben am Gesamtzulassungsvolumen von 1.188.015 Pkw erreichte mit 764.379 Neuwagen insgesamt 64,3 Prozent. Die Anzahl alternativ angetriebener Neuwagen (Elektro/BEV, Hybrid, Plug-in-Hybrid, Brennstoffzelle, Gas, Wasserstoff) überstieg das Niveau des Vorjahres nach den ersten fünf Zulassungsmonaten des Jahres 2026 somit um +18,2 Prozent.
Von den insgesamt neu zugelassenen Fahrzeugen waren 415.538 mit einem Elektroantrieb (Elektro/BEV, Plug-in-Hybrid, Brennstoffzelle) ausgestattet, was einen Anteil von 35,0 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg diese Zahl damit um 32,0 Prozent.
283.949 Elektro/BEV-Pkw wurden im Berichtszeitraum neu zugelassen. Das entspricht einem Anteil von 23,9 Prozent am Gesamtzulassungsvolumen und einem Plus von 40,9 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.


Daniel S meint
24% BEV. Gut. Nächstes Ziel: 33% BEV, also jeder 3. Neuwagen. Ob das in einem der verbleibenden Monate 2026 gelingt?
Futureman meint
Bei dem gefühlten Ansturm bei den örtlichen BYD, MG und Leapmotor-Händler könnte es zeitnah so sein.
hu.ms meint
BEV-marktanteil tesla 7,4 % in D und rd. 9 % in europa lt. eu-evs.
Die volle trendwende – oder einfach nur wg. besserer lieferfähigkeit als die konkurrenz ?
eBikerin meint
„BEV-marktanteil tesla 7,4 % in D und rd. 9 % in europa lt. eu-evs.“
Wenn man auf „all complete data geht“ sind es für Q2 7,7% gegenüber 10,39 in Q1.
Eigentlich muss man immer die Monatsstatistik nehmen und den laufenden ausblenden.
Leider ist EU-EVS nicht mehr das was es mal war. Frankreich ist seit Ende 2024 nicht mehr aufgeführt – was die Europastatik stark zu ungunsten ´von Stellantis verschiebt. Belgien auch seit Ende 2024 nicht mehr dabei. Also nur noch 13 Länder.
hu.ms meint
Bekanntlich kommen die schiffe mit den M3 aus china immer im letzen monat des Q. Deshalb ist bei tesla eine mtl. betrachtung unsinnig. Nur vollständige Q sind aussagekräftig.
Paule meint
„Eigentlich muss man immer die Monatsstatistik nehmen“
Warum? Was funktioniert sonst nicht?
MichaelEV meint
Lieferfähigkeit hat Tesla z.B. beim Model Y auch erst im September bis Oktober. Ist ja ein Märchen, dass vorher irgendwas unverkauft herumstand.
Für mehr Fahrzeuge muss man mehr produzieren (Grünheide ab Juli) oder muss Mengen zwischen Märkten verschieben (womit auf diesen Märkten weniger zur Verfügung steht, z.B. Q1 26 in China).
Letztendlich braucht es überhaupt keine Trendwende, weil Tesla nie eigene Probleme hatte, alles nur künstlich aufgebauscht wie der Volumenausfall bei Produktionsumstellung oder Volumenverschiebung zwischen einzelnen Märkten.
Hemmnisse kamen vom Markt, waren nicht beeinflussbar und sind von temporärer Natur: schwacher Privatmarkt zwischen Förderungen in DE, Verschärfung der CO2-Flottenziele, „Konkurrenz“ mit fragwürdiger Rentabilität.
MK meint
@hu.ms:
Ich denke, die deutlich bessere Lieferfähigkeit ist auf jeden Fall ein Punkt. Wenn man wegen JETZT hohen Spritpreise jetzt ein BEV haben will und VW dann sagt „ja, ID.3 bekommst du mit Glück im April 2027“, gehen die Leute halt wieder.
Gleichzeitig muss man auch sagen, dass die Fahrzeuge von der Karosserieform halt sehr Verbrauchsoptimiert sind. Wer meistens alleine unterwegs ist, sich nicht in Anwohnerparkzonen in enge Parklücken manövrieren muss und keine sonstigen „Spezialanforderungen“ hat, ist mit einem Tesla doch recht gut aufgehoben. Für alle anderen ist die Modellpalette halt einfach zu klein.
Tatsächlich dürfte durchaus auch eine Rolle spielen, dass Musk sich aus der medienwirksamen Unterstützung von Trump zurückgezogen hat. Auch das dürfte den ein oder anderen verprellt haben, Menschen vergessen aber schnell…
Und zu guter letzt muss man nach dem für Tesla in Deutschland katastrophalen Jahr 2025 auch mal weiter in die Vergangenheit schauen:
Traditionell ist bei Tesla ja immer das erste Quartal besonders stark, was Marktanteile in Deutschland angeht. Schauen Sie sich diese bei EU-EVS an, ist das Bild wie folgt:
Q1 2021: 9,4%
Q1 2022: 17,2%
Q1 2023: 21,8%
Q1 2024: 16,1%
Q1 2025: 4,4%
Q1 2026: 8,1%
Was wir also sehen, ist ein exorbitanter Anstieg gegenüber einem katastrophalen Jahr 2025, ein aber insgesamt gesehen für Tesla-Verhältnisse doch recht geringer Marktanteil. Ob ich das schon als „Trendwende“ sehen würde? Ich denke, das wird sich erst noch zeigen müssen.
Dass das zweite Quartal Stand jetzt mit 6,7% schon wieder abfällt, würde erstmal dagegen sprechen, aber wie gesagt, ist ein Abfallen des Marktanteils bei Tesla nach dem ersten Quartal ein seit Jahren zu beobachtendes Muster.
MichaelEV meint
„Wer meistens alleine unterwegs ist“ Warum nur dann? 4,7x m zu klein für mehr als eine Person und zu groß für gewöhnliche Parklücken, oder was?
Verlasst doch endlich mal das Nonsense-Glatteis: Die Mittelklasse, insbesondere in SUV-Form, ist sehr volumenstark (und gleichzeitig markenstark). Viele Kunden greifen genau hier zu. Und die Weltrangliste zeigt mit RAV-4, CR-V und Co., dass sehr viele Kunden noch nicht zum BEV greifen, als Potential für vollelektrische Äquivalente zur Verfügung stehen.
Für einen reinen BEV-Hersteller ohne Abhängigkeiten mit dem wettbewerbsfähigsten Produkt in diesem Segment ist es nur sinnvoll, sich genau hier auf den ertragsstarken und gleichzeitig wunden Punkt der Verbrenner-Konkurrenz zu fokussieren.
„Dass das zweite Quartal Stand jetzt mit 6,7% schon wieder abfällt“ Ohne den mit Abstand stärksten Monat im Quartal bewerten zu wollen, war schon immer BS und wird es immer bleiben.
Der Fetischismus ist schon beachtlich, wie man jede isolierte Zahl irgendwie (negativ) zu interpretieren versucht. Und das bei einem Hersteller, der global funktioniert und Mengen situationsabhängig verschiebt.
Statt die „Q1 ist bei Tesla immer stärker als in den anderen“-These trifft viel eher zu, dass andere Hersteller in diesem Quartal besonders schwach sind (was automatisch den Marktanteil von Tesla erhöht). Und das ist auch vollkommen logisch, die anderen Hersteller richten ihr BEV-Volumen auf die CO2-Flottenziele aus. Q1 beginnt unter normalen Umständen die Rechnung von neuem und anfangs ist man weniger aggressiv bei der Erfüllung unterwegs. Je später im Jahr, desto höher der regulatorische Erfüllungsdruck.
Die Märkte werden generell stark durch Einmischungen beeinflusst. Förderung hier, Förderungsende dort, Zölle, sich verändernde Regulation (im speziellen die Verschärfung bei CO2-Regulation). Jede sich dadurch verändernde Zahlen für die eigene Argumentation ausschlachten zu wollen, ist einfach nur sinnlos.
MK meint
@MichaelEV:
Zitat: „Die Mittelklasse, insbesondere in SUV-Form, ist sehr volumenstark (und gleichzeitig markenstark).“: Dass Tesla sich nur die Rosinen rauspickt und gar kein Interesse daran hat, Weltmarktführer zu werden, bestreitet ja gar keiner. Weil: Ja, „viele Kunden“ kaufen in dieser Klasse, aber auch „viele“ sind in diesem Fall eine Minderheit…
Was die Fahrzeuglänge angeht: Was ist denn für Sie eine „gewöhnliche Parklücke“? Fakt ist doch: Als die meisten Anwohnerstraßen angelegt worden sind und man schaute, wo man die Einfahrten platzierte, war je nach Alter das Durchschnittsauto ein VW Käfer oder ein Golf I/II (Länge 3,7 m bzw. 4 m): Liegen die Einfahrten so, dass damals 3 Autos hintereinander parken konnten, sind es bei 4,7 m Länge nur noch zwei. Ein Drittel der Parkplätze ist also „weg“ bzw. ist die verbleibende Lücke halt so klein, dass man mit einem Corsa noch rein kommt, mit einem Tesla Model Y halt nicht. Grade für Pflegedienste, die teils dutzende Male täglich in solchen Parkzonen eine Parklücke finden müssen, absolut entscheidend. Und nein, 4,7 m ist nicht zu klein für mehr als eine Person. Aber wie würden Sie Verkehrssicher einen großen Hund im Kofferraum eines Tesla unterbringen (egal welchen Modells)? Ich habe mich dafür auf ein Steilheck festgelegt und dann reichen auch die 4,5 m des Elroq.
Oder zusammengefasst: Als Start hat das vollkommen Sinn gemacht, da sind wir uns 100% einig. Das jetzt seit Jahren nichts mehr nachkommt ist das Problem.
Was den zweiten teil der Tesla-Marktanteile angeht, gebe ich Ihnen recht…mein Kommentar hat sich aber gar nicht mit der Frage befasst, WARUM Q1 meist das stärkste von Tesla ist, sondern nur festgehalten, dass es so ist. Und wo habe ich das argumentativ ausgeschlachtet? Ich habe mit dieser Info doch gar nichts angefangen bzw. sogar für Tesla gesprochen, in dem ich den Rückgang des Marktanteils in Q2 damit erklärt habe und darauf hingewiesen habe, dass man den nicht als Tendenz sehen sollte.
MichaelEV meint
Keine Ahnung, was du an der Stelle mit dem Weltmarktführer willst, das hat nichts damit zu tun. VW hat ein breites Portfolio, erreicht nur die Hälfe der Tesla-Stückzahlen. Es hat rein gar nichts mit einem Erfolgsrezept zu tun, in der jetzigen Phase auf Segmente mit niedrigerer Marge zu setzen, das ist nur die Notlösung für die, die nicht anders können.
Tesla kann die Rosinen picken und davon sind noch jede Menge da. Und was nicht in eure Köpfe will, wenn der Verbrennermarkt diese Rosinen im volumen- und margenstarken Segment verliert, kippt die Rentabilität gesamter Verbrennerportfolios, inkl. der niedrigeren Segmente.
Es besteht also überhaupt keine Dringlichkeit für diese Segmente, dieser Teil des Marktes verschließt sich nicht, er wird sich in den nächsten Jahren erst richtig öffnen.
Je fester man jetzt auf den wunden Punkt der Mittelklasse drückt, desto einfacher wird die Wettbewerbssituation in den niedrigeren Segmenten.
MK meint
@MichaelEV:
Wenn Sie sich anschauen, wie sich die BEV-Marktanteile von Tesla und vom VW-Konzern in Europa in den letzten 5 Jahren entwickelt haben, scheint die VW-Taktik ja aufzugehen. Auch weltweit liegt der Marktanteil unter den BEVs von Tesla in den ersten Monaten 2026 weiterhin rund 40% unter den Spitzenjahren Anfang der 2020er Jahre.
Auch hier also: Tesla steht immer noch sehr gut da…die Tendenz geht aber doch sehr eindeutig nach unten: Zu Beginn haben sich halt viele, die ein BEV wollten, auf den Kompromiss bei der Größe und Karosserieform eingelassen, weil Tesla einfach das einzige alltagstaugliche BEV am Markt angeboten hat, was auch den Marktanteil dieser Fahrzeugklasse kurzzeitig künstlich gepusht hat. Dieser Effekt geht aber grade zurück und mit ihm der Marktanteil Teslas.
Wie zuvor schon geschrieben sehe ich übrigens bei Tesla durchaus das Potential, die „Trendwende“ zu schaffen und alte Marktanteile wieder zu erreichen, wenn man das Modellprogramm ausweiten würde. Dafür müsste man ja nur auf eine Plattformstrategie setzen und könnte ohne Zusatzaufwand bei Motoren, Akkus, Software, Fahrwerk usw. sein Programm massiv diversifizieren.