Der schwedisch-chinesische Elektroautobauer Polestar hat im ersten Halbjahr 2026 mit geschätzt 30.423 verkauften Fahrzeugen einen neuen Rekord bei den Retail Sales erzielt. Im zweiten Quartal beliefen sich diese auf geschätzt 17.296 Fahrzeuge.
„Trotz regulatorischer Herausforderungen und eines anspruchsvollen Marktumfelds einen Verkaufsrekord im ersten Halbjahr zu erzielen, ist ein bedeutender Erfolg“, sagt CEO Michael Lohscheller. „Wir machen im gesamten Unternehmen weiterhin gute Fortschritte und verzeichnen starkes Wachstum in mehreren unserer wichtigsten Märkte – insbesondere in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, in Südkorea sowie auf der Iberischen Halbinsel.“
Lohscheller weiter: „Wir bauen unser Retail-Netzwerk kontinuierlich aus und verfügen inzwischen über 235 Standorte – ein Wachstum von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig bleiben wir konsequent auf die Umsetzung unserer Strategie fokussiert, während wir in eine wichtige Phase neuer Modellanläufe eintreten. Die ersten Kundenauslieferungen des Polestar 5 stehen unmittelbar bevor, und die Produktion des Polestar 4 SUV hat begonnen. Die ersten Auslieferungen werden im vierten Quartal erwartet.“
Polestar setzt seinen Wachstumskurs in Deutschland auch im ersten Halbjahr 2026 fort. Laut aktuellen Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamts konnte die Marke ihre Position im deutschen Premium-Elektroautomarkt weiter festigen und die Zahl ihrer Fahrzeugzulassungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26,8 Prozent steigern.
„Deutschland bleibt ein strategischer Schlüsselmarkt“
„Das erste Halbjahr zeigt, dass unsere strategischen Maßnahmen greifen. Mit einer attraktiven Modellpalette, einer steigenden Markenbekanntheit und dem konsequenten Ausbau unserer Vertriebsstruktur erreichen wir immer mehr Kundinnen und Kunden. Dieses Momentum wollen wir nutzen, um unsere Position im deutschen Markt weiter auszubauen und nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Deutschland bleibt für Polestar ein strategischer Schlüsselmarkt und ein wichtiger Wachstumstreiber in Europa“, so Jan Grindemann, Regional Director Central Europe & Managing Director Germany.
Polestar will seine im April angekündigte Deutschlandoffensive weiter vorantreiben und hat sein Vertriebsnetz in diesem Jahr bereits um die Standorte Dresden und Würzburg, sowie jüngst auch Mannheim und Leipzig erweitert. Mit dem Ausbau stärke man die Präsenz in wichtigen Metropol- und Wirtschaftsregionen und verfolge das Ziel, sein deutsches Netzwerk im Laufe des Jahres zu verdoppeln, heißt es. Weitere Partnerschaften und Standorte sollen in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden.
Zusätzlich zu den gesamten Retail Sales weist Polestar die Verkaufszahlen ohne das US-Geschäft separat aus. Hintergrund ist die Entscheidung der US-Behörden im Zusammenhang mit der sogenannten Connected Vehicle Rule. Demnach darf Polestar ab Modelljahr 2027 keine Fahrzeuge mehr in den USA verkaufen.

Hector meint
Der Verzicht auf eine Heckscheibe ist keine Fehlentscheidung. Wir haben einen Polestar 4 und ein Model Y. Die Sicht nach hinten ist im Polestar 4 wesentlich besser. Sitzen hinten Leute sehe ich im M Y noch weniger, im Polestar 4 ist das völlig egal. Dank 360 Grad Kamera parke ich den Polestar 4 komfortabler ein als alle meine bisherigen Autos.
Paule meint
Schön zu sehen, dass auch Polestar in der Lage ist, Fehlentscheidungen schnell zu revidieren – und wieder Heckscheiben in der 4-er Modellreihe zu verbauen. Vielleicht zieht die ja auch wieder im Coupe ein.
Gernot meint
Ich halte den Verzicht auf eine Heckscheibe nicht für einen Fehler, sondern für konsequent und richtig. Crossover-Coupes wie der Polestar 4 Coupe haben eine nach hinten stark abfallende Dachlinie und ein hohes Heck. Durch den verbleibenden Fensterschlitz sieht man wenig bis nichts. Der kann dann auch weg.
Und falls das als Gegenargument kommt: Ich bin Brillenträger und die Fokussierungsproblematik ist mir bekannt. Was den meisten nicht bekannt ist: Man braucht überhaupt keinen Rückspiegel. Der gehört nicht zur erforderlichen Ausstattung eines PKWs. Diverse Fahrzeuge haben auch schlicht keinen und lassen sich sicher im Verkehr bewegen. Und natürlich war und ist es auch zulässig, bei einem SUV oder Kombi den Kofferraum bis unter das Dach voll zu laden, wodurch man im Rückspiegel auch nur das eigene Gepäck sieht.