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Energiekrise: E-Auto-Fahrer fühlen sich besser geschützt

23.06.2026 in Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

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Bild: Kia

Wenn Ende des Monats der Tank­rabatt wegfällt, dürfte sich für viele Verbraucher die Frage nach dauerhaft hohen Energie­preisen neu stellen. Ein Großteil der Deutschen rechnet laut einer von der Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land veröffentlichten Auswertung mit anhaltend hohen Energie­preisen und sieht die Energiekrise als lang­fristige Her­aus­for­der­ung.

Gleichzeitig zeigt die repräsentative Umfrage des Meinungs­forschungs­instituts Verian: Wer bereits ele­ktrisch fährt, nimmt die Krise ganz anders wahr. Zudem fordert die Mehrheit der Deutschen strukturelle Ver­besser­ungen für die Elektro­mobilität, etwa mehr Lade­infra­struk­tur auf dem Land oder die Senkung der Stromsteuer.

74 Pro­zent der befragten Deutschen gehen davon aus, dass die durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise keine vorübergehende Erscheinung ist, sondern die Energie­preise dauerhaft hoch bleiben werden. 58 Pro­zent berichten von erheblichen Aus­wirk­un­gen auf ihr Haushalts­budget. Um diese Entwicklung abzufedern, setzen viele Befragte gezielt auf Maßnahmen im Bereich Elektro­mobilität. Jeder dritte Fahrer eines Benzin- oder Diesel-Pkw überlegt aufgrund der Energiekrise ein Elektroauto anzuschaffen.

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(Zum Vergrößern anklicken) Bild: Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land

Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass die Vorteile von Elektro­autos von vielen noch zurückhaltend eingeschätzt werden: Nur 37 Pro­zent der Befragten gehen davon aus, dass Haus­halte mit E-Autos besser vor Energie­preis­stei­gerungen geschützt sind. Aufschlussreich ist der Blick auf diejenigen, die bereits Erfahrung mit Elektro­mobilität haben: 79 Pro­zent der Stromer-Fahrer sind über­zeugt, dass E-Auto-Haushalte besser geschützt sind. Unter Fahrern von Verbrennern teilen nur 35 Pro­zent diese Einschätzung.

Auch im tatsächlichen Haushalts­budget zeigt sich ein Unterschied: 61 Pro­zent der Fahrer von Autos mit Ver­brennungs­motor berichten von erheblichen finanziellen Aus­wirk­un­gen der Energiekrise, Unter E-Auto-Fahrern sind es 47 Pro­zent.

„Wer ele­ktrisch fährt, spürt die aktuelle Energiekrise weniger im Portemonnaie – das zeigen die Daten eindeutig“, sagt Adrien Pagano, Referent Verkehrspolitik bei der Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land. „Das Problem: Der ökonomische Vorteil von Elektro­autos ist für viele Deutsche noch nicht ausreichend sichtbar. Mit steigenden Kraftstoffpreisen wächst jedoch der Kostenvorteil von Elektro­autos noch mehr. Die An­schaff­ungs­kosten sind mittlerweile weitgehend vergleichbar, und Laden ist in den meisten Alltagssituationen gün­sti­ger als Tanken.“

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Via: Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land
Tags: Kosten, Preise, StromversorgungAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Futureman meint

    23.06.2026 um 10:12

    Da können die Dieselfreunde froh sein, dass es wahrscheinlich in den nächsten Tagen um explodierende Strompreise geht und damit das Thema „Ende des Tankrabatts“ etwas untergeht. Denn aufgrund der hohen Temperaturen (ironischerweise ausgelöst durch die Verbrenner) müssen die AKW´s in Frankreich ihre Leistung zurückfahren, dadurch werden die Franzosen vermehrt Strom aus Deutschland kaufen und damit die Strompreise hierzulande, zumindest nach Sonnenuntergang, stark steigen lassen.
    Schlaue Leute laden natürlich weiterhin tagsüber günstig mit Solarstrom.

    Antworten
    • Ben meint

      24.06.2026 um 02:08

      Liegt zum einen halt an weniger Windkraft durch die Hitzeglocke aber hauptsächlich liegts an den fwhlenden Speichern, zum Glück wilch Reiche ja welche bauen lassen…ach nee das waren ja Gaskraftwerke…naja Strom für 0,60€/kWh wirds besser machen.

      Antworten

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