Die Neuzulassungen batterieelektrischer Autos erreichten im Juni 2026 in Europa einschließlich der EU, Norwegens und Islands einen Marktanteil von 24 Prozent. Im ersten Halbjahr lag der Anteil bei 22 Prozent. Gegenüber Juni 2025 stiegen die Verkäufe um 57 Prozent, berichtet das International Council on Clean Transportation (ICCT).
Deutschland erreichte im Juni einen Elektroauto-Anteil von 29 Prozent bei den Neuzulassungen. Plug-in-Hybride kamen auf 11 Prozent und damit einen Prozentpunkt mehr als im Vorjahreszeitraum. Unter privaten Käufern waren 41 Prozent der im Juni neu zugelassenen Autos vollelektrisch. Frankreich verzeichnete im Juni als zweitgrößter Markt der Region einen Elektroauto-Anteil von 30 Prozent. Die Verkäufe vollelektrischer Fahrzeuge stiegen binnen eines Jahres um 94 Prozent. Plug-in-Hybride legten um 5 Prozent zu und erreichten einen Marktanteil von 7 Prozent.
Starker Anstieg der E-Auto-Verkäufe in ganz Europa
„Die Daten für Juni zeigen einen starken Anstieg der Verkäufe von batterieelektrischen Fahrzeugen in ganz Europa: Fast jedes vierte in Europa verkaufte Auto war ein reines Elektroauto. Dieser Anstieg lässt sich durch eine Kombination verschiedener Faktoren in einem zunehmend ausgereiften Markt erklären: ein breiteres und ausgefeilteres Angebot an Elektromodellen, gezielte Anreize für einen breiteren Zugang der Verbraucher und wahrscheinlich auch eine Verschiebung der Verbrauchernachfrage, die durch die hohen Ölpreise ausgelöst wurde“, so Peter Mock, Europa-Direktor des ICCT. „Insgesamt sorgen die Politik der EU und der einzelnen Mitgliedstaaten sowie die Marktreife dafür, dass die Argumente für die Elektrifizierung des Automobilsektors in ganz Europa an Gewicht gewinnen.“
Mit Italien und Spanien überschritten im Juni die zwei größten Märkte hinter Deutschland und Frankreich jeweils einen Elektroauto-Anteil von 10 Prozent. Die monatlichen Verkäufe stiegen dort um 86 beziehungsweise 26 Prozent. Polen verzeichnete dagegen einen Rückgang um 16 Prozent und kam auf einen Anteil von 5 Prozent.
Mehr als eine Million E-Autos im ersten Halbjahr
Von Januar bis Juni 2026 wurden in Europa insgesamt mehr als eine Million batterieelektrische Autos neu zugelassen. Im gesamten ersten Halbjahr erreichten Deutschland und Frankreich Anteile von 26 beziehungsweise 28 Prozent, Italien kam auf 8 Prozent und Spanien auf 10 Prozent. Der Marktanteil konventioneller Verbrenner sank im ersten Halbjahr um acht Prozentpunkte auf 30 Prozent. Mildhybride erreichten 25 Prozent und Vollhybride 14 Prozent, während Plug-in-Hybride auf 10 Prozent kamen.
Die bereinigten CO₂-Emissionen der Herstellergruppen betrugen von Januar 2025 bis Juni 2026 im Durchschnitt etwa 95 g/km. Sie lagen damit weniger als 2 Gramm über dem durchschnittlichen EU-Zielwert für die Hersteller für den Zeitraum 2025–2027 von 93 g/km.
Hersteller und Ladeinfrastruktur legen zu
Unter den sieben größten Autoherstellern Europas verzeichnete die BMW Group im Zeitraum Januar bis Juni 2026 mit 28 Prozent den höchsten Anteil an batterieelektrischen Fahrzeugen. Die Mercedes-Benz-Gruppe erreichte im Vergleich zum Zeitraum Januar bis Juni 2025 einen Anstieg des Anteils batterieelektrischer Fahrzeuge um 8 Prozentpunkte. Die Konzerne Hyundai, Renault und Toyota zeigten jeweils Zuwächse von 6 Prozentpunkten. Toyota konnte seinen Anteil von 4 auf 10 Prozent mehr als verdoppeln.
Bis Ende Juni 2026 waren in Europa zudem laut dem ICCT rund 1,20 Millionen öffentliche Ladepunkte installiert. Belgien verzeichnete binnen eines Jahres Zuwächse von 38 Prozent bei Gleichstrom- (DC) und 29 Prozent bei Wechselstrom-Ladepunkten (AC).

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