Christian von Koenigsegg hat im Gespräch mit dem Portal Motor1 die aktuelle Strategie des Hypercar-Herstellers bezüglich der Antriebstechnologie erläutert. Der Gründer und CEO des Unternehmens hält an Verbrennungsmotoren sowie Hybridantrieben fest und sieht derzeit keine Notwendigkeit für rein elektrische Supersportwagen.
Obwohl die schwedische Manufaktur über die technologischen Kapazitäten für die Entwicklung eines Elektro-Hypercars verfügt, betrachtet von Koenigsegg den Weg zur reinen Elektromobilität momentan nicht als richtig. Seine persönliche Einschätzung habe sich im Laufe der Zeit gewandelt. Vor zehn Jahren sei er noch davon ausgegangen, dass bis 2026 ein elektrisches Modell existieren würde. Doch gerade bei Supersportwagen fordere der Markt weiter Verbrennungsmotoren.
Für die Marke Koenigsegg steht laut dem Gründer und CEO das Fahrerlebnis im Vordergrund. Elemente wie Vibrationen, Klang, mechanische Rückmeldung und Charakter seien entscheidend. Ein Auto mit Verbrennungsmotor könne sich fast wie ein lebender Organismus anfühlen, während ein Elektroauto – egal wie schnell oder fortschrittlich es auch sein mag – auf einer anderen emotionalen Ebene wirke. „Es wird niemals zu einem Tier“, so von Koenigsegg.
Der Wert eines Hypercars liege laut von Koenigsegg nicht in der Lösung alltäglicher Transportprobleme, sondern in Design, Ingenieurskunst und der emotionalen Verbindung zwischen Fahrer und Maschine. Features wie Infotainment oder Klimatisierung seien zwar vorhanden, aber nicht das Kernmerkmal.
Auch die ökologische Bilanz betrachtet der Hypercar-Anbieter aus einer spezifischen Perspektive. Da Modelle wie er sie verkauft oft selten genutzt werden und teilweise jahrelang in Sammlungen stehen, könne der ökologische „Break-Even-Punkt“ einer Batterieproduktion nie erreicht werden.
Koenigsegg hat bereits an einer rein elektrischen Plattform gearbeitet, entschied sich jedoch für ein Hybridkonzept. Dieses bietet durch eine kleine Batterie die Möglichkeit zum lautlosen Fahren in Städten sowie zur Nutzung von regenerativen Bremsvorgängen, ohne das Gewicht massiv zu erhöhen, wie es bei großen Batterien der Fall wäre.
Zukünftige Entwicklungen hängen von der Batterietechnologie und regulatorischen Änderungen ab. Leichtere und kompaktere Batterien könnten die aktuelle Argumentation verändern. Zudem setzt Koenigsegg auf E85 und sieht Potenzial in synthetischen Kraftstoffen.

Horst Feuser meint
Das stimmt für die ganze Branche: die paar tausend Hypercars auf der Welt werden das Klima auch nicht an die Wand fahren, notfalls kann man sie auf EFuels umstellen. Das die Plärrer 5€/ltr. kosten wird, ist der erlauchten Klientel so egal als ob in China ein Sack Reis umfällt…
M. meint
So ist es. Selbst 20 Euro für den Liter SynFuel sind im Vergleich zu den übrigen Unterhaltskosten einfach nur egal. 3 Mio Kaufpreis, und was kostet ein Satz Reifen? 3x Drag-Race, 4.000 Euro für Reifen weg. Und 50 Euro für Sprit… oder 100? Jahresinspektion für 10.000 Euro – nach realen 1000 km…
Benzinkosten? Finden nicht statt.
Die Zahl der Koenigsegg-Halter, die selbst an der Tankstelle gesehen werden, ist auch höchstens 1-stellig. Wer sich sowas in die Garage stellt, stellt den neben 25 oder 50 andere Autos – und um die kümmert sich Personal. Das fährt dann dienstlich Porsche oder BMW, wenn sie nicht gerade den Racer volltanken.
Gilt entsprechend auch für Käufer von Bugatti oder Pagani, da ist ein Rolls Royce oder Lamborghini fast schon Massenware. Und um die kümmert sich auch das Personal. ;-)
eBikerin meint
Ehe hier noch jemand Schnappatmung bekommt – laut Internet gibt es Weltweit gerade mal so 250 Koenigsegg.