Geely Auto tritt mit den Modellen E5 und Starray EM-i auf dem deutschen Markt auf. Philipp Hempel, Executive Director Germany bei Geely Auto, erläuterte im Gespräch mit dem Portal Elektroauto-News.Net die Strategie des chinesischen Unternehmens für die Region. Er verwies dabei auf die 16-jährige europäische Präsenz der Geely Holding durch Marken wie Volvo, Polestar und Lynk & Co sowie die damit verbundene Erfahrung mit EU-Regulatorien und dem deutschen Kraftfahrt-Bundesamt.
Die Kernmarke des Konzerns setzt bei der Vertriebsstruktur auf ein klassisches Händlernetz statt auf digitale Direktvertriebsmodelle. Ziel ist es, durch lokale Servicepartner Vertrauen aufzubauen. Das Netzwerk ist in wenigen Wochen von vier auf über zehn Händler angewachsen. Die Strategie sieht vor, das Endkundenmarketing erst dann zu intensivieren, wenn die regionale Abdeckung durch Partner gesichert ist.
Bei der Fahrzeugpositionierung steht das Konzept „Value for Money“ im Fokus, also das Preis-Leistungs-Verhältnis. So wird das Elektro-SUV E5 mit einem Preis von 37.990 Euro angeboten, wobei Finanzierungsoptionen ab 249 Euro monatlich bei 0,99 Prozent Zinsen verfügbar sind. Preiskämpfe will man bei der Marke vermeiden und setzt stattdessen beim E5 auf eine Vollausstattung als Standard inklusive 5-Sterne-Sicherheitsbewertung sowie auf eine achtjährige Garantie, die auch die Traktionsbatterie einschließt.
„Wir werden nicht das schnellste oder rasanteste sein. Aber die Summe der Einzelteile – das ist unser Argument. Und das hält“, so Hempel. Die Zielgruppe umfasst seinen Worten zufolge ein breites Spektrum, von jungen Familien und Berufseinsteigern bis hin zu „Best Agern“, die zuvor Dienstwagen genutzt und weiter entsprechende Ansprüche haben.
„Europa ist für uns ein langfristiger Heimatmarkt, kein Export-Abenteuer“, unterstreicht Hempel. „Mittelfristig wollen wir stärkster chinesischer Importeur in Deutschland werden – und das ist keine PR-Aussage, das ist die Messlatte, an der wir uns messen lassen.“


Aliveffm meint
Da fragt man sich glatt, warum die Chinesen nicht gleich in Detroit aufschlagen und Washington zur neuen Heimat erklären. Das wäre das geopolitische Comedy-Highlight des Jahrzehnts, würde dort aber frontal an einer unbarmherzigen 100-Prozent-Zollmauer zerschellen. Die USA knallen jedes mexikanische Schlupfloch sofort mit der regulatorischen Schrotflinte ab und jagen vernetzte China-Autos wegen Spionageparanoia direkt vom Hof.
Während Amerika seine Festung mit Stacheldraht sichert, spielt Europa die naive, demente WG, die die Haustür offenstehen lässt, während die chinesischen Gäste bereits das Tafelsilber einpacken.
M. meint
Spionageparanoia ist das ja nicht.
https://defence-network.com/spionageverdacht-idf-verbannt-china-autos/
https://www.t-online.de/mobilitaet/aktuelles/id_101144108/e-autos-aus-china-und-spionage-bundeswehr-und-bnd-erlassen-parkverbot.html
https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/spionage-potenzial-innenministerium-hat-china-stromer-genau-im-blick/
Heißt ja nicht, dass da wirklich ständig spioniert wird. Bei Liese Müller gibt es auch nicht viel von Interesse, solange Liese als Bäckereiverkäuferin oder im Smartphoneshop arbeitet. Bei Bea von Rheinmetall oder Luis, dem Assistenten in einem Bundestagsbüro, sieht das schon gleich ganz anders aus. Da sind gekoppelte Smartphones natürlich auch spannender als die WhatsApp Nachrichten von Liese mit ihrer Nichte bezüglich Kaffeekränzchen am Sonntag.
Aber Schöne ist ja: dank KI ist das alles egal. Die sortiert aus, was man nicht brauchen kann. Wichtig ist nur, genug zu speichern, damit man die interessanten Sachen auch drin hat.
Geheimdienst sammeln heute auch schon Daten, die sie erst knacken können, wenn sie ausreichend Quantencomputing-Kapazitäten haben.
(„Harvest now, decrypt later“)
https://www.dr-datenschutz.de/quantensichere-kryptografie-heute-daten-fuer-morgen-sichern/
eBikerin meint
Zwar etwas derb geschrieben, aber leider die Wahrheit.
Future meint
Die USA hatte ja nicht nur die hervorragende Idee mit den hohen Zöllen. Die USA verbietet sogar den Verkauf von digital vernetzten Fahrzeugen mit chinesischer Technologie. Geplant ist, ab 2027 keine Software aus China mehr zu verwenden, ab 2030 soll dies auch für Hardware gelten. Vielleicht sollte es Europa auch so machen, wie die USA und dann ist alles wieder so schön und sicher wie früher immer.
SB meint
Man sieht also Europa als zukünftigen Heimatmarkt an und will gleichzeitig größter chinesischer Importeur werden?
Wenn man das mit dem Heimatmarkt ernst meint, hat man das Ziel größter Exporteur der EU zu werden und auch im ganz großen Stil nach China zu exportieren.
So wie BMW in den USA.