Im zweiten Quartal 2026 setzte die Mercedes-Benz Group weltweit 511.900 Pkw und Vans ab. Dies entspricht einem Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Außerhalb Chinas legte der Gesamtabsatz von Pkw und Vans gegenüber dem Vorjahresquartal um 3 Prozent zu. „Getragen von der starken Nachfrage nach den neu eingeführten Modellen“ stieg der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge (BEV) auf Konzernebene im Q2 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 50 Prozent auf 63.000 Einheiten.
Mercedes-Benz Cars
Mercedes-Benz Cars verkaufte weltweit im zweiten Quartal 2026 417.800 Pkw (-8 %). Wie schon im ersten Quartal lag der Gesamtabsatz außerhalb Chinas über dem Vorjahresniveau (+2 %), getragen vom anhaltenden Wachstum in wichtigen westlichen Regionen, darunter Nordamerika (+13 %) und Europa (+4 %), mit einem Plus von 6 Prozent in Deutschland. In China führten das verschärfte Wettbewerbsumfeld sowie die schrittweise Markteinführung neuer Modelle zu einem Absatzrückgang gegenüber dem Vorjahr.
„Unsere größte Modelloffensive gewinnt weiter an Dynamik. Der Absatz unserer vollelektrischen Fahrzeuge stieg im zweiten Quartal um mehr als 50 %. Die Nachfrage nach dem neuen elektrischen GLC, dem elektrischen CLA und dem elektrischen GLB ist außerordentlich stark. Die neue S-Klasse ist in Europa erfolgreich gestartet, weitere Regionen folgen in den kommenden Monaten. Mit der neuen elektrischen C Klasse, die seit Mai bestellbar ist, sowie der Weltpremiere des neuen vollelektrischen GLA Ende Juli gehen wir die nächsten Schritte unserer Modelloffensive“, so Mathias Geisen, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, Vertrieb & Kunde.
Mercedes-Benz Cars setzte im zweiten Quartal weltweit 52.900 batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) ab, ein Plus von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Europa stieg der BEV-Absatz um 87 Prozent auf 43.500 Pkw, der Anteil an batterieelektrischen Fahrzeugen verdoppelte sich nahezu auf 26 Prozent. In Deutschland hat sich der BEV-Absatz mehr als verdoppelt, der BEV-Anteil verdoppelte sich nahezu auf 24 Prozent.
Der globale BEV-Anteil stieg auf 13 Prozent (Q2 2025: 7,7 %) – „obwohl die neuen Elektromodelle in vielen Märkten erst noch anlaufen“, betont Mercedes. Elektrifizierte Fahrzeuge gewannen im europäischen Absatzmix weiter an Bedeutung. Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge (E-Autos und Plug-in-Hybride, „xEV“) erreichte in Europa 43 Prozent. Weltweit lag der xEV-Absatz im zweiten Quartal bei 87.500 Fahrzeugen, was einem xEV-Anteil von 21 Prozent entspricht.
Mercedes-Benz Vans
„Das Wachstum in unserem Portfolio gewerblicher Vans zeigt die anhaltend positive Kundenresonanz auf diese Fahrzeuge. Darüber hinaus unterstreicht der weiterhin deutliche Anstieg des eVan-Absatzes – und der daraus resultierende Zuwachs unseres globalen Elektroanteils – die stetige Kundennachfrage in diesem Segment sowie die zunehmende Marktdurchdringung“, erklärt Mathias Vaitl, Leiter Vertrieb & Marketing Mercedes-Benz Vans.
Mercedes-Benz Vans erzielte im zweiten Quartal einen Absatz von 94.100 Einheiten. Der Absatz war von einem weiterhin volatilen und wettbewerbsintensiven Marktumfeld sowie geringerer Nachfrage nach mittelgroßen Vans in China geprägt. Das Wachstum in Nordamerika trug zum Ausgleich dieser Effekte bei: Der Absatz dort stieg um 23 Prozent, vor allem getragen von gestiegener Nachfrage in den USA (+28 %). Auch Europa leistete einen positiven Beitrag: Der Absatz in dieser Region stieg im zweiten Quartal um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Außerhalb Chinas legte der Gesamtabsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 5 Prozent zu.
Elektrische Vans verzeichneten ein anhaltendes Wachstum: Der „eVan“-Absatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 46 Prozent. Der globale Elektroanteil erhöhte sich entsprechend auf 11 Prozent (Q2 2025: 7 %), in Europa lag er mit 13 Prozent (Q2 2025: 10 %) noch höher.
Das Segment der gewerblichen Vans wuchs weiter, der Absatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent. Die Nachfrage nach großen Vans blieb besonders stark, die Volumina legten um 15 Prozent zu.

Gunnar meint
Die Überschrift ist irreführend bzw. streng genommen sogar falsch.
Also entweder „Mercedes (Konzern) verkauft 63.000 Elektroautos im Q2 2026 (+50 %)“ oder „Mercedes Benz Cars verkauft 52.900 Elektroautos im Q2 2026 (+51 %)“.
MK meint
Tja, wäre Mercedes nur mal ein oder 2 Jahre früher auf den Trichter gekommen…aber immerhin holt man jetzt auf und wird dafür auch belohnt.
Wolfgang meint
Bleibt noch die Frage, wie dieser Absatz zu stande gekommen ist?
Der Amerikaner ist sehr Preisbewusst, der deutsche Autokäufer ist noch sehr an heimische Marken orientiert.
Die Zulassungen von ausländischen Marken steigt rasant an. Wieder einmal mit der chinesischen Nase vorran.
Die deutschen Hersteller sollten sich lieber dem chinesischen Druck stellen und Spitzenqualität zu annehmbaren Preisen produzieren.
Anstatt sich mit 1stelligen Zuwachsraten zu feiern, wo nichts zu feiern ist.
MK meint
@Wolfgang:
„Mehr als 50 Wachstum“ gegenüber dem Vorjahr sind für Sie also eine geringe „einstellige“ Wachstumsrate?
Es ist doch super, dass insbesondere der CLA super ankommt und jetzt der GLB mit der gleichen Technik anläuft.
Wichtig für die deutsche Industrie ist damit ja auch erstmal, dass sowohl Rastatt als auch Bremen (GLC) wieder dreischichtig arbeiten und entsprechend viel Personal brauchen. In China verkaufte Modelle, die in dortigen Werken gebaut werden, die im Fall von Mercedes immer noch mehrheitlich der chinesischen Konkurrenz gehören, bringt hingegen vergleichsweise wenig.
EVFan meint
In China produzierte Autos der deutschen Hersteller sind für Deutschland und Mitarbeiter der Autowerke in Deutschland zunehmend irrelevant. Selbst die Entwicklung dieser Autos erfolgt überwiegend in China.
Nur noch die Aktionäre interessiert es, da China immer noch einen kleinen Gewinn abwirft.
Deshalb wäre es schön, wenn die Medien bei der Berichterstattung mehr Fokus auf die Entwicklung von Produktion und Absatz exklusive China legen könnten.
MK meint
@EVFan:
Aber bei den hier erwähnten Modellen CLA, GLC usw. handelt es sich doch um in Deutschland entwickelte und auch montierte Fahrzeuge. Wie gesagt sind deshalb gleich zwei deutsche Mercedes-Werke wieder in den 3-Schicht-Betrieb gegangen, also vollständig ausgelastet. Einen Drei-Schicht-Betrieb hat es in Raststatt z.B. schon seit Jahren nicht mehr gegeben.
South meint
Man kann in vielen Märkten sehen, wer heute keine guten marktgängigen eAutos hat, bekommt ernste Probleme. Die Zeiten der Feigenblattmodelle zur Beruhigung von Investoren sind vorbei. Die Verbrennerverkäufe gehen mittlerweile deutlich zurück. China läuft da nur voraus. Der Grund ist originäre Nachfrage, bedeutet, die Kunden treiben die Umstellung. Die eAutos verdrängen Verbrenner in einem stagnierendem Markt. Die aktuellen Spritpreise treiben das nur etwas schneller voran.
In der BRD hingegen gibts die Scheindiskussion, man könne aktiv beeinflussen ob und wann der Verbrenner seine Bedeutung verlieren wird. An der Realität geht das völlig vorbei. Ob nun die letzten Verbrennerderivate in 2035 oder 2040 noch verkauft werden, oder nicht, ist total bedeutungslos. Die eAutos werden in weniger als fünf Jahren den Markt stark dominieren. An Verbrenner wird man da nicht mehr viel verdienen.
Es geht schon ganz lange nicht mehr nur um Umweltschutz oder Erderwärmung, das eAuto ist dem Verbrenner in vielen wichtigen Belangen haushoch überlegen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Lange genug wurden ja Vorteile und Halbwahrheiten gestreut….
MrBlueEyes meint
Gute Replik… volle Zustimmung…